Offene Volkswirtschaft

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Unter einer offenen Volkswirtschaft versteht man in der Makroökonomie eine Volkswirtschaft, die ohne Beschränkungen mit anderen Volkswirtschaften in der Welt in Verbindung steht. Einer offenen steht eine geschlossene Volkswirtschaft, wie sie im Zwei-Sektoren-Modell beschrieben ist, entgegen.

Tatsächlich gibt es praktisch weder gänzlich offene noch geschlossene Volkswirtschaften. Das Modell der offenen Volkswirtschaft soll lediglich die Bedeutung der Außenwirtschaft (Im- und Exporte) bei der Entstehung und Verwendung des Volkseinkommens darstellen. Dadurch sind auch Aussagen über den Anteil des Außenhandels am Volkseinkommen eines Landes möglich. Deutschland beispielsweise hat im Vergleich zu anderen Ländern einen hohen (Netto-)Exportanteil.

Theoretische Grundlagen[Bearbeiten]

Im Modell der offenen Volkswirtschaft gilt: Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage ist die Summe aus privatem Konsum, Investitionen, Ausgaben des Staates und Nettoexporten in einem bestimmten Zeitraum (meist ein Kalenderjahr).


Y^n\!\ = C + I + G + (EX - IM)

mit

EX_{netto}\!\ = (EX - IM)

und

Y^n\!\ = Y


mit

Y^n\!\ = Gesamtwirtschaftliche Nachfrage (Volkseinkommen der Verwendungsseite)

Y\!\ = Gesamtwirtschaftliches Angebot (Volkseinkommen der Entstehungsseite)

C\!\ = Privater Konsum

I\!\ = Investitionen

G\!\ = Ausgaben des Staates

EX = Exporte

IM\!\ = Importe

EX_{netto}\!\ = Nettoexporte


Das Maß einer offenen Volkswirtschaft wird bestimmt durch den Anteil der Nettoexporte am Volkseinkommen


\frac{\left|EX-IM\right|}{Y^n}\!\