Offida

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Stadt; für das Weinbaugebiet siehe Offida (Wein).
Offida
Wappen
Offida (Italien)
Offida
Staat: Italien
Region: Marken
Provinz: Ascoli Piceno (AP)
Koordinaten: 42° 56′ N, 13° 42′ O42.936713.7014292Koordinaten: 42° 56′ 12″ N, 13° 42′ 5″ O
Höhe: 292 m s.l.m.
Fläche: 49,22 km²
Einwohner: 5.174 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einw./km²
Postleitzahl: 63035
Vorwahl: 0736
ISTAT-Nummer: 044054

Offida ist eine italienische Stadt in der Provinz Ascoli Piceno.

Geschichte[Bearbeiten]

Nach aräologischen Funden bei Offida wird angenommen, dass bereits in der Steinzeit eine Siedlung existierte.

Vermutlich im 9. Jahrhundert v. Chr. gründeten einige Picener, die aus einer Gruppe von Sabinern hervorgingen, Offida. Etwa im 3. Jahrhundert v. Chr. verschwand die Kultur der Picener mit dem Vordringen der Römer. Im 6. Jahrhundert n. Chr. eroberten die Langobarden Italien, Offida im Jahr 580 n. Chr.

Santa Maria della Rocca

Einige Jahrzehnte später (7. Jahrhundert) wurde eine Burg in dieser Ortschaft so benannt. Etwa ab dem 9. Jahrhundert erlebte Offida durch die Benediktinermönche aus Farfa eine Landwirtschaftliche Blütezeit. In dieser Zeit wurde auch ein Rathaus und eine Stadtmauer errichtet. Im 13. Jahrhundert wurde Offida in einer Erwähnung Papst Urbans IV als Stadt bezeichnet. Es entwickelten sich offene Rivalitäten zweier herrschender Familien (Ghibellinen und Guelfen). Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts dauerten die Kämpfe an; 1533 wurde die gesamte Familie Baroncelli (Welfen) getötet.

Offida entwickelte sich unter der Kontrolle der Kirche beständig weiter. Im Jahr 1808 wurde die Kirchenherrschaft durch Napoleon abgeschafft. Bereits 1815 wurde sie durch den Wiener Kongress wieder eingeführt. Es entstand eine Unterteilung in Stadtbezirke, eine Verwaltung (Bürgermeister, Gemeinderat, Stadtvogt, Dorfältester). Aber schon 1860 wurde das kirchliche Heer von Piemontesischen Truppen geschlagen und Offida wurde der Provinz Ascoli Piceno zugesprochen. Die Stadt Offida, bisher bäuerlich geprägt, wurde durch das Handwerk zunehmend industrialisiert.

Der Erste Weltkrieg hinterließ schweren Schaden. 1926 erhielt Offida eine elektrische Straßenbahn. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Industrialisierung und Modernisierung weiter entwickelt. Zudem setzte man auf das Handwerk und pflegte vor allem die Kunst und Verbreitung des Klöppelns.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Die Herkunft des Namens ist nicht bekannt. Historiker vermuten eine Herleitung aus:

  • OPPIDA (ital.: befestigte Stadt)
  • OPHYS (griech.: Schlange)
  • OPHIDA (ital.: umfangreicher Hügel)

Bauwerke[Bearbeiten]

Rathaus

Acht Kirchen und ein Kloster erinnern an die lange Kirchenherrschaft. Das heutige Theater "Serpente Aureo" wurde 1768 gebaut und 1820 erweitert. Im 20. Jahrhundert erfolgten einige Modernisierungsumbauten. Das Rathaus der Stadt ist vermutlich im 11./12. Jahrhundert erbaut worden. Die heute zum Teil noch erhaltene Stadtmauer stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Besonderes[Bearbeiten]

Ein Wein mit dem Namen „Offida“ wird im Hügelland der Provinz von Ascoli Piceno produziert.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.

Quellen[Bearbeiten]