Olaflur

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Struktur von Olaflur
Allgemeines
Freiname Olaflur
Andere Namen
  • N,N,N’-Tris(2-hydroxyethyl)-N’-octadecyl-1,3- diaminopropandihydrofluorid
  • N-(N,N-Bis-(hydroxyethyl)-aminopropyl)- N-hydroxyethyl-octadecylamin-dihydrofluorid
Summenformel C27H60F2N2O3
CAS-Nummer 6818-37-7
PubChem 23257
ATC-Code

A01AA03

Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Kariesprophylaktikum

Verschreibungspflichtig: Ja (teilweise)
Eigenschaften
Molare Masse 498,78 g·mol–1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
Bitte beachten Sie die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
Keine Einstufung verfügbar
R- und S-Sätze R: siehe oben
S: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Olaflur (INN) ist ein Wirkstoff, der zur Prophylaxe von Zahnkaries und Parodontitis eingesetzt wird.

Chemisch handelt es sich um das Dihydrofluorid eines langkettigen tertiären Diamins. Olaflur zählt zur Stoffgruppe der Aminfluoride.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Verwendung

Olaflur wird seit 1966 zur Prophylaxe von Karies und Parodontitis eingesetzt.[2] Dabei genügen Konzentrationen von 500 ppm für Kinder- und 1250 ppm für „Erwachsenen“-Zahnpasta (jeweils berechnet als Fluorid).[3] Nach Angaben des GfK Arzneimittelindex ist die durchschnittliche Tagesdosis (eng. defined daily dose, DDD) 1,1 mg (berechnet als Fluorid).[4]

[Bearbeiten] Toxikologie

Wie jeder andere Stoff sind auch Fluoride bei falscher Dosierung giftig. Bei dauerhafter Überdosierung können sie in den Knochen eingelagert werden und deren Eigenschaften verändern. Überdosierung in den ersten Lebensjahren, bevor die bleibenden Zähne entwickelt sind, kann zu dentaler Fluorose, einer stellenweisen Verfärbung und Schwächung der Hartsubstanz der Zähne, führen.

[Bearbeiten] Handelsnamen

Kombinationspräparate

Aminomed (D), Elmex (D, A, CH), Ledermix Fluorid Gel (D)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Zahnärztliche Mitteilungen: Ein moderner Wirkstoff: 40 Jahre Kariesschutz mit Aminfluorid.
  3. Rüdiger Blume: Wie Säuren Zähne gefährden und was man dagegen tun kann.
  4. GKV-Arzneimittelindex: Tagesdosen Arzneimittel (PDF).
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen