Oblast Dnipropetrowsk
| Oblast Dnipropetrowsk | |
|---|---|
| Дніпропетровська область Dnipropetrowska oblast Днепропетровская область Dnepropetrowskaja Oblast |
|
| Basisdaten | |
| Oblastzentrum: | Dnipropetrowsk (Dnepropetrowsk) |
| Offizielle Sprachen: | Ukrainisch, Russisch |
| Einwohner: | 3.324.535 (2012) |
| Bevölkerungsdichte: | 103,98 Einwohner je km² |
| in Städten: | 83,1 % |
| Fläche: | 31.974 km² |
| KOATUU: | 1200000000 |
| Verwaltungsgliederung | |
| Rajone: | 22 |
| Städte: | 20 |
| durch Oblast verwaltet: | 13 |
| durch Rajon verwaltet: | 7 |
| Stadtrajone: | 18 |
| Siedlungen städtischen Typs: | 46 |
| Dörfer: | 1.369 |
| Siedlungen: | 69 |
| Kontakt | |
| Adresse: | пр. Кірова 2 49004 м. Дніпропетровськ |
| Website: | Offizielle Webseite |
| Karte | |
| Statistische Informationen | |
Die Oblast Dnipropetrowsk (auch Oblast Dnepropetrowsk; ukrainisch Дніпропетровська область/Dnipropetrowska oblast; russisch Днепропетровская область/Dnepropetrowskaja oblast) ist eine von 25 Verwaltungseinheiten (Oblast) der Ukraine, im Osten des Landes. Sie hat rund 3,33 Millionen Einwohner (2012)[1].
Das Kfz-Kennzeichen für die Oblast lautet AE.
Inhaltsverzeichnis |
Administrative Unterteilung [Bearbeiten]
Die folgenden Daten enthalten die Anzahl der einzelnen Arten von administrativen Einteilung der Oblast Dnipropetrowsk:
- Administratives Zentrum – 1 (Dnipropetrowsk)
- Rajone — 22;
- Stadt Rajone — 18;
- Siedlungen — 1504, inklusive:
- Dörfer — 1368;
- Ansiedlungen — 68
- Siedlungen städtischen Typs — 46;
- Städte — 20, inklusive:
Diese gliedern sich verwaltungstechnisch in:
- Rajonsräte (районних рад) — 22
- Stadträte (міських рад) — 20
- Rajonsräte in Städten (районних рад у містах) — 18
- Siedlungsräte: (селищних рад) — 40
- Landratsgemeinden (ukrainisch „сільських рад“ – Zusammenschluss mehrerer Dörfer zu einer Verwaltungseinheit) — 288.
siehe auch : Verwaltungsgliederung der Ukraine
Rajone der Oblast Dnipropetrowsk [Bearbeiten]
Größte Städte und Siedlungen [Bearbeiten]
| Stadt (Russischer Name in Klammern falls abweichend) |
Ukrainischer Name | Russischer Name | Einwohner 1. Januar 2006 |
|---|---|---|---|
| Dnipropetrowsk (Dnepropetrowsk) | Дніпропетровськ | Днепропетровск | 1.047.347 |
| Krywyj Rih (Kriwoi Rog) | Кривий Ріг | Кривой Рог | 692.181 |
| Dniprodserschynsk (Dneproserschinsk) | Дніпродзержинськ | Днепродзержинск | 247.821 |
| Nikopol | Нікополь | Никополь | 130.396 |
| Pawlohrad (Pawlograd) | Павлоград | Павлоград | 112.594 |
| Nowomoskowsk | Новомосковськ | Новомосковск | 70.196 |
| Schowti Wody (Scholtije Wody) | Жовті Води | Жёлтые Воды | 50.201 |
| Marhanez (Marganez) | Марганець | Марганец | 48.723 |
| Ordschonikidse | Орджонікідзе | Орджоникидзе | 42.841 |
| Synelnykowe (Sinelnikowo) | Синельникове | Синельниково | 31.408 |
| Terniwka (Ternowka) | Тернівка | Терновка | 29.136 |
| Perschotrawensk | Першотравенськ | Першотравенск | 29.010 |
| Wilnohirsk (Wolnogorsk) | Вільногірськ | Вольногорск | 23.933 |
| Pjatychatky (Pjatichatki) | Пьятихатки | Пятихатки | 19.526 |
| Pidhorodne (Podgorodnoje) | Підгородне | Подгородное | 18.432 |
| Werchnjodniprowsk (Werchnedneprowsk) | Верхньодніпровськ | Верхнеднепровск | 16.738 |
| Apostolowe (Apostolowo) | Апостолове | Апостолово | 15.276 |
| Selenodolsk | Зеленодольськ | Зеленодольск | 14.258 |
| Wassylkiwka (Wassilkowka) | Васильківка | Васильковка | 11.849 |
| Juwilejne (Jubileinoje) | Ювілейне | Юбилейное | 11.657 |
| Pokrowske (Pokrowskoje) | Покровське | Покровское | 10.949 |
| Schyroke (Schirkoje) | Широке | Широкое | 10.629 |
| Pereschtschepyne (Pereschtschepino) | Перещепіне | Перещепино | 10.211 |
Wirtschaft [Bearbeiten]
Die Oblast zählt zu den Industriegebieten der Ukraine. Etwa 17 % der gesamten ukrainischen Industrieproduktion werden hier erwirtschaftet, was einem Achtel des BIP entspricht. Der wirtschaftliche Kern der Region beruht auf Bergbau und dem sog. Hüttenindustriekomplex, der 40 % der ukrainischen Produktion erwirtschaftet. 100 % des ukrainischen Manganerzes, 81 % des gesamten ukrainischen Eisenerzes, 19 % der Kohle und 12 % des ukrainischen Stickstoffdüngers werden hier abgebaut bzw. erzeugt. Außerdem wird hier europaweit das meiste Uran abgebaut. Energieerzeuger in der Region stellen jährlich 12 Milliarden Kilowattstunden.
Daneben zählt die von Großbetrieben geprägte Landwirtschaft zu den Wirtschaftsfaktoren. Jährlich wurden hier 1,7 Mio t Getreide, 618.000 t Sonnenblumen, 156.000 t Zuckerrüben und 1 Mio t Früchte und Gemüse angebaut.
Innerhalb von 7 Jahren hat sich der Außenhandelsumsatz vervierfacht und die Ausfuhr mehr als verdreifacht. Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner der Region. [2]
Rohstoffindustrie [Bearbeiten]
Hier werden 40 verschiedene Arten von Rohstoffen abgebaut, unter anderem große Eisenerzvorkommen (hauptsächlich im Krywbass und Dnipropetrowsk), Buntmetalle, Uranvorkommen (hauptsächlich im Krywbass). Außerdem wird hier Braun-/Steinkohle abgebaut,[3] es gibt Vorkommen vom seltenen Mineralen wie Anduoit, Kaolin, Rutil und von Zirconium [4].
Schwerindustrie [Bearbeiten]
Die gute wirtschaftliche Entwicklung der Schwerindustrie in der Region basiert auf den bedeutenden Rohstoffvorkommen und der Verkehrsanbindung. Reichhaltige und leicht zugängliche Vorkommen von Eisenerz, insbesondere in der Krywbass-Region, und die relative Nähe zur Donbass-Region mit ihren reichen Kohlevorkommen sowie die vorhandenen Wasserstraßen sorgten für die gute Anbindung an die GUS-Staaten und die wirtschaftliche Prosperität. Nachfolgend wurden hier viele Metallbetriebe angesiedelt, unter anderem KriwoRoschStal. Außerdem ist die Interpipe-Group hier beheimatet. Die bedeutendsten Metallurgiekombinate sind Severny GOK, Mittal Steel, Nico Tube, Dnijprowskij Stahlwerke und Marganez GOK
Maschinenbau [Bearbeiten]
Der Maschinenbau macht etwa sechs Prozent der Industrieproduktion aus. Mitte der 1940er Jahre wurde hier ein gigantischer Industriekomplex gebaut. Heute ist die Oblast führend im Maschinenbau der Ukraine, sie war zuletzt mit etwas mehr als zehn Prozent an der gesamten ukrainischen Produktion beteiligt. Der Maschinenbau in der Region hat sich vor allem auf die Herstellung von elektrotechnischen Anlagen, Landwirtschaftsfahrzeugen und Bahntechnik fokussiert. Die größten Maschinenbauer der Region sind: Dniprowaschmasch (Anlagen für Walzwerke), Piwdenmasch (Traktoren, Haushaltsgeräte und Weltraumtechnik) und Prodmasch.
