Oldsum
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Nordfriesland | |
| Amt: | Föhr-Amrum | |
| Höhe: | 4 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,3 km² | |
| Einwohner: |
566 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 25938 | |
| Vorwahl: | 04683 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NF | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 54 098 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Hafenstr. 23 25938 Wyk auf Föhr |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Jens Pedersen | |
| Lage der Gemeinde Oldsum im Kreis Nordfriesland | ||
Oldsum (friesisch: Olersem) ist eine Gemeinde im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Oldsum liegt im Nordwesten der nordfriesischen Insel Föhr.
Die Gemeinde Oldsum besteht aus den drei Dörfern Oldsum, Klintum (friesisch: Klantem) und Toftum (friesisch: Taftem), die sich über rund zwei Kilometer entlang der Hauptstraße erstrecken. Das Ortsbild ist durch gut erhaltene, reetgedeckte Bauernhäuser geprägt. Das Wahrzeichen von Oldsum ist eine alte, reetgedeckte Windmühle, deren Vorgängerin etwa aus dem Jahr 1700 stammt, zweihundert Jahre später abgebrannt ist, wiederaufgebaut bis 1954 genutzt wurde und seit 1972 als Wohnhaus Verwendung findet. Die Entfernung zur Westküste der Insel beträgt etwa zwei Kilometer, zur Nordküste ist es etwas weniger. Südlich an Oldsum angrenzend liegt die Gemeinde Süderende, südwestlich Dunsum und östlich Alkersum und Midlum.
[Bearbeiten] Geschichte
Oldsum wurde erstmals 1462 urkundlich als Uluersum erwähnt.[2] Im 17. Jahrhundert war das Dorf ein wichtiger Walfängerort. Einer der erfolgreichsten Walfangkommandeure, der 1632 geborene Matthias Petersen, lebte in Oldsum. Er fing in seinem Leben 373 Wale. Seine Grabstätte liegt noch heute auf dem Friedhof der St.-Laurentii-Kirche in Süderende.
Als Teil von Westerland Föhr gehörte die drei Ortschaften zu den königlichen Enklaven und war dem Königreich Dänemark direkt angehörig, während Osterland Föhr mit Wyk zum Herzogtum Schleswig gehörte. Erst nach Dänemarks Verlust von Schleswig an Preußen kamen auch diese Orte 1864 an Schleswig-Holstein.
Bis 1970 waren Oldsum-Klintum und Toftum selbständige Gemeinden. 1970 fusionierten sie zur heutigen Gemeine Oldsum.
[Bearbeiten] Politik
Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Oldsumer Wählergemeinschaft (OWG) seit der Kommunalwahl 2008 acht Sitze. Den neunten Sitz hält ein Einzelbewerber.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Mit der Zunahme des Fremdenverkehrs trat besonders in Oldsum die Landwirtschaft mehr und mehr in den Hintergrund. Heute gibt es nur vereinzelte landwirtschaftliche Betriebe im Ort. Einige von ihnen wurden auch in den 1950er und 1960er Jahren aus dem Ort ausgesiedelt und liegen außerhalb der Ortschaft, aber noch auf Gemeindegebiet. Oldsum vollzog einen Wandel vom Bauerndorf zum Künstlerdorf. Man findet dort zahlreiche Ateliers und Galerien. Weitere wichtige Wirtschaftsfaktoren sind eine steigende Anzahl von Handwerksbetrieben sowie der Einzelhandel.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Matthias Petersen (1632–1706), als Matthias der Glückliche, berühmter Walfänger
- Hinrich Braren (1751–1826), Kapitän und Navigationslehrer
- Oluf Braren (1787–1839), Maler
- Friede Springer (* 1942), Mehrheitseignerin des Axel-Springer-Konzerns
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistikamt Nord: Bevölkerung in Schleswig-Holstein am 31. Dezember 2010 nach Kreisen, Ämtern, amtsfreien Gemeinden und Städten (PDF-Datei; 500 kB) (Hilfe dazu)
- ↑ Brar C. Roeloffs: Von der Seefahrt zur Landwirtschaft. Ein Beitrag zur Geschichte der Insel Föhr.. Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 1984, ISBN 3529061840, S. 16.
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