Oknos

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Oknos (griechisch Ὄκνος, der Zauderer) ist eine Figur der griechischen Mythologie.

Geschichte[Bearbeiten]

Oknos − Sohn des Tiber − war der Ehemann einer zügellosen und verschwenderischen Frau. Als Greis[1] gehörte Oknos zu den Verdammten des Hades. Im Tartaros musste er auf ewig ein Seil aus Binsen flechten, dessen fertiges Ende jedoch immer wieder von einer Eselin gefressen wurde.[2] Oknos soll im Leben ein fleißiger Mann gewesen sein, dessen Vermögen aber von seiner Frau schnell durchgebracht wurde, womit seine Situation im Tartaros der im Leben gleicht.

Das Seil des Oknos flechten ist eine Redewendung für eine mühsame Arbeit, die nie enden will. Die Redewendung wurde jedoch von der Sisyphusarbeit verdrängt, die Ähnliches bedeutet und wie die Tantalusqualen aus dem Tartaros stammt.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eckart Peterich: Götter und Helden der Griechen. Fischer, Frankfurt am Main 1958, S. 145.
  2. Herder Lexikon: Griechische und römische Mythologie. Herder, Freiburg/Basel/Wien 1981, Lemma Oknos.