Oettinger Davidoff Group

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Oettinger Davidoff AG
Logo Oettinger Davidoff Group
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1875
Sitz Basel, Schweiz
Leitung Hans-Kristian Hoejsgaard
(CEO)
Andreas Georg Schmid
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 3’688 (2008)
Umsatz 1,311 Mrd. CHF (2008)
Branche Tabakindustrie
Produkte Zigarren und ZigarillosVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.davidoff.com

Die Oettinger Davidoff Group (offiziell Oettinger Davidoff AG) mit Sitz im Basel ist ein international tätiger Schweizer Tabakwarenkonzern.

Geschichte[Bearbeiten]

1875 eröffnete Max Oettinger an der Eisengasse 9 in Basel sein Tabakgeschäft. 1926 geriet das Unternehmen Aufgrund der Zahlungsunfähigkeit einiger Kunden in finanzielle Schwierigkeiten. Das Unternehmen wurde von George Huppuch umstrukturiert und zog an die Nauenstrasse 73 in Basel. Anfang der 1940er Jahre wurde George Huppuch alleiniger Aktionär der Max Oettinger AG. In der Nachkriegszeit expandierte das Unternehmen unter der Leitung von Dr. Ernst Schneider († 13. Oktober 2009) stark. Die Oettinger Imex AG übernahm 1970 das Genfer Tabakgeschäft von Zino Davidoff und etablierte in der folge die Marke Davidoff auf dem internationalen Tabakmarkt.[1] Weitere Übernahmen folgten, wie 1973 die belgische Zabia SA, 1978 die niederländische Pronk Import BV und 1990 die französische Belrive Sàrl. 1988 folgte die Gründung der Davidoff of Geneva Inc. in den U.S.A.[2]

Auf Grund des anhaltenden amerikanischen Handelsembargo gegen Kuba wurde 1991 die Produktion in die Dominikanische Republik verlegt. 1997 wurde die Tabak-Einzelhandelskette Wolsdorff Tobacco GmbH aus Hamburg übernommen.[3]

Am 1. Januar 2001 wurden die Max Oettinger AG sowie die Säuberli & Cie. AG in der neuen Contadis AG in Oberentfelden in der Schweiz zusammengeführt. Neue Marken wie „Zino Platinum“ und „Winston Churchill“ wurden lanciert. 2008 erfolgte die Übernahme des Familienunternehmens Camacho Cigars mit Sitz in Danlí, Honduras, und Miami, Florida, sowie der Cusano Cigars. 2011 wurde der Däne Hans-Kristian Hoejsgaard zum CEO. 2013 wurde die Oettinger IMEX AG und Oettinger Davidoff Group zur Oettinger Davidoff AG.[4]

Geplant ist ein neuer Firmensitz, welcher durch Diener & Diener Architekten erbaut werden soll.[5][6]

Struktur[Bearbeiten]

Das Unternehmen befindet sich im Besitz der Familie Oettinger. Es produziert und vertreibt hauptsächlich Zigarren und Zigarillos sowie entsprechende Accessoires wie Humidore, Zigarrenschneider, Tabakspfeifen und Feuerzeuge. Darüber hinaus ist die Oettinger Davidoff Group auch als Dienstleistungs- und Marketingorganisation für Tabakwaren- und Süsswaren-Hersteller tätig.

Die Unternehmensgruppe beschäftigt knapp 3'700 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2008 bei einer Zigarrenproduktion von 28,2 Millionen Stück einen Umsatz von 1,311 Milliarden Schweizer Franken. Die Oettinger Davidoff Group ist in 120 Ländern vertreten und verfügt über 200 eigene Verkaufsstellen sowie 58 Davidoff Flagshipstores.[7]

Davidoff stellt die meistverkaufte Marke der Oettinger Davidoff Group dar.

Marken[Bearbeiten]

Die Oettinger Davidoff Group vertreibt die Marken Davidoff, Zino, Zino Platinum, AVO, Griffin’s, Private Stock, Camacho, Baccarat "The Game", La Fontana, Legend-Ario, National Brand, Repeater, Deluxe, Don Macho, Don Felo und Nude Bundles. Als lizenziertes Produkt wird zudem die Marke Winston Churchill und seit der im Juni 2009 erfolgten Übernahme von Cusano Cigars auch die Marken Cusano, Cuvee, Celebrity Bundles, Dominican Sweets und Perfect Cut vertrieben.

Sponsoring[Bearbeiten]

Roger Federer bei den 2006 Davidoff Swiss Indoors in Basel

Davidoff war seit 1994 Titelsponsor der Swiss Indoors. Das Sponsoring durch Tabakwerbung wurde nach 17 Jahren jedoch nicht mehr weitergeführt, da massive Einschränkungen eingeführt wurden.[8][9]

Das Unternehmen war ebenfalls langjähriger Sponsor des Indoor-Musik-Festivals AVO Session Basel bis 2012. Der Sponsoringvertrag konnte aufgrund einer Änderung der Gesetzeslage bzgl. Tabakwerbung nicht weitergeführt werden. Demnach darf eine Tabakfirma weder mit ihrem Firmennamen, noch mit einem ihrer Produkte oder Marken (AVO Cigars) im Festivalnamen auftreten, da von öffentlichem Raum aus keine Tabakwerbung mehr einsehbar sein darf; dies schliesst auch Titelsponsoring ein. Daher wurde nach dem Auslaufen des Vertrags der Werbesponsor gewechselt.[10][11][12]

Davidoff wurde daraufhin ab 2012 Sponsor der Art Basel und starte die "Davidoff Art Initiative". Diese unterstützt Künstler aus der Dominikanischen Republik und der Karibik. Die vier Programmbereiche sind die Davidoff Art Residency, Davidoff Art Dialogues, Davidoff Art Grants und Davidoff Art Editions.[13] Diese Unterstützung könnte durch ein neues Tabakgesetz jedoch verboten werden.[14]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Davidoff, Meilensteine
  2. http://ch.oettingerdavidoff.com/who-we-are
  3. http://ch.oettingerdavidoff.com/who-we-are
  4. http://ch.oettingerdavidoff.com/who-we-are
  5. http://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/basel-stadt/davidoff-will-in-basel-ein-neues-konzerngebaeude-bauen-121121835
  6. http://bazonline.ch/basel/stadt/Wegen-zwei-Baeumen-droht-ein-Verkehrschaos/story/25948801
  7. Medienmitteilung der Oettinger Davidoff Group vom 24. Juni 2009 auf artofsmoke.de
  8. http://topsport.com/sportch/generated/article/tnt_tennis/2010/08/09/12691600000.html
  9. http://bazonline.ch/basel/stadt/Swiss-Indoors-droht-neues-Ungemach/story/11191619
  10. http://www.persoenlich.com/news/werbung/wirbt-die-sbb-basel-illegal-274457
  11. http://bazonline.ch/basel/stadt/SwissIndoorsSponsoring-geraet-unter-Druck/story/11744575
  12. http://www.tagesanzeiger.ch/sport/tennis/Federers-Heimturnier-in-Gefahr/story/17374214
  13. http://www.davidoffartinitiative.com/
  14. http://bazonline.ch/basel/stadt/Neues-Tabakgesetz-bedroht-ArtSponsoring/story/18761790

Weblinks[Bearbeiten]