Oimjakon

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Selo
Oimjakon
Оймякон
Föderationskreis Ferner Osten
Republik Jakutien
Rajon Oimjakon
Bürgermeister Rosalija Kondakowa
Höhe des Zentrums 741 m
Bevölkerung 521 Einw. (Stand: 2001)
Zeitzone UTC+9 (Sommerzeit: UTC+10)
Telefonvorwahl (+7)41154
Postleitzahl 678752
Kfz-Kennzeichen 14
Geographische Lage
Koordinaten: 63° 27′ N, 142° 47′ O63.45142.78333333333741Koordinaten: 63° 27′ 0″ N, 142° 47′ 0″ O
Oimjakon (Russland)
DEC
 

Oimjakon (russisch Оймякон, jakutisch Өймөкөөн/Öjmököön) ist ein Ort im Osten der Teilrepublik Sacha (Jakutien) im Fernen Osten Russlands. Er wird statistisch als der kälteste Ort der Welt geführt. Oimjakon hat rund 500 Einwohner und gilt neben Werchojansk als „der Kältepol aller bewohnten Gebiete der Erde“. Der Name Oimjakon bedeutet in der Sprache der Jakuten so viel wie „heiße Quelle“.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Oimjakon liegt ungefähr 640 km nordöstlich der Großstadt Jakutsk im Hochland von Oimjakon im Tal des Flusses Indigirka auf etwa 750 m ü. NN. Der Ort liegt zwischen dem langgestreckten Werchojansker Gebirge und dem Tscherskigebirge. Die das Hochland nach Süden abschließende Bergkette verhindert den Zufluss wärmerer Luftmassen.

135 Kilometer südwestlich von Oimjakon befindet sich der Mus Chaja, der höchste Berg des Werchojansker Gebirges.

[Bearbeiten] Temperaturen

Klimadiagramm von Oimjakon[1]

Obwohl Oimjakon etwa 2900 km vom Nordpol entfernt ist, werden hier (langjährige Wetterstation im Dorf Tomtor, 30 km südöstlich, seit 2004 mit eigener Wetterstation in Oimjakon (63° 16′ N, 143° 12′ O63.263055555556143.20833333333)) oftmals die niedrigsten Temperaturen aller bewohnten Gebiete der Erde (Kältepol aller bewohnbaren Gebiete der Erde, siehe Hochland von Oimjakon) gemessen. Die Extremwerte werden unter anderem durch die topographischen Bedingungen in diesem Hochland begünstigt. Nach Angaben russischer Meteorologen wurde die tiefste Temperatur von –68°C in der Wetterstation Tomtor im Jahre 1933 gemessen.

Die am Kältepol-Denkmal in Oimjakon angegebenen –71,2°C aus dem Jahre 1926 gelten allgemein als tiefste Temperatur, wurden aber angeblich nicht nachgewiesen, sondern von einem Akademie-Mitglied hochgerechnet.

Nicht offiziell anerkannt ist die 1916 gemessene Temperatur von –81,2 °C.

In dieser Gegend findet man sehr oft ein stark ausgeprägtes Kältehoch. Außerdem wurde in Oimjakon mit 1083,8 mbar der höchste Luftdruck der Erde gemessen. (31. Dezember 1968)

Im Sommer kann es dagegen bis +35°C warm werden, womit also Temperaturdifferenzen von über 100 Kelvin in einem Jahr möglich sind.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Geoklima 2.1

Aus: „Meteorologie“, Hans Häckel, erschienen in UTB, ISBN 3-8252-1338-2

[Bearbeiten] Weblinks

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