Oldenburgischer Haus- und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig

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Großkreuz mit Stern und Band

Der Oldenburgische Haus- und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig, auch Haus und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig, war der einzige Hausorden des Großherzogtums Oldenburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Orden wurde als Verdienstorden am 27. November 1838 von Großherzog August von Oldenburg gestiftet und sollte an die am 27. November 1813 erfolgte Rückkehr des durch Napoleon abgesetzten Fürsten Peter Friedrich Ludwig erinnern. Er konnte für besondere zivile und militärische Verdienste verliehen werden und bestand aus Kapitularen und Ehrenmitgliedern. Kapitulare durften nur oldenburgische Untertanen werden.

Die Ehrenmitglieder unterteilten sich in Großkreuze mit der Goldenen Krone und Großkreuze (Silber), Großkomture, Komture, Offiziere und Ritter der I. und II. Klasse, letztere mit und ohne Krone. Dem Orden affiliiert waren Verdienstkreuze und Verdienstmedaillen. Die Kapitulare unterteilten sich in Großkreuze, Großkomture, Komture und Ritter. Kapitulare einer unteren Klasse konnten zugleich Ehrenmitglieder von höheren Ordensklassen sein. Die Prinzen des großherzoglichen Hauses waren Ehrengroßkreuze mit der Goldenen Krone und der Großherzog Großprior des Ordens.

Die Kapitularen sollten aus zwei Großkreuzen mit Präbenden von 400 Goldtalern, zwei Großkomturen von 300 Goldtalern, vier Komturen mit 200 Goldtalern und acht Rittern, von denen die vier ältesten je 100 Goldtaler als Dotation erhielten. Die Anzahl der Ehrenmitglieder war, ausgenommen die Prinzen des großherzoglichen Hauses, auf vier Großkreuze, vier Großkomture, acht Komture und 24 Ritter beschränkt. Die Kriegsverdienste wurden davon allerdings ausgenommen.

Die Orden mussten im Todesfall oder beim Aufrücken in höhere Klassen zurückgegeben werden. Der Ordenstag war der 17. Januar, der Geburtstag des Herzogs Peter Friedrich Ludwig.

Der Orden erlosch mit dem Ende des Großherzogtums im Jahre 1918.

Ordensdekoration[Bearbeiten]

Das Ordenszeichen besteht aus einem goldenen, an einer Krone hängenden, weißen emaillierten Kreuz. Das Mittelschild trägt im Avers auf blauem Grund die gekrönte, verschlungene Chiffre P. F. L. (Peter Friedrich Ludwig), umgeben von einem rot-weiß geränderten Reifen mit der Devise EIN GOTT * EIN RECHT * EINE WAHRHEIT. Im Revers befindet sich das oldenburgische Wappen.

Auf Rückseite des Kreuzes standen weiterhin auf dem Kreuzarmen in goldenen Zeichen oben 17. Januar 1785 der Geburtstag des Herzogs und rechts das Datum seiner Amtsübernahme 6. Juli 1785. Links war das Datum 21. Mai 1829, als Todesdatum des Herrschers und unten das Stiftungsdatum 27. November 1838 eingelassen.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedhelm Beyreiss: Der Hausorden und die tragbaren Ehrenzeichen des Grossherzogtums Oldenburg. Patzwall, Norderstedt 1997, ISBN 393153331X.
  • Maximilian Gritzner: Handbuch der Ritter- und Verdienstorden (Reprint der Ausgabe von 1893). Reprint-Verlag, Leipzig 2000, ISBN 382620705X.
  • Horst Edler von Hessenthal: Der Haus- und Verdienstorden des Herzogs Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg. In: Deutsches Soldatenjahrbuch 1988; Schild Verlag, München 1989; ISBN 3880140901.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. H. Schulze: Chronik sämtlicher bekannten Ritter-Orden und Ehrenzeichen, welche von Souverainen und Regierungen verliehen werden, nebst Abbildungen der Dekorationen. Band 1, Moeser und Kühn, Berlin 1853, S. 741.