Oliver Kahn
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| Gesichtet | ||
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(zeige alle), freigegeben am 24. Mai 2008.
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| Oliver Kahn | ||
| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Oliver Rolf Kahn | |
| Geburtstag | 15. Juni 1969 | |
| Geburtsort | Karlsruhe, Deutschland | |
| Größe | 1,88 m | |
| Position | Torwart | |
| Vereinsinformationen | ||
| Verein | FC Bayern München | |
| Trikotnummer | 1 | |
| Vereine in der Jugend | ||
| Bis 1987 | Karlsruher SC | |
| Vereine als Aktiver1 | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore) |
| 1987–1994 1994–2008 |
Karlsruher SC FC Bayern München |
128 (0) 429 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| 1995–2006 | Deutschland | 86 (0) |
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1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. |
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Oliver Rolf Kahn (* 15. Juni 1969 in Karlsruhe) ist ein ehemaliger deutscher Fußballtorhüter, der den größten Teil seiner Karriere beim FC Bayern München spielte. Er wurde dreimal zum Welttorhüter des Jahres gewählt.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Oliver Kahn schloss sein Abitur am Helmholtz-Gymnasium Karlsruhe ab und studierte Wirtschaftswissenschaften. Das Studium schloss er jedoch nicht ab.
Karriere
Im Verein
Kahn begann seine Laufbahn mit sechs Jahren zunächst als Feldspieler beim Karlsruher SC, doch schon bald wechselte er ins Tor. Kahns Vater Rolf spielte 1963 bis 1965 ebenfalls für den Karlsruher SC in der Fußball-Bundesliga, auch sein Bruder Axel brachte es für den KSC auf mehrere Spiele im Profi-Fußball. Auf der Torhüterposition durchlief er den Jugendbereich und spielte anschließend in der Amateurmannschaft des Vereins. In der Saison 1987/88 saß er dann zum ersten Mal bei den Profis auf der Ersatzbank und hatte am 27. November 1987 sein Bundesligadebüt. Im November 1990 hatte er sich in der Bundesligamannschaft des KSC einen Stammplatz erarbeitet und spielte bis zu seinem Wechsel als unangefochtene Nummer eins im Tor. Durch seine Reaktionsfähigkeit machte er sich einen Namen.
Für 4,6 Millionen DM (ca. 2,3 Millionen Euro) wechselte er 1994 als Nachfolger von Raimond Aumann zum FC Bayern München. So viel war bis dahin nie für einen Bundesliga-Torhüter gezahlt worden. Während seiner Zeit beim FC Bayern gewann er den UEFA-Cup, mehrere deutsche Meisterschaften, Ligapokale, DFB-Pokale sowie die UEFA Champions League und den Weltpokal. Den DFB-Pokal gewann er insgesamt sechs Mal – häufiger als jeder andere Fußballspieler. Sein Vertrag hatte eine Laufzeit bis 2008.
Am ersten Spieltag der Saison 2006/07 bestritt er gegen Borussia Dortmund sein 500. Bundesligaspiel, am 5. Dezember 2006 gegen Inter Mailand sein 100. Champions-League-Spiel. Am 2. September 2007 löste er bei der Partie gegen den Hamburger SV Eike Immel als Rekord-Torhüter mit seinem 535. Bundesligaspiel ab. Außerdem hält er den Rekord von 19 Spielen in Serie ohne Gegentor.
Seine aktive Karriere beendete Kahn am 17. Mai 2008, dem letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 2007/08, als er im Spiel Bayern München gegen Hertha BSC Berlin in der 89. Minute vom Platz ging und von seinem designierten Nachfolger Michael Rensing ersetzt wurde. München gewann das Spiel, Kahns 557. Bundesliga-Spiel, mit 4:1. Kahn gelang zum Abschluss noch ein Rekord, indem er in seiner letzten Saison nur 21 Gegentore hinnehmen musste - so wenige wie kein Torhüter vor ihm. Ein Abschiedsspiel für Kahn findet am 2. September 2008 in München statt.
In der Nationalmannschaft
Erstmals in die Nationalelf berufen wurde Kahn im Herbst 1993, ohne jedoch zum Einsatz zu kommen. An der WM 1994 nahm er als dritter Torwart teil.
Sein Debüt im DFB-Team gab Kahn am 23. Juni 1995 beim 2:1-Erfolg in Bern gegen die Schweiz. 1996 wurde er als Reservetorwart hinter Andreas Köpke Europameister in England. Als zweiter Torwart nahm er außerdem an der folgenden Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich teil. Als Köpke nach dem Turnier aus der Nationalmannschaft zurücktrat, stieg Kahn zum Stammtorwart auf. Am 26. Januar 2002 übernahm er außerdem das Amt des Kapitäns der Deutschen Nationalmannschaft von Oliver Bierhoff.
Auch in der Nationalmannschaft konnte Kahn Erfolge verbuchen, beispielsweise bei seinem Auftritt zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan/Südkorea, wo er durch seine Leistung maßgeblich zum Erreichen des Finales beitrug. Im Endspiel allerdings wehrte er einen Schuss von Rivaldo, der nach einem nicht geahndeten Foulspiel an das deutsche Team frei zum Schuss kam, unglücklich vor die Füße Ronaldos ab, welcher nur noch zum 1:0 einschieben musste. Im August 2004 wurde Kahns Mannschafts-Kollege Michael Ballack vom FC Bayern München neuer Kapitän der Nationalmannschaft.
Im Vorfeld der WM 2006 konkurrierte Kahn mit Jens Lehmann um den Posten des Stammkeepers. Im Vorfeld hatte Bundestrainer Jürgen Klinsmann seit August 2004 bewusst darauf verzichtet, eine klare Nummer 1 zu benennen. Die Folge war, dass sich die beiden Torhüter über eineinhalb Jahre ein bislang einzigartiges Fernduell um die Nummer 1 im deutschen Tor lieferten, was in den deutschen Medien eine wahre Hysterie nach sich zog.
Am 7. April 2006 wurde der seit dem Amtsantritt Jürgen Klinsmanns als Trainer der Nationalmannschaft schwelende Konkurrenzkampf mit Jens Lehmann um die Position des Stammtorhüters zugunsten Lehmanns entschieden. Am 10. April 2006 gab Kahn auf einer Pressekonferenz bekannt, dass er bei der WM 2006 als zweiter Torhüter zur Verfügung steht. Seinen Rücktritt aus der Nationalelf gab Kahn am 8. Juli 2006 im Anschluss an das Spiel um Platz 3 bei der Fußball-WM 2006 bekannt, nachdem er mit dem 3:1-Sieg des deutschen Teams einen letzten sportlichen Höhepunkt im Nationaltrikot feierte.
Kahn zeigte sich als wahrer Sportsmann, als er seinem Torhüterkollegen (und Rivalen in der Nationalmannschaft) Jens Lehmann vor dem Elfmeterschießen gegen Argentinien moralisch unterstützte, obwohl sich die beiden deutschen Klasse-Torhüter sonst eigentlich aus dem Weg gingen. Torwart-Trainer Andreas Köpke meinte später dazu (Zitat): "Kahn gab keine Tipps, es war mehr ein Anfeuern". Und die Geste habe ihn tief beeindruckt: "Das war absolut ehrlich, absolute Größe. Das war für mich mit die Szene des Turniers." Als Lehmann in die Kabine flüchtete, umarmten sich die Rivalen um die "Nummer 1" sogar noch einmal kurz. Nach dem Rücktritt von Oliver Kahn ist Jens Lehmann nun die "Nummer 1" im Tor der Nationalmannschaft.
Kahn ist der Torwart, der am häufigsten die Mannschaft als Spielführer (49) aufs Feld führte.
Im Mai 2004 veröffentlichte Kahn seine Autobiografie Nummer eins.
