Okriftel
| Okriftel
Stadt Hattersheim am Main
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| Koordinaten: | 50° 3′ N, 8° 30′ O50.0515073721138.499426841735892Koordinaten: 50° 3′ 5″ N, 8° 29′ 58″ O |
| Höhe: | 92 m ü. NN |
| Fläche: | 4,06 km² |
| Einwohner: | 7.581 (1993) |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 65795 |
| Vorwahl: | 06190 |
Okriftel ist ein Stadtteil von Hattersheim am Main im Main-Taunus-Kreis in Hessen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografische Lage
Okriftel liegt auf einer Niederterrasse am rechten nördlichen Ufer des Mains kurz unterhalb der Mündung des Schwarzbachs in den Fluss. Der Name des Ortes leitet sich von dem Schwarzbach her, der auch Kriftel genannt wurde. Der Ort entwickelte im Wesentlichen ein Netz von Ortsstraßen, die parallel und rechtwinklig zum Main verlaufen.
[Bearbeiten] Geschichte
Die älteste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnung als Acruftele datiert von 1103. Damals erhielt hier das Kloster St. Jakob bei Mainz ein Schiff und zwei Mühlen als Schenkung. Die Entstehung des Ortes wird auf das 3./4. Jahrhundert zurückgeführt. Die Reichsgrafen von Isenburg erwarben erheblichen Grundbesitz und die Gerichtsbarkeit und waren ab 1560 die Landesherren in Okriftel.
1803 ging Okriftel an Nassau-Usingen und gehörte zur Zeit des Herzogtums Nassau zum Amt Höchst. Nach der Annexion durch Preußen wurde es 1867 dem Mainkreis und später dem Landkreis Höchst im Regierungsbezirk Wiesbaden zugeordnet.
Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen schlossen sich im Jahr 1972 Hattersheim, Okriftel und Eddersheim durch einen Grenzänderungsvertrag freiwillig zur Stadt Hattersheim am Main zusammen.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Für die wirtschaftliche Entwicklung Okriftels war die Gründung der Zellstoff- und Papierfabrik am Main, westlich des Ortskerns, von besonderer Bedeutung, die ab 1886 unter Philipp Offenheimer (†1930) einen erheblichen Aufschwung nahm. Die Arisierung 1933 (eine andere Quelle gibt 1938 an)[1] 1949 rückgängig gemacht und der Betrieb wurde an seinen Sohn Ernst Offenheimer zurückgegeben.[2]
[Bearbeiten] Verkehr und Infrastruktur
Okriftel liegt an der Landesstraße L 3006, die von Eddersheim im Südwesten nach Frankfurt-Sindlingen im Nordosten führt. In Höhe des Ortskerns zweigt von dieser Straße die Landesstraße L 3011 als Mainstraße nach Norden ab in Richtung der Kernstadt Hattersheim.
In Okriftel gibt es eine Personenfähre über den Main, die nach Kelsterbach führt. Von Walldorf führt die Kreisstraße K 152 als Okrifteler Straße genau zur Fährrampe auf das Okriftel gegenüber liegende Mainufer zu. Allerdings musste diese Straße durch den Ausbau des Flughafens Frankfurt am Main und der Startbahn West erheblich umgebaut und umgeleitet werden.
Nördlich des Ortes befindet sich der Baggersee, ein Teil des Landschaftsschutzgebietes Hessische Mainauen.
In Okriftel endet auch der Schwarzbach-Planetenweg, der in Kriftel beginnt.
[Bearbeiten] Kultur
In der Reformationszeit wurde um 1545 der lutherische und 1595 der reformierte Gottesdienst eingeführt.
Die evangelische Pfarrkirche wurde 1809 in klassizistischem Stil neu errichtet. Sie trägt einen Haubendachreiter. Dach- und Giebelflächen sind mit Schiefer verkleidet.
Ebenfalls befindet sich in Okriftel ein Gebetszentrum der Ahmadiyya Muslim Jamaat.
[Bearbeiten] Weblinks
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Commons: Okriftel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Recherche nach Kulturdenkmälern in Hattersheim am Main (siehe Einträge ohne Lageinformation: Einleitung; Geschichtliche und bauliche Entwicklung von Okriftel)
- Ortslexikon des Landes Hessen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Main-Taunus-Kreis e. V. CJZ Main-Taunus, abgerufen am 2. Dezember 2011
- ↑ Cellulosefabrik Phrix, abgerufen am 1. Dezember 2011