Oberursel (Taunus)

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Oberursel ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Den Motorenhersteller siehe Motorenfabrik Oberursel.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Oberursel (Taunus)
Oberursel (Taunus)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Oberursel (Taunus) hervorgehoben
50.2027777777788.5769444444444197Koordinaten: 50° 12′ N, 8° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Hochtaunuskreis
Höhe: 197 m ü. NHN
Fläche: 45,37 km²
Einwohner: 44.500 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 981 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61440
Vorwahlen: 06171,
06172 (Oberstedten)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HG, USI
Gemeindeschlüssel: 06 4 34 008
Stadtgliederung: 5 Stadtteile (inkl. Kernstadt)
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
61440 Oberursel (Taunus)
Webpräsenz: www.oberursel.de
Bürgermeister: Hans-Georg Brum (SPD)
Lage der Stadt Oberursel (Taunus) im Hochtaunuskreis
Frankfurt am Main Lahn-Dill-Kreis Landkreis Limburg-Weilburg Main-Taunus-Kreis Rheingau-Taunus-Kreis Wetteraukreis Wiesbaden Bad Homburg vor der Höhe Friedrichsdorf Glashütten (Taunus) Grävenwiesbach Königstein im Taunus Kronberg im Taunus Neu-Anspach Oberursel (Taunus) Schmitten (Hochtaunus) Steinbach (Taunus) Usingen Weilrod WehrheimKarte
Über dieses Bild
Blick auf den Malerwinkel
Historisches Rathaus

Oberursel (Taunus) ist mit rund 44.500 Einwohnern die zweitgrößte Stadt im Hochtaunuskreis sowie die dreizehntgrößte in Hessen und grenzt direkt an Frankfurt am Main.

Oberursel ist wie die Nachbarstädte Königstein im Taunus, Kronberg im Taunus und Bad Homburg vor der Höhe für seine bevorzugten und verhältnismäßig teuren Wohnlagen bekannt. Zudem wies die Stadt Oberursel im Jahr 2013 einen weit überdurchschnittlichen Kaufkraftindex von 143 Prozent[2] des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) auf.

Geographie[Bearbeiten]

Ausdehnung und Lage des Stadtgebietes[Bearbeiten]

Die größte Nord-Süd-Ausdehnung in Oberursel beträgt 7,2 Kilometer, die größte Ost-West-Ausdehnung 13,0 Kilometer.

Höhenangaben

  • Krebsmühle (Weißkirchen): 138 m ü. NN
  • Rathaus: 198 m ü. NN
  • Hohemark: 300 m ü. NN
  • Höchster Punkt im Taunus: 820 m ü. NN

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Oberursel grenzt im Nordwesten an die Gemeinde Schmitten, im Nordosten an die Stadt Bad Homburg vor der Höhe, im Südosten an die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main, im Süden an die Stadt Steinbach (Taunus) sowie im Südwesten an die Städte Kronberg im Taunus und Königstein im Taunus.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Oberursel besteht neben der Kernstadt inklusive des Stadtteils Bommersheim aus den Stadtteilen Oberstedten (6421 Einwohner), Stierstadt (5162 Einwohner) und Weißkirchen (4668 Einwohner). Bommersheim ist schon vor der Gemeindereform 1972 in Oberursel aufgegangen und bildet trotz ca. 5000 Einwohnern keinen separaten Ortsbezirk.

Klima[Bearbeiten]

Da der Taunushang viele aus Nordwest kommende Regenwolken bereits vor den Stadtgrenzen abfängt, ist das Wetter in Oberursel meist etwas schöner, als es für die Region vorausgesagt wird. Man nennt es das „Orscheler Sonnenloch“, das heißt das Loch in den Wolken, die ringsumher die Sonne verdecken – nur nicht in Oberursel. Auf dem Gebiet der Stadt Oberursel befindet sich ein Einstiegsportal in den Heilklimapark Hochtaunus.

Geschichte[Bearbeiten]

Oberurseler Stadtmauer

Eine auf 791 datierte Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erwähnt eine Siedlung „Ursella“. Sie gilt als die älteste bis heute erhaltene Urkunde, die den Begriff „Ursella“ nennt. In dieser übereignete ein Mann namens Suicger am 26. April dem Kloster Lorsch 60 Tagewerk, einen Knecht und zwei Hofstätten in den Orten Ursella und Steorstat (Stierstadt). Im Jahre 880 wird eine Kirche erwähnt als „monasterium ad ursellam“, 1317 wird Marktverkehr bezeugt. 1444 wurden der Stadt Stadtrechte verliehen. Zwei Jahre später wurde die Stadtbefestigung fertig gestellt. Da die Stadt im 15. Jahrhundert rasant gewachsen war, wurden die Mauern 1481 nach Osten erweitert. In den 20er Jahren des 16. Jahrhunderts wurde eine Lateinschule neben der Kirche eröffnet; von dieser sind heute keine Spuren mehr zu sehen.

