Olympische Sommerspiele 1908/Radsport

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Olympische Ringe
Olympische Sommerspiele 1908
(Medaillenspiegel Radsport)
Platz Mannschaft G S B Total
1 Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland GBR 5 3 1 9
2 FrankreichFrankreich FRA 1 2 2 5
3 Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich GER - 1 1 2
4 Kanada 1868Kanada CAN - - 1 1
BelgienBelgien BEL - - 1 1

Bei den IV. Olympischen Spielen 1908 in London wurden sechs Radsport-Wettbewerbe ausgetragen. Sämtliche Rennen fanden auf der 660 yards (603,50 m) langen Zement-Rundbahn im White City Stadium statt. Straßenrennen waren nicht ausgeschrieben worden, da solche gemäß dem britischen Straßenverkehrsgesetz verboten waren.

Es kamen die Regeln der National Cyclists' Union of England and Wales zur Anwendung, nicht jene des Weltverbandes UCI. Das 1000-Meter-Rennen wurde wegen Überschreiten des Zeitlimits von 105 Sekunden nicht gewertet. In allen Rennen (mit Ausnahme der Mannschaftsverfolgung) wurde nur die Zeit des Erstplatzierten gestoppt.

660 yards (603,491 m)[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit
1 Victor Johnson GBR 51,2 sek
2 Émile Demangel FRA k. A.
3 Karl Neumer GER k. A.
4 Daniel Flynn GBR k. A.

Datum: 14. und 15. Juli

Am Start waren 46 Fahrer aus neun Ländern. Die Sieger der 16 Vorläufe (jeweils zwei oder drei Fahrer) qualifizierten sich für die zweite Runde. Diese umfasste vier Rennen, wobei sich die Sieger für das Finale qualifizierten. Es galt ein Zeitlimit von 70 Sekunden.

5 km[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit
1 Benjamin Jones GBR 8:36,2 min
2 Maurice Schilles FRA k. A.
3 André Auffray FRA k. A.
4 Émile Maréchal FRA k. A.
5 Clarence Kingsbury GBR k. A.
6 Johannes van Spengen NED k. A.

Datum: 17. und 18. Juli

An diesem Rennen waren 42 Fahrer aus acht Ländern am Start. Die Sieger der sieben Vorläufe qualifizierten sich für das Finale. Es galt ein Zeitlimit von 9:25 Minuten.

20 km[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit
1 Clarence Kingsbury GBR 34:13,6 min
2 Benjamin Jones GBR k. A.
3 Joseph Werbrouck BEL k. A.
4 Louis Weintz USA k. A.

Datum: 14. Juli

Es nahmen 44 Fahrer aus elf Ländern an diesem Wettbewerb teil. Für das Finale qualifizieren konnten sich die Sieger der sechs Vorläufe, darüber hinaus gab es drei Schrittmacher. Ins Ziel kamen vier der sechs Finalisten.

100 km[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit
1 Charles Bartlett GBR 2:41:48,6 h WR
2 Charles Denny GBR k. A.
3 Octave Lapize FRA k. A.
4 Billy Pett GBR k. A.
5 Paul Texier FRA k. A.
6 Walter Andrews CAN k. A.

Datum: 15., 16. und 18. Juli

Es nahmen 43 Fahrer aus elf Ländern teil. In zwei Vorläufen wurden 16 Finalteilnehmer ermittelt (jeweils die ersten sechs eines Vorlaufs sowie vier Läufer, die die meisten Runden geführt hatten). Ein Kanadier wurde nach Protest nachnominiert. Das Finale fand in strömendem Regen statt, Teile der Innenbahn standen unter Wasser. Neun der 17 Finalisten mussten das Rennen aufgeben.

2000 m Tandem[Bearbeiten]

Platz Athleten Land Zeit
1 Maurice Schilles /
André Auffray
FRA 3:07,6 min
2 Frederick Hamlin /
Thomas Johnson
GBR k. A.
3 Colin Brooks /
Walter Isaacs
GBR k. A.

Datum: 13. und 15. Juli

Am Wettbewerb nahmen 17 Paare aus sieben Ländern teil. Die Qualifikation war zweistufig: In der ersten Runde fanden sieben Rennen statt. Die Sieger trafen in der zweiten Runde in zwei Rennen aufeinander. Für das Finale qualifiziert waren dann die beiden Sieger sowie das schnellste zweitplatzierte Paar.

1980 yards Mannschaftsverfolgung[Bearbeiten]

Platz Land Athlet Zeit
1 GBR Benjamin Jones
Clarence Kingsbury
Leon Meredith
Ernest Payne
2:18,6 min
2 GER Max Götze
Rudolf Katzer
Hermann Martens
Karl Neumer
2:28,6 min
3 CAN William Anderson
Walter Andrews
Frederick McCarthy
William Morton
2:29,6 min
4 NED Gerard Bosch van Drakestein
Antonie Gerrits
Dorotheus Nijland
Johannes van Spengen
2:44,0 min

Datum: 17. Juli

Gemeldet waren ursprünglich sieben Mannschaften, doch zum Start der ersten Runde erschienen nur fünf Mannschaften mit je vier Fahrern. Großbritannien und Kanada kamen kampflos weiter, da die Mannschaften Belgiens und der USA auf einen Start verzichteten. Die Niederländer profitierten von einem Freilos; nur die Deutschen mussten antreten und setzten sich gegen Frankreich durch.

In den Halbfinalrennen gewannen Großbritannien gegen Kanada und Deutschland gegen die Niederlande. Im Finale siegten die Briten mit deutlichem Vorsprung. Die Bronzemedaille ging an die Kanadier, da diese im Halbfinale die schnellere Verlierermannschaft gewesen waren.