Odilo Lechner

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Odilo Lechner OSB, eigentlich: Hans Helmut Lechner (* 25. Januar 1931 in München) ist ein deutscher Benediktinermönch. Als Abt leitete Lechner die beiden traditionsreichen Klöster Sankt Bonifaz in München und Andechs von 1964 bis 2003. Bei seinem Ausscheiden war er der weltweit dienstälteste Benediktinerabt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Lechner wurde als einziges Kind eines Beamten in München-Bogenhausen geboren. Nach seinem Abitur 1949 im niederbayerischen Kloster Metten studierte er Philosophie und Theologie in München. 1952 trat er in die Benediktinerabtei St. Bonifaz ein, wo er den Ordensnamen Odilo annahm. Seine Profess fand am 7. November 1953 statt. Am 23. Dezember 1956 wurde Pater Odilo Lechner in der Basilika St. Bonifaz in München von Joseph Wendel zum Priester geweiht.

Mit der philosophischen Dissertation über Idee und Zeit der Metaphysik Augustins wurde er 1964 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg promoviert.

Odilo Lechner hatte im Alter von erst 33 Jahren am 8. September 1964 die Leitung des Münchner Innenstadt-Klosters Sankt Bonifaz sowie zugehörig des in Oberbayern liegenden Kloster Andechs als 7. Abt übernommen. Seine Wahl erfolgte am 14. Juli 1964 als Koadjutor von Abt Hugo Lang. Die Benediktion wurde durch Julius Kardinal Döpfner, den Erzbischof von München und Freising, vorgenommen. In der Amtszeit Lechners wurde die kriegszerstörte Basilika Sankt Bonifaz wieder aufgebaut. Pater Johannes Eckert trat 2003 die Nachfolge von Lechner an.

Der Wahlspruch von Lechner heißt Dilatato cordeMit weitem Herzen und stammt aus dem Psalm 119.

Altabt Odilo Lechner OSB hat zahlreiche Veröffentlichungen publiziert. Er ist bis heute als Kolumnist, Buchautor, Firmspender und Referent tätig.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Zitate

  • „Deutschland ist sicher nicht wertlos, aber Werte verschieben sich in einer Gesellschaft, die sich im Wandel befindet, die mit Globalisierung zu kämpfen hat und mit einer besorgniserregenden demographischen Entwicklung konfrontiert ist.“ (Odilo Lechner, Berlin 25. Oktober 2005)

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

  • Weite dein Herz. Lebenskunst aus dem Kloster, Heyne Verlag 2002, ISBN 3453861515
  • Warum ich bete. Gespräche mit Gott, Heyne Verlag 2003, ISBN 3453874447
  • Engel. Begegnungen mit Gottes Boten, Heyne Verlag 2004, ISBN 3453879449
  • Wege zum Leben Benedikts Weisung für die Zukunft, Heyne Verlag 2005, ISBN 3453120302
  • zusammen mit Karl L. Schweisfurth, Hans-Günther Kaufmann - Sieben Geheimnisse für ein gutes Leben, Heyne Verlag 2003, ISBN 3453874455
  • zusammen mit Michael Cornelius - Die Weisheit der Wüstenmönche. Von der Kunst, das Leben zu meistern, Heyne Verlag 2005, ISBN 3453120280
  • Vom Weg der Weisheit, Ein Gespräch mit Michael Langer und Bildern von Hans-Günther Kaufmann, EOS Verlag 2011, ISBN 9783830674627
  • Zeichen auf dem Weg, Stationen meines Lebens, Verlag Herder 2011, ISBN 9783451323904

[Bearbeiten] Weblinks

Vorgänger Amt Nachfolger
Hugo Lang Abt von Sankt Bonifaz, München
1967–2003
Johannes Eckert
Augustin Mayer Vorsitzender der Salzburger Äbtekonferenz
1972–1982
Christian Schütz
Augustin Mayer

Albert Brettner

Abtpräses der Bayerischen Benediktinerkongregation
1972–1978

1984–1993

Albert Brettner

Gregor Zasche

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