1535 gelangte Oberursel unter die Herrschaft des Grafen Ludwig zu Stolberg und wurde protestantisch. 1557 gründete Nicolaus Henricus eine Druckerei. 1581 fiel die gesamte Grafschaft Königstein an Kurmainz, was zu einer Rekatholisierung der Stadt im Zuge der Gegenreformation führte. Besonders herausragendes Gewerbe der Stadt war im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit vor allem die Tuchmacherei.

Mattaeus Merian: Ansicht von Oberursel (1646)

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zweimal (1622, 1645) zerstört, die Einwohnerzahl sank von 1600 auf 600. 1645 waren fast alle Häuser abgebrannt, nur drei (das alte Rathaus, eine Bäckerstube sowie ein Wohnhaus nahe dem Marktplatz) brannten nicht ab. Deshalb stammen heute die ältesten Häuser in der Oberurseler Altstadt aus dem 17. Jahrhundert. Das benachbarte Mittelursel ging vollständig unter. In der Folge entsteht im Urselbachtal ein großes Mühlengewerbe, auch mit Papiermühlen sowie Eisen- und Kupferhämmern.

1803/1806 wurde Oberursel im Zuge der Säkularisation von Kurmainz nassauisch. Die Stadt blieb aber trotz des nun protestantischen Herrscherhauses katholisch geprägt.[3] 1866 wurde Oberursel preußisch.

1858 hielt die Industrialisierung durch die Errichtung einer Baumwollspinnerei in Oberursel Einzug. 1860 wurde Oberursel an die Eisenbahn zwischen Bad Homburg vor der Höhe und Frankfurt angeschlossen, 1899 kam die Lokalbahn hinzu, die die Hohemark anfuhr (heutige Linie U3 der U-Bahn Frankfurt).

Im Zweiten Weltkrieg befand sich auf einem Gelände im Norden der Stadt das so genannte DULAG Luft (Durchgangslager der Luftwaffe). Dort wurden alle abgeschossenen Flugzeugbesatzungen der Amerikaner und Briten von Spezialisten der Deutschen Luftwaffe verhört. Am 30. März 1945 wurde Oberursel von Truppen der 3. US Army besetzt.[4] US-Militär übernahm das DULAG-Gelände und richtete in den bestehenden Gebäuden das Camp King ein. Im sogenannten „Haus Alaska“, Hohemarkstraße, wurden hochrangige Nationalsozialisten wie Hermann Göring sowie der Hitler-Attentäter Rudolf-Christoph Freiherr von Gersdorff interniert und verhört. „Camp King“ war bis in die 1990er-Jahre ein wichtiger Stützpunkt der in Deutschland stationierten US-Streitkräfte.

Die Stadt Oberursel richtete vom 10. bis 19. Juni 2011 den 51. Hessentag aus.

Kirchen[Bearbeiten]

St. Ursula
Aufgang vom Marktplatz zur Kirche St. Ursula

Das eigentliche Stadtgebiet Oberursels ist römisch-katholisch geprägt. Eine Vorgänger-Kirche wurde bereits seit 880 in Urkunden erwähnt. Die römisch-katholische Kirche St. Ursula wurde ab Mitte des 15. Jahrhunderts bis Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut. Danach wurde sie im Dreißigjährigen Krieg noch zweimal zerstört und wiederaufgebaut[5]. Neben der römisch-katholischen Kirche findet sich die evangelisch-unierte Kirche mit zahlreichen Kirchengemeinden. Weiter gibt es die evangelisch-lutherische St. Johanneskirchengemeinde, die zum Kirchenbezirk Hessen-Süd der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehört. Ihre sonntäglich gefeierten lutherischen Hochmessen sind einzigartig in Oberursel. Direkter Nachbar ist die Lutherische Theologische Hochschule Oberursel, an der die lutherischen Pfarrer der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche ihr Studium der Evangelischen Theologie absolvieren.[6]

Christuskirche[Bearbeiten]

Koordinate: 50° 11′ 56″ N, 8° 34′ 44″ O50.1989018.578906

Die Christuskirche wurde 1913 von den Karlsruher Architekten Curjel & Moser im Jugendstil errichtet und 1914 eingeweiht. Die Baukosten betrugen 226.484,92 Goldmark. Die heute unter Denkmalschutz stehende Kirche ist die größte evangelische Kirche in Oberursel.

Sie ersetzte die bisherige evangelische Kirche (heute: „Ferdinand-Balzer-Haus“). Diese am 24. Oktober 1855 erbaute erste evangelische Kirche am Rahmtor hatte nur 200 Sitzplätze. Gemäß Volkszählung vom 1. Dezember 1910 lebten in Oberursel 3.062 evangelische Einwohner (einschließlich Bommersheim, Stierstadt und Weißkirchen).

Das Baugrundstück wurde 1911 vom Turnverein erworben. Ein Grundstückstausch mit der Zivilgemeinde führte zu der heutigen Gestaltung des Areals. Die Kirche selbst ist gegenüber der Straßenflucht 18 Meter nach hinten verschoben, woraus sich ein Vorplatz ergibt. Neben der Kirche steht das Kriegerdenkmal. Daran schließt sich ein öffentlicher Park an.

