Oepfershausen

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Wappen Deutschlandkarte
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Oepfershausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oepfershausen hervorgehoben
50.64055555555610.241388888889454Koordinaten: 50° 38′ N, 10° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Wasungen-Amt Sand
Höhe: 454 m ü. NHN
Fläche: 12,26 km²
Einwohner: 485 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98634
Vorwahl: 036940
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 053
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Beckengasse 47
98634 Oepfershausen
Webpräsenz: www.vg-wasungen.de
Bürgermeister: Hubert Schmidt (WG Oepfershausen)
Lage der Gemeinde Oepfershausen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Altersbach Aschenhausen Belrieth Benshausen Bermbach Birx Breitungen Brotterode-Trusetal Christes Dillstädt Einhausen (Thüringen) Ellingshausen Erbenhausen Fambach Floh-Seligenthal Frankenheim/Rhön Friedelshausen Grabfeld (Gemeinde) Grabfeld Henneberg (Thüringen) Hümpfershausen Kaltensundheim Kaltenwestheim Kühndorf Leutersdorf Mehmels Meiningen Meiningen Melpers Metzels Neubrunn Oberhof Oberkatz Obermaßfeld-Grimmenthal Oberschönau Oberweid Oepfershausen Rhönblick Rippershausen Ritschenhausen Rohr Rosa Roßdorf (Thüringen) Rotterode Schmalkalden Schwallungen Schwarza Springstille Steinbach-Hallenberg Stepfershausen Sülzfeld Unterkatz Untermaßfeld Unterschönau Unterweid Utendorf Vachdorf Viernau Wahns Wallbach Walldorf (Werra) Wasungen Wölfershausen Zella-Mehlis ThüringenKarte
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Evangelische Pfarrkirche

Oepfershausen ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen im fränkisch geprägten Süden von Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Wasungen-Amt Sand an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Wasungen hat.

Geografie[Bearbeiten]

Oepfershausen liegt nordwestlich von Meiningen, in der Vorderrhön, am Fuße des Hahnberges.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Süden liegen die Gemeinden Unterkatz und Oberkatz, im Osten Wahns, im Nordosten Schwallungen, im Norden Friedelshausen sowie hinter dem Hahnberg im Westen Stadt Kaltennordheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde der Ort im Jahre 1183 erwähnt. Wesentlich geprägt wurde er von 1330 bis 1731 durch die Adelsfamilie von Auerochs und von 1595 bis 1711 durch die Familie von Herda. Die beiden miteinander konkurrierenden Geschlechter hatten zwei Burgen und vier Rittergüter im Ort. Nach dem Aussterben der Herda 1711 erwarben die Auerochs deren Besitz, und nach dem Erlöschen der Auerochs nur 20 Jahre später mit dem Tod von Georg Friedrich von Auerochs 1731 fiel der gesamte Besitz an den Landesherrn, Herzog Karl Friedrich von Sachsen-Meiningen, und wurde eine Domäne. Heute ist das Gutshaus ein Künstlerhaus.[2] Der Ort gehörte ursprünglich zur Zent Friedelshausen, die um 1350 im hennebergischen Amt Sand aufging. Von 1825 bis 1827 befand sich im Ort die Verwaltung des sachsen-meiningischen Amts Sand.

Oepfershausen war 1598–1633 von Hexenverfolgungen betroffen: 22 Frauen und vier Männer gerieten in Hexenprozesse, 14 Personen wurden hingerichtet, eine Frau wurde mit Landesverweisung bestraft. Erstes Opfer 1610 war Margaretha Heide.[3]

Ab 1991 gehörte die Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Amt-Sand mit Sitz in Oepfershausen, 1995 erfolgte der Zusammenschluss mit der Verwaltungsgemeinschaft Wasungen und Walldorf.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 568
  • 1995: 567
  • 1996: 559
  • 1997: 559
  • 1998: 554
  • 1999: 557
  • 2000: 545
  • 2001: 530
  • 2002: 526
  • 2003: 530
  • 2004: 528
  • 2005: 519
  • 2006: 517
  • 2007: 508
  • 2008: 500
  • 2009: 488
  • 2010: 492
  • 2011: 486
  • 2012: 486
  • 2013: 485
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Oepfershausen setzt sich aus 8 Mitgliedern der Wählergruppe Oepfershausen zusammen. (Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister ist Hubert Schmidt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Krücke

