Oghusische Sprachen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die oghusischen Sprachen (türkisch Oğuz dilleri/Oğuzca) oder auch Südwesttürkisch sind ein Zweig der Turksprachen. Sie umfassen heute neun Sprachen mit bis zu 100 Millionen Muttersprachlern.

Ihre bedeutendsten heutigen Vertreter sind die türkische mit rund 60 Millionen und die aserbaidschanische Sprache mit etwa 30 Millionen Sprechern.

Heutige oghusische Turksprachen sind „West-Oghusisch“, „Ost-Oghusisch“ und „Süd-Oghusisch“. Zu diesen Turksprachen gehören folgende Sprachen oder Dialekte[1]:

Salarisch wird heute zur südosttürkischen Gruppe (Uighurisch) gezählt, historisch entwickelte sie sich aber aus dem oghusischen Sprachzweig der Turksprachen.[2] Umgekehrt entwickelte sich das Krimtatarische aus der kiptschakischen Sprachgruppe, näherte sich jedoch stark den oghusischen Sprachen an.

Sprache Sprecherzahl hauptsächlich verbreitet in folgenden Ländern (mit Sprecherzahlen)
Türkisch 60 Mio. Türkei 55 Mio. (S2 70 Mio.), Balkan 2,5 Mio., Zypern 180.000, GUS 300.000,
Deutschland 2 Mio., sonstiges West- und Mitteleuropa 700.000
Gagausisch 330.000 Moldawien 170.000, Balkan 130.000, Ukraine 20.000, Bulgarien 10.000
Aserbaidschanisch 20–30 Mio. Iran 12–20 Mio., Aserbaidschan 8 Mio., Türkei 500.000, Irak 500.000, Russland 350.000,
Georgien 300.000, Armenien 200.000
Turkmenisch 6,8 Mio. Turkmenistan 3,8 Mio., Iran 2 Mio., Afghanistan 500.000, Irak 250.000, Usbekistan 250.000
Chorasan-Türkisch 1.000.000 Iran (Provinz Chorasan)
Kaschgai 1,5 Mio Iran (Provinzen Fars, Chuzestan)
Aynallu 7.000 Iran (Provinzen Markazi, Ardebil, Zanjan)
Afscharisch 300.000 Afghanistan (Kabul, Herat), Nordost-Iran
Salarisch 55.000 China (Provinzen Qinghay, Gansu)

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Lars Johanson,Éva Csató The Turkic languages, 1998, S.82
  2. Lars Johanson,Éva Csató The Turkic languages, 1998, S.83

Literatur[Bearbeiten]