Ochotona huangensis

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Ochotona huangensis
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Pfeifhasen (Ochotonidae)
Gattung: Ochotona
Art: Ochotona huangensis
Wissenschaftlicher Name
Ochotona huangensis
(Matschie, 1908)

Ochotona huangensis ist eine Säugetierart aus der Familie der Pfeifhasen innerhalb der Hasenartigen. Ihr Verbreitungsgebiet ist auf ein Gebiet in der Provinz Sichuan in China beschränkt.

Merkmale[Bearbeiten]

Ochotona huangensis ist ein mittelgroßer Pfeifhase mit einer Körperlänge um 12,5 bis 17,6 Zentimetern. Er entspricht in seinem Äußeren weitgehend Ochotona thibetana, als dessen Unterart er bis 1992 galt, und unterscheidet sich von diesem nur leicht in morphologischen Details.[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet von Ochotona huangensis

Ochotona huangensis ist endemisch in der Volksrepublik China. Die Art lebt in den Bergregionen der Provinzen Shaanxi, Gansu, Qinghai, Sichuan, Shanxi, Henan und Hubei, wo sie teilweise sympatrisch mit anderen Pfeifhasen vorkommt. So lebt sie sympatrisch mit Ochotona thibetana im Qin Ling und im nordwestlichen Sichuan und mit Ochotona cansus in Xunhua, Qinghai und dem südlichen Gansu. Er kommt in der Regel in Höhen bis 2700 Meter vor, kann jedoch lokal bis 4000 Meter erreichen.[2]

Lebensweise[Bearbeiten]

Über die Lebensweise dieses Pfeifhasen liegen nur wenige Informationen vor. Er lebt ähnlich wie andere Pfeifhasen Chinas und ernährt sich generalistisch von Pflanzen. Als Habitate nutzt Ochotona huangensis verschiedene Lebensräume von Nadel- und Nadel-Laub-Mischwäldern über Buschland bis hin zu Grasflächen. Die Tiere legen zudem komplexe Wohnbauten im Erdboden an.[2]

Systematik[Bearbeiten]

Ochotona huangensis wurde als eigenständige Art den Pfeifhasen (Gattung Ochotona) und der Untergattung Ochotona zugeordnet, Unterarten sind nicht bekannt.[2][1]

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte durch den deutschen Zoologen Paul Matschie im Jahr 1908. Der Pfeifhase galt ursprünglich als Unterart von Ochotona thibetana, wurde jedoch 1992 durch Yu and Zheng aufgrund morphologischer Daten als eigene Art beschrieben. Dies wurde durch Yu et al. 1997 und 2000 auf der Basis molekularbiologischer Daten bestätigt.[1]

Gefährdung und Schutz[Bearbeiten]

Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund ihres sehr großen Verbreitungsgebietes und der vergleichsweise großen Population als nicht gefährdet (least concern) eingestuft. Allerdings liegen nur wenige Daten über die Art vor und sie wurde 1996 noch als bedroht eingestuft.[2]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder (Hrsg): Ochotona huangensis in Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference (3rd ed).
  2. a b c d Ochotona huangensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: A. T. Smith, C. H. Johnston, 2008. Abgerufen am 13. Juli 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ochotona huangensis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Ochotona huangensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: A. T. Smith, C. H. Johnston, 2008. Abgerufen am 13. Juli 2012