Olga Scheps

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Olga Scheps am 11. November 2012 während des Jubiläums-Festaktes "50 Jahre Kultur bei Audi"

Olga Scheps (* 4. Januar 1986 in Moskau) ist eine in Köln lebende russische Pianistin.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Die Tochter des Pianisten und Professors an der Aachener Abteilung der Hochschule für Musik und Tanz Köln, Ilja Scheps, kam mit ihren Eltern im Alter von sechs Jahren nach Deutschland. Geprägt durch ihr musikalisches Umfeld fand sie bereits im Alter von vier Jahren raschen Zugang zur klassischen Klavierausbildung und gewann im Jahr 1999 mit zwölf Jahren den Bundeswettbewerb Jugend musiziert sowie 2001 den Wettbewerb Jugend spielt Klassik.[1]

Noch während ihrer Schulzeit begann sie ab 1999 ihr Klavierstudium zunächst als Jungstudentin in der Klavierklasse von Vassily Lobanov und gehörte seit 2006 der Meisterklasse von Pavel Gililov an der Hochschule für Musik und Tanz Köln an. Weitere Studien führten sie zu Arie Vardi und Dmitri Baschkirow. Zudem erhält sie seit ihrem 15. Lebensjahr wichtige künstlerische Impulse von Alfred Brendel. Dabei wurde sie ab 2001 zunächst von der Deutschen Stiftung Musikleben und ab 2006 von der Studienstiftung des deutschen Volkes mit einem Stipendium unterstützt.

Im Alter von vierzehn Jahren debütierte sie in der Konzertreihe "Junge Elite" und dem 1. Klavierkonzert von Prokofjew in der Düsseldorfer Tonhalle. Es folgten Soloabende in den Konzertreihen "Best of NRW" und "The Next Generation II" im Harenberg City-Center Dortmund. Auch im Ausland trat sie auf: diverse Konzertreisen führten sie nach Italien, in die Niederlande, nach Österreich, Dänemark, Asien und in die Vereinigten Staaten. Dabei trat sie unter anderem zusammen mit dem Sinfonieorchester Aachen, dem Niedersächsischen Staatsorchester, der NDR Radiophilharmonie, den Münchner Symphonikern, der Klassischen Philharmonie Bonn, dem Musikkollegium Winterthur, der Rumänischen Nationalphilharmonie und dem Sinfonieorchester Warschau auf.

Seit ihrem Debüt beim Klavier-Festival Ruhr im Jahr 2007 folgten weiter Gastauftritte beim Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Kissinger Sommer, dem Heidelberger Frühling, den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, dem Mosel Musikfestival und anderen. Schließlich errang sie im Jahr 2008 auf dem renommierten internationalen Wettbewerb Kissinger Klavierolymp in Bad Kissingen einen zweiten Platz.[2]

Neben ihren Einsätzen als Solistin engagiert sie sich auch immer wieder im Bereich der Kammermusik. In unterschiedlichen Zusammensetzungen zählten dabei bisher die Violinisten Andrej Bielow, Daniel Hope und Erik Schumann, die Cellisten Adrian Brendel, Alban Gerhardt und Jan Vogler sowie der Bratscher Nils Mönkemeyer zu ihren Partnern.

Sie widmet einen Großteil ihres Repertoires der Interpretation der Musik der Romantik und hier besonders den Werken russischer Komponisten sowie mit großer Leidenschaft vor allem den Kompositionen von Frédéric Chopin. Ihre Chopin-Interpretationen fanden dabei in den Feuilletons der lokalen und überregionalen Presse sowie in Rundfunk- und Fernsehanstalten eine durchweg positive Resonanz.

Nachdem sie zuvor bereits auf einem CD-Mitschnitt vom Klavier-Festival Ruhr 2009 zu hören war, brachte sie im Jahr 2010 ihre ersten beiden Solo-CDs bei RCA Red Seal (Sony Music) heraus. Am 17. Oktober 2010 erhielt sie für ihre Debüt-CD "Chopin", gemeinsam mit Alice Sara Ott den ECHO Klassik 2010 als Nachwuchskünstlerin des Jahres (Klavier) in der Philharmonie Essen. Im Herbst desselben Jahres folgte ein weiteres Soloalbum mit Werken russischer Komponisten. Ihre neueste CD "Schubert" erschien im August 2012 bei RCA Red Seal (Sony Music).

