Oldham-Kupplung

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Veranschaulichung der Funktionsweise der Oldham-Kupplung

Eine Oldham-Kupplung ist eine Kupplung, bei welcher das Drehmoment zwischen zwei parallelen Wellen übertragen wird. Sie besteht aus drei Scheiben, wobei die äußeren beiden an den jeweiligen Wellen befestigt sind und die mittlere in zwei, orthogonal zueinander stehenden, Nut-Feder-Verbindungen zu den beiden anderen Scheiben gelagert ist.

Die Kupplung ist nach ihrem Erfinder John Oldham benannt, der sie 1820 in Irland entwickelte.

Die Oldhamkupplung gehört zur Gruppe der Kreuzscheiben-Kupplungen. Kreuzscheiben-Kupplungen sind formschlüssige Ausgleichskupplungen, die bei parallelen Wellenversätzen eingesetzt werden. Sie bestehen aus zwei gleichen Kupplungsnaben, die stirnseitig mit einer Feder versehen sind. Dazwischen ist eine, meist aus Kunststoff gefertigte, Zwischenscheibe, die stirnseitig mit 90° versetzten Nuten versehen ist, in denen die Federn der Naben abgleiten. Hiermit können geringe parallele Versätze ausgeglichen werden.