Die Kirche bietet 504 Sitzplätze im Hauptraum und 464 Sitzplätze auf den Emporen. Das Langhaus ist nicht wie in anderen Gotteshäusern in Schiffe gegliedert, sondern bildet einen nahezu quadratischen Raum. Im Innenraum sind Altar, Kanzel und Orgel axial übereinander angeordnet.

Ein markantes Gestaltungselement der Kirche sind die neun Glasfenster über dem Haupteingang und an den Seiten. Diese Werke des Expressionisten August Babberger (1885–1936) stellen wichtige Stationen aus dem Leben Jesu dar.

1914 erwarb die Kirchengemeinde für 14.916 Mark vier Bronzeglocken in h, d', e' und fis' mit einem Gesamtgewicht von 5.400 Kilogramm. Die drei größeren Glocken wurden bereits 1917 eingezogen und für Militärzwecke eingeschmolzen. Dank großzügiger Spenden konnte die Kirchengemeinde bereits Ende 1919 drei neue Glocken erwerben. Eine Stahlglocke in d' sowie zwei Bronzeglocken in e' und fis'. Am 29. April 1940 wurden die drei Bronzeglocken erneut eingezogen und eingeschmolzen. Am 13. Dezember 1949 wurde eine Bronzeglocke in e' erworben. 1961 kam eine weitere in h° hinzu.

1914 wurde eine Orgel der Firma E. F. Walcker & Cie. aus Ludwigsburg eingebaut. Diese Orgel hatte 44 Register und fast 3000 Pfeifen mit einer Länge von bis zu 7 Metern. 1966 wurde eine neue Orgel durch die Firma Hillebrand in Altwarmbüchen erbaut. Dieses Instrument wurde im Jahr 2007 überarbeitet und um drei neue Stimmen auf 36 Register insgesamt erweitert.[7][8]

Neben der Kirche befindet sich das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Lina von Schauroth (1874–1970) entwarf die monumentale Säule mit Mosaik ursprünglich für die Frankfurter Frauenfriedenskirche. Nachdem dieser Entwurf 1919 dort nicht verwirklicht wurde, wurde auf Betreiben von 27 Vereinen stattdessen in Oberursel umgesetzt und am 12. Oktober 1930 feierlich eingeweiht. Die Mosaike der Säule sind in einem schlechten Zustand. Die Inschrift auf dem Denkmal lautet: Den Trauernden Trost, den Toten zur Ehre, den Lebenden Mahnung, der Jugend zur Lehre. Der quadratische Sockel trägt die Namen von 224 gefallenen Oberurselern. Die Säule wird auf einer Seite eine monumentale Christusgestalt in hellem Gewand dominiert. Der untere Teil der Säule zeigt eine Reihe Soldaten, die sich an den Händen halten. Die (Stand 2010) vorgesehene Sanierung soll 170.000 Euro kosten; diese sollen zum größeren Teil durch Spenden aufgebracht werden. Die Säule ist in der Liste der Kulturdenkmäler aufgeführt.[9][10]

Hospitalkirche[Bearbeiten]

Die katholische Hospitalkirche wurde nach einem Entwurf des Maurermeisters Johannes Strasser erbaut und am 1. Juli 1728 vom Mainzer Weihbischof Adolf Schnernauer geweiht. Die Kirche ist der heiligen Barbara geweiht (woraus sich die volkstümliche Bezeichnung Bärbel für die Kirche ableitet).[11]

St. Hedwig[Bearbeiten]

Koordinate: 50° 12′ 42″ N, 8° 33′ 44″ O50.2116738.562255

Die St. Hedwigskirche ist ein modernes Bauwerk im Norden der Stadt. Seit dem 1. Dezember 1960 besteht die katholische Pfarrgemeinde St. Hedwig, die jedoch zunächst keine eigene Kirche hatte. Die Gemeinde erwarb das Grundstück einer ehemaligen Fabrik (im Volksmund Sensenwerk genannt) und begann nach dem Abriss der Werks im Juni 1963 mit dem Bau der Kirche. Domkapitular Hans Seidenather legte am 15. November 1964 den Grundstein. Am 14. Mai 1966 wurde die Kirche durch Weihbischof Walter Kampe geweiht.

An diesem ungewöhnlichen Bauwerk fällt das parabelförmig gewölbtes Kirchenschiff auf. Dieses gewölbte Dach ist mit Kupferblech gedeckt und zeigt den typischen Grünspan. Mit dem Kirchenschiff verbunden ist der wuchtige Turm mit einer Höhe von 32 Metern. Die Kirche verfügt über 500 Sitzplätze wozu noch weitere 30 Sitzplätze in der Seitenkapelle kommen. Von der St. Antonius-Kirche in Frankfurt wurde eine Orgel mit 23 Registern übernommen. St. Hedwig verfügt über eine Glocke.[12] Architekt der Kirche war der Frankfurter Heinz Günther. Die Altarwand wurde vom Künstler Hermann Goepelt gestaltet.[13]

