Olympisches Dorf (Innsbruck)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

f0f0

Olympisches Dorf f1
Statistischer Stadtteil
Österreichkarte, Position von Olympisches Dorf hervorgehoben
Vorlage:Infobox Gemeindeteil in Österreich/Wartung/Karte
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Innsbruck (I), Tirol
Pol. Gemeinde Innsbruck  (KG Mühlau, Arzl)
Ortschaft Mühlau, Arzl
Koordinaten 47° 16′ 20″ N, 11° 26′ 34″ O47.27222222222211.442777777778567Koordinaten: 47° 16′ 20″ N, 11° 26′ 34″ Of1
Höhe 567 m ü. A.
Einwohner d. stat. Einh. 6859 (2014)
Gebäudestand 176 (2014)
Fläche 53,1 ha
Postleitzahl 6020 Innsbruckf0
Vorwahl +43/0512 (Innsbruck)
Statistische Kennzeichnung
Statistischer Stadtteil 16 Olympisches Dorf
Zählsprengel/ -bezirk Mühlau-Schießstand, Arzl-Olympisches Dorf (70101 X [43/63])
Bild
Das Olympische Dorf von der Hungerburg aus gesehen.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; TIRIS; Stadt Innsbruck: Statistiken - Zahlen

Das Olympische Dorf ist ein Stadtteil der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck in Österreich. Die Großwohnsiedlung mit etwa 7.000 Einwohnern liegt am östlichen Stadtrand am linken Innufer, in den Katastralgemeinden Arzl und Mühlau. Die Olympischen Dörfer für die Olympischen Winterspiele 1964 und die Olympischen Winterspiele 1976 wurden direkt nebeneinander errichtet und werden heute nicht mehr unterschieden. Geprägt wird der Stadtteil vor allem von vielen Wohnhochhäusern.

Lage und statistische Daten[Bearbeiten]

Das Olympische Dorf ist ein statistischer Stadtteil der Stadt Innsbruck. Im Süden trennt es der Inn vom Gewerbegebiet Roßau, im Norden der Straßenzug Haller Straße - Spingeser Straße - Schützenstraße vom Gewerbegebiet Mühlau/Arzl und im Osten der Kugelfangweg von Ortsteil Neu-Rum der Gemeinde Rum.[1] Der Stadtteil besteht aus den beiden statistischen Bezirken (Zählbezirken) Mühlau-Schießstand (22,3 ha, 2126 Einwohner, 84 Gebäude) und Arzl-Olympisches Dorf (30,8 ha, 4733 Einwohner, 92 Gebäude; Stand April 2014)[2], die durch eine Linie in der Verlängerung der Spingeser Straße nach Süden getrennt werden.[3] Der Stadtteil hat 6859 Einwohner und eine Bevölkerungsdichte von 12.917 Einwohnern/km². 13,0 % der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre, 27,8 % älter als 65 (der höchste Anteil aller Innsbrucker Stadtteile). Der Ausländeranteil beträgt 15,8 %.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Pius X.

Arzl, bis 1940 eine selbständige Gemeinde, besteht aus dem alten Dorf am Talhang und in der Mulde hinter dem Kalvarienberg und aus der Siedlung Neu-Arzl im Talboden. Nach 1945 entstanden in der Reichenau und in der Arzler Au völlig neue Stadtteile: die Reichenau (seit 1952), das Olympische Dorf I (1964) (seit 1961) und das Olympische Dorf II (1976) (seit ca. 1974). Die Pfarrkirche St. Pius X. wurde von 1959 bis 1960 erbaut.

Für die Spiele 1964 wurden ursprünglich acht zehngeschoßige Wohnblöcke errichtet. Im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus wurden später weitere ähnliche Wohnhäuser erbaut. Die Gebäude aus dem Jahr 1976 befinden sich direkt an der Innpromenade. An die Olympischen Spiele erinnert im Stadtteil nur ein Denkmal mit den Olympischen Ringen.

Wappen[Bearbeiten]

Das Stadtteilwappen von Neu-Arzl/Olympisches Dorf zeigt in rot über weiß geteiltem Schild oben eine weiße Schießscheibe, unterlegt von zwei gekreuzten Fähnchen in den Farben Schwarz-Gelb und Weiß-Grün, und unten eine Darstellung jenes Denkmals mit den dort einheitlich goldfarbenen fünf Olympischen Ringen, welches kurz nach den IX. Olympischen Winterspielen von 1964 im Olympischen Dorf errichtet worden ist.

Mit diesen Elementen erinnert dieses Stadtteilwappen an die beiden entscheidenden Anstöße zur Entwicklung dieses Stadtteiles. Einerseits war dies nämlich die Errichtung des ehemaligen Landeshauptschießstandes in der Arzler Au (1893), in dessen nördlicher Nachbarschaft sich vor allem nach 1918 die sogenannte Schießstandsiedlung entwickelt hat, und andererseits bildeten die zweimal in Innsbruck ausgetragenen Olympischen Winterspiele den Anlass zum Bau des Olympischen Dorfes.

Verkehr[Bearbeiten]

Das sogenannte „O-Dorf“ wird durch eine große Straßenbrücke über den Inn mit den anderen Stadtteilen verbunden und gut durch das Innsbrucker Busnetz versorgt.

Die Linien O, T und 4 der Innsbrucker Verkehrsbetriebe und einige Linien der VVT kreuzen das Gebiet.

Bis 2018 soll das O-Dorf an das Straßenbahnnetz angeschlossen werden.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Olympisches Dorf (Innsbruck) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Innsbruck: Statistische Einteilung der Stadtteile von Innsbruck (PDF; 1,2 MB)
  2. Stadt Innsbruck: Fläche, Einwohner und Gebäudezahl der einzelnen Zählsprengel und statistischen Bezirke der Stadt Innsbruck (Stand: April 2014) (PDF; 143 kB)
  3. Stadt Innsbruck: Statistische Bezirke von Innsbruck (PDF; 1,3 MB)
  4. Stadt Innsbruck: Stadtteilspiegel 2014 (PDF; 410 kB)
  5. Innsbrucker Verkehrsbetriebe: Tram/Regionalbahn - Projektbeschreibung