Ochtendung

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ochtendung
Ochtendung
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ochtendung hervorgehoben
50.3480555555567.3897222222222200Koordinaten: 50° 21′ N, 7° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Maifeld
Höhe: 200 m ü. NN
Fläche: 24,08 km²
Einwohner:

5.192 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56299
Vorwahl: 02625
Kfz-Kennzeichen: MYK
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 086
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 4
56751 Polch
Webpräsenz: www.ochtendung.de
Ortsbürgermeisterin: Rita Hirsch (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Ochtendung im Landkreis Mayen-Koblenz
Karte

Ochtendung ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Maifeld an.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Ochtendung liegt in einem ehemaligen Vulkangebiet. Die nahegelegenen erloschenen Vulkane Karmelenberg und Tönchesberg zeugen von vulkanischer Aktivität in verschiedenen Zeiträumen.

Ochtendung liegt in der Nähe der A 48 sowie der A 61 und hat jeweils eine eigene Autobahnabfahrt. Der Ort ist oberhalb des Nettetals gelegen. Nachbargemeinden sind Lonnig, Bassenheim, Plaidt, Kruft und Saffig. Bis vor einigen Jahren begann die B 258 in Koblenz und führte über Ochtendung nach Mayen und dann weiter bis nach Belgien am Nürburgring vorbei. Der Teil zwischen Koblenz und Mayen wurde wegen der Nähe zur Autobahn 48 abgestuft; seitdem ist dies die L98.

Bis Ochtendung liegen noch heute (Stand: September 2010) die Schienen der ehemaligen Eisenbahnstrecke Strecke Koblenz-Lützel–Mayen Ost, die im Dezember 1983 für den Personenverkehr stillgelegt wurde. Heute verläuft auf der Strecke ab Ochtendung ein Bahntrassenradweg.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Zu Ochtendung gehören die Ortsteile Alsingerhof, Emmingerhof, Sackenheimerhöfe (ehemaliger Ortsteil von Bassenheim), Fressenhof und Waldorferhof.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Name des Ortes Ochtendung leitet sich aus dem Wort Thing, Ding, (Ochtendung von „of demo dinge“) ab. Ein Thing war zu früheren Zeiten der Begriff für ein Gericht, oder genauer gesagt: für den Ort, an dem Gericht gehalten wurde.

Kaiser Karl IV. verlieh Ochtendung am 8. Januar 1354 Frankfurter Stadtrecht.

[Bearbeiten] Archäologie

Die Südosteifel ist eine „Fundgrube“ für Archäologen. 3 km nördlich von Ochtendung, im Bereich des Vulkans „Wanneköpfe“, wurde 1997 von Axel von Berg eine Neandertalerkalotte mit 3 Steinartefakten (ein Breitschaber, ein diskoider Kern und ein kleiner Abschlag) gefunden. Bei der Kalotte handelt es sich um das Schädeldach eines erwachsenen Mannes (30-45 Jahre), das unter dem Druck des Erdreichs in drei Teile zerbrochen war, die sich aber wieder nahtlos aneinanderfügen ließen. Ihr Alter ließ sich geologisch und mit der Leucin-Analyse auf 160.000-170.000 Jahre datieren; sie stammt also von einem sogenannten „frühen Neandertaler“. Besonders interessant ist die Kalotte aufgrund ihrer morphologischen Nähe zum homo erectus und weil sie an den Rändern Spuren von menschlicher Bearbeitung aufweist. Vermutlich wurde sie „umgearbeitet“ und als Werkzeug oder Schale genutzt. Die Kalotte wurde sehr schnell von Sediment bedeckt und befindet sich deshalb in einem sehr guten Erhaltungszustand.[2]

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat in Ochtendung besteht aus 22 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]

 SPD   CDU  FWG 1 WG Ich tu's Gesamt
2009 11 7 2 2 22 Sitze

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Silber ein rotes durchgehendes Balkenkreuz, bewinkelt von vier schwarzen Ringen (Kreisen).“

Wappenerklärung: Das rote Balkenkreuz in Silber ist das Wappen Kurtriers, zu dem Ochtendung über siebenhundert Jahre hindurch gehörte, die Kreise (Ringe) symbolisieren die alte Gerichtsstätte im Maifeld, seinerzeit „Ding“ oder „Thing“ genannt. Von diesem Begriff ist auch der Ortsnamen Ochtendung abgeleitet - „of demo dinge“ wurde der Ort in der ersten urkundlichen Erwähnung vom 10. Juni 963 genannt. Es handelte sich dabei um einen Schenkungsakt des fränkischen Gaugrafen Udo sowie seiner beiden Vizegrafen Raginbold und Bernhard zugunsten des Stiftes von Münstermaifeld.[4]

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Tumulus von Ochtendung

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Ochtendung

[Bearbeiten] Tourismus

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise

  • Human Evolution, 19,1 S. 1 - 8 (2004) (Zeitschrift)
  • Terra Nostra, Schriften der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung, 2006/2 (Kongresszeitschrift)
  • UNI KOBLENZ
  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerung der Gemeinden am 31. Dezember 2010 (PDF; 727 KB) (Hilfe dazu)
  2. Schädelkalotte des Neanderthalers von Ochtendung/Osteifel — Archäologie, Paläoanthropologie und Geologie AXEL VON BERG, SILVANA CONDEMI & MANFRED FRECHEN
  3. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2009, Gemeinderat
  4. http://liveserver5.ionas.de/brd/rlp/c5/vg_maifeld/gemeinden/ochtendung/wappen/index.html

[Bearbeiten] Partnerstädte

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Ochtendung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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