Omerbach

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Omerbach
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Der Omerbach bei Gressenich

Der Omerbach bei Gressenich

Daten
Gewässerkennzahl DE: 28246
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Inde → Rur → Maas → Hollands Diep → Nordsee
Flussgebietseinheit Maas
Quelle Staatsforst Hürtgenwald (D)
50° 44′ 31″ N, 6° 18′ 31″ O50.7418472222226.3086722222222317
Quellhöhe 317 m ü. NN[1]
Mündung In Eschweiler in die Inde50.8152194444446.2921944444444128Koordinaten: 50° 48′ 55″ N, 6° 17′ 32″ O
50° 48′ 55″ N, 6° 17′ 32″ O50.8152194444446.2921944444444128
Mündungshöhe 128 m ü. NN[1]
Höhenunterschied 189 m
Länge 11,1 km[2]
Einzugsgebiet 21,876 km²[2]
Mittelstädte Eschweiler, Stolberg (Rhld.)

Der Omerbach ist 11,1 km langer, orografisch rechter Nebenfluss der Inde in der Städteregion Aachen, Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Er bildet in seinem Mittellauf die natürliche Grenze zum Kreis Düren. Sein Name ist keltischen Ursprungs.

Verlauf[Bearbeiten]

Omerbach nördlich von Nothberg

Der Omerbach entspringt nahe dem Gottfriedskreuz zwischen Stolberg-Vicht und der Wehebachtalsperre im Staatsforst Hürtgenwald und verläuft dann in nördlicher Richtung. Er durchfließt Gressenich, speist im dortigen Ortsteil Buschhausen etliche Weiher und ändert dann seinen Verlauf in Richtung Nordwest. Dort bildet er die Grenze zwischen der Städteregion Aachen und dem Kreis Düren, fließt an der Gressenicher Mühle bei Scherpenseel, dem Korkus, Volkenrath und Bergrath vorbei sowie durch Nothberg. Im Bereich der Bendenmühle zwischen Nothberg und Eschweiler-Ost mündet er in die Inde.

Auf Nothberger Gebiet wird 1933 mit seiner Regulierung begonnen.

Kurz nach seiner Quelle nimmt der das Fließ Pferdesiefen, bei Scherpenseel den Kaltenbornbach und zwischen Bergrath und Nothberg das Bergrather Fließ und den Riffersbach auf.

In Gressenich heißt eine Straße "Am Omerbach", und 1927 wird in Nothberg die Straße "In der Aue" in "Am Omerbach" umbenannt.

Kuriositäten[Bearbeiten]

Nachdem der Omerbach bei der Gressenicher Mühle auf Eschweiler Stadtgebiet fließt, verläuft er parallel zum ein bis zwei Kilometer weiter östlich verlaufenden Otterbach, der durch das östliche Nothberg verläuft und ebenfalls in die Inde mündet. Aufgrund der sehr ähnlichen Schreibweise wurde in historischen Aufzeichnungen nicht selten Omerbach und Otterbach verwechselt.

Der Omerbach in der Sage[Bearbeiten]

In einer Sage um die Stadt Gression soll der Omerbach Schauplatz einer Schlacht gegen die Türken gewesen sein. "Zu Gression am Omerstrom, ward eine blutige Schlacht geschlagen", heißt es in einem alten Lied. Der geschlagene türkische Feldherr habe danach die Drohung ausgesprochen, bald wiederzukommen, die Pferde seiner Reiter würden dann den Omerstrom leer saufen, damit das Heer trockenen Fußes übersetzen könne.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Friedrich Holtz: Von Erzen, Sagen und Geschichten, Stolberg 1992