Offenburger FV

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Offenburger FV
Vereinswappen des Offenburger FV
Voller Name Offenburger Fußballverein 1907 e.V.
Ort Offenburg, Baden-Württemberg
Gegründet 20. Juli 1907
Stadion Karl-Heitz-Stadion
Plätze 15.000
Homepage offenburgerfv.de
Liga Verbandsliga Südbaden
2013/14 5. Platz
Heim
Auswärts

Der Offenburger FV ist ein reiner Fußballverein mit rund 520 Mitgliedern (Stand November 2008) aus Offenburg im Westen Baden-Württembergs.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde am 20. Juli 1907 als Fußball-Club 1907 Offenburg gegründet. Durch den Zusammenschluss mit dem Fußball-Verein 1910 Offenburg entstand am 8. Februar 1913 der heutige Offenburger Fußballverein 1907. Vielmals wird der OFV noch als FV Offenburg bezeichnet und beschrieben, was aber falsch ist.

Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges konnte der Offenburger FV mehrere Kreisliga- und Bezirksklassen- und Bezirksmeisterschaften erringen. Im Jahr 1938 gelang der Aufstieg in die Gauliga Baden, der damals höchsten deutschen Spielklasse.

In der Nachkriegszeit spielte der Offenburger FV in der 1. Amateurliga Südbaden. Die Mannschaft konnte bisher elf Südbadische Meisterschaften erringen, jüngst in der Saison 2010/11. Im Jahr 1978 qualifizierte sich der Offenburger FV für die neu gegründete Oberliga Baden-Württemberg. Der größte Erfolg wurde mit dem Gewinn der Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft am 16. Juni 1984 gefeiert. Mit einem 4:1 wurde der SC Eintracht Hamm besiegt. Nach 13 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit stieg der Offenburger FV 1991 aus der Oberliga Baden-Württemberg ab. 1994 folgte der Abstieg aus der Verbandsliga Südbaden in die Landesliga. Zwei Jahre später scheiterte man in der Relegation am Aufstieg beim SV Endingen mit 1:2 (FC Neustadt 4:0). Es dauerte bis zum Jahr 2001, in dem der OFV in die Verbandsliga aufsteigen konnte (3:2 gegen SV 08 Laufenburg und 4:0 gegen Türkischen SV Konstanz). Dort spielte Offenburg, bedingt durch professionellere Strukturen im Umfeld, sofort eine gute Rolle. Unter dem Ex-Profi und früheren OFV-Spieler Jürgen Hartmann erreichte der Verein zwei Mal die Aufstiegsspiele zur Oberliga, scheiterte aber jeweils. Nach dem Abgang Hartmanns wurde Arnold Brunner zur Saison 2007/08 neuer Trainer. Gleich in seiner ersten Saison gelang es ihm mit seiner Mannschaft die Meisterschaft der Verbandsliga zu erringen und mit dem OFV nach 17 Jahren in die Oberliga zurückzukehren. Jedoch währte das Gastspiel nur ein Jahr, da der Verein als Tabellenletzter umgehend wieder abstieg. In der Saison 2009/10 spielte der Verein somit wieder in der Verbandsliga Südbaden und belegte dort den 2. Platz. In der ersten Relegationsrunde zur Oberliga scheiterte der OFV anschließend am Zweiten der Verbandsliga Baden, dem FC Germania Friedrichstal (1:1 und 2:3). In der darauf folgenden Saison gelang dem Verein dann souverän, bereits drei Spieltage vor Saisonende, der erneute Aufstieg in die Oberliga. In der Saison 2011/12 sollte es nach Rückzug des VfL Kirchheim/Teck und des Wechsels des FV Illertissen in die neue Regionalliga Bayern zur Saison 2012/13 nur einen sportlichen Absteiger aus der Oberliga geben. Durch einen Schlussspurt mit 10 Punkten aus vier Spielen sicherte sich der OFV am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Nach einem 2:0-Erfolg gegen den SV Linx konnte man in derselben Saison zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte den Südbadischen Vereinspokal gewinnen und zog damit erstmals seit 25 Jahren wieder in den DFB-Pokal ein, in dem man in der ersten Hauptrunde gegen den FC St. Pauli spielte, allerdings 0:3 verlor.

Ehemalige und gegenwärtige Präsidenten[Bearbeiten]

Kooperation mit dem SC Freiburg[Bearbeiten]

Zwischen dem Offenburger FV und der Fußballschule des SC Freiburg wurde 2006 ein Kooperationsvertrag im Jugendbereich beschlossen. Der OFV wurde zum ersten Stützpunkt des SC Freiburg. Das bedeutet, dass die Trainer auf Lehrgängen und Schulungen beim SCF weitergebildet werden. Spieler, die beim OFV sich durch Leistung empfehlen, wechseln nicht sofort zum SC Freiburg, sondern werden beim OFV weiter ausgebildet. Erst später, wenn sich ein Spieler weiterhin profiliert hat, soll der Vereinswechsel nach Freiburg erfolgen.

Saisondaten[Bearbeiten]

Ära der 1. Amateurliga[Bearbeiten]

Spielzeit Liga Platz Anmerkung
1950/51 1. Amateurliga Südbaden 7.
1951/52 1. Amateurliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister
1952/53 1. Amateurliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister
1953/54 1. Amateurliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister
1954/55 1. Amateurliga Südbaden 6.
1955/56 1. Amateurliga Südbaden 2.
1956/57 1. Amateurliga Südbaden 2.
1957/58 1. Amateurliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister
1958/59 1. Amateurliga Südbaden 4.
1959/60 1. Amateurliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister
1960/61 1. Amateurliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister
1961/62 1. Amateurliga Südbaden 9.
1962/63 1. Amateurliga Südbaden 2.
1963/64 1. Amateurliga Südbaden 4.
1964/65 1. Amateurliga Südbaden 4.
1965/66 1. Amateurliga Südbaden 3.
1966/67 1. Amateurliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister
Südbadischer Pokalsieger
1967/68 1. Amateurliga Südbaden 2.
1968/69 1. Amateurliga Südbaden 4.
1969/70 1. Amateurliga Südbaden 3.
1970/71 1. Amateurliga Südbaden 11.
1971/72 1. Amateurliga Südbaden 3.
1972/73 1. Amateurliga Südbaden 5.
1973/74 1. Amateurliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister
1974/75 1. Amateurliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister
1975/76 1. Amateurliga Südbaden 4.
1976/77 1. Amateurliga Südbaden 8.
1977/78 1. Amateurliga Südbaden 6. Aufstieg in die neugegründete Oberliga

Oberliga, Verbandsliga und Landesliga[Bearbeiten]

Spielzeit Liga Platz Anmerkung
1978/79 Oberliga Baden-Württemberg 5.
1979/80 Oberliga Baden-Württemberg 5.
1980/81 Oberliga Baden-Württemberg 6.
1981/82 Oberliga Baden-Württemberg 6. Südbadischer Pokalsieger
1982/83 Oberliga Baden-Württemberg 2.
1983/84 Oberliga Baden-Württemberg 2. Deutscher Fußball-Amateurmeister
1984/85 Oberliga Baden-Württemberg 4.
1985/86 Oberliga Baden-Württemberg 10.
1986/87 Oberliga Baden-Württemberg 2. Südbadischer Pokalsieger
1987/88 Oberliga Baden-Württemberg 11.
1988/89 Oberliga Baden-Württemberg 6.
1989/90 Oberliga Baden-Württemberg 5.
1990/91 Oberliga Baden-Württemberg 17. Abstieg
1991/92 Verbandsliga Südbaden 9.
1992/93 Verbandsliga Südbaden 9.
1993/94 Verbandsliga Südbaden 14. Abstieg
1994/95 Landesliga Südbaden Staffel I
1995/96 Landesliga Südbaden Staffel I 2.
1996/97 Landesliga Südbaden Staffel I
1997/98 Landesliga Südbaden Staffel I
1998/99 Landesliga Südbaden Staffel I
1999/2000 Landesliga Südbaden Staffel I 5.
2000/01 Landesliga Südbaden Staffel I 2. Aufstieg
2001/02 Verbandsliga Südbaden 6.
2002/03 Verbandsliga Südbaden 4.
2003/04 Verbandsliga Südbaden 2.
2004/05 Verbandsliga Südbaden 4.
2005/06 Verbandsliga Südbaden 3.
2006/07 Verbandsliga Südbaden 2.
2007/08 Verbandsliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister, Aufstieg
2008/09 Oberliga Baden-Württemberg 18. Abstieg
2009/10 Verbandsliga Südbaden 2.
2010/11 Verbandsliga Südbaden 1. Südbadischer Amateurmeister, Aufstieg
2011/12 Oberliga Baden-Württemberg 13. Südbadischer Pokalsieger
2012/13 Oberliga Baden-Württemberg 16. 1. Runde DFB Pokal, Abstieg
2013/14 Verbandsliga Südbaden 5.

Erfolge[Bearbeiten]

  • Deutscher Fußball-Amateurmeister 1984
  • Oberrheingaumeister 1916 (Herbst)
  • Bezirksklassen-Meister 1921, 1934, 1935, 1938
  • Kreisliga-Meister Südbaden 1925, 1927, 1931, 1932
  • Südbadischer Meister 1952, 1953, 1954, 1958, 1960, 1961, 1967, 1974, 1975, 2008, 2011
  • Südbadischer Pokalsieger 1961, 1967, 1982, 1987, 2012
  • Südbadischer Pokalfinalist 1948, 1959, 1972, 1978, 1981, 1985, 1988, 2009
  • 7 Teilnahmen am DFB-Pokalwettbewerb
  • 9 Teilnahmen an den Aufstiegsspielen zur 2. Süddeutschen Liga/Regionalliga
  • 3 Teilnahmen an den Endrunden zur Deutschen Fußball-Amateurmeisterschaft
  • 3 Teilnahmen an den Endrunden zur Süddeutschen Fußball-Amateurmeisterschaft

Bekannte Namen[Bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten]

Der Offenburger FV trägt seine Heimspiele in dem nach dem früheren Oberbürgermeister (1948–1975) Karl Heitz (1900–1977)[1] benannten Karl-Heitz-Stadion aus. Das reine Fußballstadion fasst 15.000 Zuschauer[2] und verfügt über eine Tribüne mit ca. 500 Plätzen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Keiner regierte länger als Heitz, abgerufen am 29. Juli 2014
  2. Allgemeine Infos zum Verein., abgerufen am 29. Juli 2014