Olevano Romano

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Olevano Romano
Wappen
Olevano Romano (Italien)
Olevano Romano
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Rom (RM)
Koordinaten: 41° 52′ N, 13° 2′ O41.86027777777813.032222222222571Koordinaten: 41° 51′ 37″ N, 13° 1′ 56″ O
Höhe: 571 m s.l.m.
Fläche: 26 km²
Einwohner: 6.729 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 259 Einw./km²
Postleitzahl: 00035
Vorwahl: 06
ISTAT-Nummer: 058073
Volksbezeichnung: Olevanesi
Schutzpatron: Santa Margherita
Website: Olevano Romano
Olevano Romano von Osten
Olevano Romano von Osten

Olevano Romano ist eine Gemeinde in der Provinz Rom in der italienischen Region Latium mit 6729 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013).

Geographie[Bearbeiten]

Lage von Olevano Romano in der Provinz Rom

Olevano Romano liegt 57 km östlich von Rom und 50 km nordwestlich von Frosinone. Das historische Ortszentrum erstreckt sich den Monte Celeste hinauf, einem Bergrücken der Monti Prenestini, deren südliche Ausläufer das Gemeindegebiet einnimmt. Von hier hat man eine weite Sicht ins Tal des Sacco und zu den gegenüberliegenden Monti Lepini. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Höhe von 246 bis 700 m s.l.m.

Olevano ist Mitglied der Comunità Montana Valle dell'Aniene.

Die Gemeinde liegt in der Erdbebenzone 2 (mittel gefährdet).[2]

Die Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn: Genazzano, San Vito Romano, Bellegra, Roiate, Serrone (FR) und Paliano (FR).

Verkehr[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Olevano, Gemälde von Albert Bierstadt, 1856/57

Das älteste baulich Zeugnis sind die Zyklopenmauern in der Via Ara de’ Santi, die von den Aequern zur Verteidigung gegen die Römer angelegt wurden und im Zusammenhang mit ähnlichen Befestigungsanlagen in Bellegra und Roiate stehen. Mit der endgültigen Niederlage der Aequer 304 v. Chr. wurde das Gebiet in die Römische Republik integriert. Zahlreiche archäologische Funde beweisen die fortdauernde Besiedlung des Gebiets, ohne dass schriftliche Nachrichten über eine Siedlung vorliegen.

Nach dem Untergang des Römischen Reichs, kam das Gemeindegebiet zum Territorium der Abtei Subiaco. Die erste schriftliche Erwähnung als feudum Castro Olibani datiert von 958. als Papst Johannes XII. der Benediktinerabtei den Besitz bestätigt.

Im 13. Jahrhundert erwarben die Colonna den Ort, den sie 1614 an Scipione Caffarelli-Borghese verkauften. 1849 eroberte Giuseppe Garibaldi Olevano, dass damit Teil des Königreichs Italien wurde.[3]

Olevano war im 19. Jahrhundert das Ziel zahlreicher Maler aus Nordeuropa darunter vor allem die sogenannten Deutschrömer um Joseph Anton Koch. Der deutsche Kunsthistoriker Karl Friedrich von Rumohr besaß in den 1820er Jahren in Olevano Roman eine Villa, deren Ansicht 1824 durch ein Aquarell des deutschen Malers Friedrich von Nerly festgehalten wurde [4]

Der nahe Olevano gelegene Eichenwald Serpentara war den Deutschrömern ein besonders schützenswerter, heiliger Eichenhain. Die geplante Abholzung im Jahre 1873 wurde durch eine gemeinsame Aktion von Kunstfreunden und Malern verhindert, indem der Wald zugunsten des Deutschen Reichs und des Deutschen Kaisers angekauft wurde. Ein Viertel der Kosten wurde durch den Maler Carl Schuch übernommen. Heute unterhält die Akademie der Künste Berlin für ihre Stipendiaten die Villa Serpentara. Eine zweite Stipendiatenstätte ist die zur Deutschen Akademie Rom Villa Massimo gehörende Casa Baldi.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 3.836 4.753 6.024 6.615 6.482 6.114 6.000 6.814

Quelle: ISTAT

Politik[Bearbeiten]

Marco Mampieri wurde im Mai 2011 zum Bürgermeister gewählt. Seine Bürgerliste Cittadini per il Cambiamento stellt auch mit 8 von 12 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.[5] Zuvor war Guglielmina Ranaldi (PD) von 2001 bis 2011 Bürgermeisterin.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

  • RusslandRussland Olevano Romano unterhält seit 2011 eine Städtepartnerschaft mit der russischen Stadt Wolgograd.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Im mittelalterlichen Castello Colonna sind Fresken aus dem 16. Jahrhundert zu sehen.
  • Palazzo Baronale
  • Kunstmuseum Olevano Romano

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Der DOC Wein Cesanese di Olevano Romano wird außer in Olevano nur in der Nachbargemeinde Genazzano angebaut.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.
  2. Italienischer Zivilschutz
  3. Vittorio Emiliani, Pino Coscetta: Nei borghi antichi la storia è vita, Hrsg. Provinz Rom, 2011. PDF
  4. FAZ vom 15. Dezember 2010, Seite N3: Maler, Gastrosoph, Museumsmann: Rumohrs Welt
  5. Information des Innenministeriums, abgerufen am 23. Mai 2012
  6. Pressemitteiling der Gemeinde Olevano 1. Februar 2011, abgerufen am 2. Juli 2012
  7. Weinstraße des Cesanese

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Olevano Romano – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien