Omnium

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den ehemaligen britischen Automobilhersteller siehe Omnium Motor Company.

Omnium (aus dem Lateinischen: alles, das Ganze = Mehrkampf) bezeichnet einen sportlichen Wettbewerb im Bahnradsport, der aus sechs verschiedenen Kurzzeit- und Ausdauerdisziplinen zusammengesetzt ist.

Regeln[Bearbeiten]

Ein Omnium wird bei Kontinental- und Weltmeisterschaften ausgefahren. Seit 2012 ist das Omnium auch Teil des olympischen Programms. Da hierfür und für die Einführung weiterer olympischer Frauenwettbewerbe die Einerverfolgung, das Punktefahren sowie das Zweier-Mannschaftsfahren gestrichen wurden, wurde als Ausgleich zugunsten der Ausdauerfahrer das Ausscheidungsfahren Teil des Omniums, und die Distanzen der ursprünglichen Teildisziplinen erhöht. Der alte Austragungsmodus galt letztmals bei den Weltmeisterschaften 2010.

Das Omnium besteht aus folgenden Teildisziplinen:

  • Scratch (Männer 15 km, Frauen und Junioren 10 km, Juniorinnen 5 km)
  • Einerverfolgung (Männer 4 km, Frauen und Junioren 3 km, Juniorinnen 2 km)
  • Ausscheidungsfahren
  • Zeitfahren (Männer 1000 m, Frauen 500 m)
  • 250 m fliegend (50 m länger als die Qualifikation im Sprint)
  • Punktefahren (Männer 40 km, Frauen 25 km, Junioren 25 km, Juniorinnen 20 km)

Ursprünglich wurden in jedem Teilwettbewerb Punkte entsprechend dem erzielten Rang vergeben und es gewann der Fahrer mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl. Im Falle einer Punktgleichheit zählte die niedrigste Gesamtzeit errechnet aus den drei Zeitfahrwettbewerben (250 m fliegend, Einerverfolgung, 1000m/500m-Zeitfahren). Nach einer im Jahr 2014 eingeführten Regeländerung werden in den ersten fünf Wettbewerben 40, 38, 36 etc. Punkte für die ersten Fahrer vergeben, zu denen dann die im Punktefahren erzielten Punkte für Sprints und Rundengewinne addiert werden. Sieger ist der Fahrer mit der höchsten Gesamtpunktzahl. Bei Punktgleichheit entscheidet der Einlauf des letzten Sprints des Punktefahrens.[1]

Ein Omnium-Wettbewerb, allerdings nach inoffiziellen Regeln, wurde zum Beispiel auch beim bis 2008 jährlich stattfindenden „Großen Weihnachtspreis“ in der Dortmunder Westfalenhalle ausgetragen.

Resultate bei UCI-Bahn-Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Männer[Bearbeiten]

Jahr Gold Silber Bronze
2007 TschechienTschechien Alois Kaňkovský ArgentinienArgentinien Walter Pérez Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brad Huff
2008 Neuseeland Hayden Godfrey AustralienAustralien Leigh Howard WeissrusslandWeißrussland Aljaksandr Lisouski
2009 AustralienAustralien Leigh Howard Kanada Zach Bell NiederlandeNiederlande Tim Veldt
2010 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ed Clancy AustralienAustralien Leigh Howard Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Taylor Phinney
2011 AustralienAustralien Michael Freiberg NeuseelandNeuseeland Shane Archbold BelgienBelgien Gijs Van Hoecke
2012 AustralienAustralien Glenn O’Shea KanadaKanada Zach Bell DanemarkDänemark Lasse Norman Hansen
2013 NeuseelandNeuseeland Aaron Gate DanemarkDänemark Lasse Norman Hansen AustralienAustralien Glenn O’Shea

Frauen[Bearbeiten]

Jahr Gold Silber Bronze
2009 AustralienAustralien Josephine Tomic KanadaKanada Tara Whitten NiederlandeNiederlande Yvonne Hijgenaar
2010 KanadaKanada Tara Whitten Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Elizabeth Armitstead SpanienSpanien Leire Olaberria
2011 KanadaKanada Tara Whitten Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Hammer NiederlandeNiederlande Kirsten Wild
2012 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Laura Trott AustralienAustralien Annette Edmondson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Hammer
2013 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Hammer Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Laura Trott AustralienAustralien Annette Edmondson

Resultate bei Olympischen Spielen[Bearbeiten]

Männer[Bearbeiten]

Jahr Gold Silber Bronze
2012 DanemarkDänemark Lasse Norman Hansen FrankreichFrankreich Bryan Coquard Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Edward Clancy

Frauen[Bearbeiten]

Jahr Gold Silber Bronze
2012 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Laura Trott Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Hammer AustralienAustralien Annette Edmondson

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Synoptische Darstellung der UCI-Regeln: Modifications as of June 20, 2014 abgerufen am 3. Juli 2014

Weblinks[Bearbeiten]