Oldenburg (Oldenburg)

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Oldenburg (Plattdeutsch Ollnborg, Saterfriesisch Ooldenbuurich) ist eine kreisfreie Stadt in Niedersachsen, ca. 45 km westlich von Bremen gelegen. Nach der Hauptsatzung der Stadt lautet ihr Name Oldenburg (Oldb). Das Statistische Bundesamt führt sie unter dem Namen Oldenburg (Oldenburg).

Die Universitätsstadt und ehemalige Residenzstadt (bzw. Hauptstadt) der Grafschaft, des Herzogtums, des Großherzogtums, des Freistaates und des Landes Oldenburg (daher auch der Zusatz (Oldb) im Namen der Stadt) ist mit knapp 160.000 Einwohnern, nach Hannover, Braunschweig und Osnabrück die viertgrößte Stadt sowie eines der Oberzentren des Landes Niedersachsen. Oldenburg war bis zum 31. Dezember 2004 Sitz des Regierungsbezirks Weser-Ems, der zu diesem Zeitpunkt, wie auch alle anderen Regierungsbezirke in Niedersachsen, aufgelöst wurde. Seitdem ist Oldenburg Sitz einer Regierungsvertretung des Landes Niedersachsen.

Die nächsten größeren Städte sind Bremen, etwa 45 km östlich, Wilhelmshaven, ca. 50 km nördlich, Osnabrück, ca. 100 km südlich, Hamburg, um 175 km nordöstlich, und Groningen, ca. 110 km westlich Oldenburgs. Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1945 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Oldenburg gehört seit April 2005 zur europäischen Metropolregion Bremen/Oldenburg, eine von insgesamt elf europäischen Metropolregionen in Deutschland.

Am 28. Februar 2008 verlieh der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Oldenburg den Titel „Stadt der Wissenschaft“ des Jahres 2009.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Oldenburg liegt in einer Niederung überwiegend am linken Ufer der Hunte, an der Mündung der Haaren, von der Huntemündung bei Elsfleth 23,5 km und von der offenen Nordsee ca. 90 km entfernt, im Zentrum des Oldenburger Landes im westlichen Niedersachsen.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt (im Uhrzeigersinn beginnend im Osten):

Stadt Elsfleth (Landkreis Wesermarsch), Hude (Oldenburg), Hatten und Wardenburg (alle Landkreis Oldenburg) sowie Edewecht, Bad Zwischenahn, Wiefelstede und Rastede (alle Landkreis Ammerland)

[Bearbeiten] Stadtteile

Die Stadt ist in neun Stadtbezirke aufgegliedert, welche in Stadtteile untergliedert sind. Stadtbezirke nach dem statistischen Jahrbuch 2005 der Stadt sind:

  1. mit den Stadtteilen Zentrum, Dobben, Haarenesch, Bahnhofsviertel und Gerichtsviertel
  2. mit den Stadtteilen Ziegelhof und Ehnern
  3. mit den Stadtteilen Bürgeresch und Donnerschwee
  4. mit den Stadtteilen Osternburg und Drielake
  5. mit den Stadtteilen Eversten, Hundsmühler Höhe, Thomasburg, Bloherfelde, Haarentor und Wechloy
  6. mit den Stadtteilen Bürgerfelde, Rauhehorst, Dietrichsfeld, Alexandersfeld, Flugplatz, Ofenerdiek und Nadorst
  7. mit den Stadtteilen Etzhorn, Ohmstede und Bornhorst
  8. mit den Stadtteilen Neuenwege und Kloster Blankenburg
  9. mit den Stadtteilen Kreyenbrück, Bümmerstede, Tweelbäke West, Krusenbusch und Drielaker Moor

[Bearbeiten] Geschichte

„Großer Zwinger vor dem Eversten Tor“ (Pulverturm) von 1529
„Großer Zwinger vor dem Eversten Tor“ (Pulverturm) von 1529
Der Lappan von der Wallstraße aus gesehen
Der Lappan von der Wallstraße aus gesehen

Die Geschichte Oldenburgs beginnt nach den Ergebnissen archäologischer Ausgrabungen im 8., vielleicht schon im 7. Jahrhundert n. Chr. Auf einem Geestsporn nahe einer Furt über die Hunte entsteht im Bereich des heutigen Marktplatzes sowie nördlich und östlich davon eine bäuerliche Siedlung. Wer auf der Handelsstraße von Bremen oder Westfalen nach Jever unterwegs ist, findet hier einen leichten Übergang über den Fluss. Im Jahr 1108 wird der Ort unter dem Namen Aldenburg erstmals urkundlich erwähnt. Im 12. Jahrhundert nutzen die Grafen von Oldenburg die günstige topographische Situation zum Bau einer Wasserburg. Der Graf erhebt einen Zoll, kann in Kriegszeiten diesen Durchgang aber auch versperren. Die Burg ist aber nicht nur Durchgangs-Station für Reisende, sondern auch Verwaltungs-Mittelpunkt der Grafschaft, und ihr Umland wird für viele Angehörige der Verwaltung bald zum Zuhause. 1345 bekommt die Siedlung, die mittlerweile Oldenburg heißt, von Graf Konrad I. von Oldenburg Bremisches Stadtrecht. Sie bekommt eine bessere Befestigung, der Graf sorgt für Schutz vor Räubern und es geht wirtschaftlich aufwärts. 1448 wird Graf Christian von Oldenburg König von Dänemark.

1603 beginnt die Regierungszeit von Graf Anton Günther. Er lässt einen Teil der Burg im Barockstil umbauen und beginnt mit der Zucht von Pferden, die als „Oldenburger“ Pferde schon bald in aller Welt begehrt sind. Außerdem kann der Graf die Stadt lange Zeit vor dem Grauen des dreißigjährigen Krieges bewahren, doch schließlich bewegt sich der Feldherr Tilly mit seinen Truppen auch auf Oldenburg zu. Plünderungen und Verwüstung drohen, doch Graf Anton Günther kann Tilly, dessen Truppen in Wardenburg ihr Lager haben, durch Verhandlungsgeschick und wertvolle Pferdegeschenke dazu bringen, wieder abzurücken.

Trotz einer so genannten Pestordnung fallen der Pest jede Woche 30 bis 40 Menschen zum Opfer. Im selben Zeitraum stirbt 1667 Graf Anton Günther und wird in der Oldenburger Lambertikirche bestattet. Da er keine ehelichen Nachkommen hat, wird Oldenburg dem nächsten männlichen Verwandten zugesprochen, dem König von Dänemark. Somit wird Oldenburg dänisch.

Das Degodehaus, eines der wenigen Häuser, die den großen Stadtbrand 1676 überstanden
Das Degodehaus, eines der wenigen Häuser, die den großen Stadtbrand 1676 überstanden

Nach dem Rückgang der Pest schlagen 1676 eines Tages drei Blitze gleichzeitig in Oldenburg ein. Die Stadt steht in Flammen und wird fast völlig zerstört. Weil ihre Bewohner weder versichert sind noch Hilfe von ihrer Regierung bekommen, bleibt vielen nichts anderes übrig, als zu Verwandten und Freunden außerhalb der Stadt und Region zu ziehen. Oldenburg verfällt samt Schloss, Kunstgegenstände jedoch werden nach Dänemark geholt. Der dänischen Krone liegt Oldenburg als Stadt offenbar nicht so sehr am Herzen, denn die Einwohner bekommen keine Hilfe, und der Wiederaufbau ist somit sehr mühsam und dauert Jahrzehnte. Die Einwohnerzahl sinkt bis Mitte des 18. Jahrhunderts auf 3.000. Als militärischer Vorposten ist Oldenburg für Dänemark offenbar von größerer Bedeutung, denn das Schloss wird auf Befehl der dänischen Krone zur Festung umgebaut: Die Oldenburger werden zum Bauen zwangsverpflichtet und 60 Jahre später kann wenigstens der Betrieb des Schlosses wieder aufgenommen werden.

Die Herrscherhäuser Deutschlands, Dänemarks und Russlands sind miteinander verwandt, und dem entsprechend wechselt die Zugehörigkeit Oldenburgs immer wieder. 1773 übernimmt das Haus Holstein-Gottorp die Grafschaft, die somit Herzogtum wird. Oldenburg wird formell Haupt- und Residenzstadt, doch Herzog Friedrich August weilt dort nicht oft. 1785 bis 1829 geht sie an Herzog Peter Friedrich Ludwig, der auch tatsächlich nach Oldenburg zieht und die Stadt im klassizistischen Stil umbaut. Unter seiner Leitung entsteht unter anderem das Peter Friedrich Ludwig Hospital. Er ist vielseitig gebildet und sozial engagiert und ruft die „Ersparungskasse“ ins Leben, die sozial schwachen Oldenburgern entscheidend weiterhilft. (Später geht aus ihr die Landessparkasse zu Oldenburg hervor, die älteste Sparkasse der Welt.)

1815 wird Oldenburg im Zuge des Wiener Kongresses zum Großherzogtum erhoben. Drei Jahre später wird Oldenburg eine „Stadt I. Klasse“ sowie Sitz eines Amtes, im heutigen Sinne also eine „Kreisfreie Stadt“. 1833 „sinkt“ sie vorübergehend wieder zur „Stadt II. Klasse“ ab, bevor sie 1855 erneut „Stadt I. Klasse“ wird. Als Ausgleich für die zeitweilige Deklassierung wurden Oldenburg 1836 die Orte Wittmund, Esens und Dornum westlich von Jever zugesprochen; dies wurde jedoch zur Enttäuschung der Bevölkerung nicht vollzogen.

Das Elisabeth-Anna-Palais ist heute Sitz des Sozialgerichts Oldenburg
Das Elisabeth-Anna-Palais ist heute Sitz des Sozialgerichts Oldenburg

