Office for Metropolitan Architecture

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
China Central Television Headquarters, 2011
Casa da Música, 2005
Niederländische Botschaft in Berlin, 2002
Kunsthal Rotterdam, 1993

Das Office for Metropolitan Architecture (OMA) ist das in Rotterdam ansässige Architekturbüro des niederländischen Architekten und Pritzker-Preisträgers Rem Koolhaas. OMA ist international tätig und gehört zu den renommiertesten Vertretern avantgardistischer zeitgenössischer Architektur. Angeschlossen an das Büro ist der Thinktank AMO, der Projekte jenseits von Architektur und Städtebau bearbeitet.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Büro wurde 1975 von Elia Zenghelis seinem damaligen Studenten Rem Koolhaas, sowie Madelon Vriesendorp und Zoe Zenghelis gegründet. 1984 wurde der Hauptsitz des Büros nach Rotterdam verlegt. Zeitweise waren auch Zaha Hadid und Kees Christiaanse Mitarbeiter bzw. Partner des Büros. 1987 zog sich Elia Zenghelis aus dem Büro zurück.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

OMA ist als Zusammenschluss gleichberechtigter Partner organisiert. Die aktuellen Partner sind Rem Koolhaas, Reinier de Graaf, Ellen van Loon, Shohei Shigematsu, Iyad Alsaka, David Gianotten, und Managing Partner Victor van Chijs. Das Büro beschäftigt circa 220 Mitarbeiter aus 35 Ländern. OMA betreibt Zweigbüros in Peking, Hong Kong und New York.[1]

Architektur[Bearbeiten]

Die Bauten und Projekte des OMA zeichnen sich durch ihre konzeptuelle Herangehensweise aus, bei sich den Entwürfen mit einer breiten Recherche, die in Diagrammen zusammengefasst sind und häufig direkt in die räumlichen Konzeptionen der Gebäude einfließen. Das Diagramm dient hierbei als visualisiertes Rechercheergebnis dazu die Komplexität der jeweiligen Aufgabenstellung auf ein konzeptionell verwertbares Maß herunterzubrechen. Es dient demzufolge nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern wird von OMA bewusst im Entwurfprozess eingesetzt um Konzepte zu generieren.

Formal verbindet die früheren Arbeiten des Büros eine Collagenhaftigkeit, die oft gespickt ist mit architektonischen Zitaten der klassischen Moderne (so findet man zum Beispiel bei der Villa Dall’Ava in Paris ironische Zitate auf Le Corbusiers ebenfalls in Paris gebaute Ikone Villa Savoye). Immer wiederkehrendes Element ist auch die räumliche Durchdringung, die Auflösung des starren Geschossbauens. Bei der Kunsthal in Rotterdam sind es schiefe Ebenen und Rampen, die die Geschosse miteinander verbinden, beim Maison a Floirac wird ein offener Aufzugsstempel, der an einer mehrere Geschosse hohen Bücherwand entlangfährt, zum zentralen räumlichen Element. Bei der Niederländischen Botschaft faltet sich eine Trajekt genannte Raumskulptur als Erschließung durch alle Geschosse, der Saal des Opernhauses von Porto wirkt wie durch die skulpturale Massivität des Gebäudes einfach hindurchgesteckt.

Realisierte Bauwerke (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • archplus 175, AMO - Projektionen. archplus 175, Aachen, Dezember 2005
  • archplus 174, OMA - Projekte. archplus 174, Aachen, Dezember 2005
  • archplus 143, Die Moderne der Moderne, Aachen, Oktober 1998
  • el croquis 53+79, OMA/ Rem Koolhaas 1987-1998, Madrid 1998, ISSN 0212-5683
  • el croquis 131+132, AMO/OMA Rem Koolhaas I 1996-2006, Madrid 2006
  • el croquis 133+134, AMO/OMA Rem Koolhaas II 1996-2007, Madrid 2007
  • Sinning, Heike, More is More: OMA/Rem Koolhaas, Wasmuth Verlag Tübingen 2001, ISBN 978-3-8030-0607-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Office for Metropolitan Architecture – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. OMA, Archivlink vom 15. Mai 2011.
  2. Fotos auf architecture in berlin.com - Rem Koolhaas/OMA – Haus Am Checkpoint Charlie
  3. [1]