Im Rahmen des Sparprogramms des Bistums Limburg wurde 2011 die Schließung und der Abriss der Kirche und ein Neubau eines Behindertenwohnheimes beschlossen. 2012 kündigte das Landesamt für Denkmalschutz an, die Kirche unter Denkmalschutz zu stellen, womit diese Pläne nicht weiter verfolgt wurden.[14]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Bommersheim führte jahrelang mit Oberursel Verhandlungen über eine Eingliederung, veranlasst nicht zuletzt durch die unzureichende Trinkwasserversorgung der Gemeinde aus eigenen Brunnen. Am 1. Oktober 1929 wurde die Eingliederung vollzogen.[15] Anlässlich der Gebietsreform in Hessen ließen sich am 1. April 1972 die Gemeinden Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen in die Stadt Oberursel eingliedern.[16]

Für das Gebiet dieser drei Gemeinden wurden per Hauptsatzung Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher errichtet. Die Grenzen der Ortsbezirke folgen den seitherigen Gemarkungsgrenzen. Für Bommersheim wurde ein Ortsbezirk nicht gebildet. Stattdessen hat Oberursel einen Beirat für die Belange des Stadtteils Bommersheim geschaffen.[17]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Blick über die Altstadt von der St.-Ursula-Kirche aus
Panorama von Frankfurt von St. Ursula aus
  • 1542: 0.1100
  • 1618: 0.1600
  • 1648: 00.600
  • 1799: 0.7999
  • 1959: 11.000
  • 1961: 22.207[16]
  • 1970: 24.989[16]
  • 1972: 25.000 (vor der Gemeindereform)
  • 1972: 37.000 (nach der Gemeindereform)
  • 2001: 42.736
  • 2005: 43.190
  • 2008: 43.524
  • 2010: 43.879 (1. Januar 2010)
  • 2011: 44.497 (31. Dezember 2011)
  • 2012: 44.817 (31. Dezember 2012)[18]

Einwohner mit Hauptwohnsitz in Oberursel nach Stadtteilen:

  • Kernstadt (einschließlich Bommersheim): 28.566
  • Oberstedten: 6.421
  • Stierstadt: 5.162
  • Weißkirchen: 4.668

Der Ausländeranteil lag im Dezember 2012 bei 15,1 Prozent.[19] Die sechs größten Ausländergruppen bildeten die Italiener (629 Einwohner), Türken (626), Südkoreaner (595), Polen (428), US-Amerikaner (384) und Briten (309).[20]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
Kommunalwahl 2011
 %
40
30
20
10
0
32,3 %
23,8 %
19,8 %
16,6 %
5,2 %
2,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-9,6 %p
-5,3 %p
+8,4 %p
+7,6 %p
-3,4 %p
+2,3 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 32,3 15 41,9 19 41,2 18
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 23,8 11 29,1 13 29,0 13
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 19,8 9 11,4 5 10,5 5
OBG Oberurseler Bürgergemeinschaft 16,6 7 9,0 4 6,1 3
FDP Freie Demokratische Partei 5,2 2 8,6 4 8,6 4
Linke Die Linke 2,3 1
WILO – Freie Wähler WählerInitiative Lebenswertes Oberursel 4,6 2
Gesamt 100,0 45 100,0 45 100,0 45
Wahlbeteiligung in % 52,0 47,2 54,5

Der Magistrat besteht aus drei hauptamtlichen sowie zwölf ehrenamtlichen Mitgliedern. Davon entfallen fünf Sitze auf die CDU, vier Sitze auf die SPD, drei Sitze auf die GRÜNEN, zwei Sitze auf die OBG sowie ein Sitz auf die FDP. Am 2. Mai 2011 unterzeichneten SPD, GRÜNE und OBG einen gemeinsamen Koalitionsvertrag. Die CDU ist damit erstmals seit über 30 Jahren in der Opposition.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Das Rathaus

Nachdem Gerd Krämer nach dem Wahlsieg 2003 der CDU Hessen als Staatssekretär in die Landesregierung wechselte, kandidierten Hans-Georg Brum (SPD), Thorsten Schorr (CDU) und Dr. Christoph Müllerleile (unabhängig, aber damals ebenfalls CDU-Mitglied) um das Amt des Bürgermeisters. Brum setzte sich am 20. Juli 2003 im zweiten Wahlgang überraschend deutlich mit einem Stimmenanteil von 61,6 Prozent gegen den zweitplazierten Schorr durch. Dr. Müllerleile schied nach dem ersten Wahlgang als Drittplatzierter aus. Bei seiner Wiederwahl am 7. Juni 2009 erlangte Brum 73,37 Prozent gegen Monika Banzer von der CDU.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Blau ein silberner Schild mit zwei roten Sparren, darüber die wachsende, golden gekrönte und golden nimbierte, rot gekleidete hl. Ursula, die mit der Rechten drei silberne Pfeile, mit der Linken ein sechsspeichiges silbernes Rad emporhält.[21]

Die ursprünglich drei Sparren weisen auf die Herren von Eppstein hin, deren Ort die Stadt zur Zeit ihrer Stadterhebung 1444 war, das Mainzer Rad auf Kurmainz, zu dem sie 1581 kam. Das Wappen wurde 1908 unter Verminderung der Sparrenzahl auf zwei amtlich anerkannt.[21]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Blick über den Epinayplatz im Jahr 2004

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmäler in Oberursel (Taunus) stehen die Kulturdenkmäler der Stadt Oberursel.

Museen[Bearbeiten]

Das Vortaunusmuseum am Marktplatz

Am Marktplatz 1 findet sich das Vortaunusmuseum, dessen Schwerpunkt auf der historischen Stadtgeschichte und dem in Oberursel entstandenen Seifenkistenrennen liegt. Außerdem zeigt das Turmmuseum in der „Hohen Wacht“ die Geschichte der St. Ursula Kirche und ihres Kirchturms in den letzten 1000 Jahren.

Stadthalle[Bearbeiten]

Bereits seit 1961 wurde über eine Stadthalle in Oberursel diskutiert. 1979 wurde mit dem Bau der heutigen Stadthalle gegenüber dem Rathaus begonnen. Für damals 23 Millionen DM (in heutiger Kaufkraft 26 Millionen Euro; noch Mitte der 1970er Jahre war man von 7,3 Millionen DM ausgegangen) wurde die Stadthalle an der Stelle der früheren Götzenmühle errichtet. Die Basis bildet eine Tiefgarage mit 250 Stellplätzen. Diese war ursprünglich auch als Schutzbunker für 2.500 Menschen ausgelegt. Die eigentliche Stadthalle verfügte bei der Eröffnung 1982 über ein Kino, Vereinsräume, eine Kegelbahn und den großen Konzertsaal mit 1.170 Plätzen. Der Betrieb der Stadthalle liegt seit 1985 bei den Stadtwerken. 2001 wurde der Kinobetrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Alter Friedhof[Bearbeiten]

Hauptartikel: Alter Friedhof Oberursel

Musik[Bearbeiten]

Während der Sommerferien organisiert der Kunstgriff e. V. ein Kulturprogramm für Daheimgebliebene (Orscheler Sommer). In diesem Rahmen kommt es zu Open-Air-Konzerten lokaler Bands und Filmvorführungen auf dem Rathausplatz sowie im Museumshof.

Der Förderkreis Liebfrauen e. V. veranstaltet klassische und zeitgenössische Konzerte in der Liebfrauenkirche.

Sport[Bearbeiten]

Gedenktafel zur Erinnerung an das erste deutsche Seifenkistenrennen 1904

In Oberursel wurde am 31. Juli 1904 das erste Seifenkistenrennen auf deutschem Boden ausgetragen.

Der größte Oberurseler Sportverein ist die TSG Oberursel. Die TSGO hat Abteilungen für Handball, Volleyball, Badminton, Leichtathletik, Judo, Tanzen (Standard- und lateinamerikanische Tänze). Ergänzt wird das Angebot durch die Bereiche „Gymnastik und Fitness“, Turnen und Gesundheitssport. Die Handball-Mannschaft der Männer spielt in der Oberliga Hessen. Am Jugend-Handballturnier „Orscheler Bembel“ der TSGO nehmen seit 1976 jährlich bis zu 125 Mannschaften aus bis zu 14 Nationen teil. Die TSGO organisiert den traditionellen Brunnenfestlauf anlässlich des Oberurseler Brunnenfestes.

Die Fußballer des 1. FC 04 Young Boys Oberursel gewannen in der Saison 1951/1952 (damals noch unter dem Namen FC 04 Oberursel) den Hessenpokal. Mit dem 1. FFV Oberursel spielt eine Frauenfußballmannschaft in der Gruppenliga Frankfurt. Ein weiterer Fußballverein vor Ort ist Eintracht Oberursel. Erfolgreich hat sich auch der Schachverein Oberursel etabliert, der bereits im Jahre 1921 gegründet wurde. 2002 gewann der Verein die hessische Blitzschachmeisterschaft.

Mit dem Tennisclub Oberursel 1901 e.V. beherbergt Oberursel zudem einen der ältesten Tennisclubs Deutschlands.

Seit 2009 ist Oberursel auch die Austragungsstätte der Deutschen Duathlon Meisterschaften auf der Kurzdistanz. Veranstalter ist die Triathlonabteilung des Schwimmclubs Oberursel zusammen mit der Deutschen Triathlon Union. Die Triathlonabteilung des SCO umfasst ca. 100 Mitglieder und unterhält mehrere erfolgreiche Liga-Mannschaften. Sportliches Aushängeschild ist die 1. Herren Mannschaft in der 2. Triathlon Bundesliga.

Freizeit[Bearbeiten]

Schwimmbad

50° 12′ 29″ N, 8° 33′ 57″ O50.2081168.565822

Die Stadtwerke Oberursel unterhalten ein Hallen- und Freibad, welches im Grünen, aber dennoch zentral liegt. Der Bau des Freibades erfolgte in den Jahren 1934 bis 1936. Am 7. Juni 1937 wurde das Bad feierlich eröffnet. Das Hallenbad Oberursel wurde im September 2008 aus statischen Gründen geschlossen. Der Erhalt wird derzeit kontrovers diskutiert, da die Anlagen technisch veraltet sind und dringend saniert werden müssen. Gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung soll eine Sanierung mit einem Budget von 15 Millionen Euro realisiert werden.[22]

Schillerturm[Bearbeiten]

Schillerturm

50° 12′ 38″ N, 8° 33′ 33″ O50.2106888.559197

Zum 100. Todestag von Friedrich Schiller wurde der Schillerturm durch Oberurseler Bürger und den Taunusklub errichtet. Die offizielle Weihe erfolgte am 7. Mai 1905. An Schillers Todestag, dem 9. Mai 1905 wurde der Turm dann der Öffentlichkeit übergeben.

Auf einem vier Meter hohen Steinsockel war ein 12,5 Meter hoher Aussichtsturm aus Eisen angebracht. Die Lage auf dem Höhenrücken erlaubte einen Blick auf den Taunus und auf der anderen Seite nach Frankfurt und über das Rhein-Main-Gebiet. Anfang der 60er Jahre war der Turm sanierungsbedürftig. Durch die inzwischen gewachsenen Bäume war die Sicht auch nicht mehr gegeben. Die Stadt, die 1960 Eigentümerin geworden war, ließ daher den Metallturm 1964 abreißen. Der Steinsockel blieb stehen und verfiel weiter.

1986 wurde aufgrund einer Initiative des Taunusklubs eine Sanierung des Sockels durchgeführt. 2007/2008 erfolgten erneut Sanierungen.

Taunus-Informationszentrum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Taunus-Informationszentrum

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Höhepunkt in jedem Jahr ist in Oberursel das Brunnenfest im Frühsommer, das tausende Besucher aus dem Umland in die Stadt zieht. Weiterhin feiern die Oberurseler jährlich den Taunuskarnevalumzug, das Rheingauer Weinfest auf dem Marktplatz und im Herbst die Taunuskerb auf dem Festplatz Bleiche. An jedem ersten Adventswochenende bietet ein Weihnachtsmarkt neben Essen und Getränken vor allem selbstgemachten Weihnachtsschmuck an.

Auf dem Marktplatz in der Altstadt findet der Lebensmittel- und Blumenmarkt an den Samstagvormittagen statt.

Seit 1904 finden in Oberursel Seifenkistenrennen statt; nach zweijähriger Unterbrechung wird diese Tradition von der Stadt Oberusel in Kooperation mit dem Verein „Kunstgriff“ im Jahr 2009 wieder aufgenommen.

Hessentag[Bearbeiten]

Die Adenauerallee beim Hessentag 2011
Hauptartikel: Hessentag 2011

Die Stadt Oberursel war vom 10. bis 19. Juni 2011 Austragungsort für den 51. Hessentag.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Oberursel gilt, wie einige weitere Taunusstädte, als wohlhabend und ist für seine bevorzugten und verhältnismäßig teuren Wohnlagen bekannt. Darüber hinaus wies die Stadt Oberursel im Jahr 2013 einen weit überdurchschnittlichen Kaufkraftindex von 143 Prozent[2] des Bundesdurchschnitts (100 Prozent) auf. Lediglich die benachbarten Städte Königstein (191 Prozent), Kronberg (179 Prozent) und Bad Homburg (156 Prozent) hatten jeweils einen höheren Wert.

Verkehr[Bearbeiten]

S-Bahn- und U-Bahn-Anschluss am Bahnhof

Oberursel ist über die Autobahn A 661 (Anschlussstellen Oberursel-Nord und Oberursel-Mitte) zu erreichen. Das nahegelegene Bad Homburger Kreuz verbindet mit der A 5 (Hannover–Frankfurt–Basel). Der Flughafen Frankfurt am Main ist in etwa 20 Minuten zu erreichen.

In Oberursel halten sechs Regionalbuslinien sowie am Wochenende der Nachtbus n31 von der Konstablerwache in Frankfurt. Daneben betreiben die Stadtwerke Oberursel vier eigene Linien, davon zwei nur in den Abendstunden. Der Bahnhof wird angefahren von der U3, der S5 (Homburger Bahn) sowie der Taunusbahn. (Siehe auch: Bahnhöfe in Oberursel)

Seit 1899 hat Oberursel auch eine innerstädtische Schienenstrecke. Die Frankfurter Lokalbahn AG betrieb zunächst eine Kleinbahn vom Bahnhof zur Hohemark (mit Dampfbetrieb), seit 1910 gibt es eine durchgehende elektrische Straßenbahnverbindung von der Hohemark über Oberursel-Bahnhof und Frankfurt-Heddernheim in die Frankfurter Innenstadt, Teil der heutigen U3.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

In Oberursel sind viele international bekannte Unternehmen angesiedelt. Ein Branchenschwerpunkt ist mit bekannten Vertretern im Bereich Versicherungs- und Finanzdienstleistung sowie der Touristik gegeben.

Gegenwärtig finden sich in Oberursel die Firmenzentralen des Tourismuskonzerns Thomas Cook AG sowie der Avis / Budget Autovermietung. Als bedeutende Stellvertreter der Versicherungsbranche sind Alte Leipziger oder DA Direkt zu nennen.

Oberursel ist (Haupt-)Sitz vieler international tätiger produzierender Unternehmen wie Rolls-Royce, Outotec, Monier Braas, Barth Galvanik oder Weppler Filter. In jüngerer Zeit haben sich ausgezeichnete Unternehmen aus dem Bereich Mess-, Regel- und Verfahrenstechnik wie Horiba Europe, Messko, Meier Gastechnik angesiedelt und etabliert. ZES ZIMMER Electronic Systems GmbH ist auf dem Gebiet der Präzisions-Leistungs-Messtechnik seit 25 Jahren in Oberursel tätig.

Als bekannter Vertreter aus der Automobilindustrie unterhält der japanische Autohersteller Mazda in Oberursel (Stadtteil Weißkirchen) das europäische Mazda-Designzentrum, in dem neben den beiden weiteren Standorten in den Vereinigten Staaten und Japan neue Designstudien für die kommenden Fahrzeuggenerationen entwickelt werden.

Am Rande der Stadt befindet sich die überregional bekannte Klinik Hohe Mark für Psychotherapie und Psychiatrie. Sie war einst eine bekannte Kurklinik für den europäischen Hochadel und ging im Jahr 1933 in die Trägerschaft des Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverbandes (DGD) mit Sitz in Marburg über, in der sie sich noch heute befindet.

Seit 1996 hat die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen ihren Sitz am Ort.

Mehrere deutschlandweit agierende Verbände haben in Oberursel ihren Sitz.

Medien[Bearbeiten]

Regelmäßige Nachrichten aus Oberursel finden sich in den Hochtaunusausgaben der Frankfurter Neuen Presse (ein bis drei Seiten täglich in der Taunus Zeitung) und der Frankfurter Rundschau (eine Seite „Oberursel“ im Lokalteil Hochtaunus) sowie in geringerem Umfang auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Darüber hinaus vertreibt der Hochtaunusverlag die kostenlose Wochenzeitung Oberurseler Woche. Seit dem 13. September 2010 veröffentlicht zudem die Gorma Medien GmbH den „Oberurseler Stadtkurier“. Die ökumenische Zeitung kritischer Christen, Publik-Forum, hat ihr Redaktionsbüro in Oberursel.

Oberursel verfügt über eine Stadtbibliothek. Deren Medienangebot umfasst unter anderem Buch-, Musik- und Filmmedien. Der Finken Verlag hat ebenfalls seinen Unternehmenssitz in Oberursel und stellt Lernspiele und Arbeitsmittel für Kindergarten und Schule her.

Bildung[Bearbeiten]

Grundschule Mitte

Oberursel ist bedeutendster Schulstandort im Hochtaunuskreis. Neben sieben Grundschulen in allen Stadtteilen finden sich im Bereich der weiterführenden Schulen das Gymnasium Oberursel, das Urselbach-Gymnasium, die Erich-Kästner-Schule (Haupt- und Realschule, mittlerweile ohne Förderstufe) und die Integrierte Gesamtschule Stierstadt.

Zur spezifischen Förderung von schwächeren Schülern findet man die Helen-Keller-Schule (praktisch bildbare) und die Hans-Thoma-Schule (Schule für Lernhilfe).

Zudem sind in Oberursel die Feldbergschule (wirtschaftsbezogen), die Hochtaunusschule (verschiedene, beruflich ausgerichtete Schulzweige unter anderem auch Berufliches Gymnasium und Berufsschule) und die Frankfurt International School angesiedelt.

Des Weiteren gibt es folgende Bildungseinrichtungen in Oberursel:

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Durch demokratisch gewählte Stadtverordnetenversammlungen und Gemeindevertretungen verliehene Ehrenbürgerschaften in der Reihenfolge ihrer Verleihung.

  • Dr. Karl Wilhelm von Meister (1863–1935), Landrat und Regierungspräsident
  • Franz Kexel (1849–1926), Rektor der Volksschule in Oberursel
  • Josef Füller (1861–1953), langjähriger Bürgermeister von Oberursel
  • Paul von Hindenburg (1847–1934), Reichspräsident
  • Hermann Haack (1879–1954), Beigeordneter in Oberstedten
  • Dr. August Brill (1879–1964), Direktor der Maschinenfabrik Turner
  • Karl Herrmann (1883–1962), Beigeordneter in Oberstedten
  • Friedrich Schweig (1874–1964), Gemeindevertreter in Stierstadt
  • Emil Leutloff (1879–1964), Stadtkämmerer von Oberursel
  • Peter Isidor Stillger (1896–1988), Hauptschullehrer in Stierstadt
  • Heinrich Kappus (1892–1974), Bürgermeister von Oberursel
  • Josef Hartmann (1889–1972), Pfarrer von St. Ursula
  • Karoline Himmelhuber|Lina Himmelhuber (1896–1979), Stadträtin und Sozialpolitikerin in Oberursel
  • Franz Dietz (1901–1979), Bürgermeister von Weißkirchen
  • Franziska Schild (1905–1993), Stadträtin und Sozialpolitikerin in Oberursel
  • Heinrich Beil (1907–1992), Bürgermeister von Oberursel
  • Gustav Lang (1901–1986), Stadtverordnetenvorsteher von Oberursel
  • Lia Wöhr (1911–1994), eigentlich Elisabeth Wöhr, Schauspielerin, Regisseurin, Tänzerin, Sängerin und Fernsehproduzentin.
  • Heinz Gehrhardt (1905–1994), Dr. jur., Generaldirektor Alte Leipziger Versicherungen in Oberursel und Mäzen, auch Ehrenbürger von Bad Gandersheim
  • Heinrich Geibel (1918–2002), Bürgermeister von Stierstadt
  • David Millington Welch|David M. Welch (* 1931), Bürgermeister Borough of Rushmoor, England
  • Margarete Portefaix (* 1929), Pädagogin