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die evangelische Pfarrkirche wurde auf dem Vorgängerbau aus dem 15. Jahrhundert im Jahre 1718 erbaut. An der Südostseite befindet sich ein bärtiger Männerkopf, der Christuskopf genannt wird, statt der üblichen Bezeichnung Baumeisterkopf. Außerdem befindet sich in der Kirche ein prunkvolles Bildnis von 1731 ihres Bauherrn und Förderers Georg Friedrich von Auerochs.
  • Im Ort befinden sich eine Kunststation, sowie nennenswerte Fachwerkhäuser wie das Haus Nr. 72, an dem sich ein Wappenstein des um 1800 abgerissenen Auerochsschen Schlosses befindet.
  • Die weiträumige geschlossene Anlage des Schwarzen Schlosses, das als Wirtschaftshof des Auerochsschen Schlosses diente, stammt von 1708, wurde in der Mitte des 20. Jahrhunderts von der Gemeinde erworben, zum wirtschaftlichen Dorfmittelpunkt ausgebaut und 1993 restauriert.
  • Das zwei Kilometer südwestlich des Ortes befindliche Gehöft Amönenhöhe wurde 1856 für den Pfarrer Köhler von Oepfershausen als Alterswohnsitz erbaut und nach dessen Ehefrau Amöne benannt. Im Jahr 1936 wurde gegenüber der Berggasthof Amönenhof errichtet – seitdem ein beliebter Treffpunkt für Wanderer in der Rhön. Der heutige Wirt hat eine beachtliche Sammlung alter Uhrwerke in seinem Besitz, die man in jedem Winkel des Anwesens betrachten kann. Der Gasthof ist daher auch als „Turmuhrenklause“ bekannt.[4]

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

  • Am Südhang des Hahnbergs befindet sich der vorgelagerte 604 Meter hohe Bergrücken Krücke sowie der Amönenhof mit zwei Ausflugsgaststätten, darunter die Turmuhrenklause mit historischen Turmuhr- und Schlagwerken.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, Gleichen, 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 261
  3. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes, über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld, 2012, S. 283f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Oepfershausen, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg, 2003, S. 236 und 240-244.
  4. Katja Schramm: Hier ticken die Uhren anders - Eine Frau war es, die dem Amönenhof seinen Namen gab ... Südthüringer Zeitung (Redaktion Bad Salzungen), 27. April 2013, abgerufen am 27. April 2013.
  5. Richard Heß: Hoßfeld, Johann Wilhelm. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 13, Duncker & Humblot, Leipzig 1881, S. 188–190.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Günther Wölfing: Öpfershausen als feudales Dorf. Von den Anfängen der Ortsentwicklung bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. In: Agrarhistorisches Museum Kloster Veßra (Hrsg.): Zur Geschichte des Feudalismus und der Reformation in Südthüringen. Offizin Andersen Nexö, Kloster Veßra 1983, S. 40-85.
  •  E. Walch: Historisch-statistisch-geographische und topographische Beschreibung der Königlich und Herzoglich Sächsischen Häuser und Lande überhaupt und des Sachsen-Coburg-Meinigischen Hauses und dessen Lande insonderheit. Nürnberg 1811, S. 185. Digitalisat (ca. 23,5 MB)
  •  Paul Lehfeld, Georg Voss (Hrsg.): Amtsgerichtsbezirk Wasungen. In: Bau und Kunstdenkmäler Thüringens. Heft 36, Jena 1910, Oepfershausen, S. 229-232.
  • Walter Höhn: Thüringische Rhön. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2005, ISBN 3-86568-060-7, S. 111

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Oepfershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien