Oldenburgische S 10

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S 10 (Oldenburg)
DR Baureihe 16
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Nummerierung: GOE „Berlin“, „München“, „Dresden“
DR 16 001–003
Anzahl: 3
Hersteller: Hanomag
Baujahr(e): 1917
Ausmusterung: 1926
Bauart: 1'C1' h2
Gattung: S 35.15
Länge über Puffer: 20.650 mm (inkl. Tender)
Dienstmasse: 73,9 t
Reibungsmasse: 45,4 t
Radsatzfahrmasse: 15,1 t
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Indizierte Leistung: 1.130 PS
Treibraddurchmesser: 1.980 mm
Laufraddurchmesser vorn: 1.100 mm
Laufraddurchmesser hinten: 1.100 mm
Zylinderdurchmesser: 580 mm
Kolbenhub: 630 mm
Kesselüberdruck: 14 bar
Rostfläche: 3,00 m²
Überhitzerfläche: 41,20 m²
Verdampfungsheizfläche: 145,88 m²

Die Schnellzuglokomotiven der Gattung S 10 der Großherzoglich Oldenburgischen Eisenbahn waren für den Betrieb auf der Strecke Bremen–OldenburgWilhelmshaven vorgesehen, der wichtigsten Schnellzugstrecke Oldenburgs. Sie gehörten zu den wenigen Fahrzeugen dieser Bahn, die sich nicht an den Fahrzeugen der Preußischen Staatseisenbahnen orientierten, da die durch den leichten Oberbau bedingte maximal vorgegebene mittlere Achslast von 15 t niedriger lag als bei vergleichbaren preußischen Fahrzeugen.

Die drei Fahrzeuge dieser Baureihe wurden von Hanomag ab 1917 gebaut und hatten die in Deutschland seltene Achsfolge 1'C1' (Prairie). Sie hatten, wie in Oldenburg üblich, eine Ventilsteuerung der Bauart Lentz. Die Fahrzeuge wiesen jedoch eine ungünstige Lastverteilung und einen unruhigen Lauf auf und hatten des Öfteren mit Kesselschwierigkeiten zu kämpfen. Außerdem führte die falsche Abstimmung der Strahlungs- und Rohrheizfläche zu Undichtigkeiten an den Rohrwänden.

Die drei S 10 Fahrzeuge wurden von der Deutschen Reichsbahn als Baureihe 16 mit den Betriebsnummern 16 001–16 003 übernommen. Sie waren die einzigen Schnellzuglokomotiven der Achsfolge 1'C1' und bekamen daher ihre eigene Baureihe. Nachdem die Strecken für 17 t Achslast ausgebaut waren, wurden die störanfälligen S 10 jedoch schon 1926 ausgemustert und durch Preußische P 8 ersetzt, die in Oldenburg seit 1921 eingesetzt wurden.

Die Lokomotiven waren mit Schlepptendern der Bauart old 2'2' T 20 ausgestattet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Löffler: Die unglückliche S 10. Die oldenburgische S 10/Baureihe 16.0. In: LOK MAGAZIN. Nr. 250/Jahrgang 41/2002. GeraNova Zeitschriftenverlag GmbH München, ISSN 0458-1822, S. 36-45.