Odernheim am Glan

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Odernheim am Glan
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Odernheim am Glan hervorgehoben
Koordinaten: 49° 46′ N, 7° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Bad Sobernheim
Höhe: 141 m ü. NN
Fläche: 13,26 km²
Einwohner: 1799 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55571
Vorwahl: 06755
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 076
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 11
55566 Bad Sobernheim
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Thomas Langguth (SPD)

Odernheim am Glan ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Bad Sobernheim im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Odernheim befindet sich an der Mündung des Glan in die Nahe. Zu den Nachbargemeinden Odernheims zählen Rehborn, Staudernheim, Duchroth, Boos und Lettweiler.

[Bearbeiten] Paläontologie

Bei Odernheim am Glan erstreckte sich in der Rotliegend-Zeit, dem älteren Abschnitt des Perm, vor etwa 290 Millionen Jahren ein Süßwassersee, in dem bis zu zwei Meter lange räuberische „Urlurche“ (Sclerocephalus haeuseri) lebten. Weltweit bekannt sind die kleinen Branchiosaurier (Kiemensaurier) Apateon pedestris und Micromelerpeton credneri von Odernheim. An dieser Fundstelle kamen auch fossile Eintagsfliegen zum Vorschein. Fossilien aus Odernheim werden im Paläontologischen Museum in Nierstein gezeigt.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort wurde 976 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1349 das Stadtrecht. 1108 wurde auf dem Disibodenberg am Zusammenfluss von Glan und Nahe bei Odernheim ein Benediktinerkloster gegründet. 1112 traten Jutta von Sponheim (um 1092-1136), Hildegard von Bingen (1098-1179) und ein weiteres Mädchen in eine eigens für sie eingerichtete Frauenklause des Benedikterklosters auf dem Disibodenberg ein. Ungeachtet ihres Beinamens "von Bingen" hielt sich Hildegard die längste Zeit ihres Lebens auf dem Disibodenberg bei Odernheim auf. 1147 trat Hildegard nach einer Vision dafür ein, auf dem Rupertsberg am Zusammenfluss von Nahe und Rhein bei Bingen ein Frauenkloster errichten zu lassen. Dorthin wollte sie mit der immer größer werdenden Frauengruppe des Benediktinerklosters auf dem Disibodenberg ziehen. 1150 zog Hildegard mit 18 Nonnen vom Disibodenberg in das Frauenkloster auf dem Rupertsberg ein.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich aus 16 Mitgliedern zusammen. Bei der Wahl 2004 gab es folgendes Ergebnis:

[Bearbeiten] Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: In Silber auf grünem Dreiberg rechts ein goldenes Hochkreuz, auf das ein links danebenstehender blauer, goldbewehrter und rotbezungter Löwe die Pranke legt.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

Sehenswert ist der historische Ortskern mit dem Rathaus von 1541 und der teilweise erhaltenen Stadtmauer mit Stadttor, sowie das Zweibrücker Schloss. Besonders erwähnenswert ist die Ruine des Klosters Disibodenberg, wo Hildegard von Bingen einen Teil ihres Lebens verbrachte und ihre bedeutenden Werke begann.

[Bearbeiten] Vereine

Odernheim besitzt eine sehr vielfältige Vereinswelt. Zu den Vereinen zählen unter Anderem ein Turnverein, ein Fußballverein sowie mehrere Gesangvereine.

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

Zu den alljährlichen Odernheimer Veranstaltungen zählt die Kerb im Herbst und der Weihnachtsmarkt in der Adventszeit.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Zahlreiche mittelständische Unternehmen sowie Handwerksbetriebe sind im Ort ansässig.

[Bearbeiten] Verkehr

Odernheim ist an der L 234 und L 235 sowie der K 78 gelegen. Die nächstgelegenen Bundesstraßen sind die B 41 sowie die B 420 welche je 6-7 km entfernt sind.

Odernheim wurde einst von zwei Bahnlinien berührt: Die Glantalbahn von Homburg/Saar bis Staudernheim und die strategische Strecke von Odernheim bis Bad Münster. Beide Strecken wurden stillgelegt. Die Glantalbahn wird heute als Draisinenstrecke genutzt.

Die ÖPNV-Anbindung wird über die Regiolinie der Busgesellschaft ORN erreicht, die in Lauterecken, Altenglan und Staudernheim bzw. Bad Sobernheim Anschluss an das Schienennetz der Deutschen Bahn herstellt. Außerdem gibt es eine Busverbindung nach Bad Münster am Stein.

[Bearbeiten] Bildung

Odernheim besitzt einen Kindergarten sowie eine Grundschule.

[Bearbeiten] Tourismus

Odernheim ist an der Draisinenstrecke zwischen Altenglan und Staudernheim gelegen, was den Ort zunehmend bei Touristen bekannt macht. Mehrere Gästehäuser bieten Übernachtungsmöglichkeiten im Ort.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Weblinks

Commons
 Commons: Odernheim am Glan – Bilder, Videos und Audiodateien
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