Olsbrücken

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Olsbrücken
Olsbrücken
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Olsbrücken hervorgehoben
49.5402777777787.6611111111111209Koordinaten: 49° 32′ N, 7° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kaiserslautern
Verbandsgemeinde: Otterbach-Otterberg
Höhe: 209 m ü. NHN
Fläche: 7,22 km²
Einwohner: 1065 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 148 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67737
Vorwahl: 06308
Kfz-Kennzeichen: KL
Gemeindeschlüssel: 07 3 35 033
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 27
67697 Otterberg
Webpräsenz: www.olsbruecken.de
Ortsbürgermeister: Peter Hesch (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Olsbrücken im Landkreis Kaiserslautern
Karte
Die Dorfmitte von Olsbrücken aus der Vogelperspektive

Olsbrücken ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Olsbrücken liegt im nördlichen Teil des Landkreises Kaiserslautern im Tal des Flüsschens Lauter. Ringsum befinden sich die Hügel des Nordpfälzer Berglandes

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemarkung der Ortsgemeinde grenzt an Kreimbach-Kaulbach im Kreis Kusel im Norden, Wörsbach im Nordosten, Schallodenbach im Osten, Mehlbach im Südosten, Hirschhorn/Pfalz im Süden sowie Sulzbachtal und Frankelbach im Westen.

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Olsbrücker Straßen tragen die Namen: Am Berg, Am Hahngraben, Am Rutzenbach, Am Waldhof, Auf den Wingerten, Bachstraße, Bahnhofstraße, Bornweg, Dietenbachstraße, Hauptstraße, Hebelstraße, Hohlstraße, Im Holzgraben, Im Kirschgarten, Kirchweg, Schneidersäcker und Wörsbacher Straße. Die Straße Am Habel existiert zwar, es handelt dabei aber um eine Zufahrt zu einem einzelnen Privathaus. Der Olsbrücker Bahnhof befindet sich schon auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Frankelbach. Die Gemarkung der Ortsgemeinde umfasst über 100 Gewannennamen. Viele davon sind der einheimischen Bevölkerung gut bekannt. So geht man auf den Oberberg, wenn man zum Vereinsheim des Pfälzerwaldvereins möchte. Dieses befindet sich tatsächlich in der Gewanne Oberberg. Bestimmend im Ortsbild waren früher die beiden Mühlen. Die Neumühle am nördlichen Ausgang des Ortes in Richtung Kreimbach-Kaulbach, sowie die Oppensteiner Mühle südlich gelegen, etwa ein Kilometer vor dem Ortseingang. Während das Gebäude der Neumühle noch existent ist, wurde die Oppensteiner Mühle Ende der 1970er Jahre Opfer einer Begradigung der B270. Es existiert dort aber noch der Oppensteiner Brunnen und aus Kaiserslautern kommend in Fahrtrichtung links neben der B 270 sind noch einige Mauerreste der Mühle im Gestrüpp zu sehen. Die Bezeichnung „Auf den Wingerten“ belegt einen ehemaligen Weinberg, der sich in der Ortslage befunden haben muss. Die beiden größeren Wälder auf der Olsbrücker Gemarkung heißen Tierwald und Seiderswald. Im Tierwald befindet sich die eingefasste Quelle des Schlangenbrunnens.

Klima[Bearbeiten]

Das Klima der Pfalz ist im Allgemeinen eines der mildesten und sonnenreichsten in Deutschland. Die Westpfalz ist zwar etwas kühler als die Gebiete am Rhein, aber dennoch gibt es reichlich Sonnenschein. Die Winter sind selten von längeren Perioden mit Schnee und Eis bestimmt.

Der Schlangenbrunnen im Olsbrücker Tierwald

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um Olsbrücken war schon in der Römerzeit besiedelt. Über die umliegenden Hügel führte eine Straße, im Nachbarort Kreimbach-Kaulbach gibt es noch Überreste der Heidenburg zu sehen. Im Mittelalter wurde Olsbrücken das erste Mal nachweislich erwähnt. Es wurde mit dem Namen Alsbrucken, dann Holszbrücken und dann Olszbrücken bezeichnet, was darauf hindeutet, dass es wohl Aale in der Lauter gab. Im Dreißigjährigen Krieg, vermutlich um 1635, wurden zwei Dörfer, die zwischen Olsbrücken und dem heutigen Sulzbachtal lagen, völlig zerstört und auch nicht wieder aufgebaut. Olsbrücken hingegen wurde wieder aufgebaut. Am Ende des 18. Jahrhunderts wurde die westliche Kurpfalz französisch. Napoleon veranlasste umfangreiche Verwaltungsreformen und führte den Code civil ein. Olsbrücken gehörte damals zum Département du Mont-Tonnerre (Donnersberg). 1816 gelangte das Gebiet zu Bayern. Im 19. Jahrhundert emigrierten viele Pfälzer in die Vereinigten Staaten. In der Nachkriegszeit entstanden die Neubaugebiete Am Waldhof, Am Rutzenbach, Im Kirschgarten, Holzgraben und zuletzt die Neubaugebiete Auf den Wingerten und Am Friedhof

Protestantische Kirche von Olsbrücken, Architekt: Ludwig Levy

Religion[Bearbeiten]

2012 waren 58,8 Prozent der Einwohner evangelisch und 24,6 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Olsbrücken besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[3]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2009 6 7 3 16 Sitze
2004 6 7 3 16 Sitze

Ortsbürgermeister[Bearbeiten]

  • 1981–1989 Arthur Hesch (CDU)
  • 1989–2004 Gerhard Klein (SPD)
  • 2004–2008 Regina Hill (SPD)
  • seit 2008 Peter Hesch (CDU)

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt eine Brücke und einen Aal. Es symbolisiert die ursprüngliche Bedeutung des Ortsnamens Alsbrücken.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

In Olsbrücken gibt es eine Grundschule und eine Gemeindebücherei.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

  • Laura Kloos (* 1990), Singer-Songwriter
  • Anne Rheinheimer (* 1993), Fußballspielerin

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Olsbrücken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen