Microsoft Office 365

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Microsoft Office 365
Logo
www.office.com
Motto Die einfachste Art der Zusammenarbeit
Beschreibung Büropaket in der Cloud
Registrierung Microsoft-Konto
Sprachen über 30, auch Deutsch
Eigentümer Microsoft
Urheber Microsoft
Erschienen 28. Juni 2011
Mitglieder ca. eine Million[1]

Office 365 ist ein Software-Abonnement und Online-Dienst von Microsoft, der seit Oktober 2010 in Mitteleuropa genutzt werden kann. Er ist mit Google Docs und der Zoho Office Suite vergleichbar und beinhaltet je nach gewähltem Tarif unter anderem Exchange Online, Lync Online, SharePoint Online, Office Web Apps, die klassische Microsoft Office-Software sowie Skype und OneDrive.

Geschichte[Bearbeiten]

Office 365 geht auf die sogenannte Business Productivity Online Suite (kurz BPOS) zurück, die Microsoft ausschließlich für kleine und mittelständische Unternehmen angeboten hatte. Im Oktober 2010 wurde Office 365 offiziell als Nachfolger präsentiert.[2] Nach einer geschlossenen Betaphase wurde Office 365 im Juni 2011 in den regulären Betrieb überführt. Anschließend wurde angekündigt, das bestehende Angebot (BPOS beziehungsweise Office Live) werde spätestens zum 1. Mai 2012 eingestellt.[3]

Seit der Einführung von Office 2013 bietet Microsoft den Dienst auch Privatpersonen an. Im Rahmen von monatlich oder jährlich zu bezahlenden Abonnements erhält der Käufer das Recht, die Desktop-Software auf zwei bzw. fünf Geräten zu installieren, sowie zusätzlichen Speicherplatz bei OneDrive, Freiminuten für Skype und Zugriff auf die Office Web Apps.[4] Im Mai 2013 meldete Microsoft, die jüngste Version von Office 365 sei seit der Einführung über 10 Millionen Mal verkauft worden.[5] Ende 2013 startet der Konzern das Student-Advantage-Programm, über das Lernende der teilnehmenden Bildungseinrichtungen im DreamSpark-Shop kostenfrei eine Lizenz für Office 365 ProPlus beziehen können.[6]

Varianten[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu Google Docs, für das ein einheitlicher Preis gilt, bietet Microsoft Office 365 in mehreren Tarifen an.[7][8] Mit Veröffentlichung von Office 2013 gehörten dazu folgende Stufen:

  • Office 365 Home Premium, inklusive Microsoft Office, Office Web Apps, OneDrive und Skype
  • Office 365 University, inklusive Microsoft Office, Office Web Apps, OneDrive und Skype
  • Office 365 Small Business, inklusive Exchange Online, Lync Online und SharePoint Online
    • Office 365 Small Business Premium, zusätzlich mit Microsoft Office
  • Office 365 Midsize Business, inklusive Exchange Online, Lync Online, SharePoint Online, Microsoft Office
  • Office 365 Enterprise, inklusive Exchange Online, Lync Online und SharePoint Online
    • in den Varianten Office 365 Enterprise E1, Enterprise E3 und Enterprise E4
    • Enterprise E3 mit unlimitierten Exchange Online-Archiv zur Aufbewahrung von E-Mails sowie Microsoft Office
    • Enterprise E4 wie E3 sowie mit einer Lync Plus CAL für einen selbst zu betreibenden Lync Server

In Office 365 Enterprise sind neben den Varianten E1, E3 und E4 auch Lizenzen für einzelne Dienste, beispielsweise nur für Exchange Online erhältlich. Ebenso finden sich dort Varianten für Mitarbeiter ohne eigenen Rechner (sogenannte Kiosk-Benutzer).

Office 365 Small Business ist auf maximal 25 Nutzer beschränkt. Es ist möglich, zwischen den einzelnen Tarifen zu wechseln, jedoch nicht zwischen den verschiedenen Stufen. Das bedeutet, dass beispielsweise ein Umstieg von Office 365 Small Business auf Office 365 Enterprise unter Übernahme bestehender Daten nicht möglich ist, wohl aber von Small Business auf Small Business Premium.

Software[Bearbeiten]

Bei Exchange Online, Lync Online und SharePoint Online handelt es sich um Dienste, die in der Cloud bereitgestellt werden. Das bedeutet, dass sich der Anwender nicht um die Wartung der Programme oder die Administration eines Servers kümmern muss. Auch Aktualisierungen werden automatisch installiert und stehen sofort zur Verfügung.[9] Das Büropaket Microsoft Office mit Word, Excel, PowerPoint und Co. kann entweder komplett heruntergeladen und installiert oder gestreamt werden. Letzteres bedeutet, dass die Anwendungen aus dem Internet geladen und nicht dauerhaft eingerichtet werden. Die Funktion ist nur auf einem Computer mit Windows 7 oder Windows 8 möglich, ältere Versionen des Betriebssystems und OS X werden nicht unterstützt.[10]

Microsoft garantierte eine Verfügbarkeit aller Anwendungen und Dienste in Office 365 von 99,9 Prozent im Jahresmittel.[11]

Im Zuge der Einführung von Office 365 hat Microsoft damit begonnen, auch Software für Smartphones und Tablets anderer Hersteller zu produzieren, die den Zugriff auf Office 365 erleichtern sollen. Dazu gehören zum Beispiel Lync für Android und für iOS, die eine VoIP-Verbindung ermöglichen[12], sowie SharePoint Newsfeed für iPhone und iPad.[13] Seit dem Juni 2013 gibt es außerdem Office Mobile für iPhone, das eine Bearbeitung von Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien auf dem iPhone ermöglicht. Voraussetzung ist ein aktives Abonnement für Office 365.[14]

Kritik[Bearbeiten]

Mit Veröffentlichung der ersten Version des Dienstes war es nicht möglich, ein Dokument gleichzeitig durch zwei Benutzer zu bearbeiten.[15] Experten beurteilten dies als eine essenzielle Funktion, ohne die eine Konkurrenz mit Google Docs nur unzureichend möglich sei. Microsoft reagierte mit einem Update, das im Juli 2011 online gestellt wurde.[16] Zu diesem Zeitpunkt hatte Office 365 etwa 50 Millionen Nutzer.

Im Juni 2011 gestand Microsoft öffentlich ein, aufgrund des Patriot Act und trotz des Safe Harbour-Abkommens US-Geheimdiensten Zugriff auf innerhalb der Europäischen Union gesicherte Daten gewährt zu haben.[17] Dennoch hat Microsoft in einer Pressekonferenz zum Thema Datenschutz in der Cloud am 5. Dezember 2011 wiederum die konsequente Einhaltung europäischer und deutscher Datenschutzrichtlinien behauptet.[18]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://techhive.de/microsoft-erreicht-1-millionen-office-365-nutzer-3046057/
  2. Das Büro in den Wolken. In: Internet World. 20. Oktober 2010, abgerufen am 20. Juni 2013.
  3. Markus Franz: Umstieg: Am 1. Mai 2012 wird Office Live geschlossen. In: Netzwelt. 20. Februar 2012, abgerufen am 20. Juni 2013.
  4. Andreas Sebayang: Aboversion von Office Home bietet mehr als die Dauerlizenz. In: Golem. 29. Januar 2013, abgerufen am 20. Juni 2013.
  5. Achim Sawall: Eine Million Nutzer für Microsofts Office 365. In: Golem. 30. Mai 2013, abgerufen am 20. Juni 2013.
  6. Marisa Nipatsiripol: Microsoft: Office 365 kostenlos an Schüler und Studenten. In: Gulli. 5. Dezember 2013, abgerufen am 5. Dezember 2013.
  7. Monatsabonnement. In: Office 365. Microsoft, abgerufen am 20. Juni 2013.
  8. Office 365-Plan für Unternehmen auswählen. Microsoft, abgerufen am 20. Juni 2013.
  9. Jannis Moutafis: Office 365: Der Firmentest kann beginnen. In: CHIP Online. 22. November 2011, abgerufen am 20. Juni 2013.
  10. Überblick über die Setuparchitektur von Klick-und-Los für Office 365. In: Office 365 Bibliotek. Microsoft, abgerufen am 20. Juni 2013.
  11. Michael Ehlert: 10 Fragen zu Office 365. In: ComputerWoche. 30. September 2011, abgerufen am 20. Juni 2013 (Frage Nr. 6).
  12. Lync 2013 für Android. In: Play Store. Google, abgerufen am 20. Juni 2013.
  13. SharePoint Newsfeed. In: iTunes Store. Apple, abgerufen am 20. Juni 2013.
  14. Lars Budde: Office Mobile für iPhone: Verfügbar in Deutschland, Österreich und Schweiz. In: t3n Magazin. 19. Juni 2013, abgerufen am 20. Juni 2013.
  15. Dieter Petereit: Office365: Microsofts untauglicher Versuch, Google Apps Konkurrenz zu machen. In: t3n Magazin. 29. Juni 2011, abgerufen am 20. Juni 2013.
  16. Dieter Petereit: Office365: Microsofts Word Web App kann jetzt auch Kollaboration. In: t3n Magazin. 7. Juli 2011, abgerufen am 20. Juni 2013.
  17. Achim Sawall: Europäische Cloud-Daten nicht vor US-Zugriff sicher. In: Golem. 30. Juni 2011, abgerufen am 20. Juni 2013.
  18. Microsoft übernimmt Führung beim Datenschutz im Cloud Computing. Microsoft, 5. Dezember 2011, abgerufen am 20. Juni 2013 (Pressemitteilung).