Of Human Bondage

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Filmdaten
Originaltitel Of Human Bondage
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1934
Länge 83 Minuten
Stab
Regie John Cromwell
Drehbuch Lester Cohen
Ann Coleman
Produktion Pandro S. Berman
Musik Max Steiner
Kamera Henry W. Gerrard
Schnitt William Morgan
Besetzung

Of Human Bondage ist ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 1934. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman (deutsch: Der Menschen Hörigkeit) von William Somerset Maugham.

Handlung[Bearbeiten]

Philip Carey versucht sich als Maler. In Paris kritisiert ein Maler sein mangelndes Talent. Philip kehrt nach London zurück um dort ein Medizinstudium zu beginnen. Trotz seiner Behinderung - Philip hat einen Klumpfuß - flirtet er mit der Kellnerin Mildred Rogers. Mildred behandelt ihn jedoch schlecht, trotzdem kommt Philip immer wieder und versucht, sie zu einem Treffen zu bewegen. Als sie sich tatsächlich zu einem Abendessen treffen, bleibt Mildred kühl und distanziert. Eine Verabredung zum Theaterbesuch sagt sie ab, weil sie sich mit einem anderen Mann, Emile Miller, treffen will.

Philip ist von Mildred so besessen, dass er seine Zwischenprüfung nicht besteht. Er will Mildred unbedingt heiraten und präsentiert ihr einen Ring. Doch Mildred sagt ihm, dass sie mit einem anderen Mann zusammen sei. Philip findet heraus, dass der andere Mann Miller ist. Philip lernt die Schriftstellerin Norah kennen, die ihn mit Liebe überhäuft. Philip versucht, ihre Liebe zu erwidern. Als eine schwangere Mildred bei ihm auftaucht, beendet er sein Verhältnis mit Norah. Mildred ist von Miller, der verheiratet war, verlassen worden. Nach der Geburt des Kindes betrügt Mildred Philip mit dem Studenten Harry Griffith, doch auch der verlässt sie schnell wieder.

Philip lernt nun Sally Athelny kennen, die Tochter eines ehemaligen Patienten. Sie lädt ihn ein, sie und ihre Familie zu besuchen. Nach Monaten taucht Mildred wieder auf, ohne Geld aber mit ihrem Kind. Philips Zuneigung zu Mildred ist geschwunden, was diese wütend werden lässt. Sie zerstört alle Bilder, die Philip nebenbei gemalt hat und verbrennt einen Stapel von Anleihen, die Philip von seinem Onkel zur Finanzierung seines Studiums bekommen hat. Mittellos geworden muss er sein Studium abbrechen. Bevor er jedoch die Universität verlässt, korrigiert Dr. Jacobs mit einer Operation seinen Klumpfuß.

Philip wird von den Athelnys aufgenommen. Er bekommt Arbeit in einem ihrer Geschäfte. Ihn erreicht ein Brief von Mildred, in dem sie ihn um Hilfe bittet. Sie hat ihr Baby verloren und leidet an Tuberkulose. Aus Mitleid schickt ihr Philip etwas Geld. Philips Onkel stirbt und vermacht ihm ein kleines Vermögen. Philip kann sein Studium wieder aufnehmen und abschließen. Er wird der Schiffsarzt eines Kreuzfahrtschiffes. Bevor das Schiff ablegt, erfährt Philip von Mildreds Tod. Nun ist er frei von seiner Vergangenheit. Er entscheidet sich, in London zu bleiben und Sally zu heiraten.

Kritik[Bearbeiten]

Mordaunt Hall von der New York Times befand, der Film verfüge nicht über die große dramaturgische Dichte des Romans, doch die lebensechte Geschichte und die Authentizität der Atmosphäre lassen den Zuschauer an den Lippen der interessanten Charaktere hängen. Zudem spiele Bette Davis enorm effektiv.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

1935 wurde Bette Davis in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert (Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences zählt Davis lediglich als write-in Kandidatin und somit nicht zu den offiziellen drei Nominierungen für die Beste Darstellerin des Jahres).

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Uraufführung fand am 28. Juni 1934 in New York statt.

Ursprünglich war Bette Davis für den Oscar nicht nominiert worden. Doch eine Kampagne ihrer Kollegin Norma Shearer sowie ein Bericht in der The Hollywood Citizen News erbrachten eine Bekanntmachung des Präsidenten der Academy, dass der Name Bette Davis nachträglich auf die Stimmzettel geschrieben werden durfte.

Der Film zog zwei Remakes nach sich. 1946 drehte Edmund Goulding ein Remake gleichen Titels mit Paul Henreid und Eleanor Parker. 1964 erschien Der Menschen Hörigkeit, eine britische Produktion von Ken Hughes mit Kim Novak und Laurence Harvey.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kritik der New York Times (engl.)