Die Revolutionsjahre von 1848 und 1849 verliefen in Oldenburg sehr gemäßigt. Am 2. März 1848 richtete der Stadtrat eine Adresse, die loyal und sehr bittend gehalten war, an den Großherzog, in der eine landständische Verfassung verlangt wurde. „Der Oldenburger verehrt und liebt mit unerschütterlicher Liebe sein angestammtes Fürstenhaus, er weiß, welchen Schatz er darin vor Vielen anderen voraus hat.“[1] Der Großherzog reagierte sehr zögerlich und machte nur ungenaue Versprechungen. Am 7. März erhielt der Stadtrat die Antwort des Großherzogs durch den Magistrat der Stadt. Diese enthielt wiederum nur vage Versprechungen und er ging auf den Wunsch die Verfassung von kundigen Männern besprechen zu lassen überhaupt nicht ein. Die Enttäuschung über das Verhalten des Großherzogs war beträchtlich und bereits am 8. März versammelten sich Handwerker, um über die Eingabe einer weiteren Petition zu diskutieren. Am 10. März wurden Deputationen aus Oldenburg und Jever persönlich beim Großherzog vorstellig und überreichten die von ihnen verfassten Petitionen. Dieser zeigte sich jedoch nicht bereit Zugeständnisse zu machen und nötigte dadurch die jeversche Deputation, welche entschlossen war ihre Forderungen durchzusetzen, dazu mit einem Aufstand zu drohen. Der Großherzog lenkte ein und versprach eine Resolution zu erlassen. Am frühen Abend wurde das vom Großherzog erlassene Patent öffentlich verlesen. Er stimmte darin zu, erfahrenen Männer aus dem ganzen Lande ein Staatsgrundgesetz als Verfassungsentwurf vorzulegen. Er werde dazu eine Versammlung aus 34 von ihm zu bestimmenden Männern einen Entwurf vorlegen, über die diese beraten sollten. Die Begeisterung der Oldenburger war immens und dem Großherzog und seiner Familie wurde am selben Abend im Theater ein mehrfaches „Hoch!“ entgegengebracht und er musste auf eine Treppe treten um sich bejubeln zu lassen, welches ihm offensichtlich missfiel. Am 11. März wurde durch Erlass die Pressezensur aufgehoben. Dies hatte jedoch keine großen Auswirkungen, da schon zuvor kaum Einschränkungen bestanden. Am 24. März kam es in Oldenburg zu Krawallen durch Mitglieder der unteren Schichten in der Stadt. Hauptsächlich Lehrjungen und Gesellen rotteten sich vor dem Haus eines Obersts zusammen, zerstörten eine Laterne und warfen mit einem Stein. Dieser Aufruhr wurde von der Presse sehr negativ aufgenommen und verurteilt. Es erfolgte die Zustimmung des Großherzogs zur Volksbewaffnung und zur Schaffung einer Bürgerwehr, um weitere Zwischenfälle dieser Art zu unterbinden. Am 25. März wurden Flinten an Oldenburger Bürger ausgegeben und bereits am 26. März begann man mit Exerzierübungen. Im Februar 1849 wurde die Verfassung im konstituierenden Landtag angenommen.

Das Oldenburgische Staatsministerium war Amtsstätte der Oldenburgischen Ministerpräsidenten und seit 1946 Sitz der Bezirksregierung
Das Oldenburgische Staatsministerium war Amtsstätte der Oldenburgischen Ministerpräsidenten und seit 1946 Sitz der Bezirksregierung
Das Gebäude des Oldenburgischen Landtags
Das Gebäude des Oldenburgischen Landtags

1918 dankt der letzte Großherzog, Friedrich August, ab, und 1919 wird Oldenburg Hauptstadt des Freistaates Oldenburg. Während der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 ist Oldenburg Gauhauptstadt im Bereich Weser-Ems unter Gauleiter Carl Röver. 1933 wird auch das Amt Oldenburg erheblich vergrößert und der neue Verwaltungsbezirk später als Landkreis Oldenburg bezeichnet. Von den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs bleibt Oldenburg als Verwaltungsstadt mit etwa 80.000 Einwohnern ohne nennenswerte Industrie weitestgehend verschont.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 gehört Oldenburg zur Britischen Besatzungszone. Die britische Militärverwaltung richtet in Oldenburg mehrere DP-Lager ein zur Unterbringung von bis zu 5.000 so genannten Displaced Persons. Die Mehrzahl von ihnen sind ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen und dem Baltikum. Die Lager Ohmstede, Wehnen, Sandplatz, Unterm Berg und Ammerländer Heerstraße bestehen über die Gründung der Bundesrepublik hinaus bis in die 1950er Jahre.

Durch die Aufnahme von etwa 42.000 Flüchtlingen nach Kriegsende überschreitet Oldenburg die Zahl von 100.000 Einwohnern und wächst zur Großstadt heran. Ein Jahr später, 1946, wird das Land Oldenburg auf Beschluss der englischen Besatzungsmacht Bestandteil des neuen Landes Niedersachsen und Oldenburg Hauptstadt des „Verwaltungsbezirks Oldenburg“, einer der damals acht Regierungsbezirke des Landes Niedersachsen.

1973 wird nach Abschaffung der Pädagogischen Hochschulen in Niedersachsen die Carl-von-Ossietzky-Universität gegründet. Durch verschiedene Kreisreformen der 1970er Jahre wird der Landkreis Oldenburg verändert und 1978 wird der Verwaltungsbezirk Oldenburg mit den Regierungsbezirken Aurich und Osnabrück zum Regierungsbezirk Weser-Ems vereinigt, dessen Hauptstadt Oldenburg wird. Trotz aller Verwaltungs- und Gebietsreformen bleibt Oldenburg in jenen Jahren stets eine kreisfreie Stadt. 1988 wird die Kreisverwaltung des Landkreises Oldenburg, die sich bis dahin in der Stadt Oldenburg befunden hat, auf Beschluss des Kreistages nach Wildeshausen verlegt.

[Bearbeiten] Eingemeindungen seit 1920

1920 betrug die Fläche des Stadtgebiets insgesamt 1152 ha. Danach wurden verschiedene Gemeinden beziehungsweise Teile von Gemeinden und Gemarkungen nach Oldenburg eingegliedert, so dass das Stadtgebiet heute nach verschiedenen Grenzbereinigungen insgesamt 10.296 ha beträgt. Im Einzelnen wurden ein- beziehungsweise ausgegliedert:

1. April 1922 Eingliederung der Gemeinde Osternburg Zuwachs 5.080 ha
1. November 1924 Eingliederung der Gemeinde Eversten Zuwachs 2.407 ha
15. Mai 1933 Eingliederung der Gemeinde Ohmstede Zuwachs 3.198 ha
1. April 1935 Eingliederung von Teilen Hundsmühlens Zuwachs 22 ha
1. April 1935 Ausgliederung eines Teils Osternburgs Abgang 1.875 ha
1. April 1936 Eingliederung von Teilen Metjendorfs Zuwachs 129 ha
1. April 1948 Eingliederung des Exerzierplatzes Bümmerstede Zuwachs 169,6 ha

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

1898 hatte Oldenburg 25.000 Einwohner, bis 1925 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Im Jahre 1946 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt durch Flüchtlingszuzug schnell die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Anfang 2006 lebten hier nach der Fortschreibung knapp 158.500 Menschen mit Hauptwohnsitz - historischer Höchststand. Oldenburg gehört zu den wenigen noch wachsenden Großstädten in der Bundesrepublik. Laut kleinräumiger Bevölkerungsvorausberechnung des niedersächsischen Landesamtes für Statistik wird Oldenburg im Jahr 2021 drittgrößte Stadt Niedersachsens sein mit annähernd 171.000 Einwohnern, da gleichzeitig Osnabrücks Einwohnerzahlen rückläufig sind.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1502 2.300
1667 4.300
1702 5.000
1769 6.959
1816 6.278
1828 6.800
3. Dezember 1837 ¹ 9.280
3. Dezember 1855 ¹ 11.370
3. Dezember 1861 ¹ 14.200
3. Dezember 1864 ¹ 12.600
3. Dezember 1867 ¹ 13.100
1. Dezember 1871 ¹ 14.928
1. Dezember 1875 ¹ 15.701
1. Dezember 1880 ¹ 18.400
Jahr Einwohner
1. Dezember 1885 ¹ 19.900
1. Dezember 1890 ¹ 21.310
2. Dezember 1895 ¹ 23.036
1. Dezember 1900 ¹ 26.797
1. Dezember 1905 ¹ 28.565
1. Dezember 1910 ¹ 30.242
1. Dezember 1916 ¹ 27.352
5. Dezember 1917 ¹ 26.791
8. Oktober 1919 ¹ 32.540
16. Juni 1925 ¹ 52.785
16. Juni 1933 ¹ 66.951
17. Mai 1939 ¹ 78.967
31. Dezember 1945 94.392
29. Oktober 1946 ¹ 107.473
Jahr Einwohner
13. September 1950 ¹ 122.809
25. September 1956 ¹ 119.644
6. Juni 1961 ¹ 125.198
31. Dezember 1965 134.971
27. Mai 1970 ¹ 130.852
31. Dezember 1975 134.706
31. Dezember 1980 136.764
31. Dezember 1985 138.773
25. Mai 1987 ¹ 140.149
31. Dezember 1990 143.131
31. Dezember 1995 151.382
31. Dezember 2000 154.832
31. Dezember 2004 158.394
31. Dezember 2005 158.564
31. Dezember 2006 159.060

¹ Volkszählungsergebnis

[Bearbeiten] Religionen

Die Getrudenkapelle auf dem Gertrudenfriedhof
Die Getrudenkapelle auf dem Gertrudenfriedhof
Die Lambertikirche vom Schlossplatz aus gesehen; die Schlosswache im Vordergrund
Die Lambertikirche vom Schlossplatz aus gesehen; die Schlosswache im Vordergrund

Die Stadt Oldenburg gehörte anfangs zum Gebiet des Erzbistums Bremen, beziehungsweise zu dessen Archidiakonat St. Willehadi, die St. Johannis-Kapelle gehörte zum Bistum Osnabrück. Die Reformation setzte sich ab 1526 durch, und seit 1529 war die Stadt dauerhaft reformiert, doch trat sie 1573 zum Luthertum über (Einführung einer lutherischen Kirchenordnung). Danach war Oldenburg über viele Jahrhunderte vorwiegend protestantisch. Als Hauptstadt des Herzogtums beziehungsweise Großherzogtums Oldenburg war die Stadt auch Sitz der Verwaltung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Hier befindet sich bis heute das Konsistorium beziehungsweise der Oberkirchenrat dieser Landeskirche. Oldenburg wurde auch schon sehr früh Sitz des Kirchenkreises Oldenburg-Stadt, zu dem heute alle Kirchengemeinden der Stadt gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt.

Spätestens seit Ende des 18. Jahrhunderts gibt es in Oldenburg auch wieder Katholiken. Diese wurden seit 1785 von einem Kaplan betreut. Der Herzog von Oldenburg ließ 1807 auf eigene Kosten eine katholische Kirche bauen. Später entstanden weitere katholische Kirchen. 1831 wurde Oldenburg Teil des Offizialats Oldenburg des Bistums Münster, nachdem die Bildung eines eigenen katholischen Bistums für das Land Oldenburg scheiterte. Sitz des Offizialats wurde jedoch die Stadt Vechta. In Oldenburg wurde ein Dekanat eingerichtet, das seinerzeit für den gesamten nördlichen Teil des Landes Oldenburg zuständig war. Später wurde das Dekanat Oldenburg in seinem Zuschnitt verändert, doch gehören heute alle Pfarrgemeinden der Stadt Oldenburg (Oldb) zu diesem Dekanat innerhalb des Bistums Münster.

Die älteste Freikirche ist die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die heute an der Eichenstraße ihr Gemeindezentrum besitzt. Sie wurde bereits 1837 - also drei Jahre nach der ersten deutschen Baptistengemeinde in Hamburg - gegründet. Die Gemeindepastoren der Gründungsphase waren August Friedrich Wilhelm Haese und Johann Ludwig Hinrichs aus Jever. Die Gemeinde hatte in der Anfangszeit unter Verfolgung seitens staatlicher und kirchlicher Behörden zu leiden: Die Kinder der Gemeinde wurden zwangsweise getauft, Versammlungen polizeilich aufgelöst und das Abhalten von Gottesdiensten mit empfindlichen Geld- und Gefängnisstrafen belegt.

Neben den Baptisten gibt es in Oldenburg weitere Freikirchen: die Evangelisch-methodistische Kirche, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Freie evangelische Gemeinde (FeG), die Freie Christengemeinde und weitere freie christliche Gemeinschaften.

Seit 1992 gibt es in Oldenburg auch wieder eine Jüdische Gemeinde. Hierzu übergab die Stadt Oldenburg am 5. März 1995 der jüdischen Gemeinde ein Kulturzentrum mit Synagoge. Es handelt sich um die ehemalige Baptistenkapelle in der Wilhelmstraße 17, die für Zwecke der jüdischen Gemeinde umgebaut wurde und ganz in der Nähe der während der Novemberpogrome 1938 zerstörten Synagoge liegt. Am 25. Juni 1995 konnte die Gemeinde ihre neue Synagoge einweihen. Vom 1. August 1995 bis zum 30. April 2004 amtierte die Schweizerin Bea Wyler als erste Rabbinerin Deutschlands in Oldenburg (zeitweise auch in Braunschweig und Delmenhorst). Seit September 2006 amtiert mit Daniel Alter einer der drei ersten nach 1945 in Deutschland ordinierten Rabbiner in Oldenburg. Er ist Absolvent des Potsdamer Abraham-Geiger-Kollegs.

Weitere Religionsgemeinschaften in Oldenburg sind die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Zeugen Jehovas, die Neuapostolische Kirche, Christian Science (die christlich-wissenschaftliche Vereinigung), die Christengemeinschaft, Bahai sowie muslimische Gemeinschaften und eine jesidische Gemeinde.

[Bearbeiten] Politik

An der Spitze der Stadt stand schon seit dem 14. Jahrhundert ein Rat, der ab 1345 aus 18 Mitgliedern bestand. Darunter befanden sich drei Bürgermeister. Es regierte jedoch nur ein Bürgermeister mit fünf Ratsmännern. Der Rat wechselte jährlich am 6. Januar. Ab 1676 wurde die Zahl der Bürgermeister auf zwei reduziert. Ab 1773 stand nur noch ein rechtsgelehrter Bürgermeister an der Spitze des Rates und der Stadt. Die Stadtordnung von 1833 führte einen Stadtdirektor als leitenden Beamten ein. Dieser erhielt später den Titel Bürgermeister beziehungsweise Oberbürgermeister.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Stadtoberhaupt Oldenburgs von der NSDAP eingesetzt.

1946 führte die Militärregierung der britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 1996 wurde in Oldenburg (Oldb) die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seither direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.

Bei den am 27. Januar 2008 direkt gewählten Oldenburger Mitgliedern des niedersächsischen Landtages handelt es sich um die SPD-Politiker Wolfgang Wulf (Wahlkreis 62 Oldenburg Mitte/Süd) und Jürgen Krogmann (Wahlkreis 63 Oldenburg Nord/West). Über die Landesliste ihrer Parteien zogen auch der FDP-Politiker Klaus Rickert, der Grünen-Politiker Ralf Briese und der Vertreter der Linkspartei.Niedersachsen Hans-Henning Adler in den Landtag ein. Direkt gewähltes Mitglied des deutschen Bundestages ist die SPD-Politikerin Gesine Multhaupt (Wahlkreis 028 Oldenburg-Ammerland). Über die Landeslisten ihrer Parteien in den Bundestag gewählt wurden der CDU-Politiker Thomas Kossendey und die Grünen-Politikerin Dr. Thea Dückert.

[Bearbeiten] Rat der Stadt

Seit den Kommunalwahlen vom 10. September 2006, mit einer Wahlbeteiligung von 44,41% hat der Rat Oldenburgs 50 Mitglieder, die sich wie folgt aufteilen:

Sitzverteilung SPD CDU Grüne FDP PDS /
Die Linke
BFO Gesamt Beteiligung
9. September 2001 21 15 7 4 2 1 50 Sitze 49,48%
10. September 2006 16 13 11 3 4 3 50 Sitze 44.41%

[Bearbeiten] Bürgermeister von 1345 bis 1811

Jahre Name
1383 Ebbeke Heydeke
1388–1440 Henning de Munther
1394–1402 Dyderick Swartemann
1408–1420 Arnd Tegelman
1410–1426 Frederick Boch
1414 Gherd Burwede
1427 Frederick Swinge
1428–1456 Johann Howerke
1431–1448 Betram But
1434–1442 Alf Langwerden
1438–1442 Johann van der Olne
1440–1447 Diderick Knop
1447 Gerwerd Bone
1450 Hermann Brunes
1453–1462 Hinrik Matties
1454–1467 Godeke Rippen
1458–1467 Luder van der Olne
1462–1481 Diderick Hecheler
1464–1468 Diderick van Holwede
1470 Hinrick van Stenforden (genannt Kopman)
1469–1483 Johann Clevemann
1475–1481 Johann Tidemann
1481 Diderick Knop
1440–1447 Robe Lunenberg
1484–1496 Gerd Lyppeke
1483–1504 Diderick Haghen
1487 Hinrick de Jongere Sycke
1488–1491 Johann Grotekop
1494–1509 Diderick Lange
1499–1501 Brun Meyne
1500 Dietrich Meyne
1502 Gerd Dirikes
1502–1507 Gerd Gisselen
1507 Brun Westerloye
1510–1529 Hinrick Schröder
Jahre Name
1512–1530 Martin Bone
1511–1518 Hinrich Sycke
1522–1526 Diderick Lange
1494–1509 Johann Olje
1526 Hermen tho Orwede
1529–1532 Luder Orwede
1533–1548 Reineke Reiners
1534–1549 Johann Bode
1544–1565 Reineke Reiners
1533–1548 Wyneke Westerloye
1551 Eilert Stor
1551 Claus Müller
1552–1555 Hinrich Hennings
1571 Johann Schröder
1573–1575 Kenkel
1574–1588 Hans Goldschmidt
1574–1587 Gert Bloß
1574 Theodor Hellius Lüdecken
1577 Dietrich Lütken
1592–1606 Albert Strohschnieder
1596–1612 Johann Hennings
1603–1606 Brun Stoer
1606–1621 Johann Kannegether
1612–1628 Lütcke Schröder
1533–1548 Lüder Spießmacher
1613–1622 Jakob Reiners
1622–1623 Gerhardus zur Helle
1624–1637 Johannes Falkenburg
1625–1652 Johann Hanffmann
1630–1641 Johann Honrichs
1639–1644 Johann von Glaan
1640–1656 Johann zur Helle
1647 Fritzius
1647–1648 Johann Masius
1648 Johann Hase
Jahre Name
um 1650 Hermann Niemeyer
1651–1656 Johann Anton von Horn
1651–1654 Martin Bruncken
1654–1681 Bartholomaeus Hintzke
1658–1659 Hinrich Dünne
1655–1667 Anton Günther
1662 Gerdt von Asseln
1666–1675 Johann Schälkel
1667 Hinrich Dünne
1670–1680 Johann Hintzke
um 1680 Reineke Reiners
1533–1548 Spießmacher
1671–1681 Anton Busse
um 1673 Johann Hoffhamb
1681–1689 Anton Günther
1683–1690 Ludolph Melchior Walther
1689–1697 Johann Voß
1677–1704 Hermann Duncker
1698–1727 Johann Dietrich Günter
1728–1736 Conrad Wiencken
1704–1706 Johann von Asseln
1709–1730 Wilhelm Gerdes
1727–1731 Dr. Friedrich Julius Rottmann
1722–1744 Ahlert Ahrens
1731–1740 Johann Diedrich Günther
1740–1758 Gustav Eberhard von der Loo
1744–1750 Conrad Wiencken
1750–1762 Otto Wilhelm Gerdes
1758–1785 Johann Gerhard Arens
1762–1772 Gerhard von Harten
1773–1784 Hermann Wiencken
1785–1789 Caspar Ludolph Wiencken
1786–1811 Carl Christian Scholtz
1790–1811 Johann Wilhelm von Harten

[Bearbeiten] Bürgermeister der Franzosenzeit 1811 - 1813

Jahre Name Amt
1811 – 1813 Johann Wiegand Christian Erdmann Maire
1811 – 1813 Hoffmeyer Maire adjoint

[Bearbeiten] Bürgermeister und Oberbürgermeister seit 1813

Jahre Name Amt
1813–1826 Carl Christian Scholtz Bürgermeister
1813–1830 Johann Wilhelm von Harten
1827 Ernst Heinrich Becker Bürgermeister
1828 vakant
1829–1833 Caspar Gottlieb Carl Scholtz Bürgermeister
1834–1875 Johann Wöbcken Stadtdirektor, später Oberbürgermeister
1875–1890 Wilhelm von Schrenck Bürgermeister, ab 1877 Oberbürgermeister
1890–1900 Dr. Diedrich Roggemann Oberbürgermeister
1900–1921 Karl Tappenbeck Oberbürgermeister
1921–1932 Dr. Theodor Goerlitz, DDP Oberbürgermeister
1932–1933 Dr. Hermann Hüvett
1933–1945 Dr. Heinrich Rabeling, NSDAP Oberbürgermeister
1945 Heinrich Krahnstöver Oberbürgermeister
Jahre Name Amt
1945–1946 Max tom Diek, FDP Oberbürgermeister
1946–1950 Walter Diekmann, CDU Oberbürgermeister
1950–1954 Gustav Lienemann, FDP Oberbürgermeister
1954–1956 Willi Trinne, FDP Oberbürgermeister
1956–1961 Hans Fleischer Oberbürgermeister
1961–1964 Wilhelm Nieberg, CDU Oberbürgermeister
1964–1981 Hans Fleischer Oberbürgermeister
1981–1986 Dr. Heinrich Niewerth, CDU Oberbürgermeister
1986–1991 Horst Milde, SPD Oberbürgermeister
1991–1996 Dieter Holzapfel, SPD Oberbürgermeister
1996–2001 Dr. Jürgen Poeschel, CDU Oberbürgermeister
2001–2006 Dietmar Schütz, SPD Oberbürgermeister
2006–heute Dr. Gerd Schwandner, parteilos Oberbürgermeister

Bei der Kommunalwahl in Niedersachsen am 10. September 2006 konnte keiner der Bewerber um das Amt des Oberbürgermeisters die erforderliche absolute Mehrheit erreichen. Zur Stichwahl am 24. September 2006 mussten sich daher Amtsinhaber Dietmar Schütz und sein Herausforderer Dr. Gerd Schwandner erneut zur Wahl stellen. Dabei entfielen auf Dr. Gerd Schwandner, der das Amt im November 2006 übernahm, 50,87 Prozent der abgegebenen Stimmen, Dietmar Schütz erreichte 49,12 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 35,73 Prozent.

[Bearbeiten] Oberstadtdirektoren 1945–1996

Jahre Name
1945–1946 Dr. Fritz Koch
1946–1947 Wilhelm Oltmann
1948–1950 Dr. Hans Klüber
1950–1963 Jan Eilers, FDP
1963–1972 Heinz Rathert
1972–1996 Heiko Wandscher, SPD

[Bearbeiten] Wappen

Beschreibung: In Gold eine von einem größeren Mittelturm und zwei kleineren Seitentürmen mit blauen Dächern und aufgesetzten goldenen Kugeln bekrönte rote Stadtmauer; in das schwarze Torfeld unter dem Mittelturm ist der Oldenburger Grafenschild mit seinen „fiev stücken“ - auf Gold zwei rote Balken - schräg rechts eingestellt. Die Stadtflagge ist gold-rot-gold-rot-gold waagerecht geteilt.
Bedeutung: Für die Residenzstadt der Grafen von Oldenburg ist bereits ein Siegel aus dem Jahr 1307 nachweisbar, das eine dreitürmige Burg zeigt. Später kam das Wappen der Grafen im Torbogen hinzu. Das Oldenburger Wappen ist der Sage nach das Ergebnis eines Löwenkampfes. Nachdem der Löwe getötet war, tauchte Kaiser Heinrich IV seine Finger in das Blut des Löwen und strich dann über das goldene Schild des Siegers. In seiner heutigen Form ist das Wappen 1927 festgelegt worden.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Oldenburg unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten beziehungsweise Kreisen:

Taastrup in Dänemark, seit 1978
Cholet in Frankreich, seit 1985
Groningen in den Niederlanden, seit 1989
Machatschkala in Russland, Rep. Dagestan, seit 1989
Landkreis Rügen in Mecklenburg-Vorpommern, seit 1990
Kreis Mateh Asher in Israel, seit 1996

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Das Autobahnnetz in der Übersicht
Das Autobahnnetz in der Übersicht
Oldenburg Hauptbahnhof (April 2006)
Oldenburg Hauptbahnhof (Februar 1995)
Oldenburg Hauptbahnhof (Februar 1995)

[Bearbeiten] Verkehr

Fernstraßen

Die Innenstadt ist von einem Autobahnring umgeben. Zu diesem gehören die Autobahnen

In Oldenburg beginnen die Bundesstraße B401 in das Emsland und die B211 nach Brake und den Wesertunnel.

Eisenbahn

Oldenburg liegt an der Bahnstrecke Bremen–Oldenburg, an der Bahnstrecke Oldenburg–Leer und der Bahnstrecke Wilhelmshaven–Osnabrück. An den Eisenbahnfernverkehr ist Oldenburg durch die IC-Linie Oldenburg - Leipzig sowie eine ICE-Verbindung nach München angeschlossen. Oldenburg hat mit Fahrplanwechsel im Dezember 2006 an einzelnen Tagen eine zweite ICE-Frühverbindung um viertel vor fünf Uhr morgens zum Münchener Hauptbahnhof über Nürnberg und Ingolstadt erhalten. Abends erreicht ein ICE aus Frankfurt am Main kommend den Oldenburger Hauptbahnhof. Die frühere Bedeutung Oldenburgs als Eisenbahnknotenpunkt ist jedoch nach der Stilllegung und Abbruch des Rangierbahnhofes und des Ausbesserungswerkes sowie dem Abbruch der Braker Bahn durchs Ipweger Moor („Gummibahn“) zurückgegangen. Ab 2010 wird Oldenburg an das Netz der S-Bahn Bremen angebunden.

Schiffsverkehr

Der Hafen der Stadt Oldenburg ist über den Küstenkanal als Binnenschifffahrtsstraße an das deutsche Binnenschifffahrtsnetz angeschlossen. Weiterhin verfügt Oldenburg über Hunte und Weser auch über eine seewärtige Zufahrt. Die Hunte, die von der Mündung in die Weser bis nach Oldenburg eine Seeschifffahrtsstraße ist, ist bis Oldenburg auch für kleinere Seeschiffe befahrbar.

Mit jährlich ca. 1,4 Mio. Tonnen ist der Oldenburger Hafen vom Umschlag her der zweitstärkste Binnenhafen Niedersachsens. Hauptumschlagsgüter sind Futtermittel, Getreide, Dünger und verschiedene Baustoffe (Steine, Kies, Sand).

Außerdem gibt es einen kleinen Stadthafen. Die Hunte oberhalb Oldenburgs bietet schöne Strecken zum Kanufahren.

Flugverkehr

Etwa 10 km entfernt von Oldenburg liegt der Flugplatz Oldenburg-Hatten. Von hier aus können Rundflüge in der Region und Flüge zu den Ostfriesischen Inseln unternommen werden. Der nächste größere Flughafen befindet sich in Bremen. Oldenburg selbst hat derzeit keinen eigenen Flughafen, nachdem der an der Alexanderstraße gelegene Militärflughafen geschlossen wurde. Über die zivile Nutzung dieses ehemaligen Flughafengeländes nach Weggang der Bundeswehr gibt es noch keine Einigung. Voraussichtlich wird auf dem Gelände ein Gewerbegebiet und ein Wohngebiet entstehen. Eine Nachnutzung als Flughafen ist nicht geplant. Von 1964 bis 1994 war auf dem Fliegerhorst das Jagdbombergeschwader 43 (JaboG 43) der Bundesluftwaffe stationiert.

Zentraler Omnibus-Bahnhof (ZOB) Oldenburg
Zentraler Omnibus-Bahnhof (ZOB) Oldenburg
ÖPNV

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Oldenburg wird von der VWG - Verkehr und Wasser GmbH Oldenburg mit über 90 (zum Teil mit Erd- und Biogastechnik ausgerüsteten) Niederflurbussen betrieben, wobei ein Teil der Kurse von der Tochtergesellschaft Nordbus sowie Subunternehmern (Reisedienst Wissgott, Gerdes Reisen, Wolters Linienverkehr, Büsing und Hanekamp) bedient wird. Die VWG-Busse erschließen das gesamte Stadtgebiet auf 17 Stadtbuslinien, wobei die meisten Haltestellen im 15-Minutentakt bedient werden. Zusätzlich verkehrt bei Bedarf ein sogenanntes Anruf-Sammeltaxi vom Marschweg bzw. Ohmstede durch den Westen und Norden der Stadt, während die Linienbusse alle über die Oldenburger Innenstadt verkehren. In der Nacht von Samstag auf Sonntag fahren ab Lappan fünf Nachtbuslinien, die vom Nordbus-Fahrpersonal gefahren werden und Nachtschwärmerverbindungen nach Alexandersfeld/Donnerschwee (N 36), Ofenerdiek/Ofenerfeld (N 37), Universität und über Bloherfelde hinaus nach Petersfehn (N 38), Bümmerstede/Kreyenbrück (N 39) sowie Krusenbusch/Bremer Heerstraße (N40) ermöglichen. Weitere regionale Buslinien von und nach Oldenburg werden von der Weser-Ems-Bus GmbH betrieben. In der Stadt wird der Gemeinschaftstarif des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) angewendet. Die Kommune selber ist Verbandsmitglied im Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen.

Private Busunternehmen bieten zudem 3 bis 4 mal täglich Fahrten ins niederländische Groningen (Publicexpress) sowie in den Harz, nach Berlin und in den Teutoburger Wald (Fass-Reisen) an.

Fahrrad

Das Oldenburger Straßennetz ist mit begleitenden Fahrradwegen gut ausgebaut. Darüber hinaus bietet Oldenburg mitsamt seinem Umland ein Verkehrswegenetz für Fahrräder, das entlang der Hunte und in den Hunteniederungen (ein Wasserauffanggebiet für Hochwasser) Ausflugsmöglichkeiten speziell für Fahrradfahrer bietet. Außerdem gibt es am Bahnhof zwei Fahrradstationen (am ZOB und auf der Südseite). Man kann dort auch Fahrräder ausleihen und erwerben.

[Bearbeiten] Medien

  • Funk und Fernsehen
    • Norddeutscher Rundfunk – Studio Oldenburg
    • FFN City Studio Oldenburg im Gebäude der Nord-West-Zeitung (NWZ)
    • oldenburg eins - Lokalsender für Fernsehen und Hörfunk (früher: Offener Kanal Oldenburg)

Oldenburg liegt im Einzugsbereich des norddeutschen DVB-T-Netzes (Digital Video Broadcasting – Terrestrial).

  • Printmedien
    • Nordwest-Zeitung – Tageszeitung für Oldenburg und das Oldenburger Land
    • diverse werbefinanzierte Wochenzeitungen (Huntereport, Oldenburger Sonntagszeitung, DIABOLO)
    • diverse Stadtmagazine (MoX, Stadtpark, Big, CityNews, Oldenburg-Live)

[Bearbeiten] Filme & Serien

In Oldenburg wurden folgende Filme oder Serien gedreht:

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

Die Stadt ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen beziehungsweise Körperschaften des öffentlichen Rechts:

[Bearbeiten] Einkaufen und Unterhaltung

Die Stadt bietet viele Einkaufsmöglichkeiten. Es gibt kleinere Läden und größere. Die größeren werden hier aufgelistet.

  • Famila Einkaufsland Oldenburg-Wechloy (früher: Famila Center)

unter anderem mit den Läden: Famila, Adler Mode, H & M und mehr

  • Einkaufspark Kreyenbrück

unter anderem mit den Läden: real- SB-Warenhaus, Kik, Aldi Nord und mehr

In den Abschnitt Unterhaltung sehen Sie welche Kinos es in der Stadt gibt:

[Bearbeiten] Bildung

Zentralgebäude der Universität
Zentralgebäude der Universität