Ocna Șugatag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ocna Șugatag
Aknasugatag
Ocna Șugatag führt kein Wappen
Ocna Șugatag (Rumänien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Maramuresch
Kreis: Maramureș
Koordinaten: 47° 47′ N, 23° 56′ O47.78083333333323.938055555556490Koordinaten: 47° 46′ 51″ N, 23° 56′ 17″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 490 m
Fläche: 85,2 km²
Einwohner: 3.853 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Postleitzahl: 437205
Telefonvorwahl: (+40) 02 62
Kfz-Kennzeichen: MM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gliederung: Ocna Șugatag, Breb, Hoteni, Sat-Șugatag
Bürgermeister: Mihai Ivaszuk (PNL)
Postanschrift: Str. 22 Decembrie, nr. 19
loc. Ocna Șugatag, jud. Maramureș, RO–437205
Website:
Sonstiges
Stadtfest: Tinjaua Hotenarilor (zweiter Sonntag im Mai)
Blick von Norden auf die Gemeinde
Salzbad in Ocna Șugatag

Ocna Șugatag (deutsch Altwerk, ungarisch Aknasugatag) ist eine Gemeinde im Kreis Maramureș im Nordwesten Rumäniens. Besondere Bekanntheit hat der Ort als Thermalstation für seine Salzbäder.

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf dem Hochplateau der Maramureș auf einer Höhe von etwa 500 Metern, am Fuße des Țibleș-Gebirges. Der Ort erstreckt sich entlang der Kreisstraße (drum judeean) DJ 109F zwischen Baia Mare und Sighetu Marmației. Nach Sighetu Marmației und zur ukrainischen Grenze sind es 20 Kilometer.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde wurde zum ersten Mal 1355 in einem Dokument zur Landverteilung der Maramureș erwähnt. Von 1787 bis 1822 wurde in Minen vor dem Dorf nach Kochsalz gegraben, das damals größtenteils weiterverkauft wurde. Heute sind die Gruben stillgelegt und das unterirdische Salz wird bei den zahlreichen Salzbädern verwendet. Schriften zu den berühmten Heilquellen der Region datieren bis ins 19. Jahrhundert zurück.[2] Sie waren als Bredenbad oder Bad Brieb bekannt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei einer Volkszählung von 1930 wurden im Ort Ocna Șugatag selbst 1568 Einwohner ermittelt. 890 davon waren Magyaren, 480 Rumänen, 169 waren Juden, 18 Deutsche und einer bekannte sich als Ukrainer. Bei der Volkszählung im Jahre 2002 wurden auf dem Gebiet der Gemeinde 4.207 Bewohnern gezählt. 3.710 davon waren Rumänen, 403 davon waren Ungarn, 76 Roma, 14 Ukrainer, drei waren Deutsche und einer davon war Jude.[3] 2011 wurden in der Gemeinde Ocna Șugatag 3.853 Menschen registriert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Zu den wichtigsten Erwerbszweigen von Ocna Șugatag gehören, wie auch im Rest der Region, die Land- und Forstwirtschaft sowie die Viehzucht. Außerdem sind viele Bewohner in der Tourismusbranche tätig, vor allem bei den zahlreichen Salzbädern.

Mit Hilfe von Fremdinvestoren will man in Zukunft neue Schulen und Kindergärten bauen. Außerdem sollen Wasserversorgung und Straßennetz ausgebaut werden.[2]

Tourismus und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Ocna Șugatag lebt vom Badetourismus. Dabei handelt es sich aber nicht nur um Spa- und Solebäder in Hotels. Auch in der freien Natur und in Schwimmbädern, werden im Sommer viele Salzbäder aufgestellt, die von Besuchern aus dem gesamten Umland genutzt werden.

Des Weiteren ist die Gemeinde auch für ihr 44 Hektar großes Waldreservat Crăiasca bekannt, in dem sich eine Vielzahl alter Eichen und immergrüner Lärchen finden lassen. Das Naturschutzgebiet Rezervația creasta Cocoșului im Țibleș-Gebirge weist ebenfalls eine Vielfalt unterschiedlicher wilder Pflanzen- und Tierarten auf.

In Ocna Șugatag steht darüber hinaus auch eine zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Holzkirche, die – wie die anderen Exemplare dieser Region auch – durch ihre einfache Holzfassade und die in mühsamer Handarbeit geschnitzten Holzkreuze auffällt.[2]

Bibliographie[Bearbeiten]

  • Claus Stephani: "Zalatyna... vulgo Althemwerk". Aus der Geschichte von Ocna Șugatag. In: Neuer Weg (Bukarest), 36/10942, 32.7.1984.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ocna Șugatag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. a b c Angaben zu Ocna Șugatag bei ghidulprimariilor.ro
  3. Volkszählung vom 1930 bei kia.hu; S. 57