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Leonhard Mertz (um 1430 – um 1498), Franziskaner-Frater und Orgelbaumeister
  • Melchior Acontius (um 1515 – 1569), Humanist und Lyriker
  • Johann Spies (um 1540 – 1623), Drucker und Verleger
  • Franz Joseph Molitor (1779–1860), Religionsforscher und Lehrer
  • Michael Kürtel (1798–1855), Schultheiß in Oberursel und Landtagsabgeordneter
  • Georg Fell (1858–1938), Schlosser, Konsumgenossenschafter, Gewerkschafter, Sozialdemokrat und Manager
  • Robert Aumüller (1878–1953), Industrieller, Vorsitzender der Wirtschaftsgruppe Zuckerindustrie
  • Harold Winter (1887–1969), Bildhauer und Medailleur
  • Edith Oppenheim-Jonas (1907–2001), Malerin, Zeichnerin und Karikaturistin
  • Walter Jonas (1910–1979), Schweizer Maler, Grafiker, Kunstkritiker und der Schöpfer der urbanistischen Vision Intrapolis
  • Arnold Münster (1912–1990), Chemiker (Physikalische Chemie)
  • Anton Fischer (1924–2011), Kaufmann und Sportfunktionär
  • Ernst Kalb (* 1930), emeritierter Domkapitular im Bistum Mainz
  • Florian Homm (* 1959), Börsenspekulant und Hedgefondsmanager

Personen, die hier ihren Wohnsitz hatten oder haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Kopp: Nicolaus Henricus und Cornelius Sutor, Bürger und Drucker zu Ursel. Eine Chronik der Oberurseler Druckereien von 1557–1622. Oberursel 1964.
  • Freundeskreis St. Ursula Kirche e. V.: Der Turm von Sankt Ursula zu Oberursel. Oberursel 1996.
  • Renate Messer: Es war einmal in Oberursel. Vom Kinderautomobil zur Seifenkiste. Sutton Verlag, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-100-4
  • Gabriele Klempert u. Hans-Curt Köster: Die Evangelische Christuskirche in Oberursel. 1913/14: Ein programmatischer Aufbruch in Geist und Stil. Aufnahmen von Stefan Rothe. Königstein i. Ts. Verlag Langewiesche 2014 Die Blauen Bücher, ISBN 978-3-7845-1082-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oberursel (Taunus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Oberursel – Reiseführer
 Wiktionary: Oberursel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Zahlen, Daten & Fakten von Oberursel. Stadt Oberursel (Taunus). Abgerufen am 25. April 2014.
  3. Klaus Schatz: Geschichte des Bistums Limburg, Mainz 1983, S. 43.
  4. Hessische Landeszentrale für politische Bildung (Seite 43) (PDF; 2,1 MB)
  5. http://www.kath-oberursel.de/cms/index.php5?q=/kirchen/&pg=41
  6. Evangelisch-Lutherische St. Johanneskirchengemeinde der SELK
  7. Geschichte der Christuskirche (PDF)
  8. Kirchenfüher Hochtaunus, Seite 50-51 (PDF; 1,6 MB)
  9. „Mosaik als Mahnung für nachfolgende Generationen“; in FAZ vom 27. August 2010, Seite 61
  10. www.oberursel.de: Pressemitteilung (Mai 2013)
  11. Katholisches Oberursel
  12. Katholische Gemeinde Oberursel
  13. Angelika Baeumerth: Oberursel am Taunus, 1991, ISIN 3-7829-0404-4, Seite 305
  14. St. Hedwig bleibt stehen; in: Taunuszeitung vom 28. Januar 2012, Seite 21
  15. Vertrag über die Vereinigung der Landgemeinde Bommersheim mit der Stadt Oberursel (Taunus) (PDF; 29 kB)
  16. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 373.
  17. Ortsbeiräte in Oberursel
  18. Einwohnerzahlen der Stadt Oberursel (abgerufen am 18. Januar 2013)
  19. Einwohner/innen und Haushalte. Stadt Oberursel (Taunus). Abgerufen am 24. Juli 2013.
  20. Ausländer/innen in Oberursel. Stadt Oberursel (Taunus). Abgerufen am 24. Juli 2013.
  21. a b Klemens Stadler: Deutsche Wappen – Bundesrepublik Deutschland, Band 3: Die Gemeindewappen des Landes Hessen, Bremen 1967, S. 73
  22. Planung Schwimmbad