Odelzhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Odelzhausen
Odelzhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Odelzhausen hervorgehoben
48.31111.195833333333499Koordinaten: 48° 19′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Dachau
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Odelzhausen
Höhe: 499 m ü. NHN
Fläche: 30,48 km²
Einwohner: 4570 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 150 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85235
Vorwahl: 08134
Kfz-Kennzeichen: DAH
Gemeindeschlüssel: 09 1 74 135
Gemeindegliederung: 14 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 14
85235 Odelzhausen
Webpräsenz: www.odelzhausen.de
Bürgermeister: Konrad Brandmair (CSU)
Lage der Gemeinde Odelzhausen im Landkreis Dachau
Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Freising Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis München Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm München Altomünster Bergkirchen Dachau Erdweg Haimhausen Hebertshausen Hilgertshausen-Tandern Karlsfeld Markt Indersdorf Odelzhausen Petershausen Pfaffenhofen an der Glonn Schwabhausen (Oberbayern) Sulzemoos Vierkirchen (Oberbayern) WeichsKarte
Über dieses Bild

Odelzhausen ist eine Gemeinde im westlichen Landkreis Dachau (Regierungsbezirk Oberbayern). Odelzhausen bildet zusammen mit den Gemeinden Sulzemoos und Pfaffenhofen an der Glonn die Verwaltungsgemeinschaft Odelzhausen.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Für die Gemeinde Odelzhausen sind 14 amtliche Ortsteile ausgewiesen.

  • Dietenhausen
  • Ebertshausen
  • Essenbach
  • Gaggers
  • Hadersried
  • Höfa
  • Lukka und Todtenried
  • Miegersbach
  • Roßbach
  • Odelzhausen
  • St. Johann
  • Sittenbach
  • Sixtnitgern
  • Taxa

Es existieren folgende Gemarkungen: Ebertshausen, Höfa, Odelzhausen, Sittenbach, Taxa.

Geschichte[Bearbeiten]

  • Erste Nennung des Ortes als „Otolteshusir“ 814 n. Chr. in den Traditionen des Hochstifts Freising
  • Der Name kam von Otolt oder Odholt, dem Sippenältesten, der etwa um 600 n. Chr. oder früher gelebt hat
  • Der Ort wurde an der Glonn (Bach) gebaut, weil es dort ausreichend Ackerfluren und Weideflächen zur Gründung einer bäuerlichen Existenz gab
  • Odelzhausen hat eine Burg / Schloss, das bereits 1247 erbaut war. Die Besitzer wechselten häufig, es gab adelige und bürgerliche Besitzer, solche Besitzer, die nur an der dort ansässigen Brauerei interessiert waren, und solche, die nur an den dazugehörigen Ländereien interessiert waren. Momentan befindet sich im Schloss ein Hotel und eine Gastwirtschaft.
  • Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die alte, mittlerweile unpassierbare Römerstraße, durch die Landstraße von München über Dachau, Odelzhausen und weiter nach Friedberg und Augsburg, ersetzt
  • Im ausgehenden Mittelalter war Odelzhausen bereits kein reines Bauerndorf mehr: 1468 bestand Odelzhausen bereits aus 8 Bauernhöfen und 7 Söldnern (Gastwirt etc.)
  • erstmals 1440 taucht die Bezeichnung „Hofmark“ für das Dorf auf, eine Hofmark ist ein dörflicher Immunitätsbezirk, deren Inhaber niedere Gerichtsbarkeiten selbst ausüben durften
  • während des 30-jährigen Krieges gab es schwere Opfer, die Kirche war ausgebrannt und das Schloss war geplündert worden.
Marienkapelle in Taxa
  • das Kloster im Ortsteil Taxa war 1665 einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte in Altbaiern (das schrieb man damals so), 1802 wurde das Kloster dem Erdboden gleichgemacht, zuvor alle Besitztümer versteigert, 1848 wurde eine kleine Kapelle an der Stelle des ehemaligen Klosters erbaut (Kloster Taxa)
  • seit ca. 1700 gibt es in Odelzhausen eine Schule
  • seit 1803 besitzt Odelzhausen das Marktrecht
  • Am 1. März 1923 wurde Odelzhausen zur Pfarrei erhoben
  • 2014 findet das Jubiläumsfestjahr 1200 Jahre Odelzhausen statt

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die ehemals selbständige Gemeinde Taxa wurde am 1. April 1971 eingegliedert. Ebertshausen folgte am 1. Juli 1972.[2] Am 1. Januar 1976 kam Sittenbach hinzu.[3] Schließlich wurde am 1. Mai 1978 noch Höfa eingegliedert.[4]

Bereits am 1. Januar 1931 wurden die Orte Roßbach und Sixtnitgern nach Sittenbach eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 2323, 1987 dann 3211 und im Jahr 2000 3998 Einwohner gezählt.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Konrad Brandmair (2008)
im Amtszimmer mit Wappen

Kommunalwahl 2008 1. Bürgermeister: Konrad Brandmair (CSU) 2. Bürgermeister Johann Heitmair (CSU) 3. Bürgermeister Dr. Roderich Zauscher (BGO)

Gemeinderat[Bearbeiten]

Zusammensetzung aufgrund der Kommunalwahl 2008

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau ein roter Schrägbalken, der mit drei silbernen heraldischen Rosen mit goldenen Butzen und goldenen Kelchblättern belegt ist; rechts ein achtstrahliger goldener Stern, der mit einem silbernen Ei belegt ist.

Pfarrkirche St. Benedikt

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Odelzhausen

  • Pfarrkirche St. Benedikt in Odelzhausen
  • Furthmühle, Wassermühle ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, heute Sägewerk mit Museum und Café
  • artificium München-West in Odelzhausen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Odelzhausen liegt an der Bundesautobahn 8 Stuttgart–München.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]


Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Epitaph für Maximilian Emanuel de Veritá, Graf de la Selva in Brogno (1747)
  • Johannes Mathesius (1504–1565), Pfarrer und lutherischer Reformator (Erzieher auf Schloss)
  • Hans Wilhelm Hundt (1560–1630), Herr auf Sulzemoos und Odelzhausen
  • Abraham a Sancta Clara (1644–1709), katholischer Prediger und Poet der Barockzeit
  • Ludwig Kandler (1856–1927), deutscher Maler (Gemälde zur Ausgestaltung der Kirche)
  • Sebastian Bauer (1867–1931), katholischer Geistlicher und Politiker (Pastor in Odelzhausen)
  • Gerhard Hund (* 1932), Mathematiker und Informatiker, lebte von 2007 bis 2012 in Odelzhausen
  • Vinzenz Schweis (*1935), Malermeister lebt seit 1946 in Odelzhausen. Erbauer des Sportgeländes, Sportheimes und Tribüne in Odelzhausen, Ehrenvorsitzender des SVO.
  • Willi Winkler (* 1957 in Sittenbach), deutscher Journalist

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 444.
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 570.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 571.
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 465.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Odelzhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien