Oliver Berben

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Oliver Berben auf dem Filmfest München, 2014

Oliver Berben (* 29. August 1971 in München) ist ein deutscher Filmregisseur und Filmproduzent.

Leben[Bearbeiten]

Oliver Berben, Sohn der Schauspielerin Iris Berben, studierte zunächst an der Technischen Universität Berlin Elektrotechnik sowie Luft- und Raumfahrttechnik, beendete das Studium aber nicht.

Er wurde als Produktionsassistent und Aufnahmeleiter bei Werbefilmproduktionen tätig, später im Kino- und Fernsehfilm. Zusammen mit dem Regisseur Carlo Rola gründete er 1996 das Unternehmen Moovie – the art of entertainment, das später mit der Constantin-Film von Bernd Eichinger fusionierte.

Als erste Regiearbeit produzierte er 1999 den TV-Film Das Teufelsweib. Bis 2006 produzierte er circa 40 weitere TV- und Kinofilme, darunter Die schöne Braut in schwarz, Schöne Witwen küssen besser und Die Patriarchin, der für den Deutschen Fernsehpreis 2005 nominiert wurde.

2004 produzierte er die TV-Dokumentation Und jetzt, Israel?. 2006 wurde die TV-Produktion Thousand Words – Fernsehtitel Der Hölle so nah – unter der Regie von Solo Avital ausgestrahlt; ein Film, der die Arbeit des Kriegsfotografen Ziv Koren über zwei Jahre begleitete.

Bis zum 16. Februar 2007 gelang es Berben nach vierjähriger Recherche und Verhandlungen, die weltweit bei Verlagen, Filmrechteverwertern und Studios verstreuten Filmrechte an den Bestseller-Romanen Johannes Mario Simmels für sich zu gewinnen, die er nach und nach für Neuverfilmungen im Rahmen einer großen ZDF-Werkschau verwenden will. 2008 begann er mit Und Jimmy ging zum Regenbogen und Gott schützt die Liebenden, 2009 folgte Liebe ist nur ein Wort und 2011 Niemand ist eine Insel. Weitere Simmel-Modernisierungen sollen folgen. Im Januar 2014 gab das ZDF bekannt, zusammen mit Berben einen Zweiteiler über das Leben der Familie von Anne Frank zu produzieren und 2015 auszustrahlen. Das Vorhaben wurde vom Anne Frank-Fonds, dem Universalerbe von Anne Frank scharf angegriffen, da weder das ZDF noch Berben die Filmrechte dafür beim Fonds erworben hatten. Am 28. Februar 2014 erklärte der Sender den Verzicht auf das Projekt.

Seit dem 1. Januar 2009 ist Oliver Berben einer der Geschäftsführer der Constantin Film Produktion GmbH.[1]

Filmografie[Bearbeiten]

Produzent[Bearbeiten]

Regiearbeiten[Bearbeiten]

  • 1995: Im Himmel hört Dich niemand weinen (Regie-Assistenz)
  • 1996: Peanuts – Die Bank zahlt alles (Regie-Assistenz)
  • 1996: Verlorenes Leben (Regie-Assistenz)
  • 1999: Das Teufelsweib (Regie)

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1997: New York Film Festival: „Finalist Award“ für Regie, Film, Produzent für Code Red – Die sieben Feuer des Todes
  • 2000: Adolf-Grimme-Preis: Nominierung für Der Solist – Kein Weg zurück
  • 2002: Tokyo International Film Festival: „Best Director-Award“ für Sass – Die Meisterdiebe
  • 2002: Bayerischer Filmpreis für die „Beste Kamera“ für Sass
  • 2003: Deutscher Comedypreis: Nominierung für „Beste Comedy-Serie“ für Bewegte Männer
  • 2003: Deutscher Fernsehpreis: Nominierung für „Beste Sitcom“ für Bewegte Männer
  • 2004: Adolf-Grimme-Preis für Dienstreise („Beste Regie“, beste Hauptdarsteller)
  • 2004: Deutscher Fernsehpreis: Nominierung für „Beste Sitcom“ für Bewegte Männer
  • 2005: Goldene Kamera für Die Patriarchin
  • 2005: Deutscher Fernsehpreis: Nominierungen in den Kategorien „Bester Fernsehfilm“, „Beste Schauspielerin“ und „Bester Schauspieler“ für Die Patriarchin
  • 2006: Fernsehfilm-Festival Baden-Baden: Einladung für den Film Silberhochzeit
  • 2009: Bernd Burgemeister Fernsehpreis für Der verlorene Sohn
  • 2012: Goldene Kamera für Liebesjahre („Bester Fernsehfilm“)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. vgl. Keil, Christopher: Elementarteile bei sueddeutsche.de, 15. Dezember 2008 (aufgerufen am 16. Dezember 2008)