Obersinn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Obersinn
Obersinn
Deutschlandkarte, Position des Marktes Obersinn hervorgehoben
50.2088888888899.615199Koordinaten: 50° 13′ N, 9° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Burgsinn
Höhe: 199 m ü. NHN
Fläche: 11,7 km²
Einwohner: 983 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97791
Vorwahl: 09356
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 169
Marktgliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Burgweg 1
97775 Burgsinn
Webpräsenz: www.vgem-burgsinn.de
Bürgermeisterin: Lioba Zieres (Freie Wählergemeinschaft)
Lage des Marktes Obersinn im Landkreis Main-Spessart
Hessen Baden-Württemberg Würzburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Miltenberg Landkreis Bad Kissingen Landkreis Kitzingen Landkreis Würzburg Forst Lohrerstraße Rechtenbach Esselbach Ruppertshüttener Forst Ruppertshüttener Forst Partensteiner Forst Partensteiner Forst Langenprozeltener Forst Herrnwald Haurain Hafenlohr Fürstlich Löwensteinscher Park Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Frammersbacher Forst Forst Aura Forst Aura Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Gemeindefreies Gebiet Burgjoß Schollbrunn Bischbrunn Thüngen Partenstein Mittelsinn Hasloch Neuhütten (Unterfranken) Rechtenbach Rechtenbach Hafenlohr Hafenlohr Lohr am Main Lohr am Main Zellingen Wiesthal Urspringen Rothenfels Roden (Unterfranken) Rieneck Retzstadt Obersinn Obersinn Obersinn Neustadt am Main Neuendorf (Unterfranken) Marktheidenfeld Triefenstein Kreuzwertheim Karsbach Karlstadt Karbach (Unterfranken) Himmelstadt Gräfendorf Gössenheim Gemünden am Main Frammersbach Frammersbach Fellen Eußenheim Erlenbach bei Marktheidenfeld Birkenfeld (Unterfranken) Aura im Sinngrund Aura im Sinngrund Arnstein (Unterfranken) Burgsinn Steinfeld (Unterfranken) Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Obersinn ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Obersinn liegt in der Region Würzburg und wird durch den namensgebenden Fluss Sinn in eine Spessart- und in eine Rhönseite geteilt. Die Nachbarorte heißen: Mittelsinn und Jossa, sowie Zeitlofs-Roßbach und Aura im Sinngrund. Außerdem gibt es den Ortsteil Emmerichsthal. In der Nähe des Ortes liegt die Dittenbrunner Höhe, benannt nach dem Ort Dittenbrunn, der zu Altengronau gehört. Die Talbrücke Obersinn der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg trägt den Namen des Marktes. Obersinn besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Flieden–Gemünden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Obersinn gliedert sich in zwei Ortsteile[2]:

Es gibt nur die Gemarkung Obersinn.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Gutsbezirk Spessart
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Sinntal
Markt
Zeitlofs
und
Roßbacher Forst
(Gemeindefreies Gebiet)
Stadt
Bad Soden-Salmünster
und
Burgjoß
(Gemeindefreies Gebiet)
Nachbargemeinden Forst Aura
(Gemeindefreies Gebiet)
Forst Aura
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Mittelsinn

Name[Bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten]

Das Grundwort im Namen geht auf den den Ort durchfließenden Fluss Sinn zurück. Der Zusatz Ober wurde verwendet, um Obersinn von den nahegelegenen Dörfern Mittelsinn und Niedersinn (heute Burgsinn) zu unterscheiden und weist auf die Lage im Tal hin.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1309 Sinne
  • 1319 Obernsinne
  • 1364 Obern Synne
  • 1542 Obersynn
  • 1695 Obersinn

Geschichte[Bearbeiten]

Der größte Teil der hiesigen Rechte des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, war 1808 an das Fürstentum Aschaffenburg gefallen (1803 erst an Bayern, 1805 an das Großherzogtum Würzburg), mit welchem sie 1814 wieder zu Bayern kamen. Hiesige Rechte von Hessen-Kassel fielen erst 1860 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Gemünden am Main gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Obersinn lag. 1872 wurde das Bezirksamt Gemünden ins Bezirksamt Lohr am Main eingegliedert. Erst 1902 wurde das Bezirksamt Gemünden wieder neu gebildet. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Obersinn war nun eine der 27 Gemeinden im Landkreis Gemünden am Main (späteres Kfz-Kennzeichen GEM). Mit Auflösung des Landkreises Gemünden im Jahre 1972 kam Obersinn in den neu gebildeten Landkreis Main-Spessart (heutiges Kfz-Kennzeichen MSP).

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Politik[Bearbeiten]

Seit Mai 2008 leitet mit Lioba Zieres (Freie Wählergemeinschaft) die erste Frau die Geschicke einer Gemeinde im ehemaligen Altlandkreis Gemünden. Ihr Vorgänger war Richard Stenglein (CSU). Zweiter Bürgermeister ist Leo Breitenbach (CSU/Unabhängige Bürger). Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 440.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 63.000 Euro.

Wappen[Bearbeiten]

In der Mitte: Der silberne Wellenpfahl symbolisiert das Sinntal und die Sinn, die die Grenze zwischen Rhön und Spessart bildet. Obersinn liegt auch an der Grenze zwischen Hessen und Bayern. Der Rechen steht für die historische Beziehung zum Hochstift Würzburg. Ca. 1400 wurde Obersinn vom Hochstift zur Pfarrei erhoben. Die Muschel steht für den Kirchenpatron St. Jakobus. Die grüne Tingierung sowie das Buchenblatt verweisen auf die landschaftlichen Gegebenheiten des Marktes, die durch die Landwirtschaft, Wiesen und Wälder (vor allem Buchenwälder) geprägt sind. Die Markungszeichnung (an den Grenzsteinen sichtbar) stellt das Herrschaftszeichen des im Jahre 1447 entstandenen Kondominats dar, an dem vier Herren beteiligt waren (die Vierherrschaft) und das ca. 350 Jahre lang die Geschichte des Marktgebietes bestimmte.

Fahne: Rot-Weiß-Grün

Genehmigung des Wappens: 27. Juni 1984

Wappen-Entwurfsfertiger: L. Breitenbach/G. Weismantel, Obersinn

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Schachblume im Naturschutzgebiet Sinngrund

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 64 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 17 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 391. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 22 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 296 ha, davon waren 94 ha Ackerfläche und 198 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2011):

  • Kindergarten: 25 Kindergartenplätze mit 28 Kindern
  • Schule Obersinn (bis Schuljahr 2005/2006)

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Eine weiße Schachblume in den Reithwiesen
  • Schachblumenfest

Jedes Jahr gibt es in Obersinn das Schachblumenfest Die Schachblume kommt hauptsächlich auf den Wiesen in der Nähe der Reithbrücke in Obersinn vor.

  • Eisenwahn-Festival

Immer im Juli findet das größte Metalfestival Unterfrankens mit knapp 2.000 Besuchern am Ludwig-Zeller-Ring in Obersinn statt. Die auftretenden Bands spielen überwiegend die Stile Death Metal, Black Metal und Grindcore.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Marktes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Obersinn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/214913&attr=OBJ&val=1738
  3. a b  Wolf-Armin Frhr. v. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. C.H.Beck oHG, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 171.
  4. http://disctopia.de/live-and-ontour/metal-festivals-in-deutschland-osterreich-schweiz/