Ochotona muliensis

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Ochotona muliensis
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Pfeifhasen (Ochotonidae)
Gattung: Ochotona
Art: Ochotona muliensis
Wissenschaftlicher Name
Ochotona muliensis
Pen & Feng, 1962

Ochotona muliensis ist eine Säugetierart aus der Familie der Pfeifhasen innerhalb der Hasenartigen. Ihr Verbreitungsgebiet ist auf ein Gebiet in der Provinz Sichuan in China beschränkt.

Merkmale[Bearbeiten]

Ochotona muliensis ist ein großer Pfeifhase mit einer Körperlänge um 22 Zentimetern. Er ist leicht rostrot gefärbt, die Rückseite der Ohren ist kastanienbraun bis gelb-orange. Von Ochotona gloveri, als dessen Unterart er ursprünglich beschrieben wurde, unterscheidet er sich nur durch einige Merkmale des Schädels, vor allem das Fehlen einer Fensterung im Stirnbein .[1][2]

Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet von Ochotona muliensis

Ochotona muliensis ist endemisch in der Volksrepublik China. Die Art ist nur aus einem Gebiet im westlichen Teil der Provinz Sichuan bekannt. Dort lebt sie in Höhen bis 3600 Meter.[2][3]

Lebensweise[Bearbeiten]

Über die Lebensweise dieses Pfeifhasen liegen keine Informationen vor. Wahrscheinlich lebt er ähnlich wie andere Pfeifhasen Chinas und ernährt sich generalistisch von Pflanzen. Als Lebensraum nutzt er Dickichte und Steppen, während der nahe verwandte O. gloveri Geröllflächen besiedelt.[3][2]

Systematik[Bearbeiten]

Ochotona muliensis wurde als eigenständige Art den Pfeifhasen (Gattung Ochotona) und der Untergattung Conothoa zugeordnet, Unterarten sind nicht bekannt.[3][2][1]

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte durch Pen & Feng im Jahr 1962, die Ochotona muliensis als Unterart von Ochotona gloveri betrachteten. 1985 wurde er jedoch durch Feng and Zheng sowie 2001 durch Niu et al. als eigenständige Art betrachtet, da er sich von O. gloveri durch mehrere Schädelmerkmale sowie durch einen unterschiedlichen Lebensraum unterscheidet.[1]

Gefährdung und Schutz[Bearbeiten]

Eine Gefährdungseinschätzung durch die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) erfolgt aufgrund der wenigen verfügbaren Daten nicht, die Art wird entsprechend in die Gruppe „data deficient“ eingeordnet. Es existieren nur wenige Museumsexemplare der Art und in der Wildnis wurden seit 40 Jahren keine Tiere mehr beobachtet.[3]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder (Hrsg): Ochotona muliensis in Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference (3rd ed).
  2. a b c d Joseph A. Chapman, John E. C. Flux (Hrsg.): Rabbits, Hares and Pikas. Status Survey and Conservation Action Plan. (PDF; 11,3 MB) International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), Gland 1990; S. 40. ISBN 2-8317-0019-1.
  3. a b c d Ochotona muliensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: A. T. Smith, C. H. Johnston, 2008. Abgerufen am 11. Juli 2012

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ochotona muliensis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Ochotona muliensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: A. T. Smith, C. H. Johnston, 2008. Abgerufen am 11. Juli 2012