Obritzberg-Rust

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Obritzberg-Rust
Wappen von Obritzberg-Rust
Obritzberg-Rust (Österreich)
Obritzberg-Rust
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Sankt Pölten-Land
Kfz-Kennzeichen: PL
Hauptort: Obritzberg
Fläche: 41,55 km²
Koordinaten: 48° 17′ N, 15° 36′ O48.28333333333315.6366Koordinaten: 48° 17′ 0″ N, 15° 36′ 0″ O
Höhe: 366 m ü. A.
Einwohner: 2.288 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 3123
Vorwahl: 02742, 02782, 02786
Gemeindekennziffer: 3 19 30
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 14
3123 Obritzberg-Rust
Website: www.obritzberg-rust.gv.at
Politik
Bürgermeister: Gerhard Wendl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(21 Mitglieder)
14 L.ÖVP, 5 WIR, 2 SPÖ
Lage der Marktgemeinde Obritzberg-Rust im Bezirk Sankt Pölten-Land
Altlengbach Asperhofen Böheimkirchen Brand-Laaben Eichgraben Frankenfels Gerersdorf Hafnerbach Haunoldstein Herzogenburg Hofstetten-Grünau Inzersdorf-Getzersdorf Kapelln Karlstetten Kasten bei Böheimkirchen Kirchberg an der Pielach Kirchstetten Loich Maria-Anzbach Markersdorf-Haindorf Michelbach Neidling Neulengbach Neustift-Innermanzing Nußdorf ob der Traisen Ober-Grafendorf Obritzberg-Rust Prinzersdorf Pyhra Rabenstein an der Pielach Schwarzenbach an der Pielach Weinburg Statzendorf Stössing Traismauer St. Margarethen an der Sierning Weißenkirchen an der Perschling Wilhelmsburg (Niederösterreich) Wölbling St. Pölten NiederösterreichLage der Gemeinde Obritzberg-Rust im Bezirk Sankt Pölten-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Obritzberg-Rust ist eine Marktgemeinde mit 2288 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Sankt Pölten-Land in Niederösterreich.

Geografie[Bearbeiten]

Obritzberg-Rust liegt im Mostviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 41,51 Quadratkilometer. 18,3 % der Fläche sind bewaldet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Norden Wölbling und Statzendorf, im Osten die Stadtgemeinde Herzogenburg, im Süden die Landeshauptstadt St. Pölten, im Südwesten Karlstetten, im Nordwesten Dunkelsteinerwald (Bezirk Melk).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 25 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Angern (58)
  • Diendorf (54)
  • Doppel (11)
  • Eitzendorf (56)
  • Flinsdorf (65)
  • Fugging (120)
  • Greiling (60)
  • Großhain (195)
  • Großrust (285)
  • Grünz (102)
  • Heinigstetten (22)
  • Hofstetten (33)
  • Kleinhain (177)
  • Kleinrust (113)
  • Landhausen (45)
  • Mittermerking (10)
  • Neustift (103)
  • Obermerking (54)
  • Obritzberg (294)
  • Pfaffing (64)
  • Schweinern (134)
  • Thallern (41)
  • Untermerking (39)
  • Winzing (17)
  • Zagging (130)


Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Diendorf, Doppel, Eitzendorf, Flinsdorf, Fugging, Greiling, Großrust, Grünz, Hain, Heinigstetten, Kleinrust, Landhausen, Obermerking, Obritzberg, Pfaffing, Schweinern, Untermerking, Winzing und Zagging.

Geschichte[Bearbeiten]

In der Marktgemeinde Obritzberg-Rust bestehen zahlreiche archäologische Fundstellen aus der Spätjungsteinzeit (Lengyel-Kultur) in Form von Siedlungsgruben, Grabstätten, Tonscherben, Tierknochen, Gefäßen und Steinbeilen, sowie ein Gräberfeld und zahlreiche Funde aus der Hallstattzeit. Aus der Keltenzeit sind viele Ortsbezeichnungen und Namen erhalten.

Im Altertum war das Gebiet Teil der Römischen Provinz Noricum.

Im Jahre 888 wurde ein Wehrbau auf dem Kirchenhügel in Obritzberg erwähnt.

Der Freiheitsstein von Obritzberg

1148 wurde Obritzberg zur selbstständigen Pfarre erhoben.

In diesem Jahr wurde auch der so genannte „Freiheitsstein“ am Kirchenberg Obritzberg in unmittelbarer Nähe des Pfarrhofes durch Heinrich II. - Beiname „Jasomirgott“ - errichtet, der gegen Entgelt einige Tage Kirchenschutz gegen Strafverfolgung gewährte. Dieses und andere Rechte (aber auch Pflichten) waren im „Banntaiding der Pfarrherrschaft Obritzberg“ niedergeschrieben.

Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. 1850 entstand die Ortsgemeinde Obritzberg, die 1883 in die Gemeinden Obritzberg und Kleinrust getrennt wurde.

1969 wurden die Gemeinden als Obritzberg-Rust wieder vereint. 1971 wurde die Gemeinde Hain eingemeindet. Das Gemeindewappen wurde 1987 verliehen. Im Jahr 2004 wurde Obritzberg-Rust zur Marktgemeinde erhoben. Mit einstimmigem Beschluss des Gemeinderates sollte mit Wirkung vom 1. Juli 2013 die Postleitzahl gemeindeweit auf 3123 vereinheitlicht sowie Straßenbezeichnungen für sämtliche Ortschaften und Gehöfte eingeführt werden[2], bedingt durch Umstellungsprobleme der Post wurden diese Änderungen für den Bereich der ehemaligen Gemeinde Hain mit 1. Oktober 2013 und für die Ortschaft Fugging mit 1. April 2014 vollzogen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 2268 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 2135 Einwohner, 1981 2106 und im Jahr 1971 2028 Einwohner.

Religion[Bearbeiten]

Katholische Pfarren:

sowie:

Fotogalerie von Kirchen und Kapellen in der Gemeinde:

Politik[Bearbeiten]

Sitzverteilung des aktuellen Gemeinderates (GR-Wahl 2010)
14
2
5
14 
Von 21 Sitzen entfallen auf:

Siehe auch: Liste der Bürgermeister der Marktgemeinde Obritzberg-Rust

Bürgermeister der Marktgemeinde ist seit 20. Dezember 2013 Gerhard Wendl. Sandra Bogner ist seit 1. August 2012 Amtsleiterin. Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl vom 14. März 2010 bei insgesamt 21 Sitzen folgende Mandatsverteilung: ÖVP 14 (+2), SPÖ 2 (-1), Bürgerliste WIR 5, Grüne 0 (-1).

Gemeindevorstand[Bearbeiten]

Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 4. Mai 2010 wurde folgender Gemeindevorstand gewählt:

  • Vizebürgermeister Joachim Brader (ÖVP)
  • Daniela Engelhart (ÖVP) (ab 18. März 2014 für Christine Hintermeyer)
  • Rudolf Schweitzer (WIR)
  • Gerhard Wegscheider (ÖVP)
  • Thomas Amon (ÖVP) (ab 19. Dezember 2013 für Gerhard Wendl)

Gemeinderatsausschüsse[Bearbeiten]

Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 4. Mai 2010 wurden folgende Ausschüsse gebildet:

  • Prüfungsausschuss (Pflichtausschuss)

Mitglieder: Franz Stöger (SPÖ; Obmann), Edeltraud Saferding (ÖVP; Stv.), Josef Müllner, Franz Higer, Franz Viertl

  • sowie sechs weitere Ausschüsse:
    • Straßen- und Wegebau, Straßenbeleuchtung, Landwirtschaft und Umwelt - Obmann: GR. Franz Hirschböck (ÖVP) - Änderung durch Bürgermeisterwahl (zuvor GfGR. Wendl)
    • Volksschule, Kindergärten und Familie - Obfrau: GfGR. Daniela Engelhart (ÖVP)
    • Wasserversorgung, Haus- und Grundbesitz, Feuerbeschau und Raumordnung - Obmann: GfGR. Gerhard Wegscheider (ÖVP)
    • Abwasserbeseitigung und Infrastruktur - Obmann: VizeBgm. Joachim Brader (ÖVP)
    • Jugend, Sport, Öffentlichkeitsarbeit und Kultur - Obmann: GR Thomas Amon (ÖVP)
    • Finanzen und Wirtschaftsförderung - Obmann: GR Karl Unfried (WIR - Wahl nach Personalwechsel am 29. Juni 2010)

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Gemeindewappen[Bearbeiten]

Die NÖ Landesregierung verlieh am 12. Mai 1987 das Recht zur Führung des Gemeindewappens.
Blasonierung: Im gespaltenen Wappenschild vorne (rechts) in Gold ein rotbewehrter schwarzer Löwe: dies verweist auf das Besitztum durch das Hochstift Salzburg, nachgewiesen in dessen „Kammerbüchern“ aus dem 13. Jhdt. und stellt den sogenannten „Salzburger Löwen“ dar. Im Wappen hinten (links) fünf schwarze Balken auf goldenem Grund: dies symbolisiert die herrschaftliche Gründung der Pfarre Obritzberg durch die Kuenringer in der Mitte des 13. Jhdts.

Die aus diesem Wappen abzuleitenden Farben der Gemeindefahne sind Gelb und Schwarz.

Gemeindeeinrichtungen[Bearbeiten]

  • Gemeindezentrum Obritzberg
  • Volksschule Großrust
  • Landeskindergarten Kleinhain (als Kindergarten genutzt bis Ende August 2010, ab 1. Juli 2011 genutzt als Amtshaus Hain)
  • NÖ Landes-Kindergarten Großrust (4-gruppig, Inbetriebnahme mit September 2010, Einweihung am 20. Oktober 2010)
  • Altstoffsammelzentrum und Bauhof Schweinern
  • Arzthaus Kleinrust (mit Arztpraxis, Feuerwehrhaus und vier Wohneinheiten - Generalsanierung 2009/10)

ehemalige Gemeindeeinrichtungen[Bearbeiten]

  • Landeskindergarten Obritzberg (Verkauf des Gebäudes im Sept. 2010 an das ZI-Büro Kral)
  • Amtshaus Hain (Verkauf des Gebäudes mit 1. Juli 2011 an Fam. Hiegesberger „Greiling 5“)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die doppelseitige Madonna in der Pfarrkirche Kleinhain (NÖ)
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Obritzberg-Rust
  • Freiheitsstein Obritzberg: 1148 - durch Heinrich II „Jasomirgott“
  • Schönstatt-Marienstein südlich des Kirchenplatzes Obritzberg: 1975 zur 30 Jahr-Feier des Kriegsendes von der Schönstatt-Familie aufgestellt
  • Doppelseitige Madonna mit Kind in der Pfarrkirche Hain: die Wurzeln dieser Statue reichen vermutlich in die vorchristliche und vorrömische Zeit zurück, wahrscheinlich sind sie in der keltischen Zeit zu suchen (Expertise Prof. Wilhelm Cerveny - Wien)
  • Ehemaliges Schloss Zagging - nur der Burggraben ist mehr vorhanden
  • Pfarrhof Hain (1784 durch Baumeister Josef List)
  • Filialkirche Großrust „Hl. Georg“ erweitert aus dem 13. Jhdt.
  • „Pfaffenstöckl“ - historisches Gebäude in Hain
  • Kellergassen-Ensembles, besonders in Zagging, Hain, Kleinrust-Fugging
  • Kapelle Zagging (ursprünglich russisch-orthodoxe Holzkapelle), wurde von den Kriegsgefangenen des Ersten Weltkrieges errichtet und 1922 aus dem aufgelassenen Gefangenenlager Spratzern abgebaut.

Musik[Bearbeiten]

  • Musikverein Hain (Blasmusikkapelle - Obmann: Erich Engelhart). 2009 aus der Musikkapelle Hain - Erstauftritt am 21. November 1921 / Gründer: Josef Hornek (Lehrer) - gegründet.
  • Jugendblaskapelle Fladnitztal - JBK (Obmann: Christian Müllner). Gründung 1990. Zusammenschluss der drei Gemeinden Obritzberg-Rust, Wölbling und Statzendorf.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Fugginger Kirtag: Termin: 1. Sonntag im Oktober
  • Kirtag Kleinrust (um den 19. August: St. Sebald)
  • Georg-Kirtag in Großrust: Termin: Sonntag um das Georgsfest (23.April)
  • Gartenfest der FF Zagging: Mitte Juli
  • Kellerfest Zagging des ÖKB Hain: Anfang Mai
  • Kellertanz und Kellerfest der Landjugend Hain: Mittwoch vor und Fronleichnamstag
  • Maibaumaufstellen am 30. April (in mehreren Orten)

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Die Marktgemeinde Obritzberg-Rust ist über die regionalen Grenzen hinweg bekannt für die große Zahl an Buschenschenken und Weinschenken. Mitglied der „NÖ Weinstraße“ - Region Traisental

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 83, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 166. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2010 1212. Die Erwerbsquote lag 2010 bei 54,7 %.

