Obervellach

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Wappen Karte
Wappen von Obervellach
Obervellach (Österreich)
DEC
Obervellach
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Kärnten
Politischer Bezirk Spittal an der Drau (SP)
Fläche 104,41 km²
Koordinaten 46° 56′ N, 13° 12′ O46.93194444444413.202222222222686Koordinaten: 46° 55′ 55″ N, 13° 12′ 8″ O
Höhe 686 m ü. A.
Einwohner 2415 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 23 Einwohner je km²
Postleitzahl 9821
Vorwahlen 0 47 82
Gemeindekennziffer 2 06 27
AT212
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Nr. 21, 9821 Obervellach
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Wilhelm Pacher (ÖVP)
Gemeinderat (2009)
(15 Mitglieder)
7 ÖVP, 5 BZÖ, 4 MUT, 3 SPÖ

Obervellach ist eine Gemeinde im Süden von Österreich im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten. Der Name dürfte sich vom slowenischen bel (weiß) ableiten, vgl. Vellach.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Die Gemeinde liegt im Mölltal südlich des Tauernhauptkammes. Ein Teil der Gemeinde liegt im Nationalpark Hohe Tauern.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde Obervellach gliedert sich in die vier Katastralgemeinden Obervellach, Pfaffenberg, Lassach und Söbriach. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 19 Ortschaften:

Obervellach vom Zwenberg aus gesehen.
Hauptplatz in Obervellach
Burg Groppenstein
Burg Niederfalkenstein
Filialkirche heilige Maria in Stallhofen
  • Dürnvellach (202)
  • Kaponig (16)
  • Lassach-Schattseite (41)
  • Lassach-Sonnseite (48)
  • Leutschach (11)
  • Obergratschach (14)
  • Obervellach (862)
  • Obervellach-West (122)
  • Oberwolliggen (6)
  • Pfaffenberg (85)
  • Raufen (13)
  • Räuflach (293)
  • Semslach (241)
  • Söbriach (167)
  • Stallhofen (212)
  • Stampf (5)
  • Untergratschach (142)
  • Untervocken (48)
  • Unterwolliggen (12)

[Bearbeiten] Geschichte

Ein „Velach“ wurde im 10. Jahrhundert in einer Urkunde des Bischofs Abraham von Freising, der zwischen 957 und 993 regierte, erstmals erwähnt. Im 12. Jahrhundert erwarb ein Görzer Ministerialengeschlecht in Obervellach gräfliche Rechte und erhielt vom Bistum Freising ein Gebiet, zu dem auch das heutige Gemeindegebiet zählte. Die Grafen von Görz machten 1164 die Burg Oberfalkenstein zu ihrem Sitz, und 1256 wurde Obervellach erstmals urkundlich als Marktsiedlung der Grafen von Görz-Tirol bezeichnet. 1460 kam der Markt unter landesfürstlich-habsburgische Herrschaft.

Obervellach ist ein traditioneller Bergbauort, im Spätmittelalter wurden aus dem gewonnenen Silber in Obervellach auch Silbermünzen hergestellt, im Jahr 1313 wurde ein Obervellacher Münzmeister genannt. Der Abbau von Gold und Silber erreichte im 16. Jahrhundert seine bedeutendste Phase, Kaiser Maximilian I. bestimmte 1509 den Markt Vellach zum Sitz des Oberstbergmeisteramtes in Innerösterreich. Mit dem Niedergang des Edelmetallbergbaues im 17. Jahrhundert verarmte der Markt, hinzu kamen Überschwemmungen und Vermurungen durch den Kaponigbach (Gießen). Nach dem Fund von Kupfer 1689 in der Großfragant erholte sich der Ort wirtschaftlich wieder.

Im Jahr 1849 wurde Obervellach Sitz eines Bezirksgerichtes, und im Jahr darauf entstand die Großgemeinde Obervellach, der damals auch Mallnitz, Penk und Flattach angehörten, die allerdings 1896 selbständige Ortsgemeinden wurden. In Obervellach befindet sich ein Hochdruckwasserkraftwerk der Österreichischen Bundesbahnen von 1943. 3 Peltonturbinen leisten 16 MW bei einer Fallhöhe von 323 m.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Laut Volkszählung 2001 hat Obervellach 2.540 Einwohner, davon sind 94,8 % österreichische und 2,8 % deutsche Staatsbürger. 87,4 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen, 7,6 % zur evangelischen Kirche und 1,0 % ist islamischen Glaubens. 3,5 % sind ohne religiöses Bekenntnis.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat von Obervellach hat 19 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Wilhelm Pacher (ÖVP).

[Bearbeiten] Wappen

Kaiser Ferdinand I. verlieh dem Markt am 29. Februar 1560 ein Wappen mit felsigen Bergen (Zaguten und Gröneck) über einem Wellenband, das die Möll symbolisiert. Die Bedeutung der drei Sterne ist ungeklärt. Anlässlich der 1000-Jahr-Feier 1963 ließ die Gemeinde das Wappen neu gestalten, die Bescheinigung der Wappenführung durch die Kärntner Landesregierung, die auch die Berechtigung zur Führung einer Fahne einschließt, wurde jedoch erst im Juli 2001 ausgestellt. Die Blasonierung des Wappens lautet:

„In Rot auf erniedrigtem blauem Wellenbalken silbern zwei felsige, am Fuße schrägrechts verlaufend grüne Berge, im Schildhaupt überhöht von drei goldenen Sternen.“[1]

Die Fahne ist Blau-Weiß mit eingearbeitetem Wappen. Die Tinkturen Blau und Silber kommen im Wappen zwar nicht vor, die Gemeinde wollte aber mit dieser Farbgebung den historischen Bezug zum Hochstift Freising bzw. zu Bayern zum Ausdruck bringen.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1, S. 210
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