Oblast Kaluga

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Subjekt der Russischen Föderation
Oblast Kaluga
Калужская область
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Fläche 29.777 km²[1]
Bevölkerung 1.010.930 Einwohner
(Stand: 14. Oktober 2010)[2]
Bevölkerungsdichte 34 Einw./km²
Verwaltungszentrum Kaluga
Offizielle Sprache Russisch
Ethnische
Zusammensetzung
Russen (93,5 %)
Ukrainer (2,2 %)
(Stand: 2002)[3]
Gouverneur Anatoli Artamonow
Gegründet 5. Juli 1944
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahlen (+7) 484xx
Postleitzahlen 248000–249999
Kfz-Kennzeichen 40
OKATO 29
ISO 3166-2 RU-KLU
Website www.admoblkaluga.ru
Iran Turkmenistan China Kasachstan Usbekistan Mongolei Japan Nordkorea China Norwegen Dänemark Deutschland Schweden Vereinigte Staaten Finnland Kirgisistan Georgien Türkei Armenien Aserbaidschan Ukraine Polen Litauen Letttland Estland Weissrussland Norwegen Oblast Sachalin Region Kamtschatka Jüdische Autonome Oblast Region Primorje Region Chabarowsk Tuwa Chakassien Oblast Kemerowo Republik Altai Region Altai Oblast Nowosibirsk Oblast Omsk Oblast Tjumen Oblast Tomsk Burjatien Region Transbaikalien Oblast Amur Oblast Magadan Autonomer Kreis der Tschuktschen Oblast Irkutsk Sacha Region Krasnojarsk Autonomer Kreis der Jamal-Nenzen Autonomer Kreis der Chanten und Mansen/Jugra Oblast Swerdlowsk Oblast Tscheljabinsk Oblast Kurgan Oblast Orenburg Autonomer Kreis der Nenzen Republik Komi Baschkortostan Region Perm Oblast Wologda Republik Karelien Oblast Murmansk Oblast Archangelsk Oblast Kaliningrad Sankt Petersburg Oblast Leningrad Tatarstan Udmurtien Oblast Kirow Oblast Kostroma Oblast Samara Oblast Pskow Oblast Twer Oblast Nowgorod Oblast Jaroslawl Oblast Smolensk Moskau Oblast Moskau Oblast Wladimir Oblast Iwanowo Mari El Tschuwaschien Mordwinien Oblast Pensa Oblast Nischni Nowgorod Oblast Uljanowsk Oblast Saratow Oblast Brjansk Oblast Kaluga Oblast Tula Oblast Rjasan Oblast Orjol Oblast Lipezk Oblast Woronesch Oblast Belgorod Oblast Kursk Oblast Tambow Oblast Wolgograd Oblast Rostow Oblast Astrachan Kalmückien Dagestan Adygeja Region Krasnodar Karatschai- Tscherkessien Kabardino-Balkarien Region Stawropol Nordossetien-Alanien Inguschetien TschetschenienLage in Russland
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54.30958635.3656769Koordinaten: 54° 19′ N, 35° 22′ O

Die Oblast Kaluga (russisch Калужская область/ Kaluschskaja oblast)– Subjekt der Russischen Föderation. Gehört zum Föderationskreis Zentralrussland. Kalugaer Gebiet liegt im Zentrum des europäischen Teils Russlands, verfügt über eine gut entwickelte Transport- und Versorgungsinfrastruktur, weist ein hohes Tempo der Wirtschaftsentwicklung auf, besitzt ein beachtenswertes Personalpotential und ist eines der größten Wissenschafts-, Ausbildungs- und Kulturzentren des Landes. Im 14. Jahrhundert war ein Teil der Kalugaer Territorien unter der Herrschaft von Moskau; im gleichen Jahrhundert wird zum ersten Mal Kaluga erwähnt. Ab 1796 bis 1929 war das Kalugaer Gebiet eine selbständige administrative Einheit im Bestand des Russischen Kaiserreichs. Das Kalugaer Gebiet wurde im Jahre 1944 gegründet. Es grenzt an Moskau, Moskauer Gebiet, sowie an Gebiete von Tula, Briansk, Smolensk und Orjol. Vom Norden nach Süden erstreckt sich das Gebiet auf über 220 km, vom Westen nach Osten auf 220 km.

Verwaltungsgliederung und größte Orte[Bearbeiten]

Die Oblast Kaluga gliedert sich in 24 Rajons sowie zwei Stadtkreise, die von den Großstädten Kaluga und Obninsk gebildet werden. Weitere größere Städte sind Ljudinowo, Kirow, Malojaroslawez und Balabanowo. Insgesamt gibt es in der Oblast 19 Städte und 12 Siedlungen städtischen Typs.

Größte Städte
Name Russisch Einwohner
(14. Oktober 2010)[2]
Kaluga Калуга 324.698
Obninsk Обнинск 104.739
Ljudinowo Людиново 40.530
Kirow Киров 31.882
Malojaroslawez Малоярославец 30.392
Balabanowo Балабаново 26.337

Geographie[Bearbeiten]

Geographie[Bearbeiten]

Das Kalugaer Gebiet liegt im Zentrum der Osteuropäischen Ebene. Das Territorium der Region befindet sich zwischen dem Mittelrussischen Landrücken (mit den mittleren Höhen innerhalb der Region von höher als 200 m und der maximalen Höhe von 275 m im Südosten des Gebietes), den Smolensk-Moskauer Höhen und der Dneprisch-Desnische Provinz. Den großen Teil des Gebietes nehmen Ebenen, Felder und Wälder mit einer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt ein. Das Zentrum des Gebietes liegt auf dem Barjatinsk-Suchinitschier Landrücken.

Im westlichen Teil des Gebietes innerhalb der Gletscherebene erhebt sich die Spas-Demensker Hügelreihe. Eine südlich anschließende Sanderhochebene gehört zu der Brjansk-Schisdraer Polessje, deren mittlere Höhen bis zu 200 m hoch ragen. Im Nordwesten des Gebietes erstreckt sich eine Moränenebene mit den Grandkuppen.

Von Norden nach Süden beträgt die Ausdehnung des Kalugaer Gebiets mehr als 220 km von 53°30' bis 55°30' Nord, von Westen nach Osten ca. 220 km. Die Fläche des Territoriums beträgt ca. 29,777 Tsd. km².

Über das Territorium des Gebietes verlaufen die wichtigsten internationalen Eisenbahn- und Autobahnlinien: Moskau - Kaluga - Brjansk - Kiew - Lwow - Warschau. Das Kalugaer Gebiet grenzt an die Brjansker, Smolensker, Moskauer, Tulaer, Orjoler Gebiete, die Stadt Moskau (ab dem 1. Juli 2012). Das Gebiet hat 303 munizipale Gebilde, einschließlich 24 Rayons, 2 Stadtkreise, 26 stadtartige und 251 ländliche Siedlungen. Flächenmäßig ist der Uljanowskij Rayon am größten, der Tarusskij Rayon ist dabei am kleinsten.

Die Städte des Kalugaer Gebiets sind Kaluga, Balabanowo, Beloussowo, Borowsk, Jermolino, Schisdra, Schukow, Kirow, Koselsk, Kondrowo, Kremenki, Ljudinowo, Malojaroslawez, Medyn, Meschtschowsk, Mossalsk, Obninsk, Sossenski, Spas-Demensk, Suchinitschi, Tarussa, Juchnow.

Relief, geologischer Bau und Bodenschätze[Bearbeiten]

Das gegenwärtige Relief des Kalugaer Gebiets hat sich in der Präglazialzeit herausgebildet: hügelig, mit den Flusstälern, Schluchten und Talsenken. Einige Gletscherseen sind bis heute erhalten geblieben, zum Beispiel, der tiefste See des Kalugaer Gebiets, der Besdon-See.

Die Region liegt zwischen dem Mittelrussischen Landrücken und den Smolensk-Moskauer Höhen. Auf dem Territorium des Gebietes befinden sich die Niedrigebenen mit einer Höhe von bis 200 m über dem Meeresspiegel, als auch die Hochebenen mit einer Höhe von über 200 m ü.d.M. Im Südosten des Gebietes erstreckt sich der Mittelrussische Landrücken, im hohen Nordwesten erhebt sich die Spas-Demensker Hügelreihe. Diese Anhöhen sind voneinander durch die Ugraisch-Protwaische Tiefebene getrennt. Im hohen Südwesten des Gebietes befindet sich die Brjansk-Schisdraer Polessje und im Zentrum erstreckt sich die Barjatinsk-Suchinitschier Ebene. Der höchste Reliefpunkt des Gebietes befindet sich auf der Höhe von 279 m innerhalb der Spas-Demensker Hügelreihe (Sajzewa-Berg), der niedrigste Punkt liegt im Tal des Flusses Oka (120 m über dem Meeresspiegel). So beläuft sich die Amplitude des Reliefs auf 160 m.

Das Kalugaer Gebiet liegt im Zentrum der Osteuropäischen Ebene. Die Mächtigkeit der oberen Sedimentenschicht wächst von 400-500 m im Süden bis auf 1000-1400 m im Norden. Der größte Teil der sedimentären Kappe ist aus Sedimenten der Devonformation zusammengesetzt. Ihr Anteil im Süden des Gebietes überschreitet 80 % der Mächtigkeit der ganzen Ablagerungsformation (inkl. quartärer Formation). Auf dem Territorium des Kalugaer Gebiets unterscheidet man 4 geologisch-wirtschaftliche Gebiete: nordöstliches, zentrales, südliches und nordwestliches Gebiet.

Der spezifische Wert von Lagerstätten des Kalugaer Gebiets beträgt mehr als 8 Mio. Rbl/m². Auf dem Territorium des Gebietes sind 550 Vorkommen mit 19 Arten harter Mineralrohstoffe sowie 131 Vorkommen süßer unterirdischer Gewässer und 13 Vorkommen unterirdischer Mineralwässer erkundet worden.

Die Mineralressourcen des Gebietes sind vertreten durch Phosphorite, Braunkohle, Erdfarben, Gipssteine, Bausteine, Kreide für die Bauarbeiten, Karbonatgesteine für die Kalkdüngung und die Anwendung in der Zellstoff- und Papierindustrie, feuerbeständige und schwerschmelzbare Tone, leichtschmelzbare Tone für die Produktion von Ziegel und Keramsit, Tripolite für die Produktion von Entfärbungserde und thermolytischen Kieselsteinen, Tone für die Bohrspülungen, Sandkiesmaterial, Glassande, Formsande, Sande für die Bauarbeiten und die Herstellung von Silikaterzeugnissen sowie durch Torf, Sapropel und Mineralwasser.

Das Gebiet verfügt über 24 Vorkommen mit den industriellen Tonvorräten von mehr als 220 Mio. m³, davon werden heute 14 Vorkommen intensiv erschlossen. Das Vorkommen feuerbeständiger und keramischer Tone „Uljanowskoje“ ist eines der größten in Russland und von der Industrie noch nicht aufgeschlossen. Auf seinen Anteil entfallen 16,2 % aller Vorräte schwerschmelzbarer Tone im Föderationskreis Zentralrussland. Solche Tone werden für die Herstellung von feuerfesten Erzeugnissen für Anwendungszwecke in der Metallurgie, Zement- und Glasindustrie und den anderen Industriezweigen, in welchen die Produktionsprozesse mit den hohen Temperaturen verbunden sind. Bei einer stabilen Entwicklung der Baubranche im Föderationskreis Zentralrussland wird das Bedürfnis nach Tonen des Vorkommens „Uljanowskoje“ 600-700 Tsd. Tonnen pro Jahr betragen. Das Vorkommen „Uljanowskoje“ hat alle Chancen, Hauptrohstoffbasis für die Unternehmen des Baukomplexes und der Feuerfestindustrie und zwar nicht nur für das Kalugaer Gebiet zu werden. Die summarischen Bilanzvorräte aus dem Braunkohlevorkommen des Moskauer Kohlenbeckens betragen 1240 Mio. t, darunter sind solche Lagerstättenabschnitte wie Worotynskoje (410 Mio. t), Severo-Agejewskoje (151 Mio. t), Seredejskoje (150 Mio. t), Studenowskie Abschnitte (103 Mio. t) und andere. Obwohl die Qualität von Kohlen nicht sehr hoch ist, sind die Rohstoffe infolge der Nähe zu den grossen Konsumenten von Interesse. Die Bilanzvorräte von Torf betragen ca. 24 Mio. t.

Das Rohstoffpotential des Gebietes kann die Bedürfnisse der Betriebe nach den Hauptarten von Erzbodenschätzen (Bausteine, Sandkiesmaterial, Bausand, Silikatsand, leichtschmelzender Ton und Lehmboden für die Herstellung von Ziegel und Keramsit) decken. Im Jahr 2013 sind auf dem Territorium des Kalugaer Gebiets 109 Lizenzen über das Recht auf die Nutzung von Bodenschätzen gültig, um die Baustoffe zu gewinnen.

Pflanzenwelt[Bearbeiten]

Die Wälder nehmen 45 % des Territoriums des Kalugaer Gebiets ein. Die Holzvorräte betragen insgesamt ca. 269 Mio. m³. Davon gehören 30 % zu den Nadelholzarten, 67 % zu den Weichlaubholzarten.

Nach Angaben für das Jahr 2013 beträgt der jährliche zulässige Umfang der Holzgewinnung ca. 3.136.900 m³. Der Gesamtholzeinschlag liegt bei 30 % des geplanten Hiebsatzes. Die jährliche Zunahme von Anpflanzungen beträgt 4,8 Mio. m³.

Die Waldzone der Region hat zwei Unterzonen: die Nadelwald- und Breitblattwaldunterzone sowie die Breitblattwaldunterzone. In der Nadelwald- und Breitblattwaldunterzone dominieren verschiedene Fichtenwaldarten. Die Baumschicht solcher Wälder bilden gemeine Fichten gemischt mit Kiefern, Birken, Espen, Linden, Stieleichen. In der Breitblattwaldunterzone nimmt der Primärwald eine kleine Fläche im Gebiet zwischen den Flüssen Wytebet, Schisdra und Oka.

Als Edifikatoren dienen in diesen Wäldern hauptsächlich solche Baumarten wie Stieleiche, Steinlinde, gemeine Esche, Ulme. Diese Wälder sind im Unterschied zum Nadelwald polydominant, haben bis 7-8 Schichten und sind normalerweise mit Birken und Espen in der zweiten Schicht, Strauchahorn, glattblättrigen Apfelbäumen, Ebereschen in der dritten Schicht gemischt. Die Strauchschicht ist gut entwickelt. In der Krautschicht dominieren die Vorfrühling-Ephemeroiden und mehrjährige Pflanzen.

Die nicht zonengebundene Vegetation auf dem Territorium des Gebietes ist durch Kieferwälder und kleinblättrige Wälder, Sümpfe und Wiesen vorgestellt. Die Weißkiefer bildet die Wälder auf den Sandschüttungen altertümlicher Alluvialebenen, den Sandterrassen von Flusstälern, den torfhaltigen Sumpfböden. Das sind Kiefernwälder mit Weißmoosdecken bzw. Grünmoosheiden, Sphagnum-Heiden, komplexe Kiefernwälder. Die Baumschicht kleinblättriger Wälder und derivativer Mischwälder ist durch Hängebirken, Winterbirken, Espen, Ziegenweide, Fichten, Kiefern und Eichen gebildet. Die Wiesen gliedern sich in Talauen und Festlandswiesen.

Die Sümpfe liegen auf dem Territorium des Gebietes ungleichmässig verteilt. Am meisten versumpft sind die nordwestlichen und westlichen Teile (Flussgebiet der Ugra), sowie die Brjansk-Schisdraer Polessje.

Tierwelt[Bearbeiten]

Im Verlauf eines zweihundertjährigen Zeitraums der Erforschung sind auf dem Territorium des Kalugaer Gebiets einige tausend Arten der Wirbellosen und 396 Arten der Wirbeltiere entdeckt. Auf der Roten Liste des Kalugaer Gebiets stehen 132 Arten der Wirbeltiere, davon sind 36 auch in die entsprechende Liste der Schutzobjekte der Russischen Föderation eingetragen.

Innerhalb des Gebietes gibt es 68 Arten der Säugetiere. Darunter sind solche typischen Waldtiere wie Braunbär, Luchs, Elch, Wolf, Schneehasen, Eichhörnchen, sowie die folgenden für die Steppen charakteristischen Tiere: Hamster, Großer Pferdespringer, Perlziesel, russisches Murmeltier. In den letzten Jahrzehnten führten die Mitarbeiter der hiesigen Jagdwirtschaften auf dem Territorium des Gebietes das Ansiedeln der Tiere durch, die eine geringe Anzahl haben. Darunter sind solche Tiere wie russischer Desman, Biber, Wildschwein, Reh, die sich gut eingelebt und ihren Bestand vergrößert haben. Es wurden auch die folgenden Tiere akklimatisiert, die früher auf dem Territorium des Gebietes nicht lebten: Marderhund, Bisamratte, Edelhirsch und Sikahirsch, in relativ kurzer Zeit erreichten sie dabei eine jagdbare Anzahl. Die Wisente fangen an, in die südlichen Teile des Gebietes zu kommen, nachdem sie vor kurzem in den Nationalpark „Orlowskoje Polessje“ ausgesetzt worden waren.

Unter den Süßwasserbewohnern des Gebietes sind 2 Arten der Neunaugen, 41 Arten der Knochenfische festgestellt. Die Vielfältigkeit der Fischfauna ist mit großen Unterschieden der Lebensbedingungen verbunden. So lebt im Flussgebiet der Oka das Bachneunauge (Lampetra planeri), und in der Desna und ihren Nebenflüssen lebt das ukrainische Bachneunauge (Eudontomyzon mariae). In den Stauteichen sind Gold- und Silberkarauschen, Schleie und viele andere Arten heimisch. In den Teichwirtschaften züchtet man Karpfen, Silberkarpfen, Graskarpfen und manchmal Peled-Lachse. Aus den wertvollen Nutzfischen fällt der meiste Anteil auf das Blei. An seltenen Arten kommen Sterlete, Schneiderfische und Kaulköpfe vor, die auf der Roten Liste Russlands stehen.

Unter 11 Arten der Lurche sind Kamm- und Teichmolche, Rotbauchunken, Erd- und Wechselkröte heimisch, zahlreich sind See-, Tümpel-, Moor-und Grasfrösche. Die Reptilien sind durch 7 Arten, inkl. der Schlangen vertreten: Bei Giftschlangen sind Kreuzottern, bei ungiftigen Schlangen sind Wasser- und Glattnattern heimisch. Die hier im Gebiet vorkommenden Eidechsen sind durch Blindschleichen und flinke Schleichen vertreten, bei welchen die Gliedmaßen fehlen, dadurch werden sie oft mit Schlangen verwechselt.

Auf dem Territorium des Gebietes sind 267 Arten der Vögel registriert, davon haben hier 177 Arten ihre Vogelbrutplätze, 58 Arten wurden nur beim Vorbeifliegen bemerkt, 32 Arten flogen hier unregelmäßig hinein. Mit heutigen 93 Vogelarten kam es zu einer Vergrößerung der überwinternden Vögel, was mit den Anthropogentransformationen der Landschaften verbunden ist. Die wichtigsten Lebensorte der Raubvögel befinden sich auf dem Territorium des Naturschutzgebietes "Kaluschskije Saseki“ (Kalugaer Waldverhau) und im Gebiet zwischen der Wytebet und der Resseta. Besonders zahlreich sind bei Schwimmvögeln Stockenten vertreten; bei Semi-Aquatic-Vögeln - Seemöwen; bei Waldbewohnern – Finken und Weidenlaubsänger; an Flussufern - Uferschwalben; in den Siedlungen - Felsentauben, Mauerschwalben, Saatkrähen, Feldsperlinge.

Naturschutz und Umweltzustand[Bearbeiten]

Laut Angaben des staatlichen Berichtes "Über den Umweltzustand und den Umweltschutz in der Russischen Föderation", veröffentlicht jährlich durch das Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen der Russischen Föderation, ist das Kalugaer Gebiet eine der im ökologischen Sinne reinsten Regionen des Föderationskreises Zentralrussland. Nach den Ergebnissen des Jahres 2012 steht Kaluga unter 85 Städten Russlands auf der Top-10-Liste nach dem Zustand der Luftumgebung.

Die ökologische Expertise, die Normung, die Lizenzierung und die staatliche Kontrolle im Bereich Umweltschutz führen im Kalugaer Gebiet einige bevollmächtigten Behörden durch. Seit 2008 funktioniert auf dem Territorium des Gebietes das sog. Territoriale System zur Überwachung des Umweltzustandes (TSÜ).

Die territoriale Informationsressource mit den Daten über den Umweltzustand ist öffentlich zugänglich und befindet sich auf der offiziellen Webseite des Kalugaer Gebiets.

Der Investitionsrat beim Gouverneur des Kalugaer Gebiets hat in 2013 einen Beschluss über die Gründung eines Ökotechnoparks gefasst. Bei der Planung des Parks werden die besten Technologien verwendet sein, die die Hygienesicherheit und Umweltverträglichkeit gewährleisten. Vorrangig ist die Aufgabenlösung zum Schutz von Oberflächenwasser und Untergrundwasser vor den Verschmutzungsquellen, zur Abfalleinlagerung und Verwertung von Industrie- und Haushaltsabfällen, zur Strahlungssicherheit sowie zur Minderung von Schadstoffemissionen in die Außenluft.

Der Anteil des Kalugaer Gebiets am Gesamtemissionsvolumen bei den Schadstoffemissionen in die Außenluft und der Abwassereinleitung in die Wasserobjekte des Föderationskreises Zentralrussland ist unbedeutend. Nach der Kennziffer für Abscheidung und Entsorgung von Schadstoffen belegt das Gebiet den dritten Platz, indem es das Brjansker und das Belgoroder Gebiete vorlässt. Der größte Teil von Schadstoffemissionen in die Luft fällt auf den Anteil von Kaluga, Kirow, Obninsk, Ljudinow und des Kreises Dserschinskij.

Infolge der Tschernobylkatastrophe waren die Süd- und Südwestteile des Gebietes durch radioaktive Elemente verseucht. In 9 Rayons des Gebietes wird das radiologische Monitoring geführt. Die Hintergrundradioaktivität entspricht der entstandenen Strahlungssituation.

Auf dem Territorium des Gebietes wird aktiv an der Sammlung, Lagerung, Verlagerung und Verarbeitung von Eisen- und Nichteisenmetallschrott, Altglas, Altpapier gearbeitet. In den Betrieben des Gebietes werden abfallfreie Technologien eingeführt. Die primäre Abfallsortierung erfolgt im Kleinbetrieb "Polygon" (Obninsk) u.a.m.

Im Kalugaer Gebiet sind einige ökologischen Siedlungen gegründet und diese entwickeln sich erfolgreich: Naturschutzgebiet «Kaluschskije Saseki», Naturschutzpark «Ugra», Naturschutzgebiet «Tarussa», Naturmonument «Kaluschskij Bor».

Geschichte[Bearbeiten]

Das Territorium des Kalugaer Gebiets ist seit frühesten Zeiten bewohnt. Die durch Archäologen untersuchten ältesten Lagerplätze von Urmenschen stammen aus dem Mesolithikum (6. - 10. Jahrtausend v. Chr.). Die Kalugaer Städte wurden erstmalig in Zusammenhang mit den Ereignissen des 12. Jh. und zwar mit dem feudalen Krieg zwischen den Olegowitschi- und Monomachowitschi-Klans (Koselsk – im Jahr 1146, Serensk - im Jahr 1147, Worotynsk - im Jahr 1155, Mossalsk - im Jahr 1231) erwähnt.

Im 14. Jh. war die Kalugaer Region ein Ort des ständigen Antagonismus zwischen Litauen und Moskau. 1371 nennt der litauische Fürst Olgerd in seiner Beschwerde an den Patriarchen von Konstantinopel Filofej über den Metropoliten von Kiew und ganz Russland Alexius unter den beim ihm durch Moskau abgenommen Städten zum ersten Mal auch Kaluga. Traditionell wird angenommen, dass Kaluga als eine Grenzfestung für den Schutz des Moskauer Fürstentums vor Angriffen seitens Litauens entstanden ist.

1480/81 passierte auf der Kalugaer Erde ein für die ganze russische Geschichte sehr wichtiges Ereignis, bekannt als «das Stehen an der Ugra», als Ergebnis erfolgte die Befreiung der russischen Erde von der tatarisch-mongolischen Tributherrschaft und die Umwandlung von Moskau in einen souveränen Staat.