Die Marktgemeinde ist „Klimabündnis- und Bodenbündnisgemeinde“, Mitglied der LEADER+ Region „Traisental-Donauland-Tullnerfeld“ sowie des „Regionalentwicklungsverbandes NÖ-Mitte“.[7]

Zur Unterstützung der örtlichen Gewerbebetriebe, aber auch für alle Gemeindebürger, wurde 2013 ein Lichtwellenleiter-Projekt begonnen, 2014 werden die ersten Anschlüsse aktiviert, 2015 sollen alle Gemeindebürger an den LWL anschließen können.

Gewerbebetriebe[Bearbeiten]

Die Marktgemeinde Obritzberg verfügt über keine Großbetriebe, sämtliche Firmen sind als Klein- und Mittelbetriebe anzusehen.

Einige Betriebe haben eine regionale, manche sogar eine überregionale Bedeutung (alphabetisch, nicht vollständig):

  • Agrarproduktehandel: Edlinger Agrarhandel (Saatgut, Mais); Fischer Agrar (Saatgut, Getreide, Pflanzenschutz, Dünger, Christbäume)
  • Bäckerei: Hubert Bogner
  • Bauernladen: Familie Katinger
  • Bergbau: Franz Robineau - Sandabbau; Sand & Lehm Zöchbauer - Lehmputz, Sandabbau
  • Bilanzbuchhaltung/Buchhaltung: MWM-Lehner - Marion Lehner-Parsch;
  • Buschenschank, Heurige (nicht gewerblich): Familie Dorner; Familie Fraunbaum, Familie Haftner; Familie Anton Higer; Familie Prischink; Familie Stetina-Wick; Familie Martin Stöger;
  • Dachdeckerei, Zimmerei: Dach&Zimmerei; Speiser - Zimmerei, Holzriegelbau
  • Erdbewegung: Leopold Geier; Riesenhuber; MWM-Lehner - Wolfgang Lehner;
  • Gastronomie: Hasenstall (Tanzkaffee, Catering, Zeltverleih); Gasthaus Stöger
  • Gemüseproduktion: Familie Burger; Familie Prischink
  • Getränkehandel: Grießler
  • Kaufhaus: Fux
  • Kfz (Werkstatt, Handel): Greiling 5; Franz Robineau; Markus Korntheuer (Gebrauchtfahrzeuge, Luftburgverleih)
  • Landtechnik (Werkstatt, Handel): Pamberger
  • Malermeister: Neuhauser
  • Milchprodukte: Hiegesberger
  • Rauchfangkehrer: Ernst Schinnerl
  • Schuhe: Todt-Lindner
  • Spenglerei: Fraberger
  • Tankstellen: Franz Gamsjäger, Kaiblinger
  • Tiefkühlprodukte: Knapp
  • Tierzuchtzubehör: Sapro
  • Transporte: Brandl; Franz Gamsjäger; Pehmer
  • Vermietung: MWM-Lehner - Lagerplatzvermietung;
  • Weinschenken: Florian Diry; Günter Gamsjäger; Leopold Gamsjäger; Leopold Korntheuer; Familie Robinau; Mostheuriger Unfried; Töxlerhof;
  • Ziviltechniker: Radlegger&Kral

Daneben gibt es eine große Zahl von Einzelunternehmern.

Abwasserbehandlung[Bearbeiten]

Ein jahrzehntelanges Bemühen um eine dezentrale Abwasserbehandlung scheiterte an der Fördergesetzgebung. Die Marktgemeinde Obritzberg-Rust war, um die entsprechenden Fördermittel zu erhalten, damit gezwungen, an den Verbandssammler anzuschließen, der die Abwässer zur Verbandskläranlage nach Traismauer zuführt.

Abwassergenossenschaften[Bearbeiten]

Einige Ortschaften widersetzten sich diesem Schritt durch die Gründung von eigenständigen Abwassergenossenschaften mit jeweils eigenem Abwasserkanalsystem und eigener Kläranlage:

  • AWG Eitzendorf
  • AWG Kleinrust
  • AWG Hain (mit Kleinhain, Angern und Großhain)
  • AWG Diendorf
  • AWG Zagging

Mit Jahresende 2011 wird auch die letzte dieser Genossenschaften (von 50 - 500 EGW) wasserrechtlich kollaudiert sein. Diese Genossenschaften mussten die Errichtung ausschließlich aus eigenen Mittel finanzieren und erhielten (als einzige in ganz Österreich) keinerlei Fördermittel zuerkannt.

Fladnitztal-Radweg[Bearbeiten]

Der Fladnitztal-Radweg führt als Rundstrecke durch die Gemeinden Obritzberg-Rust, Statzendorf, Wölbling und Karlstetten und ist auch für ungeübte Radfahrer bewältigbar. Seit 2014 gibt es auch über Paudorf eine offizielle Anbindung an den Donauradweg und über den Radweg der Stadt St. Pölten eine Anbindung an den Traisentalradweg[8].

Windenergie-Erzeugung[Bearbeiten]

Windpark „Hoher Kölbling“

Seit Sommer 2006 erzeugen 13 Enercon E70 mit je 2000 kW Leistung erneuerbare Energie. Diese werden von der EVN-Naturkraft betrieben und sind in drei Windparks gegliedert:

  • WP Schauerberg mit zwei Anlagen (Gde. Statzendorf)
  • WP Hoher Kölbling mit sechs Anlagen (je drei in der Gde. Statzendorf und Gde. Obritzberg-Rust)
  • WP Kleinhain (fünf Anlagen, Gde. Obritzberg-Rust).

Die durchschnittliche Jahreserzeugung aller 13 Anlagen versorgt ca. 13.000 Haushalte mit Strom[9] und wird in das 110 kV-Netz der EVN eingespeist.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Kinderhilfe Senegal - Franz Xaver Lahmer: Aus dem „Weg der Freundschaft“ - 7000 km zu Fuß von Rust nach Mballing (Lepradorf) in Senegal - hat sich ein Kinderhilfsprojekt entwickelt, dass direkte Hilfe für die dortigen Kinder bringt (Unterbringung, Schule, Ausbildung).[10]

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten]

In der Großgemeinde bestehen sechs Freiwillige Feuerwehren:

  • FF Hain[11] (gegründet 1881)
  • FF Großrust-Merking[12] (gegründet 1898)
  • FF Kleinrust-Fugging (gegründet 1898)
  • FF Obritzberg[13] (gegründet 1892)
  • FF Schweinern (ab 1927 als Filiale der FF Obritzberg, ab 1968 selbstständige Feuerwehr)
  • FF Zagging (ab 1912 als Filiale der FF Hain, ab 1953 selbstständige Feuerwehr)

Am 15. Jänner 2012 (FF Zagging) bzw. 29. Jänner 2012 (FF Hain) wurde in geheimer Abstimmung die zukünftige Fusion der beiden Feuerwehren auf Basis der Errichtung eines gemeinsamen Feuerwehrhauses mit knapper Mehrheit beschlossen. Am 11. Februar 2014 wurde in geheimer Wahl mit großer Mehrheit (55 ja zu 25 nein, 1 ungültige Stimme) die Umsetzung der Fusion beschlossen: die FF Hain wird in FF Hain-Zagging umbenannt werden, die FF Zagging wird aufgelöst und in die FF Hain-Zagging eingegliedert werden. Gleichzeitig beginnt die Umsetzung des Neubau-Projektes.

Vereine[Bearbeiten]

  • Dorfleben Doppel-Neustift-Hofstetten (Dorferneuerungsverein)
  • Dorferneuerungsverein Fugging
  • Dorferneuerungsverein Groß-Rust (Zusammenhalten - Dorf gestalten)
  • Landjugend Hain
  • Landjugend Rust
  • Union (mit einzelnen Sektionen)
  • Imkerverein
  • ÖKB Hain
  • ÖKB Obritzberg-Rust
  • Kath. Bildungswerk Hain
  • Kath. Bildungswerk Obritzberg-Rust
  • Hobbyfußball: Hainer Haie / Hain-United / FC Hölle
  • Kirchenchor Hain
  • Kirchenchor Obritzberg
  • Feuerwehrjugend Obritzberg
  • Seniorenbund Obritzberg-Rust-Hain (ÖVP)
  • Bauernbund mit Ortsgruppen Obritzberg-Rust und Hain (ÖVP)
  • JVP Obritzberg-Rust-Hain (ÖVP)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Verordnung über die Einführung von Straßenbezeichnungen und Änderung der Hausnummern im gesamten Gemeindegebiet vom 12. März 2013
  3. http://www.pfarre-obritzberg.at
  4. http://pfarre.kirche.at/hain
  5. Webauftritt der Freien Christengemeinde Großrust
  6. Webauftritt der Gemeinschaft vom heiligen Josef
  7. http://www.noe-mitte.at/
  8. Artikel auf der Website der MGde. Obritzberg: Auszeichnung für Radweganbindung abgelesen am 25. April 2014
  9. http://www.evn-naturkraft.at/
  10. http://www.dimbale.com
  11. Webauftritt der FF Hain
  12. http://www.grossrust.at/feuerwehr
  13. http://www.ff-obritzberg.at

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Obritzberg-Rust – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien