Objektorientierte Analyse und Design

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Objektorientierte Analyse und Design (OOAD) ist eine Phase der objektorientierten Erstellung eines Softwaresystems, welche sich in den Teil der Domänenmodellierung (Objektorientierte Analyse) und den Teil des Systementwurfs (Objektorientiertes Design) aufgliedert.

In der Analyse geht es darum, die Anforderungen zu erfassen und zu beschreiben, die das zu entwickelnde Softwaresystem erfüllen soll. Stark vereinfacht ausgedrückt sucht und sammelt man in dieser Phase alle Fakten, stellt diese dar und überprüft sie. Dies geschieht oft in Form eines textuellen Pflichtenheftes oder der Software Requirements Specification. Das darauf aufbauende Objektorientierte Analysemodell (OOA-Modell) ist eine fachliche Beschreibung mit objektorientierten Konzepten, oft mit Elementen der Unified Modeling Language (UML) notiert. Es hebt das Wesentliche hervor und lässt Unwichtiges weg. Ein Bezug zur Informationstechnik ist in dieser Phase ausdrücklich unerwünscht. Das OOA-Modell kann ein statisches und/oder ein dynamisches Teilmodell enthalten. Es kann auch einen Prototypen der Benutzerschnittstelle enthalten.

Beim objektorientierten Design wird das in der Analyse erstellte Domänenmodell weiterentwickelt und darauf aufbauend ein Systementwurf erstellt. Das Design berücksichtigt neben den fachlichen Aspekten des Auftraggebers aus der Analyse auch technische Gegebenheiten. Nachdem die Software Analysiert und Designed ist, kann sie in der objektorientierte Programmierung (OOP) implementiert werden, wobei noch weitere Schritte (zum Beispiel Aufwandschätzung) zwischen Design und Programmierung liegen können.

Ein bekanntes Werkzeug zur Analyse und Design ist Die Unified Modeling Language (UML). Mit Hilfe dieses Modellierungsverfahrens können große Teile der Analyse und des Designs in einem standardisierten Verfahren beschrieben werden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorgehensmodelle

Hauptartikel: Vorgehensmodell (Software)

Mehrere Autoren und Hersteller kommerzieller Werkzeuge haben versucht, den Entwicklern durch die Beschreibung von Vorgehensmodellen eine Sammlung von Werkzeugen an die Hand zu geben, die dazu dienen soll, die Zusammenarbeit der an der Entwicklung Beteiligten zu verbessern, die Kommunikation mit dem Kunden zu verbessern, das Verständnis für den eigenen Entwurf zu vertiefen und die Dokumentation zu standardisieren.

[Bearbeiten] Kritik

Zu Beginn der Verbreitung von Hochsprachen, die in besonderer Weise Objektorientierung unterstützen, gab es den beliebten Witz "Meine Katze ist auch objektorientiert", der sich darauf bezieht, dass es keine Sprache gibt, die nicht zur objektorientierten Programmierung geeignet ist. Allerdings zeichnen sich einige moderne Hochsprachen dadurch aus, dass sie dem Entwickler konsequent objektorientierte Entwicklung besonders einfach machen.

[Bearbeiten] Literatur

  • Peter Coad, Edward Yourdon: Objekt-orientierte Analyse. Prentice Hall Verlag, München 1994, ISBN 3-930436-07-8.
  • Peter Coad, Edward Yourdon: OOD Objektorientiertes Design. Prentice Hall Verlag, München 1994, ISBN 3-930436-09-4.
  • Shlaer, Mellor: OOA/RD Object-Oriented Analysis and Recursive Development.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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