Old Sparky

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Old Sparky. 104 Exekutionen an der Tucker Unit in Arkansas

Old Sparky ist der Spitzname des elektrischen Stuhls der US-Bundesstaaten Texas, New York, Louisiana, Ohio, Illinois, Kentucky, Georgia und Florida.

Beschreibung[Bearbeiten]

Früher war es auch der Spitzname der heute nicht mehr betriebenen elektrischen Stühle in der staatlichen Justizvollzugsanstalt in Moundsville in West Virginia (heute im dortigen Museum ausgestellt) sowie in der Zentralen Strafeinrichtung (Central Correctional Institution, CCI) und später im Neubau der Broad-River-Strafeinrichtung in South Carolina (1989 außer Dienst gestellt). Zum Teil wird „Old Sparky“ im Englischen auch als Spitzname für elektrische Stühle im Allgemeinen benutzt.

Der Name kann auf zwei Wurzeln zurückgeführt werden. Einerseits bedeutet das englische Wort „spark“ so viel wie „Funke“, was sich auf die elektrische Funktionsweise des Stuhls bezieht. Andererseits ist „Sparky“ als Name für liebgewonnene Haustiere wie etwa einen Hund oder eine Katze in den USA weit verbreitet. „Old Sparky“ als Metapher für einen treuen Wachhund bietet somit Schutz vor Gesetzesbrechern.[1]

Der elektrische Stuhl in Florida[Bearbeiten]

Der elektrische Stuhl in Florida befindet sich im staatlichen Gefängnis in Starke, einer Stadt in Nordflorida. Er ist berüchtigt für häufiges Versagen, nämlich in den Fällen des am 4. Mai 1990 exekutierten Jesse Tafero und des am 25. März 1997 exekutierten Pedro Medina. Flammen schossen während der Exekution aus den Köpfen der Sträflinge heraus. Dadurch wurde die Frage aufgeworfen, ob die Verwendung des elektrischen Stuhls eine grausame und ungewöhnliche Strafe ist, die nach der Verfassung nicht zulässig wäre. Nach der Hinrichtung von Medina kommentierte Floridas Justizminister Bob Butterworth den Vorfall: „Leute, welche einen Mord begehen möchten, sollten es besser nicht im Staat Florida tun, weil wir ein Problem mit dem elektrischen Stuhl haben könnten.“

Floridas oberster Gerichtshof beschloss 1999, dass der elektrische Stuhl nicht verfassungswidrig sei. Die Probleme wären durch unsachgemäße Bedienung und nicht den elektrischen Stuhl selbst verursacht. Ein Fehler sei das Unterlassen der Henker, den Schwamm der Kopfelektrode richtig anzufeuchten. Hinrichtungskandidaten können heute zwischen der Giftspritze und dem „Elektrischen Stuhl“ wählen; sie entscheiden sich meist für erstere Möglichkeit.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Antigonish Review # 137: Deceptively Deadly Wordplay