Villach

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Villach
Wappen von Villach
Villach (Österreich)
Villach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Kärnten
Politischer Bezirk: Statutarstadt
Kfz-Kennzeichen: VI
Fläche: 134,9 km²
Koordinaten: 46° 37′ N, 13° 51′ O46.61472222222213.846111111111501Koordinaten: 46° 36′ 53″ N, 13° 50′ 46″ O
Höhe: 501 m ü. A.
Einwohner: 60.004 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 445 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 9500, 9504, 9523, 9524, 9580, 9585, 9586, 9587
Vorwahl: 04242
Gemeindekennziffer: 2 02 01
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
9500 Villach
Website: www.villach.at
Politik
Bürgermeister: Helmut Manzenreiter (SPÖ)
Gemeinderat: (2009)
(45 Mitglieder)
21 SPÖ, 10 FPÖ, 9 ÖVP, 3 parteifrei, 2 GRÜNE
Lage der Statutarstadt Villach
Bezirk Feldkirchen Bezirk Hermagor Klagenfurt am Wörthersee Bezirk Klagenfurt-Land Bezirk Sankt Veit an der Glan Bezirk Spittal an der Drau Villach Bezirk Villach-Land Bezirk Völkermarkt Bezirk WolfsbergLage des Bezirks Villach im Bundesland Kärnten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Villach Panoramablick
Villach Panoramablick
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Villach [ˈfɪlax] (slowenisch: Beljak, italienisch: Villaco) ist die zweitgrößte Stadt Kärntens, siebtgrößte von ganz Österreich und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Österreich sowie im Alpen-Adria-Raum. Villach, eine Statutarstadt, ist auch die größte Stadt Österreichs, die nicht Hauptstadt eines Bundeslandes ist.

Villach wurde 1997 im Rahmen der Alpenkonvention zur ersten Alpenstadt des Jahres gekürt. 2014 erhielt die Stadt eine europaweite Auszeichnung für ihr Engagement im Bereich Umweltschutz und erneuerbare Energien.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet liegt am westlichen Rand des Klagenfurter Beckens am Zusammenfluss der Drau mit der Gail. Das Gemeindegebiet von Villach grenzt an bzw. umschließt mehrere Seen, darunter Ossiacher See, Faaker See, Silbersee, Vassacher See, Grünsee, Magdalensee und Leonharder See.

Gliederung[Bearbeiten]

Der politische Bezirk Villach (Stadt), das ist das Verwaltungsgebiet der Statutarstadt auf Bezirksebene, umfasst zahlreiche Orte im Umland, von denen nur einige eigentliche Stadtteile bilden:

A-L :

M-R:

S-Z:

Sicht auf Burgruine Landskron
Blick über Villach in östliche Richtung (um 1898)
Blick über die Drau nach Süden

Berge und Höhenzüge um Villach[Bearbeiten]

Dobratsch (2.166 m), Mittagskogel (2145 m), Dobrova (612 m), Genottehöhe (567 m), Gerlitzen (1.909 m), Graschelitzen (728 m), Kumberg (774 m), Kumitzberg (658 m), Landskron (676 m), Nieschach (733 m), Oswaldiberg (963 m), Polana (660 m), Tscheltschnigkogel (696 m), Wollanigberg (1.174 m), Buchberg (779 m).

Klima[Bearbeiten]

Villach
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
47
 
1
-6
 
 
47
 
5
-5
 
 
66
 
11
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15
3
 
 
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25
13
 
 
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21
9
 
 
106
 
15
5
 
 
102
 
7
-1
 
 
61
 
2
-5
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: ZAMG
Klimatabelle für Villach 1971-2000
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1,4 5,2 10,6 14,9 20,2 23,4 25,6 25,2 20,8 14,5 6,6 1,8 Ø 14,2
Min. Temperatur (°C) −6,4 −4,6 −0,8 3,1 7,9 11,1 12,9 12,8 9,2 4,6 −0,7 −4,8 Ø 3,7
Temperatur (°C) −3,2 −0,6 4,0 8,3 13,5 16,7 18,7 18,3 14,1 8,5 2,2 −2,1 Ø 8,2
Niederschlag (mm) 46,8 47,1 65,5 83,2 96,1 120,5 133,7 111,3 102,3 105,5 102,2 61,2 Σ 1.075,4
Sonnenstunden (h/d) 2,7 4,3 5,2 5,6 6,7 7,1 7,9 7,3 6,3 4,7 2,9 2,4 Ø 5,3
Regentage (d) 5,9 5,3 7,1 9,0 10,4 12,0 11,9 10,1 8,2 8,3 7,7 6,3 Σ 102,2
Wassertemperatur (°C) 5 7 12 18 24 26 28 28 24 20 12 7 Ø 17,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
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1,4
−6,4
5,2
−4,6
10,6
−0,8
14,9
3,1
20,2
7,9
23,4
11,1
25,6
12,9
25,2
12,8
20,8
9,2
14,5
4,6
6,6
−0,7
1,8
−4,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
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l
a
g
46,8
47,1
65,5
83,2
96,1
120,5
133,7
111,3
102,3
105,5
102,2
61,2
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: ZAMG

Geschichte[Bearbeiten]

Villach, Blick von der Burgruine Landskron
Thomas von Villach

Frühe Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten Funde von menschlichen Spuren im Raum Villach stammen aus der späten Jungsteinzeit. Vielfältige Funde stammen aus der Römerzeit (ab 15 v. Chr.), in der hier ein Ort namens Santicum bestand. Er wird meist nahe den Thermalquellen von Warmbad im Süden lokalisiert. Eine zeitweilig gleichfalls bei Villach vermutete römische Zollstation Bilachinium lag dagegen tatsächlich im Kanaltal/Val Canale bei Camporosso/Saifnitz. Um 600 wanderten slawische Stämme ein und gründeten das slawische Fürstentum Karantanien.

Um 740 wandte sich Borouth, Herzog von Karantanien, an Herzog Odilo von Bayern um Hilfe gegen die Awaren. Diese wurde auch gewährt, allerdings gegen Anerkennung der bayerischen bzw. fränkischen Oberhoheit. Der Karolinger König Karlmann schenkte 878 dem bayerischen Kloster Öttingen den Königshof Treffen. Dabei wurden die Villacher Brücke und der gleichfalls aus vorrömischer Zeit stammende Name Villach erstmals urkundlich erwähnt.

979 wurde der Königshof Villach von Kaiser Otto II. an Bischof Albuin von Säben/Brixen als Lehen vergeben. Von 1007 bis 1759 war Villach im Besitz des Hochstifts Bamberg.

Hochmittelalter und Frühere Neuzeit[Bearbeiten]

1060 erhielt Villach das Marktrecht, in der folgenden Zeit ist die Marktsiedlung zur voll entwickelten Stadt herangewachsen; als solche ist Villach mindestens seit 1240 urkundlich erwiesen. Bei Erdbeben am 25. Jänner 1348 und am 4. Dezember 1690 erlitt die Stadt schwere Schäden. Nachdem um 1526 die Reformation Einzug gehalten hatte, wurde Villach zum Kärntner Zentrum des Protestantismus. Während der Gegenreformation um 1600 sind viele evangelische Villacher ausgewandert, was zum zeitweiligen wirtschaftlichen Niedergang der Stadt beitrug.

1759 wurde Villach von Kaiserin Maria Theresia zusammen mit allen anderen bambergischen Besitzungen in Kärnten für Österreich gekauft. Die mit dem Fürstbistum Bamberg vereinbarte Kaufsumme betrug 1 Million Gulden. Entgegen einer verbreiteten Irrmeinung ist die Veranlagung und Zahlung des Kaufpreises genau erfolgt. Im Zuge der theresianischen Reformen wurde Villach neben Klagenfurt und Völkermarkt zum Sitz einer Kreishauptmannschaft.

Während der napoleonischen Zeit (1809 bis 1813) war Villach Kreisstadt innerhalb der französischen Illyrischen Provinzen. Die Stadt wurde 1813 von Österreich zurückerobert.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Während des Ersten Weltkrieges war Villach als Frontstadt zu Italien von 1915 bis 1917 der Sitz des Kommandos der 10. Armee.

Am 1. Januar 1932 wurde Villach zur autonomen Stadt mit eigenem Statut. Gleichzeitig übernahm Villach die Aufgaben der Bezirksverwaltung.[1]

In der Reichspogromnacht kam es auch in Villach zu Zerstörungen jüdischen Eigentums, Enteignungen, Vertreibungen und tätlichen Angriffen gegen Juden. Die Villacher Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime Heinrich Brunner, Valentin Clementin, Rosa Eberhard, Milan Jelic, Margarete Jessernig, Maria Peskoller, Erich Ranacher und Josef Ribitsch wurden am 18. Dezember 1944 von Roland Freisler, dem Präsidenten des Volksgerichtshofes, zum Tode verurteilt und am 23. Dezember 1944 in Graz mit dem Fallbeil hingerichtet.

Im Zweiten Weltkrieg wurden von den Alliierten 37 Luftangriffe gegen Villach durchgeführt. Durch den Abwurf von ca. 42.500 Bomben wurden 85 % der gesamten Gebäude der Stadt beschädigt. Villach zählte nach Wiener Neustadt zu den meist beschädigten Städten Österreichs.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1905 wurde ein Teil des Gemeindegebiets von St. Martin eingemeindet. 1973 vergrößerte sich das Stadtgebiet durch die Eingemeindung von Landskron, Maria Gail und Fellach aufs Neue und hat damit die derzeitige Größe erreicht.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungszusammensetzung[Bearbeiten]

Am 1. Januar 2009 lebten in Villach 58.949 Personen, davon 6.961 oder 11,8 % mit nichtösterreichischer Staatsbürgerschaft.[3] Insgesamt 8.898 Personen oder 15,1 % waren nicht in Österreich geboren. Der Großteil der im Ausland geborenen Personen stammte aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien (3.940 Personen oder 6,7 % der Gesamtbevölkerung), die nächstgrößte Gruppe sind Deutsche (1.642 Personen oder 2,8 % der Gesamtbevölkerung).[4]

Religionen[Bearbeiten]

58,1 % der Einwohner Villachs sind römisch-katholisch; 14,1 % evangelisch; 3,9 % Moslems, 1,9 % orthodox, 0,3 % Zeugen Jehovas, 0,1 % Buddhisten. 16,7 % der Villacher sind ohne religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Villach

Seit 1985 wird jährlich der Kulturpreis der Stadt Villach verliehen.

Hauptplatz[Bearbeiten]

Er ist ein großzügig angelegter Straßenplatz im Verhältnis Eins zu Acht. Die Anlage datiert aus dem 12. Jahrhundert, mit leicht geschwungenen Baulinien und geschlossen wirkender Platzwand, unterbrochen durch schmale Gassen, Letztere zum Teil mit Schwibbögen (Ankershofen- und Karlgasse). Zudem stehen zwei historisch wichtige Gebäude am Hauptplatz, einerseits das Haus, in dem der Arzt und Philosoph Paracelsus Theophrastus, eine Zeit lang, gewohnt hat, andererseits das Geburtshaus von Dr. Anton Ghon. Beide Gebäude befinden sich, wenn man aus Richtung Hauptbahnhof kommt, auf der Rechten des Platzes.

Pranger[5][Bearbeiten]

Am Unteren Hauptplatz vor dem damaligen Rathaus ist ein Steinpfahl aufgestellt. Bereits im 15. Jahrhundert stand der Pranger ungefähr an dieser Stelle, die so zentral gewählt wurde, dass beinahe jedermann daran vorbei gehen musste. Um 1800 wurde er entfernt, in der Uferschutzmauer der Draulände eingemauert und galt rund 150 Jahre als verschollen. Erst beim Abbruch dieser Mauer am 12. Oktober 1959 gelangte die sechsseitige Bekrönung des ehemaligen Prangers wieder ans Tageslicht. Der heutige Villacher Pranger stellt eine Kopie dar, das Original steht im Hof des Museums in der Widmanngasse.

Einzigartig unter den vielen erhalten gebliebenen österreichischen Prangern ist die bildhafte Darstellung der möglichen Strafen bei bestimmten Vergehen. Am pyramidenförmigen Aufsatz sind vier drakonische Strafen als drastische Abschreckung in Stein gemeißelt: Das Stäupen (Auspeitschen), Hand abhacken, Augen ausstechen und das Abschneiden eines Ohres. Neben den vier Darstellungen der Körperstrafen zeigen zwei weitere Felder Rechtssymbole: die Waage als Sinnbild der Gerechtigkeit und der Schwertarm als Ausdruck der Marktgerechtigkeit und des Friedegebots.

Die mittelalterliche Bestrafung eines Delinquenten sollte seine Wirkung nicht verfehlen, stellte doch das Prangerstehen eine schlimme Strafe dar. Der an diesen Pfahl gebundene Täter sollte eine Tafel umgehängt bekommen, auf der sein Vergehen geschrieben stand, und wäre somit den Beschimpfungen und dem Spott der Vorbeigehenden schutzlos ausgesetzt gewesen. Besonders häufig mussten Ehebrecher und Diebe das Prangerstehen über sich ergehen lassen. Die Androhung der Strafen dürften in Villach ihre abschreckende Wirkung nicht verfehlt haben, denn es gibt keine Aufzeichnungen oder Meldungen über den Vollzug einer solchen.

Lederergasse[Bearbeiten]

Sie liegt im Nordwestteil an der ehemaligen Stadtmauer in der Villacher Innenstadt. Sie gehört zum Viertel westlich des Hauptplatzes. Die alte Gasse erhielt ihren Namen von den Handwerkern, die hier ihre Manufakturen hatten. Heute ist sie Teil der Fußgängerzone.

Hochwassermarken[Bearbeiten]

Die drauseitig gelegenen Gebäude wurden im Laufe von Jahrhunderten mehrere Male von Überflutungen in Mitleidenschaft gezogen. In der Gasse angebrachte Tafeln mit den jeweiligen Pegelständen des Hochwassers bezeugen dies auf eindrucksvolle Art und Weise. Im Speziellen ist die Hochwassermarke aus dem Jahre 1567 am Haus Nummer 12 besonders sehenswert. Die beiden letzten großen Wasserschwälle suchten Villach in den Jahren 1966 und 1967 heim. Allfälligen künftigen Hochwässern kann man mit Zuversicht entgegenblicken: durch den Bau des Flusskraftwerkes Villach hat man bessere Regulierungsmöglichkeiten.

Hegerhaus[Bearbeiten]

Das Hegerhaus ist als spätgotisches Handwerkerhaus neben dem oberen Tränktor unter Einbeziehung der ehemaligen Stadtmauer (Nordseite) errichtet worden. Nach schweren Kriegsbeschädigungen verfiel das Haus fast bis zur Abbruchsreife. In den Jahren 1977-1978 wurde es von Hilda Heger durch Architekt DI Peter H. Kulterer vor dem Verfall gerettet, innen und außen in Stand gesetzt und revitalisiert.

Gerbergasse[Bearbeiten]

Waren es die Lederer auf der Westseite, so waren es auf der Ostseite die Gerber, die für die Namensgebung der Gasse parallel zum Draufluss Pate standen.

Kunst[Bearbeiten]

Villach war Zentrum der Villacher Schule, einer Werkstatt für Malerei und Schnitzkunst, die im 15. und 16. Jahrhundert künstlerisch gestaltete Arbeiten, vorwiegend Sakralkunst (Flügelaltar, Fresko), im spätgotischen Stil produzierte. Ihre bedeutendsten Vertreter waren Friedrich von Villach und dessen Schüler Thomas von Villach.

Museen[Bearbeiten]

Stadtmuseum in der Widmanngasse
Das seit 1873 bestehende Stadtmuseum ist in einem historischen Bürgerhaus im Stadtzentrum untergebracht. Mit seinen Sammlungen dokumentiert es Geschichte, Kunst und Kultur des Villacher Raumes. Im Museumsjahrbuch „Neues aus Alt-Villach“ werden seit 1964 Forschungsergebnisse und Museumsaktivitäten veröffentlicht. Zum Museum gehört auch die große topographische Landschaftsdarstellung „Relief von Kärnten“ im Schillerpark.
  • Fahrzeugmuseum: ca. 185 Fahrzeuge der Jahre 1927–1977
  • Puppenmuseum: Künstlerpuppen aus den Ateliers internationaler Künstler
  • Pilz-Wald-Naturwunderwelt – Pilzmuseum
  • Ebners Hausmuseum – Bergbau, Landwirtschaft und Tourismus

Theater[Bearbeiten]

  • Neue Bühne Villach
  • Kulturhofkeller Villach
  • Kremlhoftheater Villach (das kleinste Theater der Welt)[6]
  • Kulturspektrum Maria Gail (KSMG)

Musik[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Altstadt mit Stadtpfarrkirche von der Draubrücke aus
Sankt Johanner Kirche
Pfarrkirche von Sankt Niklas an der Drau
Pfarr- und Wallfahrtskirche „Zu Unserer Lieben Frau“ in Maria Gail
  • Stadtpfarrkirche St. Jakob (Gotische Hallenkirche)
  • Nikolaikircheneugotische Kirche (1896 eingeweiht) mit angeschlossenem Franziskanerkloster.
  • Kirche „Zum Heiligen Kreuz“, barocke Wallfahrtskirche
  • Evangelische Kirche im Stadtpark, wurde in den Jahren 1901 bis 1903 erbaut.
  • Burgruine Landskron
  • Congress Center Villach (Veranstaltungsort des Villacher Faschings)
  • Historischer Stadtkern mit Hauptplatz, Dreifaltigkeitssäule und Teilen der früheren Stadtmauer
  • Römerweg – Eine in den hier anstehenden Kalkfels eingetiefte sog. Gleisstraße, die in römischer Zeit angelegt wurde. Sie ist oberhalb von Warmbad nahe der sogenannten Napoleonswiese nach Süden gegen Oberfederaun hin auf einigen hundert Meter Länge sichtbar und dient auch als Wanderweg.
  • St. Johanner Kirche
  • St. Michaeler Kirche
  • Hügelgräber aus der Hallstattzeit nahe der Ruine Landskron
  • Paracelsushof – Das Haus Hauptplatz Nr. 18 und sein Renaissance-Arkadenhof gilt gemäß einer historisch unzutreffenden Erzähltradition als Wirkungsstätte des Paracelsus und seines Vaters Wilhelm v. Hohenheim; seit 1896 gibt es hierzu einen Gedenkstein an der Fassade und seit 1941 im Hof zwei Marmor-Porträts, geschaffen vom Bildhauer Josef Dobner Theophrast von Hohenheim (Paracelsus).
  • Stadthalle Villach

Denkmäler[Bearbeiten]

  • Denkmal der Namen – Das Denkmal der Namen in der Widmanngasse erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus in Villach. Initiiert vom Verein Erinnern, wurde es 1999 erstmalig enthüllt.[7] Nach zahlreichen Erweiterungen und Akten des Vandalismus, die zu Neugestaltungen führten, wurde es zuletzt 2008 erneut eingeweiht.[8][9]
  • Standbild des Kaisers Joseph II. mit dem Toleranzpatent in der Rechten auf dem Kaiser-Josef-Platz
  • Standbild des Malers Hanns Gasser auf dem Hanns-Gasser-Platz[10]

Parks[Bearbeiten]

  • Stadtpark
  • Schillerpark
  • Walther von der Vogelweide-Park
  • Dinzlpark
  • Hafnerpark
  • Kurpark Warmbad (Privatbesitz)
  • Auenpark

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Maibachl
  • Maibachl – Ein episodisch nach starken Regenfällen oder während der Schneeschmelze fließender Bach bei Warmbad, der von Thermalquellen (etwa 28 °C) am Nordrand der Napoleonswiese ausgeht. Sie fließen häufig zwischen März und Juni, jedoch fallweise auch zu anderen Zeiten. Der Bach und seine Quellen werden dann traditionell frei zugänglich zum Baden genutzt, dies gilt als besonders heilsam; 2005 wurde das Maibachl zum Naturdenkmal erklärt.
  • Hungerbach – Ein sehr selten fließender, dann gleichfalls von Thermalquellen gespeister Bachlauf in der Nähe des Maibachls.
  • weiters tritt an mehreren Stellen in Warmbad Kaltwasser zu Tage. Dies geschieht in Form von perennierenden Quellen (Römerquelle) und in Form von periodischen Quellen (Studenzaquelle)
  • Eggerloch – eine der größten Höhlen im Kalkfels der Villacher Alpe (Dobratsch bzw. hier Tscheltschnigkogel) nahe bei Warmbad-Villach.

Organisationen[Bearbeiten]

In Villach befindet sich der Sitz der Evangelischen Superintendentur A. B. Kärnten und Osttirol.

Auch der gemeinnützige Brauchtumsverein der Villacher Bauerngman hat hier seinen Sitz. In Villach gibt es weitere sozial tätige Vereine wie Lions, Kiwanis, und Rotarys.

Sport[Bearbeiten]

Eislaufbahn am Hauptplatz im Advent
  • Eishockey-Bundesligavereine: EC VSV
  • Die Villacher Alpenarena (Skisprungschanze und Langlaufloipe am Fuß des Dobratschs) ist ein Sportzentrum für den Nordischen Skisport. Neben Langlauf werden Nordische Kombination und Spezialspringen geboten. Bereits siebenmal war die Alpenarena Austragungsort eines Weltcup-Skisprung-Bewerbes. Zudem wird im Skisprung-Continentalcup ein Springen ausgetragen. Die Schanzenanlage umfasst vier Schanzen von K15-K90.
  • Veranstaltungsort der Straßen-Radweltmeisterschaften von 1987
  • Veranstaltungsort der Wasserski-Weltmeisterschaft von 1991 (Silbersee)
  • Veranstaltungsort der Kickbox-Weltmeisterschaft von 2009 (WAKO)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

CCV, Congress Center Villach

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Jahre 1970 startete die Siemens AG mit einer Diodenproduktion in Villach. 1979 wurde die erste Waferfertigung begonnen und das Entwicklungszentrum für Mikroelektronik gegründet. Es folgte ein stetiger Ausbau des Standortes in Villach, so dass Siemens zu einem der größten Arbeitgeber in Villach wurde. Seit dem Jahr 2000 führt die aus dem Siemens-Halbleiterbereich hervorgegangene Infineon Technologies AG den Standort Villach als Kompetenzzentrum für Automobil- und Industrieelektronik und als Hauptstandort der Infineon Technologies Austria AG.

Villach hat sich in den letzten zehn Jahren konsequent der Positionierung als Technologiestandort verschrieben. Der tpv Technologiepark Villach gilt als Drehscheibe im Alpen-Adria-Raum für High-Tech. Die Ansiedelungen folgen der strategischen Zielsetzung „Lehre, Forschung und Entwicklung an einem Standort“. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung umfasst die Bereiche [micro] Elektronik, erneuerbare Energie, Geoinformation, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie dazugehörige Zulieferer und Dienstleister. Die tragenden Säulen sind die ansässige Institutionen wie die Fachhochschule Kärnten, das außeruniversitäre Forschungs- und Kompetenzzentrum Carinthian Tech Research (CTR) sowie die Micronas Villach Halbleiterentwicklungs GmbH.

Am 15. Mai 2001 beschäftigten in Villach 3.234 Unternehmen 32.133 Mitarbeiter. 15 Betriebe mit mehr als je 200 Mitarbeitern sind Großunternehmen.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt Villach stellt seit ihren Anfängen einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt sowohl im Schienenverkehr als auch im Straßenverkehr in Kärnten dar. Dies beweisen auch die gut erhaltenen Überreste eines Römerweges im Stadtteil Warmbad.

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Villach Westbahnhof im August 1986
Draulände und Lederergasse

Villach ist einer der wichtigsten Bahnknotenpunkte Österreichs. Hier laufen mehrere Eisenbahnlinien zusammen: Die Drautalbahn von San Candido-Innichen über Lienz, Spittal, Villach Hauptbahnhof, Klagenfurt Hauptbahnhof nach Maribor, die Rudolfsbahn von Amstetten bzw. Sankt Valentin, Bruck an der Mur über Sankt Veit an der Glan, Feldkirchen in Kärnten nach Tarvis sowie die Karawankenbahn nach Slowenien.

Im Nahverkehr ist Villach im Rahmen der S-Bahn Kärnten ein zentraler Knotenpunkt. Seit 12. Dezember 2010 bietet die Linie S1 wochentags einen Halbstundentakt nach Klagenfurt und einen Stundentakt nach Spittal an der Drau. Seit Dezember 2011 wird Villach von der Linie S2, welche von Feldkirchen über Villach nach Rosenbach führt, stündlich bedient.[11]

Im Stadtgebiet gibt es folgende Bahnhöfe und Haltestellen:

  • Villach Hauptbahnhof
  • Villach Westbahnhof
  • Villach Hauptbahnhof-Ostbahnhof-Autoverladestelle (für Autoreisezüge nach Südosteuropa und Deutschland)
  • Villach Warmbad
  • Villach Seebach
  • Villach St. Magdalen (in Planung)
  • Villach St. Ruprecht

Am meisten frequentiert wird der Villacher Hauptbahnhof, die anderen Bahnhöfe und Haltestellen sind wichtige Stationen für den Nahverkehr. Von der Autoverladestelle am Ostbahnhof gehen vor allem Verbindungen nach Südosteuropa (etwa der Optima-Express nach Edirne in der Türkei oder Autoreisezüge[12] ins europäische Ausland, vor allem nach Deutschland).

Im Bereich Fürnitz liegt der Großverschiebebahnhof Villach-Süd. Dieser ist nach dem Zentralverschiebebahnhof Wien der zweitgrößte Verschiebebahnhof Österreichs. Traditionellerweise ist ein nicht unerheblicher Anteil der Villacher Bevölkerung bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) beschäftigt. In Villach befindet sich das zentrale Bahnbüro für Südösterreich.

Außerdem befindet sich die neue Betriebsführungszentrale für Kärnten und die Steiermark, die seit Frühjahr 2012 in Betrieb ist, in Villach. Über diese erfolgt die Fernsteuerung des ÖBB-Hauptnetzes in den beiden Bundesländern (rund 870 Schienenkilometer).

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Am Autobahnknoten Villach kreuzt die Süd Autobahn A2, die von Wien über Graz und Klagenfurt nach Italien führt, die Tauern Autobahn A10 und die Karawanken Autobahn A11. Die Tauern Autobahn stellt die Verbindung Villachs mit Salzburg und Deutschland dar, die Karawanken Autobahn verbindet Villach mit Slowenien.

Autobahnabfahrten

  • Villach Ossiacher See (Nord) – führt auf die Nordumfahrung bzw. in die Ossiacherzeile
  • Villach West – führt über die Drautal Straße (B 100) auf die Nordumfahrung
  • Villach Faaker See (Süd Ost) – führt über die Mariagailer Straße in die Ossiacher Zeile
  • Villach Warmbad (Süd) – führt über die Kärntner Straße (B 83) ins Zentrum bzw. auf die Westumfahrung

Die Kärntner Straße (B 83), welche von Klagenfurt nach Italien führt, verläuft südöstlich außerhalb des Stadtzentrums durch Villach und ist eine der Haupteinfahrtsstraßen nach Villach. Im östlichen Teil der Stadt zweigt die Ossiacher Straße (B 94) von der B 83 ab und führt weiter in den Bezirk Sankt Veit zur Friesacher Straße (B 317). Im Norden zweigt die Drautal Straße (B 100) von der Ossiacher Straße ab, welche dann in Richtung Westen zur Villacher Straße (B 86) verläuft. In weiterer Folge führt die B 100 nach Spittal an der Drau, Osttirol und weiter nach Italien. Die Villacher Straße verbindet als Westumfahrung die Drautal Straße B 100 und die Kärntner Straße B 83. Die B 86 und B 83 kreuzen sich in einem gut ausgebauten planfreien Knoten. Diese Straßen stellen einen Straßenring um das Villacher Zentrum her. Die Faakersee Straße (B 84) verbindet schließlich den Faaker See mit Villach.

öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Die Firma Kowatsch - Villacher Verkehrsgesellschaft betreibt im Stadtgebiet von Villach einige Buslinien, welche die Innenstadt und den Hauptbahnhof mit den Randbezirken von Villach verbinden. Der Hauptbahnhof ist Knotenpunkt der Schnellbahnlinien S1 und S2 und der Regionalen Buslinien nach Oberkärnten, zum Wörthersee, in die Umgebung Villachs und nach Italien. Die S1 verkehrt alle 30 Minuten über Klagenfurt nach St. Veit an der Glan und stündlich weiter bis Friesach sowie alle 60 Minuten nach Spittal an der Drau. Die S2 verkehrt stündlich über Faak am See nach Rosenbach sowie stündlich über Feldkirchen in Kärnten nach St. Veit an der Glan.

Die Buslinien der Fa. Kowatsch bedienen folgende Linien:

  • Linie 1: Hauptbahnhof - Therme Warmbad - Einkaufszentrum Süd (ATRIO)
  • Linie 2: Hauptbahnhof - Völkendorf
  • Linie 3: 10. Oktober Straße - Hauptbahnhof - St. Magdalen - St. Ulrich
  • Linie 4: Hauptbahnhof - Auen - Hauptbahnhof
  • Linie 5: 10. Oktober Straße - Hauptbahnhof - Annenheim am Ossiachersee
  • Linie 5A: 10. Oktober Straße - Hauptbahnhof - St. Andrä - Lido
  • Linie 6: 10. Oktober Straße - Hauptbahnhof - Landeskrankenhaus - Tafernerstraße - Trattengasse
  • Linie 7: 10. Oktober Straße - Hauptbahnhof - Lind - Vassacher See - Neue Heimat
  • Linie 7A: 10. Oktober Straße - Hauptbahnhof - Lind - Neue Heimat - Vassacher See
  • Linie 8: Hauptbahnhof - Tschinowitsch
  • Linie 9: Hauptbahnhof - Judendorf - Möltschach - Bergsiedlung
  • Linie 10: Hauptbahnhof - Einkaufszentrum Süd (ATRIO) - Therme Warmbad
  • Linie 11: Hauptbahnhof - Perau - Burgenlandstraße
  • Linie 11/6: Hauptbahnhof - Burgenlandstraße - Tafernerstraße - Hauptbahnhof
  • Linie 12: Hauptbahnhof - Therme Warmbad - Völkendorf
  • Linie 18: Hauptbahnhof - Federaun - Unterschütt - Oberschütt
  • Linie 30: 10. Oktober Straße - Hauptbahnhof - Seebacher Allee - St. Magdalen - St. Ulrich
  • Linie 50: 10. Oktober Straße - Hauptbahnhof - Annenheim - Sattendorf am Ossiachersee
  • Linie 70: 10. Oktober Straße - Hauptbahnhof - Lind - Neue Heimat

Busse der Postbus GmbH übernehmen ebenfalls Aufgaben im Stadtverkehr

Linie 5175: Hauptbahnhof - Hans-Gasser-Platz - St. Martin - Untere Fellach - Obere Fellach - St. Georgen - Neue Fellach

Brückenbauwerke[Bearbeiten]

Im Verantwortungsbereich der Stadt Villach befinden sich insgesamt 127 Brückenbauwerke mit einer Gesamtfläche von 26 km², die zusammen etwa 3,3 km überspannen. Die Brücken gliedern sich dabei in die Kategorien A (15 Großbrücken), B (60) und C (52), die vierteljährlich durch die Straßenmeister des Wirtschaftshofes auf ihren Zustand geprüft werden. Alle zwei Jahre erfolgt eine genauere Prüfung mit Unterstützung durch befugte Zivilingenieure.

Sicherheit und Rettungsdienste[Bearbeiten]

Polizei[Bearbeiten]

BW

In der Trattengasse in Villach befindet sich das Polizeikommissariat Villach als Außenstelle der Landespolizeidirektion Kärnten, die für die Stadt als Sicherheitsbehörde fungiert. Neben einer Polizeiinspektion, einem Polizeianhaltezentrum, dem Stadtpolizeikommando und der Verkehrsinspektion ist hier auch ein operativer Kriminaldienst untergebracht. Darüber hinaus gibt es im Stadtgebiet sechs weitere Polizeiinspektionen am Hauptplatz, im Hauptbahnhof und im Atrio sowie in den Stadtteilen Drobollach, Landskron und Neufellach. Villach setzt zur Erhaltung der Sicherheit auf kürzere Intervalle der Polizeistreifen und örtlich begrenzte Videoüberwachung in Verbindung mit (zukünftig aufzustellenden) Notrufsäulen. Diese Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf die Lederergasse, in der es aufgrund der hohen Dichte von Lokalen immer wieder zu Problemen kommt. Die Verlagerung von Raufhandel und Vandalismus auf überwachungsfreie Zonen muss erst beobachtet werden, weshalb die Maßnahmen umstritten sind. Um die zunehmende Verbreitung von Graffiti zu bekämpfen, werden von der Stadt Flächen zum legalen Sprayen und Geldmittel aus der Kunstförderung zur Verfügung gestellt.