In den 16. - 17. Jh. war Kaluga nicht nur ein Verteidigungspunkt, in der Region entwickelten sich aktiv der Handel und die Handwerke. Die Quellen bescheinigen davon, dass in der reichen Stadt die Holzschnitzerei sowie der Schmuckbereich hoch entwickelt waren. Nach der Wiedervereinigung Russlands und der Ukraine im Jahre 1654 wird Kaluga zu einem Vermittler im Handel zwischen Moskau und der Ukraine, was in hohem Maße zu einer weiteren wirtschaftlichen Entwicklung beitrug.

Durch den Erlass von Katharina II. vom 24. August 1776 wurde die Kalugaer Statthalterei gegründet, welche die Kalugaer und Tulaer Gouvernements vereinigte. Das Zentrum der Statthalterei hat eine neue Gestaltung angenommen, der Siedlungsplan und das Bebauen von Kaluga präsentieren auch bis heute eine Glanzleistung der russischen städtebaulichen Kunst am Ende des 18. Jh., Anfang des 19. Jh. In der Herrschaftszeit von Pawel I. wurde 1796 die Kalugaer Statthalterei in ein Gouvernement umgewandelt.

Ende des 18. Jh. bis - die erstes drei Jahrzehnte des 19. Jh. ist die Zeit der Wirtschaftsstabilität der Region. Kaluga spielt weiter eine vermittelnde Rolle im Handel mit Moskau, St. Petersburg, der Ukraine, Sibirien, Polen und den deutschen Städten. Während des Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945 nahmen an der Befreiung der Region von den nazideutsch Okkupanten die Einheiten und Verbände der 10., 16., 33., 43., 49., 50., 61. Armeen, die 20. Panzerbrigade, die 1. Luftarmee, das 1. Kavalleriekorps, die Staffel "Normandie“ teil. Im Jahre 1944 wurde durch einen Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR das Kalugaer Gebiet gegründet, wohin 27 Rayons der Smolensker, Orjoler und Tulaer Gebiete eingegangen sind. Kaluga wurde das Gebietszentrum. Nach der Liquidation der UdSSR wurde das Kalugaer Gebiet ein Subjekt der Russischen Föderation. Am 27. März 1996 wurde das Statut des Kalugaer Gebiets und am 6. Juni 1996 das Gesetz des Kalugaer Gebiets "Über die örtliche Selbstverwaltung im Kalugaer Gebiet» verabschiedet.

Abschnitt Wirtschaft[Bearbeiten]

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Weniger als in zehn Jahren ist Kalugaer Gebiet den Weg von einer Depressivregion bis zum Territorium mit den besten Bedingungen für die Entwicklung von einem beliebigen Business gegangen. Das Wirtschaftswachstum ist durch die Politik aktiver Heranziehung von Investitionen bedingt. Heutzutage belegt Kalugaer Gebiet die führenden Positionen in der RF nach dem Wachstum des Industrieproduktionsindexes, nach dem Umfang der direkten ausländischen Investitionen pro Kopf der Bevölkerung, nach dem Niveau der jährlich in die Produktion eingeführten fortschrittlichen Technologien.

Von 2007 bis 2012 wurden in die Region 387 Milliarden Rubel Investitionen herangezogen. In diesem Zeitraum wurden 9 Industrieparks образовано 9 gegründet, 46 neue Betriebe eröffnet, über 25 tausend Arbeitsplätze geschaffen. Reallohn hat um 37 % zugenommen, wobei in Gesamtrussland dieser Wachstum 25 % beträgt. Das Wachstum vom Realeinkommen der Bevölkerung beträgt 135 %. Die Entwicklung der vorhandenen und die Schaffung von neuen Betrieben hat es dem Kalugaer Gebiet ermöglicht, eine der effizientesten Industriewirtschaften Russlands aufzubauen. Der Produktionsumfang pro Person hat von 89 tausend Rubel bis 437 tausend zugenommen – das ist 2. Platz in der RF. Die Steuerzahlungen an den Föderalen Etat pro Kopf der Bevölkerung haben um das Dreifache zugenommen. Nach diesem Kennwert hat die Region im Jahre 2012 den 2. Platz im Föderationskreis Zentralrussland belegt. Das Wachstum der eigenen Einkommensbasis des Etats hat es ermöglicht, die Bezahlungsbedingungen im Bereich der Etatunternehmen wesentlich zu verbessern, vor allem in dem Ausbildungs- und Gesundheitsschutzwesen. Demgemäß hat der Durchschnittslohn in der Region in 5 Jahren um das 3,2-Fache zugenommen.

Die durch das Kalugaer Gebiet betriebene Wirtschaftspolitik hat die Struktur des Industriekomplexes verändert, die Bedingungen für die Gründung von Hightechproduktionsstätten geschaffen. Im gebiet sind 770 verschiedene Unternehmen konzentriert. Diese sichern ca. 35 % des Bruttogebietseinkommens und mehr als die Hälfte der Steuerzahlungen an das Gebietsetat. In der Industrie ist fast ein Drittel der Gebietsbevölkerung beschäftigt.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Grundlage der Industrie in der Region bildet traditionell der Maschinenbaukomplex. Heute ist sein Anteil an der Industrieproduktion wesentlich gewachsen und beträgt fast 70 %. Jährlich nimmt der Anteil von Hochtechnologiebetrieben in der Region zu; allein im Jahr 2012 ist zum Beispiel die pharmazeutische Produktion um 43 % zugewachsen. In den letzten sechs Jahren erhöhte sich die industrielle Produktion im Kalugaer Gebiet um das Zweieinhalbfache. In der Tat nahm die schon existierende Industrie des Kalugaer Gebiets noch auf das Eineinhalbfache ihres Umfangs zu.

Struktur der Verarbeitungsbetrieben

Nach den Ergebnissen des Jahres 2012 betrug der Industrieproduktionsindex 106,6 %. Den größten Anteil an der industriellen Produktion bilden der Maschinenbau, die Metallbearbeitung (75,9 %), die Nahrungsmittelindustrie (9,1 %), die Holzindustrie (3,3 %), die Energetik (3,2 %). Im Jahr 2012 nahm die Herstellung von Personalkraft- und Lastkraftwagen (um 22,3 % bzw. 23,4 %) wesentlich zu, die Zunahme der pharmazeutischen Produktion betrug 43 %. Es wurde die Produktion von Dampfturbinen um 15,9 %, Fernsehempfängern um 13,7 %, Motorobote und Motorkultivatoren um 12,8 %, Metallfertigwaren um 2,1 % erhöht.

Bezeichnung 2008 2009 2010 2011 2012
PKW, Tsd. Stck. 62,3 48,4 120,7 177,7 219,5
LKW, Tsd. Stck. - 0,3 1,6 5,1 6,3
Diesellokomotiven, Stck. 73 40 61 78 73
Fernsehapparate, Tsd. Stck. 254 1959 3824 5199 5909
Turbinen, MW 375,8 313 382 323 270
Stahlrohre, Tsd. t 73,3 74,5 95,1 113,3 115,4

Maschinenbau und Metallbearbeitung[Bearbeiten]

Die Grundlage der industriellen Produktion des Kalugaer Gebiets bilden der Maschinenbau und die Metallbearbeitung. Im Jahr 2012 beinhaltete der Maschinenbaukomplex des Gebietes genau 1071 Betriebe. Zum kennzeichnenden Merkmal des Maschinenbaukomplexes des Kalugaer Gebiets wurde eine breite Diversifikation der hergestellten Produkte:

  • Personalkraft- und Lastkraftwagen (OOO «Volkswagen Group Rus», OOO «PSMA Rus», ZAO «Volvo Vostok»);
  • Elektroausrüstung für Fahrzeuge (OAO «KZAE», OAO «Avtoelektronika», OOO "Kontinental Automotive Systems Rus»);
  • Turbinen und Turbogeneratoren (OAO «KZT»);
  • Gasturbinenmotoren und Motorboote (OAO «KADVI»);
  • Fernsehapparate und Haushaltswaschmaschinen (OOO «Samsung Electronics Rus Kaluga»);
  • Fernmeldeelektronik und Vermittlungseinrichtung, Kommunikationseinrichtung für besondere Einsätze (OAO «Kalugapribor», OAO «KEMZ», OAO «KNIITMU»);
  • Erzeugnisse für den Verteidigungsindustriekomplex (OAO «Taifun», OAO «ONPP «Technologija», OAO «KNIRTI», OAO «KZRTA», OAO «KZTA»);
  • Elektronenröhren und Quantentechnik (OAO «Voskhod-KRLZ»);
  • Apparate und Ausrüstung für KKWs und radiochemische Betriebe (OAO «PZ «Signal»);
  • Diesellokomotiven, Maschinen und mechanische Werkzeuge für die Reparatur und Wartung von Eisenbahnwegen (OAO «LTZ», OAO «Kalugaputmash», OAO «KZ «Remputmash», OAO «Kalugatransmash»);
  • Messgeräte (ZAO «NPO «Prompribor», OOO «NPP Metra»);
  • Dunstabzugshauben (OAO «Elmat»);
  • Stahlrohre, Aluprofil, Treibhäuser (OOO «Agrisovgaz»);
  • Stahlkonstruktionen und Sandwichhäuser (OOO «Ruukki Rus»);
  • Erzeugnisse aus Roheisen-, Stahl- und Buntmetallguss (ZAO «Krontif-Zentr», OAO «Kirovski zavod», OAO «Spezlit»);
  • Kabelproduktion (ZAO «Zavod Jyudinovokabel», ZAO «Transvoc») u.a.m.
Chemieindustrie[Bearbeiten]

Zu den erfolgversprechenden Richtungen in der Entwicklung des Industriekomplexes des Kalugaer Gebiets gehört die chemische Industrie, insbesondere die Pharmazeutik. In der „Entwicklungsstrategie der Pharmaindustrie der Russischen Föderation für die Zeitperiode bis 2020" ist das Kalugaer Gebiet als eines der Subjekte der Russischen Föderation bestimmt, wo die insgesamte Zusammensetzung bzw. Kombination der wissenschaftlichen Ausbildungszentren und Betrieben für die Entwicklung des pharmazeutischen Zweiges besonders wirkungsvoll ist. Im Jahr 2012 wurden im Gebiet ca. 33 pharmazeutische Unternehmen registriert. Im Kalugaer Gebiet wird der pharmazeutische Cluster gebildet, dessen Grundlage die Betriebe schaffen, welche sich mit der Entwicklung wissenschaftlicher Ideen und der Einführung neuer Technologien beschäftigen. Die größten ausländischen Pharmaunternehmen wurden die Geschäftspartner der Region. Als Zentrum der wissenschaftlichen Forschungen gilt die erste Wissenschaftsstadt Russlands — Obninsk.

Herstellung der fertigen Arzneimittelformen:

  • «Chemopharm» (Unternehmensgruppe STADA, Deutschland), ist im Kalugaer Gebiet seit 2007 tätig, begann als erstes Unternehmen Russland mit dem Export von Arzneimitteln nicht nur nach Europa sondern auch in die USA;
  • «Berlin-Chemie/Menarini», Unternehmensgruppe Menarini (Italien);
  • «Novo-Nordisk» (Dänemark);
  • «Nearmedic Plus» (Russland);
  • «Astra Zeneca» (Schweden-Großbritannien).

Versuchsproduktion von Pharmasubstanzen und Entwicklung der Technologien in der Biopharmazeutik:

  • das chemisch-pharmazeutische Unternehmen OOO «BION»;
  • OOO «Nautschno-proiswodstwennaja Kompanija «Medbiopharm»;
  • ZAO «MIR-FARM»;
  • Leistungen für die Entgiftung von Pharmasubstanzen und fertigen Arzneimittelformen, Pharmaproduktionsabfällen, die zu dem Kalugaer biopharmazeutischen Claster gehören:
  • OOO NPP «Omitex»;
  • OOO «SVChtech OZNT Grupp».
Lebensmittelindustrie[Bearbeiten]
  • OOO «Nestle Russia»;
  • ZAO «SABMiller Rus»;
  • OAO «Obninskij mjasokombinat»;
  • OOO «Invest Allianz»;
  • OOO «Zuegg AG Russia»;
  • «Obninskij molotschny savod» — Filiale von OAO «Wimm-Bill-Dann»;
  • OAO «MosMedynAgroprom» — Herstellung von Milchprodukten.
Leichtindustrie[Bearbeiten]

Die Leichtindustrie des Kalugaer Gebiets vereinigt ca. 250 Betriebe und Unternehmen mit verschiedenen Eigentumsformen, davon sind 11 große und mittlere Unternehmen. Die Hauptproduktionsarten der Leichtindustrie des Gebietes sind durch folgende Großunternehmen vertreten:

  • OAO «Ermolino», Textilwarenherstellung;
  • OAO «Runo», Textilwarenherstellung;
  • OAO «Suchinitscheskaja schwejnaja fabrika», Kleideranfertigung;
  • OOO «Ljudinowskaja schwejnaja kompanija», Kleideranfertigung;
  • OOO «Juchnowskaja schwejnaja fabrika», Kleideranfertigung;
  • OAO «KALITA», Schuhherstellung;
  • OOO «Kaluschskaja obuw», Schuhherstellung;
  • OOO «Forio», Schuhherstellung.

Bei der Diversifizierung der Wirtschaft lenkt die Hauptmannschaft des Kalugaer Gebiets eine große Aufmerksamkeit auf die Entwicklung verschiedener Industriezweige. Heute erzeugen die Betriebe des Kalugaer Gebiets: Papier, Kartonageverpackung, Holzspan- und Faserplatten, Parkett, Ziegel, Sanitärkeramik, Stahlbetonkonstruktionen, Gummi- und Plasterzeugnisse, Rohre, Profile u.a.m.

Die Hauptaufgabe der Regierung des Kalugaer Gebiets im Bereich Entwicklung des Industriekomplexes besteht in der Verbesserung des Investitions- und Unternehmerklimas in der Region. Die Verwaltung für Industrie, Transport und Fernmeldewesen des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung des Kalugaer Gebiets hat die Sicherungsfunktionen bei der Verfolgung der regionalen staatlichen Wirtschaftspolitik übernommen, die auf die Erhöhung der Effektivität der Tätigkeit von Industriebetrieben, die Erhöhung der Qualität von Produkten und die Konkurrenzfähigkeit des Industriekomplexes der Region gerichtet ist.

Unterteil Investitionen[Bearbeiten]

Kalugaer Gebiet nimmt die führenden Positionen bei der Heranziehung der ausländischen Investitionen in die regionale Wirtschaft ein. Im Kalugaer gebiet ist ein exaktes System der Investitionsentwicklung erarbeitet, eine günstige Investitionsklima ist geschaffen, welche durch andere Föderationssubjekte der RF als Muster der Investitionsklima verwendet wird.

Die Schlüsselpunkte der Investitionsstrategie – die Ansiedelung der Produktionsstätten in den sog. Industrieparks und Wirtschaftssonderzonen, niedrige Investierungsrisiken, Steuerbegünsti-gungen und gesetzlich festgelegte Unterstützung seitens der Verwaltungsbehörden und der spe-ziell gegründeten Entwicklungsinstitutionen — «Körperschaft für Entwicklung des Kalugaer Ge-bietes», «Regionale Entwicklungsagentur», «Innovationsentwicklungsagentur» und «Industrielo-gistik». Jede dieser Einrichtungen hat eigene Aufgaben. Ihre Tätigkeit wird durch das Wirt-schaftsentwicklungsministerium des Kalugaer Gebiets betreut.

Heutzutage werden in 9 Industrieparks 70 Investitionsprojekte realisiert. 46 Unternehmen funktionieren bereits. Alleine 2012 wurden die Flächen der Grundstücke in den Industrieparks von 4,7 tausend ha bis 5,6 tausend ha erweitert. Die Größten davon sind „Grabtsevo“, „Rosva“, „Vorsino“, „Kaluga - Süden“. Die Wirtschaftssonderzone «Liudinovo» und private Industrieparks werden weiterentwickelt. Projekte „A-Park“ und „B-Park“ bieten an. Im Jahre 2012 wurden in die Region die Investitionen in der Höhe von USD 1,1 Milliarden, dem Umfang der Investitionen nach ist das 4. Platz im Föderationskreis Zentralrussland und 19. Platz in der RF. Nach dem Umfang der direkten ausländischen Investitionen pro Kopf der Bevölkerung nimmt Kalugaer Gebiet den 3. Platz im Föderationskreis Zentralrussland und 8. Platz in der RF ein. Im Zeitraum von 2006 bis 2012 wurden 101 Investitionsabkommen abgeschlossen. Seit 2006 wurden in die Region die Investitionen in der Höhe von 334,7 Milliarden Rubel herangezogen, davon aufgrund der Abkommen des Jahres 2012 - 85,7 Milliarden. Seit 2006 wurden im Kalugaer Gebiet 16.000 Arbeitsplätze geschaffen, insgesamt ist die Schaffung von 29.962 (gemäß den abgeschlossenen Abkommen 2006-2012).

Im Kalugaer Gebiet werden die Automobilbau- Pharmazeutik- und Transportlogistikcluster entwickelt, in welchen das einheimische und ausländische Kapital aktiv sind.

Automobil- und Autokomponentenbaucluster[Bearbeiten]

Kalugaer Gebiet gehört dem Produktionsumfang nach zu den drei größten Automobilbauzentren der RF. Im Zeitraum von 2007 bis 2012 haben die Laufbände der Kalugaer Werke über 630 tausend Autos verlassen. Im Vergleich zum Jahr 2011, hat die Autoproduktion im Jahre 2012 um 24 % zugenommen. Im Jahre 2012 wurden im Rahmen des Automobilbauclusters über 226.000 Autos hergestellt. Auf den Autoindustriewerken wurden 12.000 Arbeitsplätze geschaffen. Auf dem Territorium sind die Produktionsstätte von 3 OEM-Hersteller untergebracht: «Volkswa-gen Group Rus», « Volvo Vostok», «PSA Peugeot Citroën CA». Der Bestand der Autokomponentenhersteller nimmt immer wieder zu, zu Beginn des Jahres 2013 waren es schon 22 Gesellschaften.

  • ZAO «Magna Technoplast» (Canada - Österreich) — Herstellung der Stossstangen und Vordermodule;
  • OOO «YAPP Rus» (China) — Herstellung der Plastik-Kraftstofftanks;
  • OOO «Benteler Automotiv» (Deutschland) — Herstellung der Federungsbauteile;
  • OOO «Visteon Rus»(Spanien) — Herstellung der Interieurbauteile;
  • OOO «Merkator Holding» — Herstellung der LKW-Ausrüstungen;
  • OOO «Gestamp-Severstal Kaluga» (Russland-Spanien) — Herstellung der Karoserieelemente;
  • OOO «Severstal-Gonvari-Kaluga» (Russland-Spanien) — Metallservicezentrum;
  • OOO «HP Pelzer Rus» (Deutschland) — Herstellung der Schalldämmung;
  • OOO «Lear Corporation» (USA) — Herstellung der Sitze;
  • ZAO «Becema» (Russland) — Herstellung der Aufhängeausrüstungen für LKW;
  • OOO «Fuyao Steklo Rus» (China) — Herstellung der Autogläser;
  • OOO «HT&L Fitting Rus» (Italien) — Montage der Autoräder;
  • OOO «Scherdel Kaluga» (Deutschland) — Herstellung der Sitzgestelle;
  • OOO «Fuchs Oil» (Deutschland) — Herstellung der Schmierstoffe;
  • OOO «Foresia Automotiv Development» (Frankreich) — Herstellung der Abgassysteme;
  • OOO «Bosal» (Belgien) — Herstellung der Abgassysteme;
  • OOO «Continental Automotiv Systems Rus» (Deutschland) — Herstellung der elektronischen Autosysteme;
  • OOO «Continental Kaluga» (Deutschland) — Reifenherstellung;
  • OOO «Rückkehr» (Deutschland) — Beratungsdienstleistungen;
  • OOO «AD Plastik» (Kroatien) — Herstellung der Plastik-Autokomponente.

Am 11. Dezember 2012 in dem Industriepark „Grabtsevo“ wurde der Bau des Werkes für die Herstellung der Leistungsaggregate des Konzerns „VOLKSWAGEN“ begonnen. An diesem Werk werden die Benzinmotore der neuen Serie (ЕА211, Hubraum 1,6 l). Produktionskapazität 150.000 Motore p.a., Investitionsgesamtumfang laut Abkommen 200 Mio. €. Die Personalvorbereitung für Automobilbaucluster erfolgt in dem im Jahre 2007 gegründeten Schulungszentrum für Autoindustrie. Da wurden ca. 100 Schulungsprogramme entwickelt. Über 30 Labors und Werkstätten wurden organisiert. Für die Unternehmen der Autobranche hat das Schulungszentrum schon über 8000 Mitarbeiter ausgebildet.

Pharmazeutik-, Biotechnologie- und Biomedizincluster[Bearbeiten]

Das Programm der Entwicklung des territorialen Innovationsclusters « Pharmazeutik, Biotechno-logie und Biomedizin» hat im Jahre 2012 die Ausschreibung des Wirtschaftsentwicklungsminis-teriums der RF für die Auswahl der Pilotprogramme der Entwicklung der territorialen Innovati-onsclusters gewonnen. Der «Kern» des Pharmazeutikclusters wird an zwei Standorten gebildet:

  • Kaluga (Industrieparks «Grabtsevo» und «A-Park») — Produktionsbasis;
  • Obninsk (Industriezone, Hightechpark «Obninsk», Industriepark «Vorsino») — Innovationsentwicklungen, u.a. die Entwicklung von Klein- und Mittelgroßgesellschaften. Ein wichtiges Glied ist die Föderale staatliche Etatseinrichtung «MRNC» des Ministeriums für Gesund-heitswesen und Sozialentwicklung der RF, auf deren Basis das föderale Hightech-Innovationszentrum für medizinische Radiologie geschaffen wird.

Die Entwicklung des Pharmazeutikclusters läuft in drei Hauptrichtungen: Herstellung der Phar-mazeutikprodukte, Herstellung der Substanzen, Untersuchungen auf dem Gebiet der Pharmazeutik, Biotechnologien und der Biomedizin.

Produktionsblock:

  • OOO «Chemopharm» (Struktureinheit der Fa. STADA CIS im Bestand der internationalen Fa. STADA AG, Deutschland) — Herstellung der Arzneipräparate;
  • OOO «Novo Nordisk Production Support» (Abteilung der Fa. Novo Nordisk A/S, Dänemark) — Insulinherstellung;
  • OOO «NIARMEDIK PHARMA» (Russland) — Herstellung der originalen Arzneimittel;
  • ZAO «Berlin Pharma» (Abteilung der Fa. Berlin-Chemie AG, Deutschland) im Bestand der internationalen Gruppe „Menarini Ind“ (Italien) — Herstellung der harten Arzneiformen;
  • OOO «AstraZemeca Industries» (Abteilung der Fa. „Astra Zeneca Ind“, UK) — Herstellung der innovativen Arzneimittel
  • OOO «Sfera-Pharm» (Russland) — Herstellung der medizinischen intravenösen Lösungen;
  • Kleine und mittelgroße Innovationsunternehmen, welche die Entwicklung und Produktion der neuen biologischen und pharmazeutischen Präparate bezwecken:
  • OOO «Mir Pharm», ZAO «Obninskaja Chimiko-pharmazewtischeskaja kompanija» (Obninsker Chemisch-pharmazeutische Gesellschaft), Gruppe der Gesellschaften «Medbiopharm», Gruppe der Gesellschaften «BION».

Netzwerkpartner:

  • Wissenschaftszentrum der Russischen Akademie der Wissenschaften in Puschtschino (Stadt Puschtschino. 9. Wissenschafts- und Forschungsinstitut der Russischen Akademie der Wissenschaften auf dem Gebiet der Molekularen Biologie, Biotechnologien und Biomedizin);
  • Gemeinnützige Organisation «ORCHIMED» (14 führende russische akademische Institute der chemischen und chemisch-biologischen Branche);
  • Fakultät der Fundamentalmedizin der Moskauer Lomonossow-Universität;
  • Verwaltungsgesellschaft des biotechnologischen Gründerzentrums der Moskauer Lomonossow-Universität.

* Wissenschafts- und Ausbildungsblock:

  • Obninsker Institut für Kernenergetik — Filiale der Föderalen staatlichen autonomen Ausbildungseinrichtung für Fachhochausbildung «Nationale Kernuntersuchungsuniversität „MIFI“» mit der medizinischen Fakultät;
  • Föderale staatliche Etatsausbildungseinrichtung für Fachhochausbildung «Kalugaer staatliche Universität namens K. E. Ziolkowski»;
  • Filiale des Staatlichen Wissenschaftszentrums der RF — Physisch-Chemisches Wissenschafts- und Untersuchungsinstitut namens L. Ja. Karpov;
  • Föderale staatliche Etatsausbildungseinrichtung «Medizinisches radiologisches Wissenschaftszentrum» des Ministeriums für Gesundheitswesen der RF;
  • Föderales Staatliches Unternehmen Staatliches Wissenschaftszentrum der RF «Physisch-Energetisches Institut namens A.I. Leipunowski».

Innovationsblock:

  • Zentrum der Innovations-Biopharmazeutik «Park der Aktiven Moleküle» (auf der Basis der Gruppe der Gesellschaften «Medbiopharm» und der Netzwerkpartner);
  • Das auf der Basis der OOO «NIARMEDIK PLUS» gemeinsam mit der OAO „ROSNANO“ gegründete GMP-Universalunternehmen für Herstellung von originalen biomedizinischen Nanopräparate (OOO «NIARMEDIK PHARMA» in Obninsk);
  • Innovationslabors und Wissenschafts- und Produktionsstandorte der Gesellschaften OOO «Mir-Pharm», OOO «BION», OOO «Obninskaja Chimiko-pharmazewtischeskaja kompanija.

Der Anteil der Innovationsgesellschaften unter den Residenten des Kalugaer Pharmazeutikclusters beträgt über 70 %. Für die Jahre 2013-2014 ist die Inbetriebnahme von 5 Pharmazeutikwerken vorgesehen. Im Jahre 2012 wurden 10 größte Residente des Kalugaer Pharmazeutikclusters als Nationalgesellschaft «Kalugaer Pharmazeutikcluster» formalisiert. Zurzeit wird im Kalugaer Gebiet das Schulungszentrum für Ausbildung des Personals für Pharmazeutikproduktion gegründet. Ziel des Projektes ist die Ausbildung vom qualifizierten Personal für moderne GMP-Produktionsstätten. Das Zentrum wird im Industriepark «Grabtsevo» im Jahre 2014 gebaut. Die Schulung wird aufgrund des an die russischen Verhältnisse angepassten deutschen „Dual“–Modells der Berufsausbildung erfolgen. Im Testmodus unter der Teilnahme der deutschen Ausbildungszentren «TÜV Rheinland Group» hat das Zentrum bereits eine Gruppe der Fachleute für Kalugaer Werk der Gesellschaft „Berlin-Chemie AG“ ausgebildet.

Transport- und Logistikcluster[Bearbeiten]

Im Kalugaer gebiet wird die Logistikinfrastruktur laufend erneuert, die neuen Zentren, Terminals werden eröffnet, Straßen werden rekonstruiert. Im Format des Transport- und Logistikclusters der Region arbeiten bereits die Logistikbetreiberunternehmen wie: «Gefco», «Green Logistics», «Renus Logistics», «Transcontainer» etc. Im Kalugaer Gebiet wird sämtliche für Logistikprozesse erforderliche Infrastruktur gebildet: neue Autostraßen, Eisenbahngleise, Lagerkomplexe wer-den gebaut.

Das Transport- und Logistikzentrum „Rosva“ wurde für Optimierung der Logistikoperationen der Residenten der Industrieparks des Kalugaer Gebiets («Grabtsevo», «Rosva», «Kaluga - Süden»), sowie für Bedienung anderer Teilnehmer der Außenhandelstätigkeit gegründet. Das Transport- und Logistikzentrum ist einer der Stützpunkte des Verteilungsnetzes auf dem Territorium des Föderationskreises Zentralrussland geworden.

  • Autoterminal des Transport- und Logistikzentrums mit der Gesamtfläche von 5 ha ist mit Fachladetechnik, Wiegeeinrichtungen, Radioaktivitätskontrollanlagen und Röntgen-Durchsuchkomplex ausgerüstet. Das Terminalterritorium ist in zwei Bereiche geteilt: Kalugaer Zollposten der Kalugaer Zollamtabteilung; Verbrauchssteuerposten des Zentralen Verbrauchssteueramtes.
  • Containerterminal mit der Gesamtfläche von 3 ha inkludiert Frachtgutpark (6 Eisenbahngleise mit der Gesamtlänge von 10 km), Containerlagerplatz, Zoll, Anfahrtsstraßen etc. Die Produktionskapazität des Terminals bis 150 tausend 40-Fuß-Container p.a. (mit Containerladegeräten Kalmar).

Mehrfunktionslogistikzentrum «Vorsino» (Freight Village Kaluga) gelegen am Norden des Kalugaer Gebiets 70 km weit vom Moskauer Autobahnring „MKAD“, 90 km von Kaluga, in der unmittelbaren Nähe der föderalen Autobahn M3 „Ukraine“ und der Eisenbahnlinie Moskau-Kiew . Das Mehrfunktionslogistikzentrum «Vorsino» ist in das Generalschema der Entwicklung des Moskauer Eisenbahnknotens, sowie in das Programm der Entwicklung des Moskauer Transportknotens eingeschlossen. Die Gesamtfläche des Mehrfunktionslogistikzentrums beträgt 450 ha. Die Gesamtlänge der internen Eisenbahngleise beträgt 9193 Laufmeter. Die Produktionskapazität des Containerterminals an der ersten Etappe 300.000 40-Fuß-Container p.a, nachfolgend bis 1.500.000 40-Fuß-Container p.a. Investitionsumfang: 1,2 Milliarden €, davon ca. € 250 Investitionen in den Bau des Logistikparks.

Der internationale Flughafen «Kaluga» liegt in unmittelbarer Nähe zum Industriepark "Grabzewo". Der Hauptaktieninhaber mit 99,99 % Aktien ist das Kalugaer Gebiet vertreten durch das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung des Kalugaer Gebiets. Die Realisierung des Investitionsprojektes "International Airport Kaluga" setzt eine globale Transformation voraus. Die Projektfinanzierung plant man auf Staatskosten des Föderalen Zielprogramms "Entwicklung des Verkehrssystems Russlands" (2010-2015) sowie durch die Nutzung der Öffentlich-Privaten Partnerschaft durchzuführen. Die Bauarbeiten für die Rekonstruktion des Flughafenkomplexes, das Erhalten entsprechender Zertifikate und die Eröffnung einer Grenzkontrollstelle an der Staatsgrenze zur Russischen Föderation sind für den Zeitraum 2013-2014 eingeplant. Der Flughafenkomplex wird auf die Ankünfte und Abflüge der vordefinierten Art von Luftfahrzeugen А-319 (64 Tonnen) angelegt. Die Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2014 geplant. Nach der Rekonstruktion wird die Fläche des Flughafenkomplexes ca. 200 ha betragen. Das Rollfeld mit einer Asphaltbetondecke wird eine Größe von 2200 х 45 m haben. Die Durchlassfähigkeit soll 100 PAX pro Stunde sein. Die prognostizierte Größe des Passagierstromes im Jahre 2015 beläuft sich auf 100.000 Fahrgäste pro Jahr. Die Investitionen nach dem unterschriebenen Abkommen liegen bei 1,7 Mrd. Rubel. Der Flughafen wird für die Bedienung der Bevölkerung des Kalugaer Gebiets sowie der angrenzenden Rayons der Tulaer, Smolensker und Brjansker Gebiete vorbestimmt. Das Flugroutennetz wird mit großen Städten Russlands und den Partnerländern der Region verbinden.

Der Flughafen «Ermolino» befindet sich 95 km vom Zentrum Moskaus, 60 km vom internationalen Flughafen „Vnukovo“, 5 km von der föderalen Autobahn M3 „Ukraine“, 5-6 km von der nächsten Eisenbahnstation „Balabanowo“ entfernt. Flughafeneigentümer sind Sicherungsstreitkräfte des Innenministeriums der RF. Die Genehmigung der Föderalen Agentur für Flugverkehr und des Transportministeriums der RF für die Organisierung des internationalen Zivilflughafens „Ermolino“ ist bereits eingeholt. Bis 2015 wird in Ermolino erster großer Flughafen für die Low-cost-Fluggesellschaften geschaffen. Einer der Investoren des Projektes ist die Gesellschaft „UTair“, welche den Bau des Terminals für die Bedienung von 8 Mio. Fluggästen p.a. beabsichtigt. Außer der Organisierung der low-cost-Flüge beabsichtigt man die Erstellung einer großen Frachtgut – Flugverkehrdrehescheibe. Der Flughafen „Ermolino“ wird als ein Teil des bereits in Gründung befindlichen Mehrfunktionslogistikzentrum «Vorsino» (Freight Village Kaluga) angesehen, welches 2 km von der Flughafeninfrastruktur entfernt gebaut wird.

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft nimmt in der Wirtschaft der Region eine besondere Stellung ein. Der Anteil der landwirtschaftlichen Produkte am Bruttoregionalprodukt beträgt mehr als 8,1 %. Die Anzahl der Landbevölkerung des Kalugaer Gebiets beträgt 242,6 Tsd. Menschen und damit 24 % von der Gesamtzahl der Einwohner des Kalugaer Gebiets. Der Umfang der Agrarproduktion in den landwirtschaftlichen Betrieben aller Kategorien betrug 2012 ca. 26,2 Mrd. Rbl. Die im Kalugaer Gebiet insgesamt landwirtschaftlich genutzte Fläche liegt bei 1,821 Mio. Hektar, davon landwirtschaftliche Betriebsfläche bei 1,145 Mio. Hektar, inkl. Ackerfläche von 857,1 Tsd. Hektar.

Tierhaltung

Der betriebliche Schwerpunkt der Agrarwirtschaft liegt auf der Milch- und Fleischviehhaltung. Die modernen Schweinezuchtbetriebe beliefern den Binnenmarkt mit dem Schweinefleisch, indem sie gekühltes Fleisch und Halbfabrikate für den Einzelhandel liefern. Zu diesen Betrieben gehören der gemeinsame russisch-thailändische Betrieb OOO „Charoen Pokphand Foods“ des Kreises Dserschinskij, OOO „KFH "Chartschewnikow“ des Kreises Uljanowskij, KFH "Tonojan"des Kreises Babyninskij. Nach dem Stand am 1. Januar 2013 betrug der Gesamtbestand von Rindern in den landwirtschaftlichen Betrieben aller Kategorien 132,4 Tsd. Tiere, darunter Kühe - 57,4 Tsd. Tiere, der Schweinebestand lag bei 74,1 Tsd. Tieren, der Geflügelbestand lag bei 3,8 Mio. Tieren. In den landwirtschaftlichen Betrieben aller Kategorien wurden 2012 ca. 234 Tsd. Tonnen Milch produziert. Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh betrug dabei in den Agrarunternehmen 4.700 kg. Nach dem Tagesdurchschnitt bei der Milchleistung pro Kuh belegt das Gebiet Kaluga den 8. Platz unter den 17 Gebieten des Föderationskreises Zentralrussland der Russischen Föderation. Im industriellen Umfang werden automatisierte Systeme zum Melken von Kühen (AMS) in der Firmen OOO "Aleschinskoje" des Kreises Meschtschowskij, OOO "Bebelewo" des Kreises Fersikowskij, OOO "Lespuar" des Kreises Suchinitschskij eingeführt. Neben dem o.g. Hauptzweig entwickelt sich im Kalugaer Gebiet auch die Geflügelzucht. Die größten Vogelfleischproduzenten sind die OAO „Geflügelfabrik „Kaluschskaja“, die OOO „Geflügelfabrik „Radon“ des Kreises Dserschinskij, die OOO „Geflügelfabrik in Beloussowo“ des Kreises Schukowskij. Im Kreis Medynskij werden in der OOO „Samson-Farm“ Perlhühner gehalten.

Acker- und Pflanzenbau

Der Anteil von Acker- und Pflanzenbau an der Agrarproduktion des Kalugaer Gebiets liegt bei 10,2 %. Unter den Zweigen des Acker- und Pflanzenbaus fällt der größte Anteil der Getreidewirtschaft sowie dem Gemüse- und Kartoffelanbau zu. 2013 haben die landwirtschaftlichen Betriebe aller Kategorien 165,7 Tsd. Tonnen Getreide (Gewicht nach der Nachbearbeitung) produziert. Der Getreideertrag lag bei 21,5 Ztr./ha. Zu großen Getreideproduzenten gehören der Lenin-Kolchos („Kolchos imeni Lenina“) des Kreises Schukowskij, die Landwirtschaftliche Genossenschaft (Kolchos) „Moskwa“ des Kreises Borowskij, die OAO „Plemsawod imeni W.N.Zwetkowa“ des Kreises Malojaroslawezkij, der Kolchos „Majak“ des Kreises Peremyschlskij, die OOO „Agroressource“ des Kreises Suchinitschskij. Die höchste Bruttogetreideernte von 10.764 Tonnen wurde in der OAO „MosMedynAgroprom“ des Kreises Medynskij erzielt. 2013 konnten die landwirtschaftlichen Betriebe aller Kategorien 335,4 Tsd. Tonnen Kartoffeln, 98,0 Tsd. Tonnen Freilandgemüse, 6,6 Tsd. Tonnen Treibhausgemüse ernten. Der Kartoffelertrag liegt dabei bei 144,0 Zentner pro Hektar, der Ertrag von Freilandgemüsen bei 178,0 Zentner pro Hektar. Zu den größten Kartoffelproduzenten gehören die folgenden landwirtschaftlichen Betriebe: OOO „Aurora“ des Kreises Babyninskij, OOO „Slawjanskij Kartoffel“ des Kreises Duminitschskij, ZAO „Kolchos imeni Ordschonikidse“ des Kreises Koselskij, FGUSP „Rodina“ des Kreises Malojaroslawezkij, „SPK imeni K.Marx“ und SPK „Rus“ des Kreises Chwastowitschskij, Kolchos „Majak“ und OOO „Kaluschskaja Niwa“ des des Peremyschlskij. Zu den führenden Produzenten von Treibhausgemüsen gehören die OAO „Teplitschnyj“ der Stadt Kaluga, die OOO „Obninski teplitschnyj Kombinat“, die OOO „Malojaroslawezki teplitschnyj Kombinat“. Stabil beliefert die OOO „Plodoowoschtschnoje chosjajstwo – Monastyrskoje podworje“ aus dem Vorort Kalugas die Stadtbewohner von Kaluga mit Freilandgemüsen.

Agrar-Industrie-Komplex

Die Agrarindustrie des Kalugaer Gebiets ist durch 332 industrielle Agrarbetriebe, 45 große und mittlere Betriebe der Nahrungsmittel- und Verarbeitungsindustrie, 2248 Bauern- und Farmbetriebe, 117,8 Tsd. persönliche Nebenwirtschaften vertreten. Die Gesamtinvestitionen der großen und mittleren Betriebe der Nahrungsmittel- und Verarbeitungsindustrie lagen im Jahre 2012 bei 283 Mio. Rbl.

Infrastruktur und Logistik des Agrar-Industrie-Komplexes

Dieser Bereich ist durch folgende aussichtsreiche Projekte des Agrar-Industrie-Komplexes vertreten:

  • „Kagro" ist ein agroindustrieller Park, der auf die Verarbeitung der im Gebiet hergestellten landwirtschaftlichen Produktion eingestellt ist;
  • „Dettschino“ ist ein agrotechnologisches Zentrum, in dem die folgenden Filialen von 5 großen europäischen Unternehmen aus dem Bereich Agrarbusiness ihren Sitz haben: „Grimme“, „Lemken“, „Big Dutchman“, *„Wolf System“ sowie die russisch-deutsche Holdinggesellschaft „EkoNiwa“;
  • „SME Park“ ist ein Agrarindustriepark für kleinere und mittlere Unternehmen, aufgebaut als Zentrum für effektive Verteilung landwirtschaftlicher Produktion mit sicheren Bedingungen ihrer Aufbewahrung.

Maßnahmen staatlicher Unterstützung

Die staatliche Unterstützung wird für alle landwirtschaftlichen Warenproduzenten aufgrund der staatlichen Programme gewährt. Als Operator für kostenlose Beratungsdienstleistungen für landwirtschaftliche Warenproduzenten ist das Zentrum für die Entwicklung des Agrar-Industrie-Komplexes des Kalugaer Gebiets tätig. Das Gesamtvolumen der staatlichen Unterstützung betrug nach dem Stand vom 1. Oktober 2013 339,2 Mio. Rbl, davon 136,9 Mio. Rbl. aus dem föderalen Budget und 202,3 Mio. Rbl. aus dem Gebietsbudget.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oblast Kaluga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Administrativno-territorialʹnoe delenie po subʺektam Rossijskoj Federacii na 1 janvarja 2010 goda (Administrativ-territoriale Einteilung nach Subjekten der Russischen Föderation zum 1. Januar 2010). (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  3. Naselenie po nacional'nosti i vladeniju russkim jazykom po sub"ektam Rossijskoj Federacii. In: Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2002 goda. Rosstat, abgerufen am 1. November 2011 (XLS, russisch, Ethnische Zusammensetzung und Kenntnis der russischen Sprache nach Föderationssubjekt, Ergebnisse der Volkszählung 2002).