Ole Haldrup

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Ole Haldrup (eigentlich Rudolf Happle; * 18. Mai 1938 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Arzt und Limerickautor.

Leben[Bearbeiten]

Er hat seit 1973 Limericks veröffentlicht, zunächst in verschiedenen Zeitungen, vor allem in der "Frankfurter Rundschau", später auch in Buchform.

Rudolf Happle war bis 2004 als Hochschullehrer und Klinikchef an der Universität Marburg tätig. Sein Pseudonym Ole Haldrup ist ein Anagramm, entstanden aus der Umstellung der Buchstaben, wobei allerdings - weil es sich so ergab - zwei Lettern weggelassen worden sind. Dabei legt Happle in Veröffentlichungen sein Verhältnis zu seinem Alter Ego nicht immer offen, in dem er z. B. in mit seinem Namen gekennzeichneten Leserbriefen entsprechende Limericks unter Pseudonym zitiert.[1]

Ole Haldrups Verse sind teils erotischer Natur.

Obwohl Haldrup sich noch niemals an Limerick-Wettbewerben beteiligt hat, sind einige seiner Verse bei solchen Veranstaltungen preisgekrönt worden. Nachdem diese Fünfzeiler in Zeitungen erschienen waren, sind sie von Lesern bei Preisausschreiben eingesandt worden und zwar versehentlich unter deren eigenem Namen.

So kam es zum Beispiel vor, dass der Burgschauspieler Josef Meinrad im Jahre 1981 in der Fernsehsendung "Mit Schraubstock und Geige" Haldrups Nizza-Limerick vortrug, und damit hatte irgendeine Frau Häberle aus Stuttgart-Vaihingen 50 Mark gewonnen. Kurz danach druckte die Tabakfirma Roth-Händle Haldrups Fünfzeiler "Ein steinalter Mann in Hessen..." sowie auch "Es besaß ein Mann in Saarbrücken..." unter einem fremden Autorennamen ab.

Er ist der Meinung, dass das Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis der universitären Medizin und das magisch-mystische Denken der Homöopathie sich gegenseitig ausschließen.[2]

Werke[Bearbeiten]

  • Buch der Limericks. Mit Zeichnungen von Horst Dubiel. 3.Auflage, 136 Seiten. Nereus Verlag, Marburg 2003. ISBN 3-9809295-0-7
  • Lirum, larum, Limerick : Das zweite Buch der Fünfzeiler. Mit Zeichnungen von Christine Happle. 140 Seiten. Nereus Verlag, Marburg 2004. ISBN 3-9809295-1-5

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. Oktober 2013, S. 8 "Allzu wörtlich"
  2. Der Spiegel: Medizin - Rückfall ins Mittelalter, eingesehen am 25. November 2010