Bundesheer[Bearbeiten]

In Villach gibt es drei Kasernen, in denen zwei vollständige Bataillone beheimatet sind: In der Rohrkaserne in Villach-Seebach und der Henselkaserne in Villach-Obere Fellach befindet sich das Pionierbataillon 1, dessen Angehörige als Villacher Pioniere bezeichnet werden, was auch auf deren Bataillonsabzeichen steht, und in der Lutschounigkaserne in Villach-Italienerstraße befindet sich das Führungsunterstützungsbataillon 1 (Fernmeldeeinheit), das direkt dem Kommando Landstreitkräfte unterstellt ist. Aufgrund der Heeresreform 2010 soll in naher Zukunft die Rohrkaserne verkauft und die Henselkaserne zu einem von drei Pionierzentren (neben Melk und Salzburg) in Österreich erweitert werden.

Feuerwehr und Rettungsdienste[Bearbeiten]

In der Kasernengasse in Villach befindet sich das Bezirksfeuerwehrkommando Villach-Stadt, in dem auch die Freiwillige Hauptfeuerwache Villach sowie eine Ortsstelle des Bergrettungsdienstes und der Wasserrettung untergebracht ist. Ebenso befindet sich in Villach eine Einsatzstelle der Kärntner Höhlenrettung. Insgesamt gibt es in Villach 21 Freiwillige Feuerwehren sowie die Betriebsfeuerwehr der Infineon. In der Dreschnigstraße befindet sich die Bezirksstelle des Österreichischen Roten Kreuzes und in der Seebacher Allee die Rettungszentrale des Arbeiter-Samariter-Bundes.

Landeskrankenhaus und Privatklinik[Bearbeiten]

Landeskrankenhaus in der Nikolaigasse

Das am 4. Oktober 1891 eröffnete Landeskrankenhaus Villach verfügt über elf Abteilungen und vier Institute, mit mehr als 1.700 Mitarbeitern. Im Dezember 2003 wurde das LKH Villach als erstes allgemeines Akutkrankenhaus in Österreich von der Joint Commission International akkreditiert und entspricht somit höchsten internationalen Ansprüchen der Qualitätssicherung und Patientenorientierung. Mit jährlich über 32.000 frisch verletzten Patienten, davon über 5.300 stationär behandelten, ist die Unfallchirurgie Villach die größte Versorgungseinheit in Kärnten. Außerdem verfügt das LKH, mit der seit 1992 angegliederten Sonderkrankenanstalt in Villach-Warmbad, über die größte Orthopädie-Abteilung Kärntens.

Darüber hinaus gibt es noch eine Privatklinik in Villach-Warmbad.

Krematorium[Bearbeiten]

Die Stadt Villach ist der Standort des einzigen Krematoriums im Bundesland Kärnten. Errichtet wurde es zwischen 1952 und 1953 nach Plänen des Architekten Erich Boltenstern.[13] Seit 2008 wird es von der Bestattung Kärnten GmbH betrieben, die aus der Fusion der Villacher und Klagenfurter Bestattungsunternehmungen entstand.[14]

Bildung[Bearbeiten]

Allgemeinbildende Schulen

Berufsbildende Schulen

  • Centrum Humanberuflicher Schulen (HBLA für wirtschaftliche Berufe, künstlerische Gestaltung, Mode und Design, Kommunikation und Mediendesign)
  • Höhere Technische Lehranstalt für Hoch- und Tiefbau, Innenraumgestaltung, EDV und Netzwerktechnik (HTL)
  • KTS – Kärntner Tourismus Schulen
  • Berufskolleg für Kommunikation und Mediendesign im CHS-Villach
  • Handelsakademie Villach
  • 3 Berufsschulen
  • Polytechnikum

Hochschule

Weitere Bildungseinrichtungen

  • Sonderschule für Schwerstbehinderte
  • Musikschule Villach
  • Vitalakademie Villach
  • Berufsförderungsinstitut bfi
  • Wirtschaftsförderungsinstitut WIFI
  • Paracelsusakademie Villach

Villach ist auch Standort der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege.

Hauptplatz mit Pranger im Vordergrund
Hochwassermarke von 1567
Hegerhaus

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2009[15][16]
Wahlbeteiligung: 72,68 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
56,89 %
(-1,53 %p)
22,37 %
(+8,37 %p)
14,44 %
(n. k.)
3,10 %
(-2,26 %p)
1,94 %
(-0,83 %p)
1,27 %
(-16,63 %p)
n. k.
(-1,52 %p)
2003

2009

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
e Bürgerliste Ferdinand Truppe

Der Gemeinderat von Villach hat 45 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:

Stadtsenat[Bearbeiten]

Der Villacher Stadtsenat (Stadtregierung) besteht aus sieben Mitgliedern. Den Vorsitz hat der Bürgermeister, der von der Villacher Bevölkerung direkt gewählt wird. Die zwei Vizebürgermeister sowie die Stadträte werden vom Gemeinderat gewählt, wobei die Anzahl der Sitze je Partei durch das Wahlergebnis bestimmt wird.

Seit 2009 setzt sich der Stadtsenat von Villach wie folgt zusammen:

  • Bürgermeister Helmut Manzenreiter, SPÖ
  • 1.Vizebürgermeister Günther Albel, SPÖ
  • 2.Vizebürgermeisterin Wally Rettl, FPÖ
  • Stadträtin Gerda Sandriesser, SPÖ
  • Stadtrat Peter F. Weidinger, ÖVP
  • Stadtrat Harald Sobe, SPÖ
  • Stadtrat Josef Zauchner, FPÖ

Wappen[Bearbeiten]

Wappen der Stadt Villach

Die amtliche Blasonierung des Villacher Stadtwappens lautet:

Das Stadtwappen zeigt im Dreiecksschild im gelben Feld einen nach unten gerichteten schwarzen Adlerfang; der oben abgerundete Schenkel ist nach links gefiedert, und die kräftigen Krallen sitzen auf einem aus der Schildspitze aufragenden schwarzen Felsen auf.[17]

Die Fahne ist Gelb-Schwarz mit eingearbeitetem Wappen.

Wappengeschichte

Die Führung eines Siegels in Villach kann bis ins Jahr 1240 nachgewiesen werden. Damit handelt es sich bei dem erhaltenen Fragment einer Urkunde 12. April 1240 um den ältesten Nachweis eines Stadtsiegels in Österreich und darüber hinaus auch das früheste Beispiel für die Führung eines kommunalen Wappenschildes. Aufgrund der Verwendung des Schildes wird vermutet, dass Villach hier das Wappen eines Stadtrichters oder einer anderen Person des Hochstifts verwendet hat, dafür spricht auch die Ähnlichkeit des Wappens mit dem der Herren von Finkenstein.

Um 1270 wurde ein neues Typar (Siegelstempel) angefertigt, dessen Abdruck erstmals an einer Urkunde vom 5. März 1282 dokumentiert ist, und das bis ins 18. Jahrhundert verwendet wurde. Der vierkrallige Adlerfang wurde hier nun auf einem Felsen sitzend dargestellt. Details am Motiv wurden immer wieder abgewandelt. Im Jahr 1926 wurde die Darstellung nach dem Vorbild des großen Typars im Stadtmuseum reformiert, der Felsen aber dabei weggelassen. Im Stadtrecht von 1965 kehrte man zur heraldisch strengen Form von 1270 mit dem Felsen in Schildfuß zurück.

Die Tinkturen Gold und Schwarz sind in der Bamberger Vasallentafel von 1603 und im Wappenbuch A (1747) des Kärntner Landesarchivs überliefert.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • DeutschlandDeutschland Bamberg (Deutschland), seit 1973
  • ItalienItalien Udine (Italien), seit 1979
  • Guinea-BissauGuinea-Bissau Canchungo (Guinea-Bissau), seit 1989
  • FrankreichFrankreich Suresnes (Frankreich), seit 1992
  • UngarnUngarn Kaposvár (Ungarn), seit 1994
  • SlowenienSlowenien Bled (Slowenien), seit 2002
  • SlowenienSlowenien Kranj (Slowenien), seit 2008
  • SlowenienSlowenien Tolmin (Slowenien), seit 2014[18]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Villach

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadtgeschichte
  2. Luftkrieg "Ostmark" - Statistik
  3. Statistik Austria und Österreichischer Städtebund (Hrsg.): Österreichs Städte in Zahlen 2009. Statistik Austria, Wien 2009, ISBN 978-3-902703-25-5, S. 117.
  4. Statistik Austria und Österreichischer Städtebund (Hrsg.): Österreichs Städte in Zahlen 2009. Statistik Austria, Wien 2009, ISBN 978-3-902703-25-5, S. 123f..
  5. Gernot Rader: Villach Geschichten. Santicum Medien, Villach 2009, S. 24f.
  6. Eintrag im Guinness Book of World Records. Kleinstes Theater bezogen auf die Anzahl der Sitzplätze
  7. Verein Erinnern Villach. Abgerufen am 27. August 2014.
  8. Elena Moser: Denkmal erinnert an die Opfer der Nazis. Kleine Zeitung, 26. Oktober 2008, abgerufen am 27. August 2014.
  9. Das Denkmal auf 252 Namen erweitert: Schuldlose wurden zu Schuldigen gemacht, Villach: Stadtzeitung. Mitteilungsblatt der Stadt Villach, Nr.22, 2. Dezember 2008.
  10. Gernot Rader: "Villach Geschichten". Herausgegeben von Santicum Medien GmbH, Villach 2009, S. 54f.
  11. ÖBB Reiseportal: S-Bahn
  12. Terminalbeschreibung ÖBB Autoreisezug Autoverladestelle Villach Hauptbahnhof (Pdf-Datei)
  13. Eintrag zu Boltenstern, Erich in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online (in AEIOU Österreich-Lexikon)
  14. Bestattung Kärnten GmbH – Villach. Abgerufen am 27. August 2014.
  15. Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2009. Abgerufen am 27. August 2014.
  16. Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2003 – Ergebnisse aus Villach. Abgerufen am 27. August 2014.
  17. zitiert nach Wilhelm Deuer: Die Kärntner Gemeindewappen. S. 288. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2006, ISBN 3-900531-64-1.
  18. Wir haben neue Freunde in Tolmin! 13. Juni 2014, abgerufen am 27. August 2014 (PDF (69 KB)).

Literatur[Bearbeiten]

  • 900 Jahre Villach. Neue Beiträge zur Stadtgeschichte. Herausgegeben von der Stadt Villach. Villach 1960.
  • Ilse Spielvogel-Bodo: Villach und Umgebung mit Therme Warmbad. Ein Führer durch Geschichte und Gegenwart. Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 1995, ISBN 3-85366-764-3.
  • Gernot Rader: Villach Geschichten. Herausgegeben von Santicum Medien, Villach 2009.
  • Wilhelm Baum: Die Freisler-Prozesse in Kärnten. Zeugnisse des Widerstandes gegen das NS-Regime in Österreich. Klagenfurt 2011, ISBN 978-3-902585-77-6.
  • Ulrich Gäbler: Marodierende Soldaten und rebellierende Bauern. Der englische Diplomat Thomas Cranmer berichtet um 1532 aus Villach. In: Neues aus Alt-Villach, 50. Jahrbuch 2013, S. 133-151.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Villach – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Villach – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien