Olaf Glaeseker

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Olaf Glaeseker (* 1961 in Oldenburg) ist ein deutscher politischer Beamter und Journalist. Er war seit dessen Amtsantritt am 30. Juni 2010 bis zum 22. Dezember 2011 der Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken [Bearbeiten]

Nach dem Abitur, das er 1981 an der damaligen Hindenburgschule in Oldenburg ablegte, und seinem Wehrdienst studierte Glaeseker an der Deutschen Sporthochschule Köln Sportwissenschaften.[1] Während seines Studiums, das er mit Diplom abschloss, und danach arbeitete er für mehrere Regionalzeitungen, zuletzt als politischer Korrespondent in Bonn für die Augsburger Allgemeine Zeitung.[2]

1999 wurde er Sprecher der CDU in Niedersachsen. Mit dem Wahlsieg Wulffs und der Amtsübernahme 2003 wurde er zum niedersächsischen Regierungssprecher ernannt, ab 2008 im Range eines Staatssekretärs. Glaeseker wird maßgeblich zugeschrieben, den damaligen Oppositionsführer und CDU-Landesvorsitzenden Christian Wulff für die Medien „geöffnet“ und ihm so seinen Aufstieg an die Macht ermöglicht zu haben.[3] Nach der Wahl Wulffs zum Bundespräsidenten im Jahre 2010 folgte ihm Glaeseker nach Berlin als dessen Pressesprecher.[4]

Im Dezember 2011 geriet Wulff wegen eines angenommenen Privatkredits während seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident in die Kritik. Das Krisenmanagement wurde als große Herausforderung für Glaeseker angesehen, allerdings erfuhr er hierfür auch Kritik.[5][6] Am 22. Dezember bat Glaeseker um seine Entlassung als Sprecher und wurde daraufhin von Lothar Hagebölling, dem Leiter des Bundespräsidialamtes, von seinen Aufgaben entbunden.[7] Glaeseker galt als engster Vertrauter Wulffs.[8] Wegen des Vorwurfs der Bestechlichkeit wurden am 19. Januar 2012 private und dienstliche Räumlichkeiten Glaesekers[9] sowie Ende Januar sein Büro im Bundespräsidialamt auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Hannover durchsucht.[10] Im März 2013 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage beim Landgericht gegen ihn wegen Bestechlichkeit und gegen Eventmanager Manfred Schmidt wegen Bestechung.[11] Das Gericht muss noch über deren Annahme entscheiden.[12]

Privat [Bearbeiten]

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Als Jugendlicher war Glaeseker ein erfolgreicher Mehrkämpfer und zweimaliger niedersächsischer Meister im Weitsprung. Glaeseker lebt mit seiner Frau Vera, ebenfalls Journalistin, im niedersächsischen Steinhude.

Weblinks [Bearbeiten]

Wulff-Affäre – Anklage gegen Glaeseker und Schmidt. In: Zeit Online. 6. März 2013.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Engster Berater des Präsidenten. NWZ Online. 11. August 2010. Abgerufen am 18. Februar 2012.
  2. Olaf Glaeseker - der "Präsidentenflüsterer". tagesschau.de. 19. Januar 2012. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  3. Der Wohlfühl-Wulff. Focus Online. 14. Januar 2008. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  4. Wulff holt zwei Vertraute nach Berlin. Der Tagesspiegel. 5. Juli 2010. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  5. Olaf Glaeseker - Der Präsidentenflüsterer. Financial Times Deutschland. 18. Dezember 2011. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  6. Wulffs Einflüsterer aus der Provinz. Süddeutsche Zeitung. 22. Dezember 2011. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  7. Bundespräsident Wulff entlässt seinen Sprecher. Welt Online. 22. Dezember 2011. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  8. Der seltsame Abgang von Wulffs bestem Mann. Spiegel Online. 23. Dezember 2011. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  9. Durchsuchung bei Wulffs ehemaligem Sprecher. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 19. Januar 2012. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  10. "Affäre beschädigt Deutschlands Ansehen". Süddeutsche Zeitung. 29. Januar 2012. Abgerufen am 8. Februar 2012.
  11. Ex-Wulff-Sprecher Glaeseker: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage. Spiegel Online. 6. März 2013. Abgerufen am 6. März 2013.
  12. Ex-Wulff-Sprecher Olaf Glaeseker wird angeklagt. Hannoversche Allgemeine. 6. März 2013. Abgerufen am 6. März 2013.