Elektrizitätswirtschaft [Bearbeiten]
Die Elektrizitätswirtschaft der Region basiert hauptsächlich auf den reichen Vorkommen von Braun-/ Steinkohle. Die Wärmekraftwerke "Pridniprowskaja" und "Kriworischskaja" erzeugen zusammen 4.700 Megawatt Strom. Daneben gibt es ein bedeutendes Wasserkraftwerk am Dniprodserschynsker Stausee. Die Region erzeugt ca. 8 % des landesweit erzeugten Strom, womit sie bei der Stromerzeugung den zweiten Platz unter den Regionen stellt.
Chemische Industrie [Bearbeiten]
Die Palette reicht von Lacken und Düngemittel über Farben bis hin zu Reifen. In Dnipropetrowsk ist unter anderem auch Dnjeproschina, der in Europa größte Produzent von Reifen, beheimatet. 40 % der Chemieproduktion wird ins Ausland verkauft.
Bauwirtschaft [Bearbeiten]
Der Aufschwung hatte auch den Bausektor erfasst. In der Region gibt es einen dynamisch wachsenden Markt für verschiedenste Baudienstleistungen mit einer großen Zahl an Wettbewerbern. Mit verschiedenen Finanzierungsformen wurden im Jahr 2006 mehr als 400.000 Quadratmeter fertig gestellt, das entspricht einer Steigerung um 107 % zum Vorjahr.[5]
| Jahr | Außenhandelsumsatz mit Waren und Dienstleistungen in Milliarden USD | Ausfuhr der Waren und Dienstleistungen in Millionen USD |
|---|---|---|
| 2007 | 15,7 | 10,1 |
| 2006 | 11,1 | 7,2 |
| 2005 | 9 | 6,1 |
| 2004 | 7,7 | 5,4 |
| 2003 | 5,6 | 3,7 |
| 2002 | 4 | 2,9 |
| 2001 | 3,8 | 2,8 |
| 2000 | 3,9 | 2,9 |
In 5 Jahren hat sich die Industrieproduktion von 37329,9 Mio UAH im Jahr 2003 auf 101979,9 Mio UAH im Jahr 2007 fast Verdreifacht.[6]
| Jahr | Industrieproduktion (in Mio UAH) |
|---|---|
| 2007 | 101979,9 |
| 2006 | 76105,1 |
| 2005 | 63732,4 |
| 2004 | 51174,9 |
| 2003 | 37329,9 |
In der Oblast gibt es Maschinenbau, Lebensmittelindustrie, chemische Industrie und Stahlverhüttung.
Außerdem war Dnipropetrowsk eine geschlossene Stadt, da sie ein Hauptplatz für die Raumfahrt und Rüstungsindustrie der Sowjetunion war und bis heute ist.
Ausländische Investitionen [Bearbeiten]
Investitionen aus Deutschland stellen etwa 1/3 der Gesamten Auslandsinvestitionen in die Region und das Handelsvolumen mit Deutschland erhöhte sich in den ersten 9 Monaten des Jahres 2007 um 37 %
| Jahr | Umfang der direkten ausländischen Investitionen per capita (in Mio USD) | Zuwachs der Umfängen von fremden Investitionen zum jeweils nächsten Jahr (in Mio USD) |
|---|---|---|
| 2008 | 2924,2 | |
| 2007 | 2361,3 | + 562,9 |
| 2006 | 1740,5 | +513,2 |
| 2005 | 778,6 | +665,3 (und +711,3) |
| 2004 | 598,4 | +180,2 |
Geschichte [Bearbeiten]
Das Gebiet war in der Geschichte regelmäßig zwischen dem Russischen Reich, Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich umstritten. (siehe auch Geschichte der Ukraine). Am 27. Februar 1932 wurde die Oblast schließlich im Zuge einer Verwaltungsreform neu erschaffen, diese wiederum wurde aus den 1923 (Okrug Katerinoslaw) bzw. 1926 (Okrug Dnipropetrowsk) erschaffenen Okrugs gebildet. Bis 1923 lag das Gebiet der heutigen Oblast im Gouvernement Katerinoslaw, dieses bestand seit 1802. Die Grenzen der 1932 geschaffenen Oblast waren jedoch nicht mit den heutigen vergleichbar.
Geographie [Bearbeiten]
Das Gebiet liegt in der Osteuropäischen Ebene und hat viele Steppen, der Dnepr durchläuft die Oblast vom Nordwesten direkt nach Dnipropetrowsk und dann in südliche Richtung in die Oblast Saporischschja. Die Oblast hat ein kontinentales Klima und sehr gute Böden, wodurch sie landwirtschaftlich sehr ertragsreich ist. Die Oblast grenzt im Norden an die Oblast Poltawa, im Nordosten an die Oblast Charkiw, im Osten an die Oblast Donezk, im Südosten an die Oblast Saporischschja, im Südwesten an die Oblast Cherson, im Westen auf einem kürzeren Abschnitt an die Oblast Mykolajiw sowie im Nordwesten an die Oblast Kirowohrad.
Demographie [Bearbeiten]
Die Bevölkerung (Stand 2012) beträgt 3.324.535 Millionen und stellt damit 5,3 % der gesamten ukrainischen Bevölkerung. Laut Volkszählung von 2001 sind die ethnischen Gruppen in der Oblast Dnipropetrowsk wie folgt:[7]
- Ukrainer – 79,3 %,
- Russen – 17,6 %,
- Weißrussen – 0,8 %,
- Juden – 0,4 %,
- Armenier – 0,3 %,
- Aserbaidschaner – 0,2 %,
- Moldauer – 0,12 %,
- Sinti und Roma – 0,11 %,
- Tataren – 0,11 %,
- Deutsche – 0,11 %,
- Andere – 0,95 %;
Die Gruppen nach Muttersprache:
- Ukrainisch – 67 %,
- Russisch – 32 %,
- Andere Sprachen – 1 %.
| 1989 | 1990 | 1995 | 1998 | 2001 | 2005 | 2008 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3.881.224 | 3.908.700 | 3.888.800 | 3.775.400 | 3.567.567 | 3.476.176 | 3.400.689 | 3.324.535 |
Quelle Tabelle:[1]
Weblinks [Bearbeiten]
- Administrative Struktur der Oblast Dniproprtrowsk
- Karte der Oblast Dnipropetrowsk bei WikiMapia
- Statistikbehörde der Oblast-Demographie (ukrainisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Bevölkerungszahlen auf World Gazetteer
- ↑ [1]
- ↑ [2] (PDF; 52 kB) The Mineral Institute of Ukraine
- ↑ [3] (PDF; 173 kB) The Mineral Institute of Ukraine
- ↑ [4] (PDF; 2,1 MB)
- ↑ http://www.localglobal.de/
- ↑ [5] державний комітет статистики України, Deutsch etwa: Staatliches Komitet für Statistik (in) der Ukraine gleichzusetzen mit Statistisches Bundesamt
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48.3535.1Koordinaten: 48° 21′ N, 35° 6′ O
