Oy-Mittelberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oy-Mittelberg
Oy-Mittelberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oy-Mittelberg hervorgehoben
47.63333333333310.433333333333929Koordinaten: 47° 38′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Höhe: 929 m ü. NHN
Fläche: 60,24 km²
Einwohner: 4446 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87466
Vorwahlen: 08366 bzw. 08376 bzw. 08361Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 128
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 28
87466 Oy-Mittelberg
Webpräsenz: www.oy-mittelberg.de
Bürgermeister: Theo Haslach (CSU)
Lage der Gemeinde Oy-Mittelberg im Landkreis Oberallgäu
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Über dieses Bild
Kirche von Mittelberg, 1035 m ü NN

Oy-Mittelberg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Mittelberg und Petersthal.

Zu Oy-Mittelberg gehören unter anderem die Orte Bachtel, Burgkranzegg, Faistenoy, Guggemoos, Haag, Haslach, Hinterschwarzenberg, Kressen, Maria-Rain, Mittelberg, Oberschwarzenberg, Oberzollhaus, Oy, Petersthal, Riedis, Stich und Unterschwarzenberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelberg wird erstmals urkundlich um das Jahr 800 als Ort der Zehnte Wertach genannt. Das Gebiet von Oy-Mittelberg gehörte bis zum Reichsdeputationshauptschluss und der Säkularisation von 1803 zum Hochstift Augsburg, seither gehört der Ort zu Bayern. 1822 fiel Mittelberg bis auf Kirche und Pfarrhof einem Großbrand zum Opfer.

Oy gehört seit dem 19. Jahrhundert zur Gemeinde Mittelberg.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1976 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform die ehemalige Gemeinde Petersthal fast vollständig in die Gemeinde Mittelberg eingemeindet. Am 1. Mai 1978 gab es einen Gebietsaustausch zwischen der Gemeinde Mittelberg und dem Markt Sulzberg. Seit dem 1. Januar 1980 führt diese den Namen Oy-Mittelberg.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[3]
Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961
Einwohner 2738 2642 2571 2992 2768 4324 3240
Jahr 1970 1987 2000 2005 2009 2011 0000
Einwohner 3433 3516 4372 4496 4505 4359

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat / Bürgermeister[Bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl vom 2. März 2008 (Wahlbeteiligung 58,6 %) setzt sich der Gemeinderat von Oy-Mittelberg wie folgt zusammen:[4]

Partei /Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 43,75 % 7
Bürgerblock Petersthal 25,00 % 4
Gemeinschaftsblock Mittelberg / Freie Wähler 25,00 % 4
Liste Haslach 6,25 % 1

Bürgermeister ist Theo Haslach (CSU). Bei der Bürgermeisterwahl am 27. November 2005 erhielt er fast 62 % der Stimmen, 2011 ohne einen Gegenkandidaten sogar 93,9 %. Sein Vorgänger war Wolfgang Hützler (Freie Wähler), der 18 Jahre im Amt war.

Gemeindefinanzen[Bearbeiten]

Im Jahr 2009 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2.674.000 €, davon waren 339.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto).[3]

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In von Rot und Silber gespaltenem Schild eine gespaltene Kugel in verwechselten Farben, die von einem mit fünf heraldischen Rosen belegten Kranz in verwechselten Farben umfangen wird.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1983 besteht zwischen Oy-Mittelberg und der französischen Gemeinde Bais (Mayenne) eine Partnerschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Hochaltar der Pfarrkirche Maria Immaculata, Schwarzenberg

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirchen:

  • Wallfahrtskirche Hl. Kreuz, Maria Rain. – Zur Ausstattung gehören ein gotischer Hochaltarm, eine frühbarocke Kanzel und das Gnadenbild von ca. 1490.
  • Pfarrkirche St. Michael, Mittelberg. Mit 1036 m ü NN ist sie eine der höchstgelegenen Pfarrkirchen im Allgäu. Die Ursprünge gehen aufs 8. Jh zurück. Nach einem Um- und Erweiterungsbau 1769 zeigt sie sich in barocker Gestalt. Mit dem größten Freskenzyklus des Allgäuer Künstlers Franz Anton Weiß, spätgotischer Pieta, barockem Michael und barocker Kanzel. Michaelsglocke von 1522. Turm aus dem 12. Jahrhundert. Spätgotischer Pfarrhof mit Übergang zur Kirche. Filialkirchen: Faistenoy, Haag, Haslach, Multen, Oberzollhaus
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul, Petersthal. – Zur Ausstattung der spätbarocken Dorfkirche gehören ein Palmesel und eine Madonnenfigur der Syrlin-Schule (um 1510).
  • Pfarrkirche Maria Immaculata, Schwarzenberg.

Kapellen:

  • St.-Magnus-Kapelle, Haag – erbaut 1875
  • Weihnachtskapelle, Bachtel – erbaut ab 1664, mit barocker Ausstattung
  • Pfarrkapelle St. Anna, Oy – erbaut 1677
  • Wendelinskapelle, Faistenoy – erbaut 1754
  • St.-Martins-Kapelle, Guggemoos – erbaut 1858
  • St.-Wolfgang-Kapelle, Haslach
  • St.-Magnus-Kapelle, Oberzollhaus – erbaut 1742
  • Kapelle, Riedis – enthält wertvolle spätmittelalterliche Skulpturen
  • Dreifaltigkeitskapelle, Stich – erbaut ab 1792, Altar von 1850

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 2009 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 4, im produzierenden Gewerbe 303 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 144 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 345 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1477. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2009 zwei, im Bauhauptgewerbe sieben Betriebe. Im Jahr 2007 bestanden zudem 141 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich nutzbaren Fläche von mehr als 2 ha, die insgesamt 3253 ha bewirtschafteten.[3]

Tourismus[Bearbeiten]

Der Tourismus trug wesentlich zur Entwicklung der Gemeinde in ihrer heutigen Form bei. Wichtige Voraussetzungen für den Tourismus sind die zahlreichen Seen wie Rottachspeicher und Grüntensee sowie die vielen in ihrer Ursprünglichkeit erhaltenen Ortsteile wie z. B. Mittelberg. Im Ortsteil Haslach befindet sich seit 2007 der Hochseilgarten "Kletterwald Grüntensee".

Bildung[Bearbeiten]

  • Im Jahr 2010 wurden in zwei kirchlichen und einem kommunalen Kindergärten mit insgesamt 175 Plätzen 131 Kinder betreut.
  • In der Volksschule wurden im Schuljahr 2009 von 22 Lehrern 299 Kinder in 15 Klassen unterrichtet.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

alphabetisch geordnet

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oy-Mittelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 795.
  3. a b c d Statistik kommunal 2010 – Oy-Mittelberg (PDF; 1,3 MB)
  4. Homepage der Gemeinde