Erfolge/Titel
Als Nationalspieler
- Europameister (als Ersatztorwart ohne Einsatz): 1996
- Weltmeisterschafts-Zweiter: 2002
- Confed Cup Dritter: 2005
- Weltmeisterschafts-Dritter (als Ersatztorwart mit einem Einsatz): 2006
Mit seinen Vereinen
- UEFA-Cup: 1996
- Deutscher Meister: 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008
- DFB-Ligapokalsieger: 1997, 1998, 1999, 2000, 2004, 2007
- DFB-Pokalsieger: 1998, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008
- UEFA Champions League: 2001
- Weltpokalsieger: 2001
Auszeichnungen
- Bester Bundesliga-Torhüter: 1994, 1997, 1998, 1999, 2001
- Welttorhüter: 1999, 2001, 2002
- Bester Torhüter Europas: 1999, 2000, 2001, 2002
- Deutschlands Fußballer des Jahres: 2000, 2001
- Fairnesspreis der UEFA: 2001
- Bambi: 2001, 2006
- Man of the Match für seine Leistungen im CL-Finale: 2001
- Bester Spieler der WM 2002 (Adidas Goldener Ball, als erster Torhüter): 2002
- Bester Torhüter der WM 2002 (Lev-Yashin-Trophäe): 2002
- Goldener Ehrenring der Landeshauptstadt München für seine hervorragende Verdienste um den Sport in München: 2003
- Aufnahme in die FIFA 100, eine von der FIFA herausgegebene Liste mit den 125 besten noch lebenden Fußballern: 2004
- Silbernes Lorbeerblatt mit der Deutschen Nationalmannschaft: 2006
- SPORT-BILD-Award für die beste Sportidee: 2006
- Bambi, sportliche Leistung und Teamgeist: 2006
- "Goldener Prometheus 2006" des Fachmagazines "V.i.S.d.P." in der Kategorie "Coup des Jahres" [1]: 2007
Besondere Vorkomnisse
In seiner über 20-jährigen Karriere entwickelte sich Kahn zu einer Kultfigur des deutschen Fußballs. Berühmt wurden sein Ehrgeiz, seine Aussetzer, seine Zitate und seine Attacken gegen Gegenspieler. Nachfolgend sind einige für Kahn typische Ereignisse aufgeführt:
- Am 3. April 1999 versuchte Kahn beim 2:2-Unentschieden gegen Borussia Dortmund Heiko Herrlich ins Ohr zu beißen.
- Im gleichen Spiel stürmte Kahn aus seinem Strafraum und sprang dem Dortmunder Stéphane Chapuisat mit gestrecktem Bein entgegen. Diese Aktion brachte ihm in den Medien den Spitznamen Karate-Kahn ein. Bei keiner der beiden Attacken kam es zu einer Verwarnung Kahns.
- Am 18. September 1999 prallte Kahn im Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt so schwer mit seinem Mitspieler Samuel Kuffour zusammen, dass er ohnmächtig wurde, minutenlang behandelt und schließlich in der 55. Minute ausgewechselt werden musste.
- Am 12. April 2000 warf ein Zuschauer im Ligaspiel der Bayern gegen SC Freiburg einen Golfball nach Kahn und traf ihn an der Schläfe.[2] Die Wunde blutete heftig.
- Im Bundesligaspiel am 3. März 2001 gegen Hansa Rostock eilte Oliver Kahn beim Stand von 2:3 in den Schlussminuten bei einer Ecke in den gegnerischen Strafraum. Als die Ecke hereinkam, faustete Kahn den Ball ins Tor. Kurz danach sah er aufgrund seiner Regelwidrigkeit die Gelb-Rot-Karte.[3]. Später sagte er: "Ich dachte der Torwart darf im Strafraum den Ball mit der Hand spielen."
- Am 28. September 2002 packte Kahn seinen Leverkusener Gegenspieler Thomas Brdaric im Punktspiel am Nacken. Kahn und Brdaric sahen hierfür Gelb, was in der Öffentlichkeit mit großer Kritik aufgenommen wird, da eine ähnliche Aktion einige Spieltage zuvor mit dem sofortigen Platzverweis geahndet wurde.
Quellen
- ↑ www.oliver-kahn.de Website Oliver Kahns
- ↑ Oliver Kahn Kahns Website
- ↑ Oliver Kahn: Erstes Tor im letzten Spiel? Artikel auf bild.de
Autobiographie
- Nummer eins, Droemer/Knaur 2004, ISBN 3426273462
Weblinks
- Literatur von und über Oliver Kahn im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Oliver Kahns Homepage
- Steckbrief von Oliver Kahn auf kicker.de
- Aktuelle Biographie "Nummer eins" aus dem Knaur Verlag
Hamit Altıntop | Mark van Bommel | Breno | Stefano Celozzi | Martín Demichelis | Bernd Dreher | Stephan Fürstner | Marcell Jansen | Oliver Kahn | Miroslav Klose | Thomas Kraft | Toni Kroos | Philipp Lahm | Christian Lell | Lúcio | Andreas Ottl | Lukas Podolski | Michael Rensing | Franck Ribéry | Christian Saba | Willy Sagnol | Jan Schlaudraff | Bastian Schweinsteiger | Daniel Sikorski | José Ernesto Sosa | Luca Toni | Daniel Van Buyten | Sandro Wagner | Zé Roberto | Trainer: Ottmar Hitzfeld
| Vorgänger |
Deutschlands Fußballer des Jahres 2000, 2001 |
Nachfolger |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kahn, Oliver |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballtorwart, mehrfacher Welttorhüter |
| GEBURTSDATUM | 15. Juni 1969 |
| GEBURTSORT | Karlsruhe |

