Olympische Sommerspiele 1936/Leichtathletik

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Olympische Ringe
Olympische Sommerspiele 1936
(Medaillenspiegel Leichtathletik)
Platz Land G S B Gesamt
1 Vereinigte Staaten 48Vereinigte Staaten USA 14 7 4 25
2 Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) GER 5 4 7 16
3 FinnlandFinnland FIN 3 5 2 10
4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 2 5 - 7
5 JapanJapan JPN 2 2 3 7
6 Italien 1861Königreich Italien (1861–1946) ITA 1 2 2 5
7 Ungarn 1918Ungarn HUN 1 - - 1
NeuseelandNeuseeland NZL 1 - - 1
9 PolenPolen POL - 2 1 3
10 Kanada 1921Kanada CAN - 1 3 4
11 SchweizSchweiz SUI - 1 - 1
12 NiederlandeNiederlande NED - - 2 2
SchwedenSchweden SWE - - 2 2
14 AustralienAustralien AUS - - 1 1
LettlandLettland LAT - - 1 1
Philippinen 1919Philippinen PHI - - 1 1
Leichtathletik

Bei den XI. Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin wurden 29 Wettbewerbe in der Leichtathletik ausgetragen. Es fanden 23 Wettbewerbe für Männer und 6 für Frauen statt.

Mit 14 Gold-, 7 Silber- und 4 Bronzemedaillen war die US-amerikanische Mannschaft die erfolgreichste in den Leichtathletikwettbewerben. Der Leichtathlet Jesse Owens war mit vier Goldmedaillen der erfolgreichste Sportler der Olympischen Sommerspiele in Berlin. Helen Stephens war mit zwei Goldmedaillen die erfolgreichste Frau der Leichtathletikwettkämpfe.

Männer[Bearbeiten]

100 m[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Jesse Owens USA 10,3
2 Ralph Metcalfe USA 10,4
3 Martinus Osendarp NED 10,5
4 Frank Wykoff USA 10,6
5 Erich Borchmeyer GER 10,7
6 Lennart Strandberg SWE 10,9

Beim 100-Meter-Lauf waren 63 Sportler aus 30 Ländern am Start. Die zwölf Vorläufe fanden am 2. August (10:00 Uhr), die vier Zwischenläufe am 2. August (15:00 Uhr), die zwei Halbfinals am 3. August (15:00 Uhr) und das Finale am 3. August (17:00 Uhr) statt. Die ersten zwei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, jeweils die ersten drei der Zwischenläufe und der Halbfinals erreichten die nächste Runde.

Jesse Owens lief im Vorlauf mit 10,3 s einen olympischen Rekord. Im Zwischenlauf konnte er seine Zeit auf 10,2 s verbessern, dieser Rekord wurde jedoch wegen zu starken Rückenwinds nicht anerkannt.

200 m[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Jesse Owens USA 20,7 OR
2 Mack Robinson USA 21,1
3 Martinus Osendarp NED 21,3
4 Paul Hänni SUI 21,6
5 Lee Orr CAN 21,6
6 Wijnand van Beveren NED 21,9

Beim 200-Meter-Lauf waren 44 Sportler aus 22 Ländern am Start. Die acht Vorläufe fanden am 4. August (10:30 Uhr), die vier Zwischenläufe am 4. August (15:30 Uhr), die zwei Halbfinals am 5. August (15:00 Uhr) und das Finale am 5. August (18:00 Uhr) statt. Jeweils die ersten drei eines Laufes qualifizierten sich für die nächste Runde.

Jesse Owens lief im Vorlauf und im Zwischenlauf mit 21,1 s einen olympischen Rekord, Mack Robinson konnte im Halbfinale die gleiche Zeit erreichen.

400 m[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Archie Williams USA 46,5
2 Godfrey Brown GBR 46,7
3 James LuValle USA 46,8
4 Bill Roberts GBR 46,8
5 William Fritz CAN 47,8
6 John Loaring CAN 48,2

Beim 400-Meter-Lauf waren 42 Sportler aus 25 Ländern am Start. Die acht Vorläufe fanden am 6. August (10:30 Uhr), die vier Zwischenläufe am 6. August (15:15 Uhr), die zwei Halbfinals am 7. August (15:00 Uhr) und das Finale am 7. August (17:30 Uhr) statt. Jeweils die ersten drei eines Laufes qualifizierten sich für die nächste Runde.

800 m[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 John Woodruff USA 1:52,9
2 Mario Lanzi ITA 1:53,3
3 Phil Edwards CAN 1:53,6
4 Kazimierz Kucharski POL 1:53,8
5 Charles Hornbostel USA 1:54,6
6 Harry Williamson USA 1:55,8
7 Juan Carlos Anderson ARG
8 Gerald Backhouse AUS

Beim 800-Meter-Lauf waren 43 Sportler aus 24 Ländern am Start. Die sechs Vorläufe fanden am 2. August (16:00 Uhr), die drei Zwischenläufe am 3. August (17:15 Uhr) und das Finale am 4. August (17:45 Uhr) statt. Die ersten vier der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, jeweils die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

1500 m[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Jack Lovelock NZL 3:47,8 WR
2 Glenn Cunningham USA 3:48,4
3 Luigi Beccali ITA 3:49,2
4 Archie San Romani USA 3:50,0
5 Phil Edwards CAN 3:50,4
6 Jerry Cornes GBR 3:51,4
7 Miklós Szabó HUN 3:53,0
8 Robert Goix FRA 3:53,8

Beim 1500-Meter-Lauf waren 43 Sportler aus 27 Ländern am Start. Die vier Vorläufe fanden am 5. August (17:00 Uhr) und das Finale am 6. August (16:15 Uhr) statt. Jeweils die ersten drei der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

5000 m[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Gunnar Höckert FIN 14:22,2 OR
2 Lauri Lehtinen FIN 14:25,8
3 Henry Jonsson SWE 14:29,0
4 Kohei Murakoso JPN 14:30,0
5 Józef Noji POL 14:33,4
6 Ilmari Salminen FIN 14:39,8
7 Umberto Cerati ITA 14:44,4
8 Louis Zamperini USA 14:46,8

Beim 5000-Meter-Lauf waren 41 Sportler aus 23 Ländern am Start. Die drei Vorläufe fanden am 4. August (18:00 Uhr) und das Finale am 7. August (15:15 Uhr) statt. Jeweils die ersten fünf der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

10.000 m[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Ilmari Salminen FIN 30:15,4
2 Arvo Askola FIN 30:15,6
3 Volmari Iso-Hollo FIN 30:20,2
4 Kohei Murakoso JPN 30:25,0
5 Alec Burns GBR 30:58,2
6 Juan Carlos Zabala ARG 31:22,0
7 Max Gebhardt GER 31:29,6
8 Donald Lash USA 31:39,4

Beim 10.000-Meter-Lauf waren 30 Sportler aus 18 Ländern am Start. Das Finale fand am 2. August statt.

Marathon[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Son Kitei[1] JPN 2:29:19,2 OR
2 Ernie Harper GBR 2:31:23,2
3 Nan Shōryū[1] JPN 2:31:42,0
4 Erkki Tamila FIN 2:32:45,0
5 Väinö Muinonen FIN 2:33:46,0
6 Johannes Coleman RSA 2:36:17,0
7 Donald Robertson GBR 2:37:06,2
8 Jackie Gibson RSA 2:38:04,0

Beim Marathonlauf, der über eine Distanz von 42,15 Kilometer ging, waren 56 Sportler aus 27 Ländern am Start. Das Finale fand am 9. August um 15:00 Uhr statt.

Die Strecke führte vom Olympiastadion über das Maifeld zur Heerstraße, die an der Pichelsdorfer Brücke überquert wurde. Die nächsten acht Kilometer gingen durch den Grunewald Richtung Süden über Schildhorn und Kaiser-Wilhelm-Turm. Nach rund 12 Kilometern bogen die Läufer auf die AVUS ein, die 10 Kilometer geradeaus führte. Der Wendepunkt war an der Nord-Schleife, von wo aus es auf dem gleichen Kurs zurückging.

50 km Gehen[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Harold Whitlock GBR 4:30:41,4 WR
2 Arthur Tell Schwab SUI 4:32:09,2
3 Adalberts Bubenko LAT 4:32:42,2
4 Jaroslav Štork TCH 4:34:00,2
5 Edgar Bruun NOR 4:34:53,2
6 Fritz Bleiweiß GER 4:36:48,4
7 Karl Reiniger SUI 4:40:45,0
8 Étienne Laisné FRA 4:41:40,0

Beim 50 km Gehen waren 33 Sportler aus 16 Ländern am Start. Das Finale fand am 5. August um 13:00 Uhr statt. Die Strecke war nahezu identisch mit der im Marathonlauf, der einzige Unterschied war, dass die Geher nach der Nordkurve auf der AVUS noch eine acht Kilometer lange Schleife im Grunewald absolvieren mussten.

110 m Hürden[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Forrest Towns USA 14,2
2 Don Finlay GBR 14,4
3 Fritz Pollard USA 14,4
4 Håkan Lidman SWE 14,4
5 John Thornton GBR 14,7
6 Larry O’Connor CAN 15,0

Beim 110-Meter-Hürdenlauf waren 31 Sportler aus 20 Ländern am Start. Die sechs Vorläufe fanden am 5. August (16:30 Uhr), die zwei Zwischenläufe am 6. August (15:00 Uhr) und das Finale am 6. August (17:45 Uhr) statt. Die ersten zwei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

Die Regel, wonach Rekorde nur anerkannt werden konnten, wenn keine Hürde gerissen wurde, schaffte man ab. Forrest Towns lief im Zwischenlauf mit 14,1 s einen Weltrekord.

400 m Hürden[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Glenn Hardin USA 52,4
2 John Loaring CAN 52,7
3 Miguel White PHI 52,8
4 Joseph Patterson USA 53,0
5 Sylvio Padilha BRA 54,0
6 Christos Mantikas GRE 54,2

Beim 400-Meter-Hürdenlauf waren 32 Sportler aus 20 Ländern am Start. Die sechs Vorläufe fanden am 3. August (15:00 Uhr), die zwei Zwischenläufe am 4. August (15:00 Uhr) und das Finale am 4. August (17:30 Uhr) statt. Die ersten zwei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

3000 m Hindernis[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Volmari Iso-Hollo FIN 9:03,8 WR
2 Kalle Tuominen FIN 9:06,8
3 Alfred Dompert GER 9:07,2
4 Martti Matilainen FIN 9:09,0
5 Harold Manning USA 9:11,2
6 Lars Larsson SWE 9:16,6
7 Voldemārs Vītols LAT 9:18,8
8 Glen Dawson USA 9:21,2

Beim 3000-Meter-Hindernislauf waren 28 Sportler aus 13 Ländern am Start. Die drei Vorläufe fanden am 3. August (18:00 Uhr) und das Finale am 8. August (16:00 Uhr) statt. Die ersten vier der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

4 × 100 m Staffel[Bearbeiten]

Platz Land Athleten Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten Jesse Owens
Ralph Metcalfe
Foy Draper
Frank Wykoff
39,8 WR
2 Italien Orazio Mariani
Gianni Caldana
Elio Ragni
Tullio Gonnelli
41,1
3 Deutschland Wilhelm Leichum
Erich Borchmeyer
Erwin Gillmeister
Gerd Hornberger
41,2
4 Argentinien Juan Lavenás
Antonio Sande
Carlos Hofmeister
Tomás Beswick
42,2
5 Kanada Sam Richardson
Bruce Humber
Lee Orr
Howard McPhee
42,7
Niederlande Tjeerd Boersma
Wijnand van Beveren
Christiaan Berger
Martinus Osendarp
DQ

Bei der 4-mal-100-Meter-Staffel waren 60 Sportler aus 15 Ländern am Start. Die drei Vorläufe fanden am 8. August (15:00 Uhr) und das Finale am 9. August (15:15 Uhr) statt. Jeweils die ersten zwei der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

Die Mannschaft aus den Vereinigten Staaten stellte im Vorlauf mit 40,0 s einen Weltrekord auf.

4 × 400 m Staffel[Bearbeiten]

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 Vereinigtes Königreich Freddie Wolff
Godfrey Rampling
Bill Roberts
Godfrey Brown
3:09,0
2 Vereinigte Staaten Harold Cagle
Robert Young
Edward O’Brien
Alfred Fitch
3:11,0
3 Deutschland Helmut Hamann
Friedrich von Stülpnagel
Harry Voigt
Rudolf Harbig
3:11,8
4 Kanada Marshall Limon
Phil Edwards
William Fritz
John Loaring
3:11,8
5 Schweden Sven Strömberg
Per Edfeldt
Olof Danielsson
Bertil von Wachenfeldt
3:13,0
6 Ungarn Tibor Ribényi
Zoltán Zsitvai
József Vadas
József Kovács
3:14,8

Bei der 4-mal-400-Meter-Staffel waren 49 Sportler aus 12 Ländern am Start. Die drei Vorläufe fanden am 8. August (16:30 Uhr) und das Finale am 9. August (15:45 Uhr) statt. Jeweils die ersten zwei der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

Hochsprung[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Cornelius Johnson USA 2,03 OR
2 Dave Albritton USA 2,00
3 Delos Thurber USA 2,00
4 Kalevi Kotkas FIN 2,00
5 Kimio Yada JPN 1,97
6 Yoshiro Asakuma JPN 1,94
Lauri Kalima FIN 1,94
Hiroshi Tanaka JPN 1,94
Gustav Weinkötz GER 1,94

Beim Hochsprung waren 40 Sportler aus 24 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 2. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 1,85 m übersprungen werden musste. Qualifiziert für das Finale, dass am 2. August um 15:00 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 22 Sportler. Die Rangfolge auf den Plätzen zwei bis vier wurde durch einen Stichkampf entschieden.

Stabhochsprung[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Earle Meadows USA 4,35 OR
2 Shūhei Nishida JPN 4,25
3 Sueo Ōe JPN 4,25
4 William Sefton USA 4,25
5 William Graber USA 4,15
6 Josef Haunzwickel AUT 4,00
Danilo Innocenti ITA 4,00
Alfred Proksch AUT 4,00
Kiyoshi Adachi JPN 4,00
Wilhelm Sznajder POL 4,00
Syl Apps CAN 4,00
Bo Ljungberg SWE 4,00
Péter Bácsalmási HUN 4,00
Jan Korejs TCH 4,00
Richard Webster GBR 4,00
Viktor Zsuffka HUN 4,00

Beim olympischen Stabhochsprungwettbewerb von 1936 waren 30 Sportler aus 21 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 5. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 3,80 m übersprungen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, das am 5. August um 16:00 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 25 Sportler.

Der Stabhochsprungwettkampf dauerte bis 21:00 Uhr, zwischen 18:15 Uhr und 18:35 Uhr musste er wegen Regen unterbrochen werden. Die Rangfolge auf den Plätzen zwei bis vier wurde durch einen Stichkampf entschieden. Nishida erreichte im Stichkampf genauso wie sein Landsmann Ōe eine Höhe von 4,25 m. Da Sefton inzwischen ausgeschieden war, einigten sich die beiden Japaner, auf die Fortsetzung des Stechens zu verzichten.

Die japanische Mannschaftsleitung legte daraufhin fest, dass Nishida die Silber- und Ōe die Bronzemedaille erhalten sollte, weil Nishida einen Fehlversuch weniger hatte. Sie waren mit dieser Entscheidung nicht einverstanden und zerschnitten beide nach ihrer Rückkehr ihre Medaillen und setzten sie mit jeweils mit einer anderen Hälfte zusammen. Die dabei entstandene Medaillen werden in englischsprachigen Raum als „Medaille der ewigen Freundschaft“ bezeichnet. Natürlich änderte das Zerteilen der Medaillen nichts an der offiziellen Rangfolge.

Der sechste Platz wurde mit einer gesprungenen Höhe von 4,00 m insgesamt elf Mal vergeben. Auf ein Stechen wurde hierbei verzichtet.

Weitsprung[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Jesse Owens USA 8,06
2 Luz Long GER 7,87
3 Naoto Tajima JPN 7,74
4 Wilhelm Leichum GER 7,73
Arturo Maffei ITA 7,73
6 Bob Clark USA 7,67
7 John Brooks USA 7,41
8 Robert Paul FRA 7,34

Beim Weitsprung waren 43 Sportler aus 27 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 4. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 7,15 m gesprungen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, das am 4. August um 16:30 Uhr stattfand, hatten sich 16 Sportler.

Dreisprung[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Naoto Tajima JPN 16,00 WR
2 Masao Harada JPN 15,66
3 Jack Metcalfe AUS 15,50
4 Heinz Wöllner GER 15,27
5 Rolland Romero USA 15,08
6 Kenkichi Ōshima JPN 15,07
7 Erich Joch GER 14,88
8 Dudley Wilkins USA 14,83

Beim Dreisprung waren 31 Sportler aus 19 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 6. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 14 Meter weit gesprungen werden musste. Qualifiziert für das Finale, das am 6. August um 16:30 Uhr stattfand, hatten sich 23 Sportler.

Kugelstoßen[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Hans Woellke GER 16,20 OR
2 Sulo Bärlund FIN 16,12
3 Gerhard Stöck GER 15,66
4 Sam Francis USA 15,45
5 Jack Torrance USA 15,38
6 Dimitri Zaitz USA 15,32
7 František Douda TCH 15,28
8 Arnold Viiding EST 15,23

Beim Kugelstoßen waren 22 Sportler aus 14 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 2. August um 11:00 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 14,50 Meter gestoßen werden mussten. Qualifiziert für das Finale, dass am 2. August um 17:30 Uhr stattgefunden hat, hatten sich 15 Sportler.

Diskuswurf[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Ken Carpenter USA 50,48 OR
2 Gordon Dunn USA 49,36
3 Giorgio Oberweger ITA 49,23
4 Reidar Sørlie NOR 48,77
5 Willy Schröder GER 47,93
6 Nikolaos Syllas GRE 47,75
7 Gunnar Bergh SWE 47,22
8 Åke Hedvall SWE 46,20

Beim Diskuswurf waren 31 Sportler aus 17 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 5. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 44 Meter weit geworfen werden musste. Qualifiziert für das Finale, das am 5. August stattfand, hatten sich 13 Sportler.

Hammerwurf[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Karl Hein GER 56,49 OR
2 Erwin Blask GER 55,04
3 Fred Warngård SWE 54,83
4 Gustav Koutonen FIN 51,90
5 William Rowe USA 51,66
6 Donald Favor USA 51,01
7 Bernhard Greulich GER 50,61
8 Koit Annamaa EST 50,46

Beim Hammerwurf waren 27 Sportler aus 16 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 3. August um 9:00 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 46 Meter weit geworfen werden musste. Qualifiziert für das Finale, das am 3. August um 15:00 Uhr stattfand, hatten sich 17 Sportler.

Speerwurf[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Gerhard Stöck GER 71,84
2 Yrjö Nikkanen FIN 70,77
3 Kalervo Toivonen FIN 70,72
4 Lennart Atterwall SWE 69,20
5 Matti Järvinen FIN 69,18
6 Alton Terry USA 67,15
7 Eugeniusz Lokajski POL 66,39
8 József Várszegi HUN 65,30

Beim Speerwurf waren 28 Sportler aus 19 Ländern am Start. Die Qualifikation wurde am 6. August um 10:30 Uhr ausgetragen, wobei mindestens 60 Meter weit geworfen werden musste. Qualifiziert für das Finale, das am 6. August um 15:15 Uhr stattfand, hatten sich 16 Sportler.

Zehnkampf[Bearbeiten]

Platz Athlet Land Punkte
1 Glenn Morris USA 7900 WR
2 Bob Clark USA 7601
3 Jack Parker USA 7275
4 Erwin Huber GER 7087
5 Reindert Brasser NED 7046
6 Armin Guhl SUI 7033
7 Olle Bexell SWE 7024
8 Helmut Bonnet GER 6939

Beim Zehnkampf waren 28 Sportler aus 17 Ländern am Start. Das Finale fand am 7. und 8. August statt. Am ersten Wettkampftag wurden die Wettbewerbe im 100-Meter-Lauf (10:00 Uhr), Weitsprung (11:30 Uhr), Kugelstoßen (15:00 Uhr), Hochsprung (16:00 Uhr) und 400-Meter-Lauf (17:45 Uhr) ausgetragen.

Am zweiten Tag folgten die Wettkämpfe im 110-Meter-Hürdenlauf (10:00 Uhr), Diskuswurf (11:00 Uhr), Stabhochsprung (15:00 Uhr), Speerwurf (16:30 Uhr) und 1500-Meter-Lauf (17:30 Uhr).

Frauen[Bearbeiten]

100 m[Bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Helen Stephens USA 11,5
2 Stanisława Walasiewicz POL 11,7
3 Käthe Krauß GER 11,9
4 Marie Dollinger GER 12,0
5 Annette Rogers USA 12,2
6 Emmy Albus GER 12,3

Beim 100-Meter-Lauf waren 30 Sportlerinnen aus 15 Ländern am Start. Die sechs Vorläufe fanden am 3. August (16:00 Uhr), die zwei Zwischenläufe am 3. August (17:30 Uhr) und das Finale am 4. August (16:00 Uhr) statt. Die ersten zwei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

Helen Stephens konnte im Vorlauf ihre Zeit auf 11,5 s verbessern, dieser Rekord wurde jedoch wegen zu starkem Rückenwind nicht anerkannt.

80 m Hürden[Bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Trebisonda Valla ITA 11,7 OR
2 Anni Steuer GER 11,7 OR
3 Elizabeth Taylor CAN 11,7 OR
4 Claudia Testoni ITA 11,7 OR
5 Kitty ter Braake NED 11,8
6 Doris Eckert GER 12,0

Beim 80-Meter-Hürdenlauf waren 22 Sportlerinnen aus 11 Ländern am Start. Die vier Vorläufe fanden am 5. August (15:30 Uhr), die zwei Zwischenläufe am 5. August (17:30 Uhr) und das Finale am 6. August (17:30 Uhr) statt. Die ersten drei der Vorläufe kamen in die Zwischenläufe, die ersten drei der Zwischenläufe qualifizierten sich für das Finale.

4 × 100 m Staffel[Bearbeiten]

Platz Land Athletinnen Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten Harriet Bland
Annette Rogers
Betty Robinson
Helen Stephens
46,9
2 Vereinigtes Königreich Eileen Hiscock
Violet Olney
Audrey Brown
Barbara Burke
47,6
3 Kanada Dorothy Brookshaw
Mildred Dolson
Hilda Cameron
Aileen Meagher
47,8
4 Italien Lidia Bongiovanni
Trebisonda Valla
Fernanda Bullano
Claudia Testoni
48,7
5 Niederlande Kitty ter Braake
Fanny Koen
Alida de Vries
Elisabeth Koning
48,8
Deutschland Emmy Albus
Käthe Krauß
Marie Dollinger
Ilse Dörffeldt
DQ

Bei der 4-mal-100-Meter-Staffel waren 32 Sportlerinnen aus acht Ländern am Start. Die zwei Vorläufe fanden am 8. August (15:30 Uhr) und das Finale am 9. August (15:30 Uhr) statt. Jeweils die ersten drei der Vorläufe qualifizierten sich für das Finale.

Die deutsche Stafette lief im Vorlauf mit 46,4 s einen Weltrekord. Im Finallauf führte sie beim letzten Wechsel mit acht Metern Vorsprung vor der US-Stafette. Die Stabübergabe von Marie Dollinger auf Ilse Dörffeldt missglückte aber, der Stab fiel zu Boden, und die deutsche Mannschaft wurde disqualifiziert.

Hochsprung[Bearbeiten]

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Ibolya Csák HUN 1,60
2 Dorothy Odam GBR 1,60
3 Elfriede Kaun GER 1,60
4 Marguerite Nicolas FRA 1,58
5 Doris Carter AUS 1,55
Annette Rogers USA 1,55
Fanny Koen NED 1,55
8 Margaret Bell CAN 1,50
Wanda Nowak AUT 1,50
Nellie Carrington GBR 1,50
Alice Arden USA 1,50
Kathlyn Kelley USA 1,50
Dora Ratjen GER DQ

Beim Hochsprung waren 17 Sportlerinnen aus zwölf Ländern am Start. Das Finale hat am 9. August um 15:00 Uhr stattgefunden. Eine Qualifikation wurde nicht ausgetragen. Die Rangfolge auf den Plätzen eins bis drei wurde durch einen Stichkampf entschieden.

Die Deutsche Ratjen hatte mit 1,58 m den vierten Platz belegt. Zwei Jahre später stellte ein Magdeburger Polizeiarzt aber fest, dass sie männliche Genitalien hatte, die während des Wettkampfs nach oben gebunden worden waren. Daraufhin wurde sie disqualifiziert, und die Deutsche Sportbehörde für Athletik entzog ihr sofort das Startrecht bei internationalen Wettbewerben.

Diskuswurf[Bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Gisela Mauermayer GER 47,63 OR
2 Jadwiga Wajs POL 46,22
3 Paula Mollenhauer GER 39,80
4 Ko Nakamura JPN 38,24
5 Hide Mineshima JPN 37,35
6 Birgit Lundström SWE 35,92
7 Ans Niesink NED 35,21
8 Gertrude Wilhelmsen USA 34,43

Beim Diskuswurf waren 19 Sportler aus elf Ländern am Start. Das Finale hat am 4. August um 15:15 Uhr stattgefunden. Eine Qualifikation wurde nicht ausgetragen.

Speerwurf[Bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Tilly Fleischer GER 45,18 OR
2 Luise Krüger GER 43,29
3 Maria Kwaśniewska POL 41,80
4 Herma Bauma AUT 41,66
5 Sadako Yamamoto JPN 41,45
6 Lydia Eberhardt GER 41,37
7 Gertrude Wilhelmsen USA 37,35
8 Gerda de Kock NED 36,93

Beim Speerwurf waren 14 Sportlerinnen aus zehn Ländern am Start. Das Finale hat am 2. August stattgefunden. Eine Qualifikation wurde nicht ausgetragen.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Die koreastämmigen Japaner Sohn Kee-chung und Nam Sung-yong mussten unter ihren japanischen Namen Son Kitei bzw. Nan Shōryū starten.