Am 12. Februar 2012 gab sie ihr Solo-Debüt in ihrer Wahlheimat in der Kölner Philharmonie[3]. Weiterhin folgten im selben Jahr noch zwei weitere Konzerte mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra und dem 1. Klavierkonzert von Tschaikowsky[4] und der Russische Staatskapelle Moskau und dem 2. Klavierkonzert von Rachmaninow[5] in Köln.

Aufnahmen[Bearbeiten]

  • 2009: Piano Recital (CAvi-music)

Konzertmitschnitt vom Klavier-Festival Ruhr 2009 mit Werken von Mozart, Schubert, Mendelssohn und Schumann.

  • 2010: Chopin (RCA Red Seal/Sony Music)

Auf der Debüt-CD mit Werken von Frédéric Chopin finden sich die berühmte Ballade g-Moll, tänzerische Walzer und Mazurken, träumerische Nocturnes sowie die selten eingespielten "Trois Nouvelles Études". Die Aufnahme entstand in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin, die für ihre besondere Akustik berühmt ist. Dazu gibt es auf der CD als Bonustrack Chopins Fantasie op. 49, live aufgenommen beim Klavier-Festival Ruhr 2009.

  • 2010: Russian Album (RCA Red Seal/Sony Music)

Auf ihrer zweiten CD widmete sie sich ganz der romantischen russischen Klavierliteratur und präsentiert Werke von Peter Tschaikowski, Mikhail Glinka, Mili Balakirev, Anton Arenski, Mili Balakirev, Anton Rubinstein, Nikolai Titow, Alexander Skrjabin, Sergei Rachmaninov und Anatoli Ljadow.

  • 2012: Schubert (RCA Red Seal/Sony Music)

Auf ihrem dritten Soloalbum widmet sie sich ganz dem Werk Franz Schuberts. Diese CD präsentiert eine Mischung aus berühmten Meisterwerken (Impromptus und Valses Nobles), sowie selten eingespielten Werke wie der Ungarischen Melodie und dem Kupelwieser-Walzer. Eingespielt wurde diese Aufnahme ebenso wie ihre Chopin-Einspielung in der Jesus-Christus-Kirche in Berlin.

  • 2014: Klavierkonzerte Nr. 1 & 2 (RCA Red Seal/Sony Music)

Mit diesem Album kehrt Scheps zu Werken von Chopin zurück. Die beiden Klavierkonzerte Chopins (1. Klavierkonzert op. 11 in e-Moll und 2. Klavierkonzert f-Moll op. 21) wurden in der Fassung für Streichorchester eingespielt. Dabei wurde sie vom Stuttgarter Kammerorchester begleitet.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werbung[Bearbeiten]

Im Laufe ihrer noch jungen Karriere, hat sich Scheps bereits zu einer gefragten Werbeträgerin entwickelt. Unter anderem tritt sie als Markenbotschafterin von Audi,[7] Chopard,[8] und dem Frauenmagazin COVER in Erscheinung.[9]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Olga Scheps – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sony Music über Olga Scheps
  2. Deutsche Stiftung Musikleben über Olga Scheps
  3. Die russisch-deutsche Pianistin Olga Scheps begeistert mit Ihrem Klavierabend in Köln
  4. Olga Scheps begeistert mit lupenreinem Spiel
  5. Olga Scheps und die Staatskapelle Moskau unter Valery Poliansky zu Gast in Köln
  6. Archivlink auf die ECHO Gewinner 2010 (Version vom 4. April 2011 im Internet Archive)
  7. Audi Kultur: seit 50 Jahren engagiert
  8. Pianistin Olga Scheps trägt Chopard
  9. COVER-Kampagne