Olympus OM-4 Ti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Olympus OM-4 Ti
Olympus OM4 ti 01.jpg
Typ: einäugige Kleinbild-Spiegelreflexkamera
Produktionszeitraum: 1987–2002
Objektivanschluss: Olympus OM-Bajonett
Filmformat: 35 mm (Kleinbild)
Aufnahmeformat: 24 × 36 mm (Kleinbild)
Sucher: Pentaprismensucher mit Fresnellinse, Dioptrienkorrektur −3–+1
Sucherbildfeld: 97 %
Vergrößerung: 0,92-fach
Sucheranzeigen: Balkenanzeige der Verschlusszeiten von 1–1/2000 s in 1/3 Blendenschritten; Über- und Unterbelichtungswarnung; „+/−“-Anzeige bei manueller Messung; Blitzbereitschaft (grüne LED); „richtige“ Blitzbelichtung (Blinken der grünen LED); Anzeige der Belichtungsmodi
Betriebsarten: manuelle Steuerung durch Nachführmessung, Zeitautomatik mit Blendenvorwahl, jeweils bei Offenblendmessung. Spotmessung (2 %) als Einzel- und Multi-Spotmessung (maximal 8 Punkte), High-Key- und Low-Key-Taste (in Spotmodus)
Filmtransport: manuell bzw. motorisch (Winder / Motor)
Belichtungsmessung: TTL Offenblendmessung mit Objektiven des OM-Systems. Bei Nachführessung und Zeitautomatik mittenbetont integral (autodynamisch auf Verschlussvorhang bzw. Filmoberfläche), bei Spotmessung über Silizium-Messzellen
Messbereich: EV −5–19 (bei 100 ISO - mit dem Zuiko Auto-S 1:1,4/50 mm)
Regelung: Nachführprinzip: Blendenvorwahl oder Zeitvorwahl
Korrektur: +/− 2 Blenden in 1/3 Schritten
Verschluss: elektronisch gesteuerter Tuchverschluss (horizontal)
Verschlusszeiten: 1/2000 bis 240 s, B, mechanisch gesteuerte Notzeit 1/60 s
Blitzsteuerung: TTL-Auto-Blitz (OTF-Auto-Blitz) automatisch, bis zu 9 Olympus-T-Blitzgeräte können simultan gezündet und gesteuert werden
Blitzanschluss: Blitzschuh (mit X- und Linearblitz-Kontakten) sowie 5-polige Anschlussbuchse
Synchronisation: 1/60 s und länger bzw. mit Olympus F280-Blitzgerät: 1/60–1/2000s
Blitzfunktionen: automatisch zwischen 1/60s und 1/2000s, manuell für alle Zeiten bis 1/2000s
Stromversorgung: 2 × SR44/LR44, Prüfung (LED und akustisches Signal)
Abmessungen: 136 × 84 × 50 mm
Gewicht: 510 g
Ergänzungen: Selbstauslöser: elektronisch gesteuert, 12 Sekunden Vorlaufzeit, optische und akustische Signale

Die Kamera Olympus OM-4 Ti kam 1987 auf den Markt. Sie ist die überarbeitete Nachfolgerin der OM-4 und wurde bis 2002 gebaut. Anfangs war sie nur „champagnerfarben“ verfügbar, später kam die schwarz lackierte Version hinzu.

Die OM-4 Ti brachte als erste Kamera das „Vollsynchron“-Blitzmesssystem auf den Markt. Mit geeignetem Blitzgerät (Olympus F280) können Blitzsynchronzeiten zwischen 1/60 s und 1/2000 s gewählt werden. Ebenso wie ihre Vorgängerin, die Olympus OM-4 verfügt die OM-4 Ti über ein äußerst ausgereiftes Belichtungsmesssystem. Neben manueller Nachführmessung bietet sie Zeitautomatik. Die Kamera misst hierbei per mittenbetonter Integralmessung. Die Messung erfolgt „autodynamisch“ direkt auf dem Verschlußvorhang bzw. während der Belichtung auf der Filmoberfläche. Durch das autodynamische Messsystem reagiert die Kamera direkt auf veränderte Lichtverhältnisse und nutzt diese Technik auch um äußerst exakte Blitzbelichtungen zu realisieren. Darüber hinaus bietet die Kamera Spotmessung und Multispotmessung (bis zu 8 Messpunkte können zu einer Messung zusammengefasst werden). Die Messung erfolgt per Silizium-Fotodiode und deckt ca. 2 % des Bildfeldes ab. Hinzu kommen noch Highlight- und Shadow-Tasten für sehr helle bzw. sehr dunkle Motive.

Die Kamera wurde für professionelle Benutzung konzipiert und entsprechend in ein umfangreiches Zubehörsystem integriert. Um den harten Anforderungen professioneller Nutzung zu genügen wurden die Deckkappe und die Bodenplatte der Kamera aus widerstandsfähigem Titan hergestellt (wie auch bei ihrer Schwesterkamera, der Olympus OM-3 Ti ).

Die Olympus OM-4 Ti ist in der Titelsequenz des James-Bond-Films Licence to Kill zu sehen.

Zubehör[Bearbeiten]

Kamera-Antriebe[Bearbeiten]

  • Motor Drive: Im OM-System gibt es den Motor Drive 1 und Motor Drive 2. Beide erlauben Filmtransporte bis 5 Bilder/Sekunde. Der Motor Drive 2 bietet darüber hinaus auch eine motorisierte Filmrückspulung. Für die Motor Drives gibt es folgende Energiequellen: NiCd-Pack (15 V), Batteriehandgriff (18 V, für 12 Batterien oder Akkus der Größe AA), Steuergerät mit Netzanschluss.
  • Winder: Im OM-System gibt es den Winder 1 und Winder 2. Der Winder 1 bietet nur Einzelbild-Aufnahmen, während der Winder 2 auch Serienbilder mit bis zu 2,5 Bilder/Sekunde bietet. Automatische Filmrückspulung bieten die Winder nicht.

Kamera-Rückwände[Bearbeiten]

Die Standard-Rückwand ist gegen folgende Rückwände austauschbar:

  • OM-Datenrückwand: eine Rückwand zur Einbelichtung von Datum, Uhrzeit und Belichtungsdaten (Recorddata Back 4).
  • Langfilmmagazine: Magazine 1 und 2 für Filmmaterial für bis zu 250 Aufnahmen.

Mattscheiben[Bearbeiten]

16 auswechselbare Typen von Mattscheiben, von der Vollmattscheibe bis zur Version mit Schnittbild/Mikroprismenring. Die Mattscheiben werden durch das Objektivbajonett gewechselt.

Blitzgeräte[Bearbeiten]

Im OM-System gibt es mehrere Blitzgeräte mit unterschiedlichen Merkmalen. Besonders erwähnenswert ist das Vollsynchron-Blitzgerät Olympus F280, das im FP-Modus Blitzsynchronzeiten zwischen 1/60 s und 1/2000 s bietet.

Fernauslösezubehör[Bearbeiten]

Für die Steuerung der OM-4 Ti aus der Entfernung gibt es eine Reihe von Zubehör, wie bspw. Fernauslösekabel, den manuellen Quarz-Fernauslöser, usw.

Literatur[Bearbeiten]

  • Olympus OM-4 Ti-Bedienungsanleitung (deutsch), o. J.
  • Olympus OM-4 Ti-Black-Infobroschüre (deutsch), 1/91
  • Olympus OM-System von Wilfried Mordmüller (deutsch), 1989 G+G Urban Verlag GmbH, München
 ISBN 3-925334-16-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Olympus OM-4 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien