Ochotona nigritia

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Ochotona nigritia
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Pfeifhasen (Ochotonidae)
Gattung: Ochotona
Art: Ochotona nigritia
Wissenschaftlicher Name
Ochotona nigritia
Gong et al., 2000

Ochotona nigritia ist eine Säugetierart aus der Familie der Pfeifhasen (Ochotonidae) innerhalb der Hasenartigen (Lagomorpha). Sie ist nur aus Pianma im Kreis Lushui im Westen der chinesischen Provinz Yunnan bekannt.

Merkmale[Bearbeiten]

Ochotona nigritia ist ein Pfeifhase mit einer Körperlänge von 15,3 bis 16 Zentimetern.[1] Er unterscheidet sich von allen anderen Arten der Gattung durch seine sehr dunkle Färbung. Dabei ist das Rückenfell im Sommer schwarzbraun mit umbrabraunen Flecken am Kopf und den Wangen und einer schwarzen Bauchfärbung. Im Winter ist sowohl der Rücken wie auch der Bauch einheitlich schwarz.[1] Die Ohren erreichen eine Länge von 17 bis 18 Millimetern.[1]

Im Schädel sind vor allem die Gaumenfenster charakteristisch. Die Fenster der Schneidezähne und des Gaumens fließen zusammen und sind birnenförmig. Der Schädel ist abgeflacht mit einem deutlich abgesetzten Hirnschädel und großer Bulla tympanica.[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet von Ochotona nigritia

Ochotona nigritia ist endemisch in der Volksrepublik China. Er ist nur aus Piyanma im Kreis Lushui im Westen der chinesischen Provinz Yunnan aus einer Höhe von 3.200 Metern bekannt.[1]

Lebensweise[Bearbeiten]

Über die Lebensweise dieses Pfeifhasen liegen keine Informationen vor.[1]

Systematik[Bearbeiten]

Ochotona nigritia wurde als eigenständige Art den Pfeifhasen (Gattung Ochotona) zugeordnet, Unterarten sind nicht bekannt.[2][3][4] Vereinzelt wurde die Art als melanistische Form von Ochotona forresti, einer nahe verwandten Art, beschrieben.[2][1]

Gefährdung und Schutz[Bearbeiten]

Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund fehlender Daten nicht eingestuft, sondern als „data deficient“ aufgenommen. Bislang liegen nur Angaben durch die Erstbeschreibung von wenigen Individuen vor.[2]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Black Pika. In: Andrew T. Smith, Yan Xie: A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, 2008; S. 284. ISBN 978-0-691-09984-2.
  2. a b c Ochotona nigritia in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.1. Eingestellt von: Andrew T. Smith, C. H. Johnston, 2008. Abgerufen am 22. September 2012
  3. Joseph A. Chapman, John E. C. Flux (Hrsg.): Rabbits, Hares and Pikas. Status Survey and Conservation Action Plan. (PDF; 11,3 MB) International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), Gland 1990; S. 37. ISBN 2-8317-0019-1.
  4. Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder (Hrsg): Ochotona nigritia in Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference (3rd ed).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ochotona nigritia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien