Ocean’s 12

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Ocean’s 12
Originaltitel Ocean’s Twelve
Oceanstwelve-logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
JMK 10[2]
Stab
Regie Steven Soderbergh
Drehbuch George Nolfi
Produktion Jerry Weintraub
Musik David Holmes
Kamera Steven Soderbergh
(als Peter Andrews)
Schnitt Stephen Mirrione
Besetzung

Ocean’s 12 (Originaltitel: Ocean’s Twelve) ist ein Spielfilm aus dem Jahr 2004 von Steven Soderbergh und die Fortsetzung des Films Ocean’s Eleven aus dem Jahr 2001. Die Besetzung aus dem ersten Teil wurde übernommen und um weitere bekannte Darsteller ergänzt. Der Film gehört zum Genre der Heist-Movies. Im Jahr 2007 folgte dann der dritte Teil Ocean’s 13.

Handlung[Bearbeiten]

Einige Zeit ist seit dem Casinoraub im ersten Teil vergangen. Danny und Tess Ocean ziehen gerade in ein neues, großes Haus ein, als Terry Benedict auftaucht. Er hat herausgefunden, dass Ocean und sein Team diejenigen waren, die sein Casino ausgeraubt hatten. Er will nun innerhalb von nur vierzehn Tagen sein Geld mit Zins und Zinseszins zurück: die stattliche Summe von insgesamt 160 Millionen US-Dollar, obwohl die Versicherung seinen Schaden beglichen hat.

Ocean geht unter diesem Druck mit seinem Team nach Europa; in den Vereinigten Staaten ist ihnen „der Boden zu heiß geworden“. In Amsterdam wollen sie die älteste Aktie der Welt stehlen. Dabei kommt ihnen jedoch jemand zuvor: François Toulour, auch „Nachtfuchs“ genannt, ein französischer Meisterdieb. Er zwingt Ocean zu einer Wette: Wenn Ocean und sein Team es schaffen, aus einem Museum in Rom ein Fabergé-Ei zu stehlen, übernimmt Toulour die Schulden bei Benedict.

Eine Agentin von Europol, Isabel Lahiri, jagt Oceans Gruppe. Sie ist abgebrüht genug, zum Zwecke ihrer Ermittlungen Ryans Handy zu stehlen, und fälscht in Rom sogar ein Formular von Europol, um umfassende Unterstützung der lokalen Polizei zu bekommen. Ihr riskanter Einsatz zahlt sich aus – es gelingt ihr, Oceans Team noch beim Aufbau des ersten Versuchs bis auf wenige Mitglieder festzunehmen. Die Verbliebenen rufen in ihrer Bedrängnis durch die wachsende Zeitnot Tess Ocean zu Hilfe: Sie soll sich ihre Ähnlichkeit mit Julia Roberts zunutze machen, die Museumswächter ablenken und so auch mit geschrumpftem Team die Aufgabe noch lösbar machen. Auch dieser Versuch scheitert – sie und ihre Komplizen werden festgenommen.

Die Mitglieder von Oceans Gruppe werden an eine resolute Dame ausgeliefert, die als Lahiris Sektionschefin auftritt. Hiermit beginnt die Phase des Films, in der sich verdeckte Handlungsstränge auflösen: Als Hauptplaner stellt sich Meisterdieb Gaspar LeMarc heraus, Toulours Mentor, der geschickt die Stärken und Schwächen der anderen Handelnden zu nutzen weiß. Zunächst entpuppt sich die Sektionschefin als Caldwells Mutter, die dem Team zur Flucht in die Vereinigten Staaten verhilft. Ryan überredet als Nächstes Lahiri, ihn zu begleiten, um ihren totgeglaubten Vater, LeMarc, wiederzusehen. Tess und Danny Ocean besuchen Toulour und fordern die Wettschulden ein. Denn obwohl Toulour das Fabergé-Ei bereits in der ersten Nacht in Rom gestohlen hat, hat er damit nur eine Kopie in die Hände bekommen: Oceans Team hatte das echte Ei nach Hinweisen von LeMarc nämlich bereits auf dem Weg von Paris nach Rom an sich gebracht und weitere Diebstahlversuche nur zur Ablenkung unternommen. Das Ei geht als Gegenleistung für die Unterstützung (und die De-facto-Team-Lebensrettung) an LeMarc.

Ohne persönliches Risiko hat LeMarc somit seine Tochter wiedergefunden und ist in den Besitz des Fabergé-Eies gelangt. Im Epilog begleicht Toulour die Wettschulden. Als Benedict von Reuben Tishkoff seinen Scheck bekommt, sieht man hinter den Fenstern seines Zimmers den als eine Reinigungskraft getarnten Toulour, der die Lage auskundschaftet.

Kritiken[Bearbeiten]

„Bisweilen schießt die Inszenierung übers Ziel hinaus und verliert über der Masse an charismatischen Stars, Schauplätzen und Finten den Faden; dennoch unterhält der von einer stimmigen Musik rhythmisch getragene, mit deutlicher Lust am Überdrehten inszenierte und gespielte Film ohne tiefere Ambitionen.“

Lexikon des internationalen Films[3]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Die drei Hauptdarsteller Brad Pitt, Matt Damon und George Clooney (v. l. n. r.)
  • Neben den vielen prominenten Schauspielern des ersten Teiles spielen im zweiten Teil zudem Catherine Zeta-Jones, Vincent Cassel, Albert Finney und Bruce Willis (als er selbst) mit.
  • Die Anspielungen auf einen Film mit Bruce Willis („als sie im Restaurant nicht mit Ihnen redete, wusste ich es“) und das erwähnte Einspielergebnis von 675 Millionen beziehen sich auf The Sixth Sense.
  • Das Fabergé-Ei aus der Handlung ist das teuerste aus der Reihe von Schmuckeiern und das Krönungs-Ei von 1897, das der russische Zar Nikolaus II. seiner deutschen Gemahlin Alexandra schenkte.
  • Das von Rusty verwendete (und von Isabel gestohlene) Mobiltelefon ist ein Siemens S65 mit dem Klingelton „Pretty in Pink“ von The Psychedelic Furs.
  • Bei dem Kasino, in dem der Nachtfuchs erstmals zu sehen ist, handelt es sich um die Spielbank von Monte Carlo. Zudem wechselt bei jeder neuen Kameraeinstellung die weibliche Begleitung des Diebes, sodass er insgesamt mit acht verschiedenen Frauen zu sehen ist.
  • Weltweit spielte der Film 363 Millionen USD ein, darunter 125 Millionen in den Kinos der USA.[4] Er war damit weniger erfolgreich als sein Vorgänger Ocean’s Eleven, der weltweit auf 450 Millionen USD kam.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 73 kB) der FSK
  2. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  3. Ocean’s 12 im Lexikon des Internationalen Films
  4. Ocean’s Twelve auf Box Office mojo